Briefspiel:Der Krieg der Farben

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Bild:Horasreich-klein.png Städteübergreifendes Briefspiel Bild:Horasreich-klein.png
Datiert auf: ab Ende 1039 BF Schauplatz: Gerondrata und umliegende Landschaften Entstehungszeitraum: ab 2017
Protagonisten: etliche, v.a. Maldonaldo da Brasi, Domaldo von Westfar und Reon Croenar ya Torese Autoren/Beteiligte: Athanasius, Brahl, Calven, Gonfaloniere, OrsinoCarson, Storai u.w.
Zyklus: Das erste Jahr · Ancuiras' Schwertzug · Letzter Marsch

Zugehörige Geschichten: Lutisana 1041 · Zwölf Jahre · Am Tag der Treue




Inhaltsverzeichnis

Der Krieg der Farben war eine aventurische Bezeichnung für den Machtkampf in der Gerondrata zwischen den Schwarzen um Maldonaldo da Brasi, den Weißen um Domaldo von Westfar und den Roten um Reon Croenar ya Torese und Ancuiras Alfaran. Im Briefspiel dazu entstand die nachfolgende, ausführliche Zeittafel der Geschehnisse zwischen den Spielerstädten Shenilo, Efferdas und Urbasi.

1039 BF

22. Rahja: Ein Stern stürzt östlich von Arivor bei Aquiliano vom Himmel; der Einschlag, die Druckwelle und mehrere Erdeinbrüche führen zur Zerstörung von Arivor, Aquiliano und Taresellio.

1040 BF

Vom Vormarsch der Schwarzen

Anfang Praios: In Clameth und Montarena erheben sich Aufständische. Während sich in Clameth dabei alte innerstädtische Konflikte an der Frage entladen, wie mit den aus Arivor eingetroffenen Überlebenden umgegangen werden soll, stehen einige Shinxir-Anhänger insgeheim hinter der Erhebung in Montarena. Die Ritter der Burg Quellstein schlagen die Erhebung rasch nieder, die Rädelsführer tauchen unter.

5. Praios: Die Horaslegion riegelt Arivor ab.

6. Praios: Die Medici-Schule zu Urbasi kommt einer Aufforderung des Comto Protectors nach und entsendet 10 Schüler der Abschlussklasse und zwei Lehrkräfte zur Begleitung derselben zum Lager da Brasis.

7. Praios: Maldonaldo da Brasi schlägt auf Befehl des Comto Protector den Clamether Aufstand nieder – und beginnt Clameth seiner eigenen Baronie Castarosa einzuverleiben. Als der wichtige Clamether Patrizier Barbio d'Illumnesto, Herr von Tolmanayo, protestiert, besetzt die Schwarze Kompanie kurzerhand dessen Herrensitz in Tolmanayo.
Viele Überlebende aus Arivor ziehen daraufhin nach Norden oder Westen aus der Stadt ab.

10. Praios: Die ersten Flüchtlinge erreichen Pertakis, finden dort aber die Stadttore verschlossen vor. Sie beginnen, südlich der Brücke eine Barackensiedlung zu errichten.

Mitte Praios: In Leonesco knüpfen aufständische Bauern das Oberhaupt der di Taresellio Rondradan auf.

Ende Praios: Die überlebenden Mitglieder des Datariums wählen in der Tafelbergfestung von Urbet Domaldo von Westfar zum neuen Erzkastellan Arivors.

Anfang Rondra: Domaldo greift in Leonesco ein und bestraft die Rädelsführer der Aufrührer hart. Flüchtlinge aus Arivor siedelt er einstweilen in Westfar an.

12. Rondra: An einigen Stellen in der Gerondrata greifen Söldnerführer nach der Macht: Der im Yaquirbruch geglaubte Rimon Salterer, Condottiere der Blutaare, besetzt das ohnehin vakante Nuvolo. Travian di Faffarallo gelingt es durch eine List, in die Stadtmauern von Sorbik zu gelangen. Fortan stabilisiert er seine Herrschaft als Condottiere durch einen rigiden Umgang mit Maleficanten und die Abriegelung der Stadt gegen Zuzug.

