Archiv: Skandal um Familienerbin (BB 42)

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Quelle: Bosparanisches Blatt Nr. 42 (?)
Aventurisches Datum: Boron 1038 BF



Skandal um Familienerbin? - Kvalor Menaris strebt das Amt des Consiliere Menacor an!
von Farlon Terschlin

Shenilo, Boron 1038 BF

Geronya Menaris ist erst seit wenigen Wochen wieder in Shenilo. Die letzten Jahre hat sie vermehrt zu Forschungszwecken in Vinsalt verbracht und war nur zu großen Ereignissen – zuletzt die Beisetzung ihres Onkels und ihrer Tante im vergangenen Boron-Mond – in die Ponterra gereist. Manche Beobachter der wichtigsten Geschlechter Shenilos hatten bereits auf den Eindruck hingewiesen, den eine solch lange Abwesenheit der künftigen Matriarchin der Menaris machte. Wichtige Säulen der Familie sterben den Feuertod, ein Aufruhr inmitten der Geronsstadt und die Tochter Kvalor Menaris verbringt ihre Zeit lieber in den Bibliotheken der Hauptstadt statt an der Seite ihrer Familie?
Kenner der Menaris sagen, seit dem Verschwinden ihres Sohnes im Arinkelwald vor nunmehr drei Jahren habe die Magierin sich von Familie und Politik weitgehend zurückgezogen. Aber nunmehr habe sie „ihre Studien im Anschluss an die Abschlussprüfung ihres Zweitstudiums abgeschlossen“, wie es aus dem Palazzo Carolani verlautete.
War es also der Studienabschluss, der sie in die Heimat zurückbrachte – oder vielmehr ein Befehl von Familienrat oder gar dem Patriarchen? Für letztere Theorie spräche zumindest die bald nach ihrer Rückkehr verkündete Absicht ihres Vaters, ein im städtischen Gefüge nicht unwichtiges Amt bekleiden zu wollen, das des Consiliere Menacor, des obersten Magiers der Stadt.
Für allerlei Gesprächsstoff sorgte jedenfalls ihr Auftritt bei der Ehrung der Memoria Tankred und Brigona Menaris’. Zunächst hatte bei der Veranstaltung, der unter anderem auch die drei anderen Magier der Familie, Valeran, Argelia und Kvalor Nacladus, der Patriarch und Vater Geronyas beiwohnten, ihr älterer Bruder Angrond eine Gedenkrede auf die beiden vor einem Jahr beim Brand des Magierturmes gestorbenen Menaris gehalten. Beim anschließenden Essen musste Geronya dann allzubald den Raum verlassen, oder besser: aus diesem geführt werden, nachdem sie einen plötzlichen Schwächeanfall erlitt. Nur kurz vorher, nach dem Hauptgang, hatte ihr Vater Kvalor erklärt, dass er den verschiedentlich zu hörenden Vorschlägen, er solle kommender Consiliere Menacor werden, stattgeben wolle, wenn ihn die Magier Shenilos für würdig erachteten.
Trotz dieser spannenden Frage, die vor allem unter den Magiern des Instituts und ihren Collegae in der Stadt diskutiert wurde, geht natürlich in Studiora und darüberhinaus manche Rede von Tür zu Tür, die sich eher damit befasst, was den Gesundheitszustand Geronyas so verschlechtert haben mag. Während nur die Feinde der Familie dahinter einen Zauber aus eigenem Hause vermuten, werden die Vermutungen, dass ein verdorbener Tischgenuss Ursache des Zwischenfalls gewesen sei, durch die Kunde aus dem Palazzo genährt, dass dort ein neuer Koch die Kelle schwinge.
Zu ihrer Zweckehe – freilich nicht zu ihrem Stande! – weitaus besser passen da die Gerüchte, Geronya sei nicht alleine aus Vinsalt zurückgekehrt, sondern habe eine ganz besondere Frucht nächtlicher Vergnügungen aus der Hauptstadt des Reiches mitgebracht…

Weitere Hinweise

Der Consiliere Menacor gehört dem Drachenrat, dem Rat der Geweihten und Gildenführern der Stadt Shenilo an, repräsentiert aber vor allem die Magierschaft der Hesindestadt. Wichtige Funktionen übernimmt der Amtsträger aber auch in der Beratung des Magistrats in arkanen Belangen. Der Consiliere Menacor diente auch mehrfach als formeller Leibmagus des Gransignores.
Nach dem Tod des letzten Amtsträgers, Defranda Defrus, im vergangenen Jahr, ist nach einjähriger Vakanz die Neubesetzung in der Tat vorherrschendes Gespräch unter den Gildenmagiern der Stadt. Mit Kvalor Menaris könnte seit Jahrhunderten zum ersten Mal wieder ein Menaris zum offiziellen Leibmagier des Stadtoberhauptes aufsteigen. In de für Vergangenheit hatte Kvalors älterer Vetter, der Magister Valeran, diese Aufgabe für den greisen Defrus verschiedentlich übernommen.

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