Magie und Mysterien Shenilos

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Auf dieser Seite findet sich Wissenswertes über Magie, Zauberwirker und Mysterien Shenilos und der Ponterra.

Inhaltsverzeichnis

In Shenilo

Die Vergangenheit

Das Herrenhaus und seine Gewölbe

Auf dem Felsen, der Burg Yaquirstein den Namen gab, liegt nördlich bereits seit eineinhalb Jahrtausenden ein wuchtiges Gebäude aus Granit. Es wurde während der Herrschaft Fran-Horas' von einem Beschwörer namens Brigon errichtet, der ob seiner Machenschaften später den Beinahmen der Ertränker erhielt. Er scharte einen Kult um sich, der einen Sprössling der Herrin der Nachtblauen Tiefen verehrte, einen Dämon namens Charr-Ulthar. Schließlich wurden die Opferungen und Rituale der Kultisten selbst dem Blutkaiser zu viel, der vielleicht auch nur einen konkurrierenden Beschwörer und Menschenführer ausschalten wollte: Das Herrenhaus wurde belagert, der Kult zerschlagen, Brigon verging in magischen Flammen.
Doch sein Vermächtnis lebte weiter, der Kult und seine Rituale wurden im Verborgenen weitertradiert und erlebte während der Dunklen Zeiten einen neuen Höhepunkt. Aber auch der Magier Gandarev wurde schließlich ein Opfer seiner Taten, als bei einem Beschwörungsversuch Charr-Ulthars der Kult von diesem verschlungen wurde.
Bis heute haben sich jedoch einige Überbleibsel des Kultes bewahrt und vor allem die Gewölbe unter dem Herrenhaus sind nie gänzlich erforscht worden. Dort hat man an den Wänden Zeichnungen entdeckt, die Opferungsszenen zeigen. Weil es immer wieder Einstürze gab, aber auch seltsame arkane Erscheinungen, wie Stimmen, die in unbekannter Sprache sprechen, gelten die Gewölbe als gesperrt und nur die Magister des Draconiter-Institutes haben Schlüssel zu ihnen.

Imago prima: Dargestellt ist ein steinerner Altar, in dessen Vorderfront verschiedene Menschen eingraviert sind, die Kutten oder Rüstungen tragen oder in Ketten gefesselt sind. Eingerahmt werden sie von Verzierungen, die sich bei näherem Hinsehen als Tentakel einer Kreatur entpuppen, deren unförmiges Haupt in der Mitte des oberen Randes des Altars zu sehen ist. Auf dem Altar liegt ein Mensch, der angebunden wurde. Hinter dem Altar stehen drei Kuttenträger. Während der mittlere mit beiden Händen einen Opferdolch hebt, trägt der zur Linken eine gravierte Schale und der zur Rechten ein Schwert mit Gravuren auf der Klinge. Auf der linken Seite des Altares ist ein Totenschädel zu sehen über einem Haufen mit Asche bedeckter Knochen. Zu Füßen des Aschehaufens liegen bunte Glassplitter. Der Hintergrund wird aus einem weinroten Vorhang gebildet, der zahlreiche, dunkle Falten wirft, die erahnen lassen, dass eine riesige Kreatur mit vielen Tentakeln dahinter steht.
Imago Secunda: Wider steht der steinerne Altar im Mittelpunkt des Bildes. Ein Mensch liegt auf ihm, angebunden. Er leuchtet grünlich und auch von verschiedenen Gravuren auf dem Altar geht ein grünliches Leuchten aus. An den Seiten des Altars führen grüne Strahlen zum Bildrand, wo sie auf dicke, graue Tentakel treffen, die sich am ganzen Bildrand und an den Seiten winden. Hinter dem viereckigen Säulenpodest mit winzig kleinen Darstellungen des Dämons oben drauf. Von der einen geht ein rotes Leuchten und von der anderen ein blaues Leuchten in Richtung des Magiers aus.
Imago tertia: Vielleicht das schrecklichste Bild der drei hier besprochenen. Wieder sind der Magier und seine beiden Gehilfen hinter dem Altar versammelt. Das Opfer, das wohl eigentlich auf dem Altar liegen sollte, diesmal ein kleines Kind, hat sich erhoben, die zerrissenen Fesseln an Handgelenken und Knöcheln. Das Gesicht ist dämonenhaft verzerrt. Der rote Vorhang ist zerrissen und eine Unzahl von Tentakeln ist hervorgebrochen und hat die beiden Gehilfen umschlungen, deren verstörte Gesichter vom drohenden Unheil zeugen. Die Hände des Magiers sind erhoben, zeigen wohl magische Gesten. Von seiner Kutte geht eine bösartige Ausstrahlung aus, die jeder sensible später spüren kann, der vor dem Bild steht. Weiter befinden sich unter den Bildern seltsame Schriftzeichen und unter jedem Bild fangen diese „Sätze“ mit den beiden gleichen Worten an.
- Aufzeichnungen des Magisters Andras Marwolaeth, um 1015 BF