Spätsommer: Während Domaldo in Westfar und anderswo weilt, verstärkt das Haus Urbet, vor allem der Valvassor Rondralio, seine Anstrengungen die Stadt Urbet zum neuen Machtzentrum der Gerondrata zu machen. Dazu versucht er möglichst viele Flüchtlinge aus Arivor im großen Mauerring der Lutisanastadt anzusiedeln, zum Teil auch durch Einschüchterung. Konflikte mit den alteingesessenen Urbetern fordern in der Folge viel seiner Aufmerksamkeit ein. Die „neue Hauptstadtlösung“ stößt auch bei anderen (potenziellen) Parteigängern Domaldos zunehmend auf Ablehnung. Eine befürchtete Eskalation im alten Streit der Häuser Urbet und Salsavûr (deren Stammsitz in der Baronie Panthinos von Urbet liegt) bleibt zunächst aus.

Erste Siege und bittere Entscheidungen für die Roten

Mitte Rondra: Reon Croenar ya Torese, seit der Katastrophe totgeglaubt, taucht in Urbet auf, wird von Domaldo aber abgewiesen. In seiner Begleitung befindet sich unter anderem Telfar Carson, der Reon in Arivor aus den Trümmern half.

Anfang Efferd: Komtur Ancuiras Alfaran ernennt Reon in Neetha zu seinem Legaten; dieser schart in der Folge überlebende Ardariten der Gerondrata um sich. Einer seiner ersten Unterstützer ist Telfar Carson, der sich ohne Absprache mit seinem Vetter Orsino der Sache der Roten verschwört und Imdallyos Tore als Stützpunkt gegen die Kirchenfeinde Reon öffnet . Orsino selbst ist insgeheim im Dialog mit Domaldo von Westfar, bekennt sich aber öffentlich nicht, ist aber umso verägerter über Telfars Alleingang.

Mitte Efferd: In der Sikramer Schildwacht erscheinen immer öfter Rechtfetigungen für das Eingreifen des Comto Protectors in der Erzherrschaft. Die Wahl des Datariums wird als bedeutungslose Wahl für ein ausgelöschtes Amt abgetan. Der Hesindetempel von Urbasi beginnt mit Mission und Unterricht unter den arivorer Flüchtlingen in Camponuovo und in der Flüchtlingssiedlung rund um das neue Gestech, jenseits der Argenna. Der frischgebackene Gransignore von Shenilo, Rondrigo Schwarzenstamm, sympathisiert mit der Sache der Weißen hält sich aber aufgrund der Beteiligung des Comto Protectors, Fürst Ralman, zunächst noch zurück.

Ende Efferd: Auch der Baron von Montarena, Lorian di Salsavûr, schließt sich Reon an.

Travia: Das neue Schwert der Schwerter Bibernell von Hengisford erwählt überraschend Romur von Schreyen zum Meister des Bundes der Senne Altes Reich. In der Folge bestätigt Ralman von Firdayon-Bethana diesen auch als Erzherrscher von Arivor. Daraufhin geraten die Erfolge der Kampagne Reons im Osten der Erzherrschaft Arivor ins Stocken.

Mitte Travia: Unter Flüchtlingen zwischen Arivor und Urbet gehen Gerüchte über Gräueltaten und Repressionen des Valvassors gegen Neuankömmlinge um.

25. Travia: Sta. Rahjalina. Zum Fest der Stadtheiligen Arivors wird in Urbet der Grundstein für einen bereits Jahre zuvor auf Initiative der urbasischen Familie Solivino geplanten Rahja-Tempel gelegt, der nun der Erfinderin des Bosparanjers gewidmet werden soll. Im Hügelland von Ayrn östlich der Lindwurmfelder, oberhalb des Silbertals erhalten ein Dutzend ehemals Arivorer Winzer- und Weinbergarbeiterfamilien mit Genehmigung der Lehnsträgerin Land – das zuvor ohne ihr Wissen örtlichen Viehzüchtern und Hirten abgenommen wurde. Das menschliche Leid erkauft für die Zukunft eine bedeutende Qualitätssteigerung der bis dato provinziellen Weingüter Odina von Urbets, deren Hügellage am Sikram sich - ungewöhnlich für die sonst so karge südliche Gerondrata - als exzellent geeignet für Arivorer Blut- und Bosparanjertrauben herausstellt.

