Benutzer:Gonfaloniere/Titel und Ämter

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Titel und Ämter sind fester Bestandteil der horasischen Politik und der höheren Gesellschaft im Allgemeinen. Zwischen dem unnahbaren Horas und einem einfachen städtischen Amtsträger liegen Welten, doch beiden gebührt eine angemessene Anrede. Auflösungserscheinungen der traditionellen Adelshierarchie und der Aufstieg gänzlich anders strukturierter Stadtherrschaften im horasischen Thronfolgekrieg haben vielerorts neue Fallstricke der Etikette entstehen lassen. Diese Seite soll daher wenig mehr als einen groben Überblick bieten.

Weitere Titel und Ämter sind in der Kategorie Amt/Titel erfasst.

Inhaltsverzeichnis

Traditionelle Adelshierarchie

Horas und Könige

Die nominell höchsten Adligen des Horasreiches sind die wenigen Träger der Kaiser- und Königstitel. Zuvorderst natürlich der Horas selbst, dessen Titel darüber hinaus mythologisch wie kaum ein zweiter in Aventurien aufgeladen ist. Ihm gebührt die Anrede "Euer (Horas-)Kaiserliche Majestät".

Er ist in Personalunion König von Yaquiria und bekleidet damit den bedeutendsten der Königstitel. Der Seekönig der Zyklopeninseln ist im Ansehen der eigentlichen Liebfelder eher ein Provinzherr, nicht zuletzt weil er wie diese im Kronkonvent auf der Fürstenbank Platz nehmen muss. Der Bergkönig vom Phecanowald ist ein fast nur für die Zwerge des Horasreiches bedeutsamer Titel, der seinem Träger jedoch weitgehende Unabhängigkeit in den Belangen der Angroschim gewährt. Der Vizekönig des Südmeers ist schon dem Titel nach "nur ein halber König", wie es viele (Erb-)Adlige des Kernlands ausdrücken - zumal dieser Kolonialverwalterposten nicht explizit erblich ist. Dennoch steht allen Königen die Anrede "Euer Majestät" zu, üblicherweise um die entsprechenden Titelzusätze modifiziert (z.B. "Euer Vizekönigliche Majestät").

Landadel

Der Landadel gebietet über Land und Leute, besitzt große Güter und ist Lehnsherr und Vasall zugleich. Die klassische Ordnung des Heerschildes. Der Landadel ist traditionell das Rückgrat des Feudalsystems und konnte den Königen im Laufe der Jahre immer mehr Rechte und Freiheiten abtrotzen. So kommt es, dass die Landadligen nahezu unumschränkt auf ihren Gütern herrschen können und zudem noch die Regierung über den Kronkonvent mitbestimmen. Ihre Rangkronen existieren schon seit etlichen Jahrzehnten und entsprechen daher nahezu dem Idealtypus der Heroldsordnung.

Erläuterungen des Gerilian von Torrem zum Bomed, der Adelsrolle des Lieblichen Feldes


Auf die einzelnen Titel des Landadels wird auf den jeweiligen Detailseiten eingegangen, hier seien nur die elementaren Stufen zwischen ihnen hervorgehoben. Als Provinzherren kommt den Titelträgern des Fürstenrangs die höchste Bedeutung zu. Der Fürst selbst verdankt seine leicht erhöhte Stellung vor allem der faktischen Macht der einstigen Fürsten von Kuslik, während der Herzogstitel heute eher für die Beständigkeit der Grangorer und methumischen Dynastien steht. Erzherrscher und Erlauchter Graf sind im Status noch etwas geringer anzusetzen und eigentlich auch eher lokale Sonderformen.

Eine Hierarchiestufe darunter liegt der Grafenrang, der im Horasreich schon vor dem Thronfolgekrieg jedoch weniger flächendeckend vertreten war wie im Mittelreich. Die Grafen und Landgrafen sind die traditionellen Wahrer der königlichen Gerichtsgewalt auf dem Land. Der Freigerichtsbarkeit verdankt indes der Freiherrenrang der Barone, Kronvögte und (mit Abstrichen) Gransignores (auch Landherren genannt) seine Bezeichnung. Bereits zwischen Baron und Gransignor verläuft die fließende Grenze des Hochadels zum Niederadel.

Der Niederadel ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass seine Vertreter im Kronkonvent nicht mehr auf der Fürsten-, sondern auf der Edlenbank Platz nehmen müssen. Die Bedeutung des Signors als Verwalter einer Signorie gerät hinter derjenigen als Mitglied einer städtischen Signoria allmählich in Vergessenheit. Der Titel des Cavalliere dient dagegen immer mehr der Abgrenzung des konservativen Landadels vom städtischen Patriziat.

Alte Ritterideale werden trotz aller Veränderungen vielerorts gepflegt. Der Heeresdienst des berittenen Reiterkriegers gegenüber seinem Dienstherren lebt selbst im Patriziat (gegenüber der Heimatstadt) fort. Echte Knappen und Pagen - also einem Standesgenossen zur Ausbildung gegebene Kinder - finden sich jedoch nurmehr im traditionsbewussten Kriegeradel.