Magie und Herrschaft - Herrschaft durch Magie

Drugon, der Magokrat

Als Magokratie Shenilo wird die in den Jahren 815-823 BF in Shenilo und dessen Umland bestehende Vorherrschaft des Hofmagiers des damaligen Galahanistischen Gransignors Arsego Dorén, Drugon Menaris, und seiner Gefolgsleute bezeichnet. Unter dem Vorwand Shenilo vor den "räuberischen Banden der Orsofinen und der Albornsknechte" zu schützen, wurde mit dem Gold der Patrizier und Geweihten eine Tempelgarde ins Leben gerufen. Diese wurde mit magischer Unterstützung zur Besetzung galahanfeindlicher Signorien benutzt. Südlich von Mesaverde ließ der Magokrat auf einer Yaquirinsel einen Zwingturm gegen das albornfreundliche Pertakis errichten. Mit profanen und arkanen Mitteln wurde von dem als Wellenfels bezeichneten Turm aus pertakischen Schiffen die Durchfahrt verboten und so versucht die Stadt wirtschaftlich zu schwächen und militärisch einzukreisen. Die Tempelgarde des Magokraten zog gen Westen nach Solstono, wo der Hofmagus der Schwarzenstamms, Nestario Inezan überlief. Im ausbrechenden Scharmützel zwischen den Bütteln des alborntreuen Signors Irian Aurelus Schwarzenstamm und der Tempelgarde unterstützte er die Letzteren, so dass Irians Männer unterlagen. Der Signor fand den Tod und seine Gattin musste die Regentschaft für den minderjährigen Sohn antreten. Die Gegenleistung für den Verrat des Magus war offensichtlich freie Forschung in Solstono, denn der Thaumaturg nistete sich danach im Eulenturm ein und widmete sich sinistren Experimenten.
Die Bewegungsmagierin Serinai ya Taranelli aus Belhanka wurde mit der "Befriedung" Côntris' beauftragt. Das Signorshaus hatte sich solidarisch mit Yaruma di Pertakir erklärt, so dass der Magokrat die Einnahme des Landstriches forderte. Als eines Nachts der Signor Tsafan di Côntris und der Hauptmann der pertakischen Truppen innerhalb eines Stundenglases aus ihren Gemächern verschwanden und danach von der Tempelgarde in Ketten vorgeführt wurden, musste Côntris kapitulieren.
Mit der Tempelgarde und dem geschickten Einsatz von Kampf- oder Beherrschungsmagie zu Einschüchterung, Eroberung, Verrat und Überwindung zahlenmäßiger Nachteile gelang es der Magokratie um das Zentrum Shenilo herum einen "sicheren Hafen" der Galahanisten während der Landherrenhändel zu schaffen, der von Côntris im Süden und Solstono im Westen bis an den Arinkelwald im Norden bzw. Osten reichte. Die Position der Magokratie schien unerschütterlich, bis ihr weltlicher Schutzherr, Gransignor Arsego Dorén, im Urbetischen fiel. Nun schlossen sich diejenigen, die den Magokraten mit Furcht, Hass oder Missgunst gegenüberstanden - es waren dies nicht wenige - zusammen. Ihr Ende fanden die Magokraten schließlich im Magusbad von Terinis im Jahre 823 BF. Noch heute verschwinden in diesem allzu tapfere Schwimmer auf unerklärliche Weise, viele von ihnen auf der Suche nach dem Medaillon des Magokraten, das der Ursprung von dessen arkaner Herrschaft gewesen sein soll.