27. Travia-1. Boron: Zug der Trauernden. Mit dem Valvassor von Urbet an der Spitze und den Lutisanern als Bedeckung brechen einige Dutzend Überlebende der Katastrophe aus Urbet nach Arivor auf, um der Verstorbenen zum Totenfest am Rand des Kraters zu gedenken. Da die Horaslegion Befehl hat, niemanden zum Unglücksort vorzulassen und sich Rondralio „an der Wirkungsstätte meiner heiligen Ahnfrau von keinem aufhalten“ lasse, kommt es fast zum Waffengang. Die Trauernden lassen ihren Frust danach an einer Gruppe mutmaßlicher „Pirscher“, Plünderer der Ruinen Arivors aus, die sie kurzerhand aufknüpfen. Tatsächlich handelt es sich dabei um Gefolgsleute Reons aus Aldan, die in ähnlicher Trauerabsicht unterwegs waren ...

Boron: Die Legitimation von Ancuiras Alfaran ist mit einem Mal umstritten und Gleiches gilt für diejenige seiner Gefolgsleute – die Rivalen richten ihren Blick zuerst auf Imdallyo: Sowohl Domaldo von Westfar als auch Maldonaldo da Brasi machen sich auf, um die dortige Feste zu besetzen. Das verschlafene Örtchen gilt plötzlich als strategisch wichtiger Punkt, um den Zugang nach Montarena und damit zum Osten der umstrittenen Erzherrschaft zu kontrollieren.

Anfang Boron: Die Familie Dalidion lässt auf zuvor erworbenem Grund in Camponuovo "Flüchtlingshäuser" errichten um die Not unter den weiterhin hingehaltenen Flüchtlingen zu lindern.

Mitte Boron: Entsatz des Schwarzen Filburn – Der bedrängte Maldonaldo erringt schließlich den Sieg, weil über die Pfade von Nuvolo und Tolmanayo aus dem Norden Entsatz herbeigeeilt kommt: Filburn von Shumir, Baron und Vasall Ralmans, hat sich an der Spitze einer kleinen Truppe in den Kampf eingemischt. Dabei gelangen einige Reiter Filburns bis in das Lager der Weißen und zum Zelt Domaldos, finden dieses aber verlassen vor. Der Baron von Westfar und seine Gattin Tsaphilia Aralzin hatten sich nur kurz vorher mit dem Nötigsten in Sicherheit bringen können und entgehen so der Gefangennahme oder Schlimmerem. Die übrigen Truppen der Weißen können sich mehr oder weniger geordnet zurückziehen.

Ende Boron: Die Nachricht von der Beinahe-Gefangennahme ihrer Verwandten im unübersichtlichen Kriegsgewirr gibt den Aralzin von Bethana Anlass, aktiv zu werden. Während Gräfin Hesindiane eine offene Parteinahme (noch) scheut, wird ihre Tochter, die Comtessa Camerlenga, aktiv. Aus dem Familienvermögen der Aralzin lässt sie dem Schwertgesellen Darian von Calven durch seine Mutter eine größere Summe übergeben. Damit soll er eine Leibwache für Tsaphilia anwerben und gegebenenfalls "zur Verteidigung von Tsaphilias Person" in die Kämpfe auf Seiten der Weißen eingreifen. Bald darauf bricht Darian mit den Bewaffneten (die bald als Purpurherzen bekannt werden) nach Süden auf, bevor er sich Tsaphilia in Westfar anschließt.

Hesinde-Firun: Im Winter ruhen größere Bewegungen, allerdings beäugen sich die Anhänger der verschiedenen Machthaber in Clameth, Urbasi oder Terubis nicht nur misstrauisch, sondern es kommt auch vermehrt zu Ehrenhändeln oder kleineren Straßenkämpfen. Maldonaldo da Brasi kontrolliert mit Hilfe Filburns den nördlichen Teil der Gerondrata, kann den Baron von Shumir allerdings nur mühsam daran hindern, sich in weitere Kämpfe zu stürzen. Gegen Ende des Winters heuert Filburn im Einvernehmen mit Maldonaldo Zylvas Haufen an, um mit diesen Imdallyo zu sichern, während die von ihm an den da Brasi vermittelten Blutaare nach Nestorbino beordert werden.

