Festo von Schreyen

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Das Wappen des Hauses Schreyen.

Cavalliere Banderoso Festo von Schreyen (*998 BF), wohnhaft in Shenilo, ist Herr auf Schreyen und Convocatus familiae des Hauses Schreyen. Bis 1039 BF war Festo außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister des Senneschalls des Ordens der Heiligen Ardare zu Arivor am Hofe des Fürsten Ralman von Firdayon-Bethana.

Ein Leben im Dienste des Erzherrschers

Festo von Schreyen wurde im Jahre 998 BF in Neetha geboren, wo seine Mutter – eine Rondrageweihte im Ardaritenorden – diente. Im Alter von sieben Jahren trat Festo der Familientradition folgend als Page in den Dienst des Erzherrschers. Nach Abschluss seiner säkularen Ausbildung diente Festo erst im Ordensarchiv in Arivor, kurz darauf als Sekretär der Legatin des Senneschalls des Ordens der Heiligen Ardare zu Arivor am Hofe des Herzogs von Grangor.

Aufgrund seiner diplomatischen Funktion auf Burg Windehag nahm Festo nicht an den Kämpfen des Thronfolgekrieges teil. In der Schlacht von Westfar im Jahre 1029 BF fielen jedoch mehrere Verwandte, darunter seine Mutter.

Nach der für den Orden so verlustreichen Niederlage bemühte sich Festo mehrfach um freigewordene Ämter am Arivorer Hof oder im Datarium – wurde jedoch von Nepolemo ya Torese nicht nach Arivor zurückgerufen, sondern als Gesandtschaftssekretär an den Fürstenhof zu Vinsalt geschickt.

Anfang 1035 BF verstarb Festos Vorgesetzter in Vinsalt bei einem Unfall, und Festo wurde dessen Nachfolger: Am 1. Hesinde 1035 BF wurde er außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister des Senneschalls des Ordens der Heiligen Ardare zu Arivor am Hofe des Fürsten von Vinsalt, Ralman von Firdayon-Bethana. Kurz vor seiner Akkreditierung bekam Festo vom Erzherrscher den Titel und die Würde eines Cavalliere verliehen.

Nach dem Sternenfall

Durch den Sternenfall von Arivor im Rahja 1039 BF fanden viele Mitglieder der Familie Schreyen den Tod, unter anderem Festos Tante Ardare von Schreyen, Herrin auf Schreyen und Matriarchin des Hauses. Der etwas verschrobene Bibractus von Schreyen folgte seiner Schwester Ardare de lege als Patriarch des Hauses nach.

Im Rondra 1040 BF wurde jedoch Festo vom Familienrat des Hauses Schreyen einstimmig zum Herr auf Schreyen und Convocatus familiae seines Hauses ernannt – ein vor über zwei Jahrhunderten von Morguno von Schreyen geschaffenes Amt, das mit allen Rechten und Pflichten des Patriarchen des Hauses ausgestattet ist.

In dieser neuen Funktion entschied Festo, dass weder das zerstörte Arivor der Sitz des Hauses sein sollte, noch Neetha, das neue Zentrum des Ardaritenordens im Horasreich, sondern die Landstadt Shenilo – auf halber Strecke zwischen den wichtigsten Familiengütern um Burg Schreyen und dem Horashof in Horasia gelegen.

Festo kann damit durchaus als Profiteur des Sternenfalls bezeichnet werden: Der Tod seiner Verwandten in der Katastrophe beförderte ihn an die Spitze eines der würdigsten Häuser der Gerondrata – und von Geschehnissen um seinen Vetter Adalrik von Schreyen spricht kaum noch jemand. Sein Diplomatenamt als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister des Senneschalls der Ardariten am Fürstenhofe zu Vinsalt ruht – mangels Senneschall – derzeit. Ohnehin hofft Festo darauf, dass ihn der nächste Senneschall der Ardariten zu seinem außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter am Horashofe ernennen wird – der bisherige Amtsträger fand beim Sternenfall 1039 BF in Arivor den Tod.

Politische und persönliche Ziele

Den Titel des Patriarchen des Hauses Schreyen wird Festo mit dem Tod seines 962 BF geborenen Onkels Bibractus erben. Die wichtigsten aktuellen Ziele Festos sind, in Shenilo Fuß zu fassen, und die formelle Bestätigung seines Titels "Cavalliere Banderoso" zu erwirken, der traditionell den Herren auf Schreyen zusteht. Nur damit würde Festo vollends das Erbe seiner verstorbenen Tante Ardare antreten.

Im Ringen um die Gerondrata versucht Festo, eine neutrale Position zwischen den Parteien zu wahren. Dabei hilft die Übersiedlung des Hauses ins yaquirische Shenilo.

Als Herr auf Schreyen ist er Maldonaldo da Brasi als Baron Castarosa gefolgschaftspflichtig – gleichzeitig versucht er, ein gutes Verhältnis zum Neethaner Komtur Ancuiras Alfaran und dessen Legat Reon Croenar ya Torese zu wahren, erwartet Festo doch, dass Ancuiras der nächste Senneschall werden wird. Den Ansprüchen Domaldo von Westfars steht Festo hingegen ablehnend gegenüber, und dies aus persönlichen Gründen: Festo vermutet, dass es der Kämmerer war, der seinen Einfluss geltend machte, um ihm nach der Schlacht von Westfar ein Hofamt in Arivor zu verwehren.

Die Zukunft der Ardariten sieht der "Ordensdiplomat" Festo in einer Rückbesinnung auf die verlorenen Ideale des Theaterordens, in dessen Nachfolge die Ardariten stehen: Dem Schutze der zwölfgöttlichen Lande durch die Kolonisierung und Missionierung heidnischer Gebiete, notfalls mit Feuer und Schwert. Ganz konkret tritt er für die Ordensherrschaft über heidnische Länder in der Khôm, im Regengebirge oder auf Maraskan ein – oder gleich für die Kolonisierung Uthurias im Zeichen des roten Schwerts auf weißem Grund. Für diese Vision wirbt der Cavalliere bei jeder Gelegenheit.

Festo, der Turnier und Schwertkampf durchaus schätzt, jedoch keinesfalls ein herausragender Kämpfer ist, zieht die traditionelle Anrede "Euer Edelwohlgeboren" dem neumodischen "Signor" vor.

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