Und die Gegenwart

Das Grab des Heiligen Geron

Eine Entdeckung, die erst 1026 BF gemacht wurde und dennoch Stadt und Land Shenilo wie keine zweite prägt, ist das "Grab des Heiligen Geron". Diese Grabstätte eines nicht genauer identifizierten Recken liegt unweit südöstlich der Stadt in einem dichten Waldgebiet und besteht aus einem großen Erdhügel, einem darauf gesetzten flachen Turmbau und unterirdischen Kammern mit rondrianischer Symbolik und Darstellungen teils unbekannter Heiliger und Halbgötter. Eine Abbildung von sieben Schwertern ließ die Rondra-Geweihten Shenilos diese Anlage zur Grabstätte Gerons des Einhändigen erklären, was ihrem Tempel gewaltige Pilgerscharen einbrachte. Bewiesen ist nur soviel, als das der Bau aus sehr früher bosparanischer Zeit stammt und somit rein zeitlich zu der sheniler Deutung passen würde.

Die Rondra-Kirche hat das Grab rein formell nie anerkannt, jedoch besuchte der Erzherrscher von Arivor das Grab im Zuge rondrianischer Feierlichkeiten Anfang Efferd 1031 BF.

Das Lehrinstitut der Draconiter

Siegel des Institutes

Im Herrenhaus hatten sich um das Jahr 1016 BF einige Kultisten eingenistet, die in Shenilo Menschen für ihre finsteren Rituale entführten. Als einige Magier um Brilokoros Dorén und dessen Bruder Nestor, Signor Shenilos, die Übeltäter getötet oder vertrieben hatten, fasste man den Entschluss in dem Gemäuer mit langer arkaner Vergangenheit eine Schule der Magie einzurichten. Mit Hilfe der Draconiter wurde dies zunächst in die Tat umgesetzt, aber seit dem Rückzug derselben aus Shenilo um das Jahr 1026 BF verfiel die Akademie zusehends. Nur der Eingriff der Menaris rettete die Anstalt, die sich fortan allerdings nicht mehr als (inoffizielle) Akademie verstand, sondern lediglich als Zusammenschluss von derzeit vier Lehrmeistern der Magie. Diese unterrichten dort eine meist kleine Zahl von Scholaren aus der ponterranischen und yaquirischen Elite in der Magica Mutanda, Combattiva, Controllaria, Clarobservantia, Communicatia sowie Contraria.

Die Schwesternschaft der Mada

Seit der Schließung des Draconiter-Hortes von Shenilo im Jahre 1026 BF, residiert in dessen Räumlichkeiten auf der Burg Yaquirstein ein Ordenshaus der Schwesternschaft der Mada. Das Burgherrengeschlecht, Dorén, hat die Schwestern unter seinen Schutz gestellt, gehört doch auch ein Familienmitglied zum Orden.

Die Familie Menaris

Wappen der Menaris
Die Familie Menaris ist seit den Magierkriegen in Shenilo ansässig und hat wie keine zweite Familie das dortige Bild des Magus' geprägt. Durch Jahrhundertelange Tätigkeit als Hofmagier des Hauses Dorén haben sich die Menaris einen festen Platz in der Stadt erarbeitet, sich gar in Sprachgebrauch eingeschlichen. Mitunter hört man vom "Blick des Menaris" oder von einer "menarischen Berührung", wenn (pseudo-)magische Effekte im Volksmund beschrieben werden und viele Sheniler sind immer wieder überrascht einen Magier zu treffen, der nicht den Nachnamen Menaris trägt.

In Magierkreisen ist die Familie zwar durchaus gut bekannt, und durch herausragende Mitglieder wie zuletzt Carolan Schlangenstab auch angesehen, aber durch den internen Streit zwischen zwei unterschiedlichen Denkschulen, den Asmodeanern und den Canities, haben die Menaris nie einen bestimmenden Einfluss auf die Magierschaft des Liebliches Feldes gewinnen können.

Der Wissende der Macht

Shenilo ist eine der wenigen Städte des Lieblichen Feldes in dem ein spezielles Ehrenamt der Stadtoberen einem Magier zukommt. Der Consiliere Menacor wird von den nicht eben wenigen Magiern der Stadt bisher auf Lebenszeit gewählt und gilt als Wissender der Macht wohl als der nominell hochrangigste Magier Shenilos und dessen Umland. Wie diese Funktion ausgeübt wird hängt allerdings, bedingt durch die unklaren Rechtsetzungen, hauptsächlich von der Person des Consiliere ab; so schien es der bisherige Amtsträger, Defranda Defrus, zufrieden zu sein, die Ehrung des Amtes einzunehmen und forderte sonst keinerlei Kompetenzen ein. Im Gegenteil führte Defrandas zunehmende - auch geistige - Altersschwäche zuletzt 1034 BF dazu, dass der ihm vom Gransignore angetragene Hofmagierposten stattdessen von Valeran Menaris ausgeübt werden musste, nachdem der Consiliere Menacor den Gransignore zuvor in eine unangenehme Situation gebracht hatte.

Ponterranische Mysterien

Die Herrschaft Solstono - Drachenwälder, Eulentürme und Magiergebeine

Rahjados' Veitstanz und die Gebeine Aleanas

Im Jahre 990 BF kam ein Mann namens Rahjados in die Herrschaft Solstono. Zunächst tat er sich als Veranstalter rauschender Feste hervor, bei denen bis in die Morgenstunden getanzt wurde. Tatsächlich suchte der verdorbene Magier jedoch dort nach den Gebeinen der Aleana Tuachall. Aleana (566-589 BF) war eine Curativmagierin, die an der Anatomische Akademie zu Vinsalt ausgebildet wurde und sich anschließend in Arinken niederließ, vor allem durch eine Anekdote bekannt: Als ihr Verlobter ganz zu Beginn der Magierkriege einem wandernden Schwarzmagier zum Opfer fiel, schloss sie einen Pakt mit dem Herrn der Rache und nahm, begleitet von mehreren Irrhalken, die Verfolgung Richtung Bethana auf. Irgendwo zwischen Shenilo und Horasia schien sie ihn gestellt zu haben, denn keiner wurde je wieder gesehen. Hin und wieder machen sich zwielichtige Gelehrte auf die Suche nach den Gebeinen Aleanas, denn von Tyakra’man soll sie ein Amulett überreicht bekommen haben, mit welchem seine dämonischen Diener gerufen werden können. Aleana ist ein klassisches Beispiel dafür, dass sich selbst manche götterergebene Magier völlig überraschend den Dämonen hingeben, um persönliche Gelüste zu befriedigen.
Was Rahjados genau mit den Gebeinen zu tun beabsichtigte, wurde nie bekannt. Allerdings ging er bei dem Versuch über Leichen; er wandte dabei eine ganz besondere Tötungsart an: Seine Opfer tanzten sich stets zu Tode. Durch seine verdorbenen Taten in Solstono aufgeschreckt, ließ Signor Alondro Schwarzenstamm nach der Hinrichtung Rahjados' 996 BF (mit einer Ausnahme) alle Magier und Magiebegabte der Signorie verweisen.

Ein Hort voller Gold und Gefahren

Der Dragenwald ist seit 82 BF mit einer Bannmeile der Rondra-Kirche umgeben. Damals soll der heute noch in Solstono verehrte Ritter Solstono einen gewaltigen Drachen aus dem Phecanowald, der sich im Wald niedergelassen hatte und von dort aus das Umland terrorisierte, erschlagen haben. Der Todesort des Drachen von Solstono soll jedoch bis heute verflucht sein, weswegen der Wald ein verbotenes Gebiet ist. Nur mit Dispens der Kirche der Leuin oder des Signors von Solstono darf er betreten werden.

Der Eulenturm von Solstono

Der Eulenturm über Solstono

Der Eulenturm wird schon um Bosparans Fall erwähnt, als die Magierin Oleana vom Eulenturm dort ein Geheimnis vergangener Äonen bewachte. Die Magierin albernischer Herkunft, im Alchimistenzirkel des Khosalis ausgebildet, wurde von den garethischen Eroberern geblendet und soll dem Theaterritter Salim al'Thona gegen den Drachen von Solstono beigestanden haben. Etwa zwei Jahrzehnte nach dem Untergang des Alten Reiches wurde sie mit zerschmettertem Körper und verdrehten Gliedmaßen im Keller des Eulenturmes tot aufgefunden, unter der Bevölkerung geht seitdem die Mär, ihr Geist würde noch heute die unheiligen Mächte, die im Turm gebunden sein sollen, zurückhalten, so daß sie als Wächterin gebannter Schrecken und Schutzheilige Verehrung findet. Der Turm hat seinen Namen von der marmornen Eule, die der sagenhafte Alchimist und Thaumaturg Khosalis vor mehr als einem Jahrtausend in allen Details in eine große, fast schon dunkelgraue Marmorplatte neben der Eingangstür auf Höhe des ersten Stocks gemeißelt hat. Es ist fast Tradition, dass alle paar Jahre ein Magier mit der Untersuchung des Turmes beauftragt wurde, bis auf eine Art arkane Hintergrundstrahlung wurde jedoch nie etwas gefunden. Obwohl keine Gefahr zu bestehen scheint, wird der Turm nur von den gelegentlichen Hofmagiern der Schwarzenstamms bewohnt.

Der Arinkelwald

Verfallene Gemäuer

Die Bärenburg am Rande des Arinkelwaldes
Die Bärenburg ist der ehemalige, mittlerweile längst verlassene Stammsitz des Hauses d'Orsofina. Im Jahre 999 BF wollte Gransignor Rubec d'Orsofina seine Tochter Telemache mit einem Mitglied des Hauses di Pertakir verheiraten, um damit das zerrüttete Verhältnis zwischen zwei der mächtigsten Häuser der Domäne Pertakis auf Dauer zu verbessern. Stattdessen entpuppten sich die Gäste der Brandhochzeit von Orsofina als Mordbuben, die alle Mitglieder des Hauses Orsofina einsperrten und das Castell danach anzündeten. Das Castell wurde in der Folgezeit gänzlich verlassen und gemieden. Der Arinkelwald beanspruchte das Land zurück und heute liegt die Ruine im Wald. Man sagt, dass die Geister von Mördern und Opfern doch noch immer die Hochzeit nachfeiern. Der Ort Orsofina selbst verlor seine Residenzrolle an Sodanyo und schrumpfte auf das heutige Maß zurück. Die Bauern dort flüstern, der Geist des ermorderten Rubec d'Orsofina blicke immer noch von einem Turmzimmer auf sein Land. Er wache darüber, dass die Besitzungen der Orsofinen kein anderes Haus erfreuen und so hat er - glaubt man den Geschichten - auch den Abstieg des Hauses Firdayon di Baliiri herbeigeführt.

Neben der Bärenburg, findet der mutige Wanderer im Arinkelwald immer wieder verfallene Gemäuer, eine besondere Bewandnis haben dabei die insgesamt zwölf Festungen, die sich in einem vagen Kreis an den Grenzen des Waldes entlang befinden und mehrheitlich verfallen sind: Der Asselkult, ein Mohischer Kult, der von Valtoron zu Corapia in der Olrukidenzeit ins Liebliche Feld eingeschleppt wurde, brachte die Olruksbraut, eine riesige Assel an den Kaiserhof. Dort wurden auch Menschenopfer dargebracht. Nach Halmars Putsch flohen die Priester in den Arinkelwald, von wo aus sie das Umland in Angst und Schrecken versetzten, bis die Rondra-Kirche im Aufrag Dozman-Horas' den Kult zerschlug. Zum Schutz wurden mehrere Festungen errichtet, wie das Kloster Rondrisfels, die heute fast alle in Vergessenheit geraten sind. Die Blutsteinassel war das Kontrollartefakt für die Olruksbraut. Das Versteck des Kultes war eine Höhle bei Arins Quell, in der mehrere Olruksbräute im Tiefschlaf in seltsamen Zylindern aufbewahrt wurden. Die Angst vor Asseln in der Gegend findet sich heutzutage höchstens noch in Kinderliedern wieder.
Ob der Ursprung der am westlichen Rande des Waldes gelegenen Burg Fuldigorsfeste in Dunklen Zeiten liegt ist unbekannt. Um den Namen der Feste, deren Bergfried schon zu Zeiten des Erzherzogtums Kuslik gestanden haben muss, ranken sich allerlei Gerüchte und Sagen. Legenden um den Heiligen Olweren von Wanka behaupten, einst habe hier ein Hort des Alten Drachen Fuldigor persönlich gelegen, aber auch krude und sinistre Sagen von einem Zusammenhang mit dem Asselkult oder dem nahegelegenen Leidenshügel werden von Bänkelsängern und manchen verwirrten Seelen unter dem abergläubischen Volk verbreitet. Die seit Dekaden nicht mehr richtig instand gesetzte Burg, die inmitten von Feuchtwiesen liegt, nährt diese und andere Geschichten durch ihr unheimliches Äußeres.
Die ersten Erzählungen um den Leidenshügel nahe des Ortes Wanka stammen aus der Zeit der Priesterkaiser, wo damals ein Schrein des Praios gestanden haben soll. Während der Magierkriege soll dann ein Geweihter des Götterfürsten wider die Taten der Magier gepredigt haben, obschon diese im Lieblichen Feld vergleichsweise wenig gewühtet hatten. Nach dem Tod des Geweihten, der sich den Beinamen von Leyden gab, eroberte der Wald die Erhebung und die alte Praios-Kultstätte zurück. Hernach war der Hügel immer wieder Ort grausamer Verbrechen, so während des Blutgerichtes am Leidenshügel, das der Gransignor Arsego Dorén abhielt und auch der Geist des Schlächters von Wanka, der vor einem Jahrhundert erschlagen wurde, soll sich häufiger am Hügel zeigen.
In den tiefen des Waldes wird nicht nur ein Kultplatz der Hexen vermutet, sondern auch die verlassene Hütte der Giftmischerin Yelaya, deren Wirken 1035 BF ein Ende gesetzt wurde.

Sagenhafte Gestalten

Nur eine von vielen Sagengestalten im Arinkelwald - Infamulan das Einhorn

"Gefährlich? Der Arinkelwald? Du bringst mich zum Schmunzeln, Malrizio! Außer den Räuberbanden haben dort nur die Holzfäller - von den Bibern nämlich! - etwas zu fürchten. Infamulan ist wenn es je existierte bereits seit Jahrhunderten tot, Derkomador hatte dieses Glück nie, es hat ihn nie gegeben und die Wolfsgräfin Rachzwa? Schau mal auf die Buchstaben, Malrizio! Ein Anagramm des chababischen Chwaraz, wenn ich mich nicht irre."
- Tankred Menaris zu einem Novizen, neuzeitlich
Zahlreiche Märchengestalten sollen vor allem den Arinkelwald bevölkern. Manche, wie das Einhorn Infamulan, das seine üblen Launen an den seltenen, menschlichen Besuchern des Waldes auslässt, oder der Drache Derkomador, der angeblich zuletzt vor 150 Jahren in Erscheinung trat, als er den Gransignor Festo di Matienna von Arinken verschlang, sind mehr Sage als wirkliche Gestalt. Die meisten um den Wald herum wohnenden Menschen, haben allerdings keinen Zweifel an der Existenz von Kreaturen, wie den Waldschraten, die zur Zeit des Heiligen Horas mit dem Holzfäller Arin einen Pakt geschlossen haben sollen, oder der Wolfsgräfin Rachzwa, die die Waldwölfe des Großen Waldes anführt.
Im Wald hält der Arins-Zirkel, einer der sechs großen Hexen-Zirkel des Lieblichen Feldes, seine Sonnenwendfeste ab.
In jüngerere Zeit macht die Gespensterkrähe von sich reden, ein besonders großer Rabenvogel, der von gewaltsamen Toden angezogen werden soll. Während er im einfachen Volk für allerlei abergläubische Reaktionen sorgt, gilt das Tier manchem Boroni als Zeichen des Gottes des Todes, das die Region um Yaquir und Arinkel das besondere Augenmerk des Totengottes gewonnen haben mag. Bedenkt man die gewalttätigen und opferreichen Auseinandersetzungen der vergangenen Jahrzehnte - gleich mehrere, Schlachten im Thronfolgekrieg, die Landherrenhändel nur kurz darauf, der gewaltsame Aufstand in Shenilo 1037 BF und die Todesfälle im Umfeld des Magiersturzes im Folgejahr - dann gäbe es dafür zumindest eine Reihe von Gründen...