Amts-/Titularadel

Der Geldadel ist im Lieblichen Felde das, was Außenstehende gerne mit Titularadel bezeichnen, da mit dem Titel kein Lehnsrecht an Ländereien verbunden ist. Diesem Irrtum ist schon manch einer aufgesessen und wunderte sich plötzlich welchen Einfluss die Inhaber eines solchen "Titulartitels" innehatten. Der Begriff des Titularadels und der daraus resultierende Trugschluss ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass auch die Kinder des Landadels diese Titel teilweise von Geburt an führen.

Der Geldadel ist der für das Liebliche Feld typische Höfling. Immer in der Nähe eines höheren Adligen, übt er für diesen Ämter und Privilegien aus, berät diesen und ist der eigentlichen Macht über Land und Leute ganz nahe. Der Geldadel ist nur schwer in Klassen zu teilen und auch die Ämter und Aufgaben sind mannigfaltig.

Die Rangkronen des hohen Geldadels sind die jüngsten heraldischen Kronen, was man teilweise sehr deutlich an ihrer Machart erkennen kann.

Erläuterungen des Gerilian von Torrem zum Bomed, der Adelsrolle des Lieblichen Feldes


Amts-, Titular-, Geldadel - die Bezeichnungen für den nicht an Landbesitz geknüpften Adel sind vielfältig. Er stellt eine Besonderheit des Lieblichen Feldes dar, in dem frühzeitig die Notwendigkeit von Hofämtern gerade zur Bewältigung der Verwaltung großer, vielbevölkerter Ländereien erkannt wurde. Tatsächlich ist fast jeder "Titulartitel" an eine bestimmte zu verrichtende Aufgabe geknüpft - und Comtos, deren einzige Aufgabe es ist, dritter Schlüsselmeister der Schatzkammer eines Provinzherren, sind weitaus seltener als solche mit weitreichenden Befugnissen (und damit Verpflichtungen). Doch auch für Kinder des höheren Adels haben sich die Amtstitel der jeweils niedrigeren Stufe - ohne entsprechende Verpflichtungen - eingebürgert.

Eine spezielle Anrede haben königliche Prinzen (im Rang wie ein Principe, jedoch "Euer Prinzliche Durchlaucht", für den Kronprinzen "Euer Allerprinzlichste Durchlaucht") und Erbprinzen der Provinzherren (wie ein Marchese, jedoch "Euer Liebden"). Die Herkunft des Comtotitels - von den comites, den Begleitern des bosparanischen Horaskaisers - hebt diesen aus den übrigen Rängen noch heraus. Tatsächlich beanspruchen mittlerweile alle Abkömmlinge der ältesten und höchsten Geschlechter des Landes (wie die Aralzin, Berlînghan und Garlischgrötz) den Titel für sich.

Regionale Besonderheiten

Landadelstiteln der Zyklopeninseln ist zumeist ein "See-" vorangestellt. So gibt es den Seeherzog von Pailos, verschiedene Seegrafen und Seeherren. Die Titel Seeherr und Seebaron werden beinahe synonym verwendet, ersterer eher von heimischen Adligen, letzterer von solchen aus dem Kernland, die auf die Inseln "abgeschoben" wurden. Flächendeckenden Niederadel gab es auch vor dem Thronfolgekrieg nicht auf den Inseln, zumal die meisten Seeherrschaften kaum bevölkerter waren als Signorien im Lieblichen Feld.

Ähnlich sieht dies in Teilen der Drôler Mark aus, während in den Kolonien ohnehin andere Maßstäbe - und teils Titel - vorherrschen. Üblich ist die Gliederung in Condominien, die von Gouverneuren verwaltet werden, dazwischen finden sich aber auch eine Grafschaft, ein Protektorat, eine Kronmark und einige Baronien.

Titel der Stadtherrschaften

Primesto Stadtmeister Gransignor Gonfaloniere Podestat Patrizier Cavalleristo

Höfische und städtische Verwaltungsämter

Cancellario Connetabel Camerlengo Consiliere Justitiar Vogt Droste Kastellan Majordomus Haushofmeister Zeremonienmeister Herold Siegelbewahrer Schatzmeister Münzmeister Waffenmeister ... Horashof Kronkonvent

Titel und Ämter der Kirchen

Alle zwölf großen Kirchen kennen eine mehr oder weniger ausgeprägte Titelhierarchie - selbst der Tsa-Kult, auch wenn sich die "Hierarchie" hier auf die Weihegrade beschränkt. Vollständige Hierarchien kennen nur Praios-, Rondra- und Hesinde-Kirche. Eine umfassende Übersicht bietet der nachfolgende Kasten.

