Cindano

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Cindano
Krone
Stadtwappen
Stadt Cindano
Horasreich
Stadtwappen
Lage der Stadt im Horasreich

Wappen: Basilisk in Schwarz auf Silber.
Region: Gerondrata (Kernlande)
Einwohner: um 1000
Tempel: Peraine, Ingerimm- und Tsa-Schrein
Status: Stadt mit Stapelrecht
Herrschaft: Panthino von Urbet als Baron von Cindano, zudem großer Einfluss der Familie Flaviora
Garnisonen: 3 Corazzas Lutisaner, ein halbes Dutzend Basiliskengardisten, dazu einige Büttel des Barons
Weg & Steg: Efferdstraße
Wichtige Gewerbe: Färberei, Flachstuchweberei
Besonderheiten: mysteriöser Basiliskensee im Schatten der Burg Geronsblut

Cindano ist eine Kleinstadt in der südwestlichen Urbasiglia und Stammsitz sowohl des Baronshauses Urbet-Marvinko, als auch der einflussreichen urbasischen Patrizierfamilie Flaviora. Die 'Stadt des Basilisken', wie sie nach ihrem Wappen genannt wird, ist eine zwar ansehnliche, aber oft vom Gestank des hier dominierenden Färberhandwerks eingehüllte Ortschaft.

Inhaltsverzeichnis

Aventurische Quelle

»Die ‘Stadt des wehenden Basilisken’ war einst der Stammsitz eines der bedeutendsten Rittergeschlechter des Lieblichen Feldes: Aus der Familie derer von Cindano stammten viele streitbare Großgrundbesitzer, die sich selbst mit den Grafen vom Sikram oder den Baronen von Ankram anzulegen nicht scheuten. Das Wappen der Familie, der schwarze Basilisk auf silbernem Grund, weht noch heute als Signoriewappen über den Zinnen der Stadt. Den Namen des Geschlechts wird man heute in den Adelsrollen des Landes aber vergeblich suchen.
Zur Zeit des liebfeldischen Unabhängigkeitkriegs ging die Familie nämlich eine Allianz mit dem Haus der Marvinkografen ein und wurde bald zu einem seiner wichtigsten Nebenzweige: Die Urbet-Marvinko sehen sich noch heute ebenso sehr als Nachfahren derer von Cindano wie als Teil des mächtigen Grafenhauses. Ihren Stammsitz verlegten sie nach der Unabhängigkeit und der Gründung der Domäne Urbet aber in die neue Hauptstadt des Lehens.
Von der alten Macht des Hauses in Cindano kündet heute vor allem noch die Burg Geronsblut, die jedoch nur von Verwaltern oder allenfalls nachrangigen Familienmitgliedern bewohnt wird. Die Stadt selbst scheint seit nunmehr über 250 Jahren darauf zu warten, an ihre vergangene Bedeutung anzuknüpfen. Im Hinterland des Sikram und der Torre gelegen, wird sie allein von der Straße zwischen Urbet und Efferdas geprägt, die in ihrer Bedeutung jedoch weit hinter anderen Verbindungen zurücksteht. Neben dem Korn der fruchtbaren Landherrengüter des Umlands wird hier immerhin noch das vor Ort gefertigte und oft gefärbte Cindano-Tuch gehandelt.«

Aus »Wege und Orte im Königreich«, Geographisches Werk über das Liebliche Feld, Hesinde-Tempel Vinsalt, 1000 BF