Datei:Sheniloneu3k klein.png Sheniloer im Streit - Unzucht, Duell und Messerstecherei

29. Tsa: Nachdem sich Orsino, Baron von Gilforn, offen „unzufrieden“ über die Besetzung von Ort und Feste Imdallyo durch Maldonaldo und Filburn geäußert hat, zieht ein Banner Söldner der Blutaare von Clameth gen Westen, nicht in der Absicht, einen Waffengang zu beginnen, wohl aber mit dem Auftrag, den Baron zu warnen. Maldonaldo bittet Ardo von Carinto und dessen Schwager Vascal Dorén, Cancellario von Carinto, darum, die Söldner von irgendwelchen Übergriffen abzuhalten. Justament als die Jahresabgaben an die Efferd-Kirche gesammelt werden, trifft man in dem kleinen Ort Paquirella ein. In der irrigen Annahme, die Dorfbewohner oder ihr Herr, Horathio von Paquirella, wolle vor einer Besetzung noch eilends Besitztümer in Sicherheit bringen, halten die Söldner die Knechte an. Eilig hasten der Gutsherr Horathio und dessen Schwägerin Gilia von Veliris hinzu, die in ihrer Langeweile ausgerechnet in diesem Winter der Gerondrata eine Stippvisite abstattet. Horathios Gattin Larissa befindet sich zu dieser Zeit unpässlich auf dem Gutshof, Gilias Ehemann Carion von Calven ist in dringenden Geschäften nördlich des Yaquir unterwegs.

Mit ebenso stolzen Worten stellt sich Gilia den Söldnern und Ardo von Carinto in den Weg und ohrfeigt letzteren, als der ihre Erklärungen nicht glauben mag. Der aufbrausende Carinto zerrt Gilia in eine Seitenstraße, reißt ihr die Kleider vom Leib und will sie für “ihre Frechheite züchtigen”. Als ihn der junge Horathio von Paquirella mit blanker Klinge attackiert, schreitet Condottiere Salterer ein – er will die Verletzung seines Auftraggebers verhindern. Horathio wird von dem weitaus versierteren Schwertkämpfer, der nur die stumpfe Seite seiner Klinge verwendet, übel zugerichtet. Der hinzugeeilte Cancellario Vascal Dorén kann nur noch tatenlos zusehen. Schließlich lässt man die beiden achtlos zurück und zieht mit den Abgaben des Dorfes von dannen.

Die Schmach von Paquirella lässt die Gemüter nördlich des Yaquir in Shenilo hochkochen. Besonders die Schändung Gilias, ob versucht oder nicht, sowie die Tatenlosigkeit des Dorén wird hier als Wiederaufnahme alter Feindseligkeiten gedeutet, obwohl man damit Vascal unrecht tut.

1. Phex: Tag der Erneuerung. Ein Geweihtenpaar der Tsa, das in Urbet den Menschen von den Zeichen der neuen Zeit und einem Neuanfang in der Syndikokratie Silas predigt, wird unter dem Vorwurf des „schändlichen Hämmerns an den Grundfesten der göttergewollten Ordnung“ von Häschern des Valvassors festgenommen, misshandelt, mit Exkrementen beschmiert und schließlich vor den Toren Silas‘ wieder freigelassen – mit der an die ganze Stadt gerichteten Warnung, sich besser nicht wieder in die Angelegenheiten der Erzherrschaft einzumischen …

in der Folge: Domaldo, der schon über die Vorfälle beim Totengedenken nicht erfreut war, ist außer sich über die Taten des Valvassors. Auf den Rat Baronin Findualias ergreift er jedoch keine ernstlichen Handlungen - bilden die Urbets doch einen wichtigen Teil seiner Unterstützer. Stattdessen weist er Rondralio in einem Brief auf die "Aufrechterhaltung der göttergefälligen Ordnung" hin. Rondralio weist in einem kurzen Antwortschreiben jegliche persönliche Verstrickung "in den bedauerlichen Vorfall" von sich – und gibt seinen Häschern danach auf, mit dem Brief Domaldos "am besten die Exkrementenquelle [zu] verschließen".

auch 1. Phex: Angrond Menaris erfährt vom erneuten Auftauchen der Blutaare, denen er den Tod seines Vaters anlastet, in der Ponterra. Endlich kann er die Spur wieder aufnehmen, die er vor Jahren im Yaquirbruch verloren hatte. In Eilritten begibt er sich nach Süden, um seine alte Queste zu vollenden und Rimon Salterer zur Rechenschaft zu ziehen.

3. Phex: Carion von Calven, der vom Übergriff auf seine Gattin erfahren hat, erreicht im Morgengrauen in Begleitung dreier berittener Waffenknechte Paquirella, wo Horathio sich mit den beiden Damen und einer halben Handvoll Bewaffneter im Gutshof verschanzt hält. Kurz zuvor war Carion westlich von Clameth seinem entfernten Vetter Darian von Calven begegnet. Dieser ist auf Order Tsaphilia Aralzins nach Gilforn unterwegs, um Orsino Carson endlich zur Parteinahme für die Weißen zu überzeugen.

Während Horathio mit den Bewaffneten in Paquirella zurückbleibt, um das Gut zu sichern, machen sich Carion und Darian am Abend gemeinsam über die Clamether Straße in das kaum ein Dutzend Meilen entfernte Gilforn auf und erreichen es gegen Mitternacht.

4. Phex: Nach längerer Wartezeit in der Gilforner Herberge Zum Kuss werden die beiden Signores Calven am Vormittag in die Feste Giflinshorn eingelassen, wo in diesen unruhigen Tagen Baron Orsino Carson residiert, um seine Ländereien südlich des Yaquir genau im Blick zu haben. Carion bittet den Baron, neben Horathio als Sekundant für sein geplantes Duell gegen Ardo von Carinto zu fungieren: Als Ehemann könne er selbst nur durch den Waffengang seine Ehre wahren. Orsino, der ohnehin gewillt ist, in dieser Situation Präsenz zu zeigen, ohne eine Eskalation des Konflikts zu riskieren, willigt ein. Darian eröffnet Orsino im Vertrauen, seine Herrin Tsaphilia erhoffe sich seine Unterstützung. Mit einem Brief Orsinos an Tsaphilia und Domaldo kehrt Darian zurück nach Westfar. Orsino verspricht Unterstützung gegen Maldonaldos Leute in Clameth, aber keine offene Parteinahme für die Weißen. Der Baron von Gilforn will sich (noch?) nicht offen gegen Fürst Ralman stellen.

7. Phex: Carion, die beiden Sekundanten sowie ihre Leibwachen erreichen das Feldlager der Schwarzen südlich von Imdallyo. Ardo von Carinto, aus schwerem Rausch erwacht, nimmt Carions kühl vorgetragene Forderung an und beruft Vascal Dorén und Condottiere Salterer zu Sekundanten.

8. Phex: Angrond Menaris, der Shenilo weitläufig umgangen hat, da er die Begegnung mit seiner Familie scheut, erreicht Castarosa und hört dort, was sich in Paquirella ereignet hat. Was er erfährt, bestätigt seine Ansicht über den Condottiere der Blutaare – er muss zur Strecke gebracht werden. Bald schon heftet sich Angrond an die Fersen der Söldner.

9. Phex: Der Rondrianer Gladio Curameo, der sich in Montarena aufhält, bietet sich als Duellrichter an. Insgeheim hatte er in Montarena den Kontakt mit etwaigen untergetauchten Aufständischen vom vorigen Praios-Mond gesucht. Er wittert eine Gelegenheit, den Zwist der ponterranischen Familien zu vergrößern und dadurch seine Familie zu stärken, weiß aber noch nicht genau, wie er Nutzen aus dem Duell ziehen soll. Schließlich schlägt er den kommenden Tag der Sta. Rondragabund als Duelltag vor. Am Abend erreicht auch Angrond Menaris Montarena, nachdem er das Gros der Blutaare in Imdallyo umgangen hat. Ein erstes Zusammentreffen mit Salterer verhindern örtliche Bewaffnete. Als Curameo von dem ebenfalls auf ein Duell erpichten Menaris erfährt, wittert er seine Chance: Er lässt Angrond Zeit und Ort des geplanten Duells zuspielen.

10. Phex: Die Kontrahenten und ihre Unterstützer treffen sich auf einer Lichtung im Wald von Barbacante und halten zunächst Göttinendienst. Danach zieht sich Curameo etwas zurück, vorgeblich um die Waffen der Duellanten zu überprüfen.