Allgemein Patriarch
"Erhabener / Euer Erhabenheit / Magnificus"
Metropolit
"(Euer) Eminenz"
Erzpraetor
"(Euer) Exzellenz"
Praetor
"(Euer) Hochwürden"
Erzgeweihter
"(Euer) Ehrwürden"
Geweihter
"Euer Gnaden"
Akoluth
"Euer Ehren"
Novize
Bild:Z-pra.png Praios Bote des Lichts / Heliodan Wahrer der Ordnung / Luminifactus Erleuchteter / Illuminatus Lichthüter / Custos Lumini Lichtträger / Luminifer Lichtbringer / Donator Lumini Lichtverehrer / Venerator Lumini Lichtsucher / Quaestor Lumini
Bild:Z-ron.png Rondra Schwert der Schwerter Meister des Bundes Roter Rat Schwertbruder Ritter der Göttin Knappe der Göttin Löwenritter Page der Göttin
Bild:Z-eff.png Efferd Hüter des Zirkels Meister der Brandung / des Flusses Bewahrer von Wind und Wogen Gefährte von Wind und Wogen "Efferdlieb" Grauling
Bild:Z-tra.png Travia Hoher Vater / Hohe Mutter Vater / Mutter Hoher Bruder / Hohe Schwester Bruder / Schwester "Travienlieb" Gänslein
Bild:Z-bor.png Boron Rabe von Punin Schweigender Hüter des Raben Deuter Bishdariels / Deuter Golgaris Diener des Raben Boron-Diener (Räblein)
Bild:Z-hes.png Hesinde Magister der Magister Erzwissensbewahrer Erzmagister Hoher Lehrmeister Magister Mentor Consors Scholar
Bild:Z-fir.png Firun Der Weiße Mann Tempelvorsteher Geweihter Novize
Bild:Z-tsa.png Tsa Vertrauter der Eidechse Kind des Regenbogens Schüler der Eidechse
Bild:Z-phe.png Phex "Der Mond" Vogtvikar Nachtschatten Mondschatten Schatten Grauling / Füchschen
Bild:Z-per.png Peraine Diener des Lebens Pfleger des Landes Hüter der Saat Meister der Ernte Diener der Ähre Knecht der Göttin
Bild:Z-ing.png Ingerimm Hüter der Flamme Meister der Esse Geselle des Ingerimm Wahrer der Glut Lehrling des Ingerimm
Bild:Z-rah.png Rahja Geliebte(r) der Göttin Hüter der Zehn Göttlichen Gaben Gastgeber der Leidenschaft Lehrer der Leidenschaft Diener der Leidenschaft Schüler der Leidenschaft

Synonym verwendete Bezeichnungen der allgemeinen Hierarchie sind zudem Geweihter und Priester, Erzgeweihter und Erzpriester, Praetor, Hochgeweihter und Tempelvorsteher sowie Erzpraetor und Prälat - gerade letzterer Titel steht in manchen Städten indes auch nur für die höchsten örtlichen Geweihten eines Kultes. Darüber hinaus finden sich besondere Amtsbezeichnungen für einzelne Funktionen innerhalb einer Kirche, eines Tempels oder einem der vielen Orden.

So ist der Vikar üblicherweise der Stellvertreter eines Tempelvorstehers, der Sakristan der Hüter der Sakristei, ein Dekan in größeren Tempel der Vorsteher der eigentlichen Priesterschaft, ein Scholaster leitet mancherorts angegliederte Tempelschulen, ein Infirmarius hingegen Spitale. Ein Kellermeister oder Cellerar führt die Aufsicht über Küche und Vorratslager, ein Kämmerer oder Camerarius steht den Finanzen vor. Selbst in den größten Tempeln finden sich jedoch selten alle diese Ämter auf einmal.

Abt ist der übliche Titel ein Klostervorstehers, in manchen Orden auch nur der wichtigeren Klöster. Als Erzabt mag er dem ganzen Orden vorstehen. Ordensvorsteher können ebenso gut Hochmeister und Großmeister, in kriegerischen Orden auch (Ordens-)Marschall und Seneschall geheißen werden. Ein Prior kann der Stellvertreter eines Abtes sein oder in kleineren Klöstern auch der Vorsteher selber. Ihm untersteht wiederum der Subprior. In verbreiteteren kriegerischen Orden ist ein Komtur der Befehlshaber einer ganzen Region. Dazu gibt es immer wieder Sonderformen wie Abtprimas, Abtpräses, Großkomtur und derlei mehr.

Kirchenintern sind Legaten meist die direkten Gesandten eines Patriarchen, Viatoren dagegen von höchster Stelle entsandte Aufsichtspersonen. Inquisitoren kommen eigentlich nur in der Praios-Kirche vor.

Titel und Ämter der Magier- und Gelehrtenschaft

Scholar Scolarius Eleve Novize Studiosus Candidatus

Adeptus Minor Gelehrter Herr Adeptus Maior Wohlgelehrter Herr Magus Hochgelehrter Herr

Magister (extra)ordinarius Magister Magister Magnus Hochgelehrter Magister Spektabilität Eure Spektabilität Coadiutorius Licentiatus

Convocatus Eure Spektabilität Convocatus primus

Erzmagus Eure Magnifizienz

Collega Meister

Rektor Provisor Dekan Professor Dozent Doktor Dottore Lizentiat

Sonstige Titel und Ämter

Persönliche Werkzeuge