Das Spiegelschloss, die greisen Signori und des Drachen Kleid

Um 965 BF ließ Lysadion, Signor von Côntris, nahe seiner Residenzstadt ein Schloss errichten. Dieses Spiegelschloss von Côntris, das seinen Namen zum einen aufgrund der spiegelnden Marmormauern zum anderen aber aufgrund zahlloser Spiegel in unterschiedlichsten Formen trägt, die der Signor während seines langen Lebens gesammelt hatte. Das Spiegelschloss, das selbst in den aufgeklärten Liebfeldern manches Grausen weckt, hat die Gerüchte vermehrt, die sich um die Langlebigkeit der Signores von Côntris ranken. Denn Lysadion ist nicht der erste Signor von Côntris der ein nivesisches Alter erreichte, auch seine Vorgänger waren von Tsa gesegnet und von Boron lange Zeit verschmäht worden. Arglose Gemüter haben geschlossen, dass der bei seinen Untertanen beliebte Signor Lysadion, die Gunst der Jungen Göttin genieße, der zu ehren er seinem Schloss einen Regenbogensaal spendete. Misstrauische Beobachter, die zudem in der Sphärenkunde bewandert sind, haben dagegen festgestellt, dass Spiegel mitunter als eine dem Widersacher der Frau Hesinde unheilige Substanz angesehen werden. Diese beunruhigenden Gedankengänge werden jüngst durch die vielfach mündlich tradierten Berichte von ehemaligen Dienern des Spiegelschlosses verstärkt, die von blutigen und den Geist verwirrenden Vorkommnissen im Vorfeld der Zweiten Schlacht von Pertakis gesprochen haben sollen. Eine überzeugende Erklärung für Spiegel, Schloss und hohes Alter der Signori konnte bisher jedoch nicht gefunden werden und auch Haus di Côntris selbst gibt sich wortkarg.
Obwohl auch zahlreiche Magier an der letzten und größten Schlacht des Thronfolgekrieges, der Zweiten Schlacht von Pertakis, teilnahmen sind nur wenige arkane Reste beim Schlachtfeld zwischen Côntris und Pertakis verblieben. Allerdings gelingt findigen Händlern, wie Alricio Battelliere aus Côntris manchmal ein herausragender Fund: Der Horas-Vater Shafir der Prächtige hat durch sein Eingreifen in die Schlacht einige Drachenschuppen verloren, die man im Umland des Schlachtfeldes für teure Dukaten erwerben kann. Auch allerlei Fälschungen sind bereits im Umlauf.

Hela-Horas' letzte Ruhestätte - Helametto?

Die Schöne Kaiserin

Es sind nur eine uralte Legende und der Name, die die Herrschaft Helametto mit der Schönen Kaiserin verbinden. Nur ortsfremde Historiker behaupten, der Name sei ein eindeutiger Beweis, dass Hela den Ort einst gründete. Allerdings hat sich bis heute eine Geschichte um den Ritter Solstono bewahrt, der die von den Garethern verfolgte, schwer verwundete Kaiserin in den Wäldern von Nisselva nahe Pertakis zur Ruhe gebettet haben soll. Noch heute trägt ein Gut nur wenige Meilen von Helametto selbst entfernt den Namen Helas Ruh.

Arcanis Personae

In der "Kapitale" Shenilo

Massenhaft Menaris - Geronya Madalina

Die Familie Menaris ist naturgemäß mit mehreren Gildenmagiern in Shenilo vertreten. Der prominenteste unter ihnen ist sicherlich Valeran Menaris (*970 BF) , einst geachteter Magister am Draconiter-Institut, der sich aber jetzt ganz in den vom Brand gezeichneten Turm der Magister zurückgezogen hat und nur wenige Scholaren ausbildet. Das Gesicht der Familie ist mittlerweile Geronya Madalina Menaris (*1009 BF). Die Hellsicht- und Heilungsmagierin ist seit 1038 BF Matriarchin der Menaris und seit dem gleichen Jahr als Consiliera Menacor oberste Magierin von Stadt und Bund.
Neben den Menaris genießen vor allem die Lehrmeister des Draconiter-Institutes Respekt in Shenilos verhältnismäßig wenig abergläubiger Bevölkerung. Neben besagtem Valeran Menaris sind Cyrene Arkenstab, eine Expertin für Traummagie und Hofmagierin in Diensten des Hauses Schwarzenstamm. Als Eigenbrötler gilt der Nostrier Haldoryn Ingvalidion.
Die derzeit acht Scholaren des Institutes stammen ausnahmslos aus der Elite des Umlandes. Wenn sie ihre Studien und das Herrenhaus einmal hinter sich lassen findet man sie häufig im Streit mit den Schülern der Volks- und Handwerksschule mit denen sie eine traditionelle Rivalität verbindet. Hinter den Kulissen von großer Bedeutung für das Leben im Herrenhaus ist die Gilde der Drachen ein Zusammenschluss von abgegangenen und noch lernenden Scholaren.

In der Ponterra

Zum elmantessinischen Urgestein gehört der uralte Tovalesco Tandoro (*922 BF), der Träumende. Sein Name beruht weniger auf der Tatsache, dass er viel schläft, sondern dass er sich viel mit der Magie der Träume auseinandergesetzt hat. In seinem jetzigen Alter kommt es häufig vor, dass er einfach so einschläft und seine magischen Fähigkeiten machen sich dann selbständig. Einer seiner Alpträume dreht sich um seine Jugendliebe Semione ya Satara. Vor etwas über 80 Jahren war er mit ihr zu einem kleinen See am Rande des Arinkelwaldes baden gegangen, doch Semione, die als erste ins Wasser gesprungen war, hatte kurz aufgeschrieen und war dann untergegangen ohne wieder aufzutauchen. Wie erstarrt war Tovalesco stehen geblieben, doch Semione blieb verschwunden. In diesen Alptraum, der Tovalesco bis heute verfolgt, werden manches mal auch Elmantessa besuchende Reisende gezogen, ohne dass der Magier oder diese etwas davon ahnen.
Ursprünglich im Institut der Draconiter ausgebildet, war Koryanna Shiffel (*996 BF) bis zur Rückkehr Signor Randulfio Aurandis Hofmagier des Hauses Aurandis. Nach ihrer Entlassung forschte sie einige Jahre lang für die Draconiter in Unterfels, wurde aber in den letzten Jahren mitunter in Begleitung ihrer Freundin, der Signorsschwester Meryama Aurandyria Aurandis in der Ponterra gesichtet.
Die tulamidische Scharlatanin Rahjineza von Blautann (* um 995 BF) ist seit 1015 BF in Diensten des Signors von Côntris. Die lebensfreudige und unbeschwerte Schönheit mit kurzem, arangegefärbtem Haar und meist blauer Kleidung sorgt - gemeinsam mit ihrem Kakadu Marchese - für die Unterhaltung der Gäste.
Die beiden Hexen Desatinava die Ältere und Desatinava die Jüngere wohnen in Satara, einem Dorf im Arinkelwald. Trotz ihrer Namensgleichheit gehören die beiden nicht einmal der gleichen Schwesternschaft an, ist die Ältere doch eine Schöne der Nacht, während die Jüngere zur Schwesternschaft des Wissens zählt. Die Anwesenheit der Hexen in Satara, in dessen Nähe noch die Reste eines Steinkreises zu finden sind, nähren die Gerüchte, dass die Töchter Satuarias an den Sonnenwenden ein Fest im Wald feiern.
Im Nisselva, einem Mischwald zwischen Chôrey und Helametto, soll der Sage nach eine Neckerin wohnen, die als die Schöne Niss bekannt ist. Mit schwarzen Haaren und bleicher Haut, soll sie vor allem ob ihrer klaren dunkelblauen Augen von verzaubernder Schönheit sein. In die Höhlen unter einer Karstquelle, die ob ihrer Färbung Efferdskrug genannt wird, soll sie immer wieder solche Menschen hinabziehen, die Efferd erzürnt haben. Arkane Analysen haben bisher zwar eine magische Strahlung verifiziert, aber keinen eindeutigen Beweis für die Existenz der Meerfrau finden können.

Artefakte


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