Als Angrond Menaris die Lichtung erreicht und seinen alten Feind Salterer, aber keinen Rondra-Geweihten, erblickt zögert er nicht lange und zieht seinen Anderthalbhänder. Als Salterer den Bewaffneten durch die Bäume brechen sieht, zieht er seine Klinge, um sich zu verteidigen. Auf der anderen Seite der Lichtung sehen Orsino und Horathio zwar den sich nähernden Angrond nicht – wohl aber, dass einer der Sekundanten Ardos seine Waffe gezogen hat. Kurz nachdem auch der junge Horathio seinen Degen hebt, tun es ihm Orsino Carson und Vascal Dorén gleich.

Während Carion und Ardo in der Mitte der Lichtung abwechselnd einander und ihre Unterstützer anstarren, stürzen sich die Sekundanten und Angrond aufeinander. Horathio und Orsino werden leicht verletzt, Vascal und Angrond schwer, der überraschte Salterer findet den Tod – das Duell zwischen Ardo und Carion findet dagegen angesichts dieses Debakels nicht statt.

12. Phex: Nachricht vom Duell und den Verletzten erreicht die Ponterra. Das Haus Dorén, das Haus Carson und die Familie Menaris sind gleichermaßen bestürzt.

14. Phex: Constabler Gianbaldo Carson erreicht auf dem Weg nach Paquirella mit der Zweiten Eskadron der Sheniloer Drachenreiter Clameth, um Shenilo - faktisch natürlich Gilforn - gegen die Schwarzen zu sichern.

15. Phex: Die sich nach Norden zurückziehenden Blutaare treffen nördlich von Clameth in einer Taverne auf die Drachenreiter. Als sie herausfinden, dass ein Carson die Drachenreiter anführt, wollen ein Teil der Söldner Rache für ihren Condottiere nehmen. Die Carson begleitende Leutnanta Braina Olben, eine Dorén-Loyalistin und einstige Freundin von Vascal Dorén, beordert ihre Männer, sich aus dem Streit herauszuhalten. Es kommt zu einer üblen Messerstecherei zwischen Drachenreitern und Blutaaren, bevor Maldonaldos Schwarze Kompanie eingreift.

17. Phex: In Shenilo werden Flugblätter verbreitet, die Sybaris Dorén des Verrates am Bund und den Drachenreitern bezichtigen. In einer eilig einberufenen Eteriasitzung wirft Asteratus Menaris das Problem der geteilten Loyalitäten bei den Drachenreitern auf. "Wenn schon der vom Gransignore ernannte Constabler nicht mehr die Gefolgschaft all seiner Drachenreiter" habe, dann sei es um die Sicherheit Shenilos schlecht bestellt. Noch im zerbeulten Harnisch trifft verspätet auch Gianbaldo, der seinen Vater Orsino vertritt ein. Er pflichtet den Menaris bei, nicht nur sei die Autorität der Magistratsämter infrage gestellt, sondern auch der Patriarch seines Hauses sei Opfer der geteilten Loyalität der Dorén geworden. Im Hintergrund aber spielt das Vorhaben der Carsons eine Rolle, den Einfluss einzelner Häuser auf das Militär Shenilos zurückzudrängen. Die doppelte Loyalität der Drachenreiter oder stehende Truppen, wie die Langschwerter ihnen ohnehin ein Dorn im Auge sind. Der brüskierte Sybaris verbittet sich jegliche Kritik, zumal von einem Menaris, die immerhin für den Tod seines Vaters verantwortlich seien, lasse er sich keine Ehrlosigkeit unterstellen. Er verlässt Sitzung und Stadt sogleich gen Millenis, "um seinem Vetter am Krankenbett beizustehen". Kurz darauf unterliegt Sybaris im Rechtsstreit gegen seine zurückgekehrte Schwester Selinya Dorén, die an seiner statt Oberhaupt wird.