Gebäude und Örtlichkeiten

  • Burg Geronsblut ist die aufgrund unheilvoller Vorgänge in der Vergangenheit gemiedene Stammfeste des Hauses Urbet. Die Castellanin und Lutisaner-Komturin Nevinia ya Quast wacht angeblich über manches Geheimnis, das nie wieder ans Tageslicht gelangen soll. Ein Pfad führt von der Burg direkt zum hinter der Stadt gelegenen Basiliskensee, dem sich zu nähern niemandem ohne die Erlaubnis des Barons gestattet ist.
  • Plätze: Die Piazza Triangoli hat ihren Namen schlicht von der eigenen Dreiecksform und dient als Marktplatz der Stadt. Flankiert von Tempeln, Schreinen und wichtigen Palästen, schlägt hier eindeutig das Herz Cindanos. Die Piazza Hexangoli liegt etwas abseits im Südwesten und hat ihren Namen ebenfalls der eigenen (Sechseck-)Form zu verdanken. Die Piazza di Campanile liegt als letzter nennenswerter Platz Cindanos im Rücken des Peraine-Tempels, in Richtung Färberviertel. Der namensgebende Campanile des Tempels dient zugleich als Ausguck und läutet bei Bränden oder herannahenden Heeren Alarm.
  • Der Peraine-Tempel selbst ist der einzige Tempel der Stadt und dementsprechend beherrschend, was religiöse Belange angeht. Als alter Wehrtempel gestaltet, weist er zwei weitere Türmchen an den Ecken der zur Piazza Triangoli weisenden Fassade auf.
  • Ingerimm- und Tsa-Schrein liegen an der nördlichen Seite des Dreiecksplatzes direkt nebeneinander. Gerade letzterer hat unter den Färbern eine treue Anhängerschaft, wird von der Obrigkeit aber misstrauisch beäugt. Zu oft gingen Bauernaufstände im Urbeter Land in der Vergangenheit von der Geweihtenschaft der jungen Göttin aus.
  • Die Signoria 'quetscht' sich neben dem Peraine-Tempel in die südwestliche Ecke der Piazza Triangoli. Prachtvolle Magistratsbauten wie in anderen Städten hat man sich in Cindano nie leisten können oder wollen. Zumal der Einfluss des nicht selbst im Ratsgremium vertretenen Baronshauses ohnehin noch immer der größte ist. Custos Masaniello Accarda, formell gewähltes Stadtoberhaupt, hat sich damit zähneknirschend arrangiert.
  • Stadtpaläste: Der verwinkelte Palazzo Flaviora liegt noch ein Stück südlich der Signoria und bereits halb im Färberviertel. Wie alle Paläste ist er im Aurelassischen Stil erbaut und weist einen Geschlechterturm auf, der nur über eine hölzerne Brücke hoch über der Straße zu erreichen ist. Außergewöhnlich ist, dass eine weitere Brücke direkt zum nächsten Turm, dem des Palazzo Voscari an der Piazza Hexangoli führt. Wenn sich beide Patrizierfamilien mal wieder zerstritten haben, werden demonstrativ die schweren eichernen Pforten an beiden Enden "auf ewig" verschlossen. Weitere Übergänge über den Straßen der Stadt führen auch zum Palazzo Accarda, dessen prachtvolle Arkaden zur Piazza Triangoli wappenprägend sind. Nördlich des Ingerimm-Schreins liegt der Palazzo ya Quast bereits auf halbem Weg zur Burg. Kein Wunder, stellt die Familie doch die treusten Ministerialen des Barons. Der Palazzo Cressaco liegt schließlich weiter westlich und dadurch etwas abseits, hat als einziger den Geschlechterturm aber ins Gebäude integriert.
  • Ein Kuriosum ist der Torre Mulino, der westlichste Turm der Stadtmauer, da er im Grunde aus zwei Türmen besteht: dem gewaltigen Bauwerk der Stadtbefestigung 'als Sockel' unten und dem namensgebenden Mühlturm oben drauf. Nachdem die vorher außerhalb der Stadt gelegenen Mühlen oft Fehden oder Bauernaufständen zum Opfer fielen (eine Ruine einer Wassermühle liegt direkt nordöstlich Cindanos) besann man sich dieser Architektur.
  • Im Haus der Farben ein Stück westlich des Tsa-Schreins werden Meisterwerke cindanischer Färbekunst, Proben aller möglichen Färbemittel und derlei mehr aufbewahrt. Dass das Haus nicht selbst im Färberviertel liegt, ist wohl dem dortigen Geruch geschuldet, der die ohnehin wenigen auswärtigen Besucher des 'Museums' nicht vertreiben soll.
  • An weiteren Dienstleistungen finden sich in Cindano noch ein von der Bevölkerung gerne frequentiertes Badehaus (direkt gegenüber des Palazzo Cressaco) und ein Alchimist, der neben allerlei Farbmittelexperimenten auch für konventionellere Elixiere zu haben ist. Als Spezialist sticht auch der Jochmacher heraus, eigentlich ein Zimmerer, der aber fast nur noch Ochsengeschirre fertigt, die bis an den Yaquir gehandelt werden.
  • Das bereits mehrfach angesprochene Färberviertel besteht im Wesentlichen aus der Färbergasse südöstlich der Piazza di Campanile. Besonders die Grundstücke direkt an der Mauer sind die Heimat stinkender Bottiche und bunter Ausflüsse, die durch kleine Rohre gleich in die hinter der Mauer gelegene Klamm abgelassen werden. Zum dadurch zu seinem Namen gekommenen Bunterbach führt auch eine kleine Serpentine hinter der Färberpforte hinunter.
  • Ein weiteres Kuriosum ist schließlich der ebenfalls durch die Klamm führende Achsbruchweg. Einst, als Cindano noch kein Stapelrecht hatte, führte hier die Efferdstraße entlang, bis die Cindaner den die Stadt umgehenden Abschnitt eines Nachts einfach umpflügten. Das hatte natürlich Krach mit dem Erzherrscher in Arivor zur Folge, brachte der Stadt letztlich aber das ersehnte Recht ein. Wer als fahrender Händler seine Waren ohne Zwischenhalt an der Stadt vorbeibringen will, der wird scherzhaft noch heute auf den verfallenen Weg geschickt und erleidet dort häufig tatsächlich Achsbruch.

Adelsfamilien

Haus Urbet, die Baronsfamilie, die allerdings durch Abwesenheit glänzt
Familie Flaviora, Färberdynastie, deren wichtigerer Zweig nach Urbasi umgezogen ist
Familie Voscari, Vieh- und Kornhändler, als 'Jochbarone' nicht übermäßig beliebt
Familie Accarda, Flachs- und Leintuchhändler, von den Flaviora abhängig
Familie ya Quast, Ministeriale der Barone

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge