Nuovo Ruthor

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Nuovo Ruthor, östlichstes Viertel Shenilos an der Seneb-Horas-Straße

„Mancher ist arm, der reich ist und mancher ist reich bei seiner Armut! Sagt jedenfalls Mutter Tilliane immer. Eines Tages kehren wir alle wieder zurück nach Hause, wo schon die Großmutter meiner Großmutter das Feld bestellte. Bis dahin aber bleiben wir ordentlich, also gib dich nicht mit den Gören aus der Stadt ab - und feg' endlich die Stube!“ – gehört in Nuovo Ruthor, neuzeitlich

Im Thronfolgekrieg war die Baronie Ruthor besonders heftig umkämpft und viele ihre Bewohner flohen in die Fremde, so etwa nach Shenilo, wo sie westlich der Altstadt Shenilos die Vorstadt Nuovo Ruthor gründeten, das mittlerweile auf Dutzende Gebäude angewachsen ist. Das Viertel wirkt dennoch ländlich, wie ein vor die Stadt gesetztes Dorf, hier gackern Hühner in engen Flechtkäfigen, dort spielen Ferkel in einem schlammigen Hinterhof. Die Nuovo Ruthorer sprechen so auch von den „Leuten aus der Stadt“, wenn sie die Sheniler anderer Viertel meinen.
Es findet sich hier nicht das Elend, dem etwa tobrische Flüchtlinge im Mittelreich ausgesetzt sind, dennoch ist Nuovo Ruthor der ärmste Stadtteil Shenilos. Zwischen den ungepflasterten Wegen stehen immer noch vor allem improvisierte Hütten. Mittlerweile aber erhebt sich hier auch manches Fachwerkhaus von Zuwanderern, die sich eine bürgerliche Existenz aufgebaut haben - oder die in den Diensten der zugezogenen Ruthorer Adelshäuser Gabellano, di Selshed und Calven stehen. Die Balken des Fachwerks solcher Häuser sind vereinzelt mit Schnitzereien von Kirschblüten, Delfinen und allerlei weiteren Motiven geschmückt.
Die ausgedehnte Piazza Yalsicor (6), die eigentlich nur eine Verbreiterung der Horasstraße nach Bethana darstellt, fungiert als Mittelpunkt und Markt des Viertels. Die Piazza gilt in ganz Shenilo als Geheimtipp, wenn ein Koch möglichst frischen Fisch aus der Grangorer Bucht oder süße Früchte aus dem ruthorer Binnenland für eine Spezialität sucht. Desweiteren befindet sich in fast jedem der winzigen Gärten ein frisch gepflanzter Kirschbaumzögling. So bietet Nuovo Ruthor im Frühjahr ein ungewöhnliches Bild, wenn sich die weiß blühenden Bäume wirkungsvoll vom dunklen, schlammigen Boden und den schlichten Behausungen abheben.
Ansonsten haben die „Ruthorer“, wie sie noch immer genannt werden, recht wenig mit den Alteingesessenen zu tun, sondern haben vielmehr ein enges soziales Netz gewoben, das nach außen hin verschlossen ist. Die Ruthorer bleiben eine verschworene Gemeinschaft, die Manchem unheimlich zu werden beginnt. Angeführt werden die Ruthorer von Alrigio Pomona, der einst die größte Flüchtlingsgruppe nach Shenilo führte. Hat man im Viertel Probleme mit dem Nachbarn, ist in Not geraten oder sucht einen passende Gemahlin für den ältesten Sohn wendet man sich an den oft nur „Vorsteher“ genannten Pomona. Dass die Obrigkeit diese Selbständigkeit mit Argwohn betrachtet, ist sicher, zudem ist Pomona für seine kritischen Äußerungen gegen die Mächtigen Shenilos bekannt. Zu den volkstümlichen Kirchen der Rahja, Travia und Peraine hat er allerdings beste Kontakte.
Ein Kloster der Donatorier (7) wurde im Jahre 999 BF nach einer Stiftung der neureichen Familie Brahl westlich der damaligen Stadtgrenzen angelegt. Es ersetzte damals einen alten Bau innerhalb der Stadtmauern, dessen Nähe zum einen dem reichen Bürgertum missfiel, der zum andern auch zu beengt war. Die Brüder und Schwestern des Ordens können die größte Not lindern und nehmen auch manches ungewollte Kind als Novizen oder Knecht auf, damit es traviengefällig versorgt ist. Die Familie di Asuriol, die gerade ihren Aufstieg ins Patriziat forciert, stellt mit Tilliane di Asuriol die Priorin des Klosters.
Die di Asuriol versuchen ihren Einfluss im Stadtviertel auszubauen und taten sich bereits kurz nach dem Krieg der Drachen durch mildtätige Kredite und auch Geschenke hervor, weswegen viele der Flüchtlinge ihnen besonders verpflichtet sind. Sie wirken für sie als Muntleute, stellen deren Angestellte und sollen bisweilen auch mit weniger lauteren Mitteln die Interessen ihrer Schutzherren durchzusetzen versuchen.

Quellen


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