Kampf um die Krone

Turnierrolle der Krone von Westfar (Auszug)

Für die Weißen

Für die Roten

Für die Schwarzen

18. Phex: Domaldo von Westar veranstaltet – mit stummer Billigung des Meisters Romur von Schreyen – zum ersten Mal wieder die Krone von Westfar. Als sein Favorit nimmt auch der letztmalige Sieger, Torreon de Torri am Turnier teil. Findualia von Marvinko zeigt mir ihrer Anwesenheit auf der Ehrentribüne die Unterstützung ihrer Person für die Sache des Barons von Westfar. Domaldo erhofft sich zum einen, sich als Veranstalter als Anhänger des klassischen Rittertums zu gerieren und zum anderen, im Falle eines Turniersieges seines Favoriten, manchen Cavalliere auf seine Seite ziehen zu können. Allerdings macht ihm unter anderem Yandriga von Urbet einen Strich durch die Rechnung, die - entgegen der Linie ihres Hauses - den ihr verhassten Torreon im Lanzengang so malträtiert, dass dieser letztlich nicht den Sieg erringen kann. Stattdessen siegt Goldan ya Papilio, der seinen Sieg zwar einem von Weißen erschlagenen Jungritter widmet, allerdings gelingt es Reon, Goldans Sieg als Sieg der Roten darzustellen. In der Tat schließen sich mehrere, meist junge Cavallieri Goldan an und streiten fürderhin als Goldans Kürassiere - oder Goldans Glücksritter - für die Sache der Roten.

Peraine: Der Horas erwacht, nunmehr ist Maldonaldo da Brasi offiziell ohne Mandat des Comto Protector. Allerdings nutzt dies keiner seiner Gegner direkt aus, weil man erwartet, dass der Horas Ralman wie bisher stützt. Wohl aber erklärt sich jetzt Gransignore Rondrigo Schwarzenstamm offen als Unterstützer der Sache der Weißen. Baron Domaldo versucht ihn zu einem aktiven Eingreifen in den Konflikt zu bewegen. Er hofft dadurch insgeheim, einen Ersatz für den unberechenbaren Valvassoren Rondralio zu finden.

Mitte Peraine: Arn Dholano beginnt mit einer - wöchentlich wiederholten - Predigtreihe über die Zustände in der Gerondrata. Dabei geißelt er explizit die Gewalttaten des Valvassoren von Urbet. Die sich ihm anschließende Tsa-Geweihte Almira aus Arivor geht einen Schritt weiter und bezeichnet auch die Niederschlagungen der Aufstände in Leonesco, Clameth und Montarena einen halben Götterlauf zuvor als blutiges Unrecht.

Ingerimm: Der erwachte Horas setzt sich über die Entscheidung Ralmans hinweg, setzt Romur ab und ernennt statt seiner Ancuiras Alfaran zum Erzherrscher. Überraschend stellt sich daraufhin Festo von Schreyen offen hinter seinen Verwandten Romur - und zudem auf die Seite der Schwarzen. Er stehe zu seinem Haus und seinem Lehnsherrn Maldonaldo, lässt der Herr von Schreyen auf Nachfrage der Roten mitteilen. Vermutlich hat bei dieser Entscheidung aber auch die prekäre Lage Schreyens am Rande des Einflussgebietes der Schwarzen eine Rolle gespielt. Sybaris Dorén bringt daraufhin die Carinto dazu, ihr direktes Engagement in der Gerondrata zu beenden, was er mit der unklaren Machtposition Fürst Ralmans begründet - ihn selbst bewegt allerdings viel mehr der ungünstige Konflikt mit dem Sheniloer Bund, der ihn davon abhält, sich gegenüber seiner Schwester als würdiger Verwalter des Familiengeschicks zu profilieren.

Mitte bis Ende Ingerimm: Die Jubelpostillen und Rechtfertigungen zu Gunsten Ralmans werden subtil weniger und verschwinden. Sie werden durch unverfängliche Artikel und Belletristik ersetzt. Spekulationen um Ancuiras Alfaran bestimmen den politischen Teil der Berichterstattung.

Rahja: Aus Belhanka erreichen Gerüchte die Region, wonach der Horas bei einem Ausritt gestorben sei. Als sich die Wahrheit eröffnet, dass nämlich Prinzessin Udora Opfer eines Reitunfalls wurde, beginnt der Siegeszug der Schwarzen zu stocken – es ist unklar, wie stark die Position des Gönners von Maldonaldo, Fürst Ralman, nach dem sich abzeichnenden Dissens mit dem Horas noch ist.


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