Geronita Flaviora

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Geronita Flaviora – Belesenheit kommt gleich vor Gottesfurcht

„Zwischen Gott der Könige und König der Götter liegt ein Unterschied, den ich zu meiner eigenen Sicherheit mit euch hier nicht diskutieren werde.“ - zu einem Turaniter

„Der Streit, den Patrizier und Adel inszenieren ist wohl geeignet, die Bevölkerung dazu zu verleiten sich einer Partei anzuschließen. Am Ende glauben einige sogar sie hätten gewonnen. Was sie nicht sehen – weder Adel noch Patrizier scheren sich um sie, sondern jeder von denen schert sich nur um sich.“ - in kleiner Runde

Geronita Flaviora ist das zweite Kind von Tolman und Khorena Flaviora. Sie erblickte 1010 das Licht des Praios.

Geronita Flaviora zeichnete sich von früher Kindheit an durch eine unbändige Neugier aus, die mit zunehmendem Alter in einen kaum stillbaren Bildungshunger umschlug. Ihre naheliegende Hinwendung zur Göttin Hesinde wurde allerdings durch ihren undogmatischen Umgang mit dem erlangten Wissen getrübt. Folglich erbat sie von ihrem Vater nicht die Erlaubnis in den Dienst der weisen Göttin zu treten, sondern teilte ihm vielmehr mit, sie werde in Methumis das Noviziat in der Kirche des Hesindesohnes Nandus antreten. Da Tolman zumindest seinen Kindern gegenüber nichts abschlagen kann, verließ, nach dem Erstgeborenen Murako auch das zweite Kind elterliches Haus und Werkstatt.

Geronita lebt seit der Beendigung ihres Noviziates 1030 in Sikramargino. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie vor allem als Hauslehrerin für "Lesen, Schreiben, Rechnen - der Anfang aller Bildung", wie ihre Karte verspricht. In weiterführenden Wissenschaften vermittelt sie meist einige Grundlagen.

Ihre Leidenschaft gilt allerdings dem Staatswesen. Dabei folgt sie stets dem Grundsatz, dass der Gläubige seinen Weg zu Hesindes Weisheit selbst zu finden hat und gibt dafür ständig Denkanstöße. Sie ist verantwortlich für einige Flugblätter und Streitschriften, in denen sie die Oligarchie der Stadtoberen anprangert und gegen die grassierende Modeerscheinung neuzeitlicher Autoren, nach der „Natur des Staates“ zu suchen, polemisiert. In weiser Voraussicht geschieht dies meist unter den Pseudonymen „Ancilla von Urbasi“, „Alane Schmied“, „Usbek aus Fasar“ und „Don Xel“, von denen bisher zumindest „Don Xel“ eine mehrjährige Verbannung droht.

Im Tempel der Hesinde sieht man Geronita als willkommene Unterstützung an. Regelmäßig hält sie öffentliche Vorträge und Predigten vor dem Schrein des Hesindesohnes – in dieser Reihenfolge. Ihr freien Zugang zu allen Bereichen der tempeleigenen Bibliothek zu gewähren, scheint der Hochgeweihten Ingalfa Dalidion allerdings zu gewagt. Vorträge, die sie außerhalb des Tempels hält, bestätigen diese Einschätzung. Die von ihr in kleinem Rahmen organisiert Diskussionsrunden hingegen, wären - öffentlich gehalten - geeignet Geronita höflich dazu aufzufordern in Brabak nach dem Strohsack des Nandus zu suchen und sie von einer Delegation Draconiter zum nächsten Seehafen begleiten zu lassen.

Die Zuständigkeit ihres Onkels Miguels für das Archiv in der Amtszeit 1030-33, beziehungsweise die Ernennung der Archivarin Argenta Mercator durch denselben in dieser Zeit, machte sich Geronita zunutze, indem sie sich unter Berufung auf ihre Unbedenklichkeit wegen Verwandtschaft und einigen Münzen an untere Ränge regelmäßig unauffällig Zugang zum Archiv verschaffte. Dabei sind ihr einige Vorgänge in die Hände gefallen, die ihren kritischen Blick auf die Verfassung der fürstlichen Gemeinde nur noch verstärken.

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