Religion Shenilos

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Hier sind einige allgemeine Bemerkungen zur Religionsausübung in Shenilo und dessen Umland zu finden, Einzelheiten zu den Tempeln finden sich in der Stadtbeschreibung bzw. den Tempelseiten.

Einfluss der Kirchen und Kulte

Den größten Einfluss in Shenilo besitzt mit Sicherheit die Kirche der Hesinde. Der Glaube an sie ist im Patriziat, aber auch unter der einfachen Bevölkerung weit verbreitet - ein Umstand, der vor allem der öffentlichen Schule der Stadt sowie dem Einfluss des Ordenshauses der Weißen Hexen zu verdanken ist und sich am prächtigen Hesinde-Tempel zeigt. Die Glaubenstradition des Hesinde-Tempels von Shenilo strahlt spätestens seit der politischen Aufwertung der Heimatstadt weit in das Umland aus, wiewohl sein Herz im gelehrten Stadtviertel Studiora am lautesten schlägt. Indes wird freilich das mitunter gar als Klein-Kuslik bezeichnete Stadtviertel vom Zentrum des Glaubens in der Metropole Kuslik selbst, die nicht fern ist, etwas geschmälert. Neben der Bildung steht auch die Magie in hohem Ansehen, der Consiliere Menacor, der oberste Magier der Stadt sitzt gar im Geweihtenrat, dem Consilium Draconis. Besonders hervorzuheben auf arkanem Terrain ist die Patrizierfamilie Menaris, die über eine ausgeprägte magische Tradition verfügt. Folgerichtig tut sie sich auch als Förderer und Mäzene des Draconiter-Instituts hervor.

Neuerdings ebenfalls groß ist die Bedeutung der Rondra-Kirche. Mit dem jüngst entdeckten Grab des Helden Geron und den dadurch einsetzenden Pilgerströmen fließen reichlich Geldmittel in die Opferstöcke der Leuendiener. Auch der in der Stadt sich ansiedelnde, rondrianisch geprägte Adel unterstützt den Tempel nicht unerheblich. Im Umland, besonders in der Gegend von Arinken und im Kloster Rondrisfels, wird Rondra bisweilen auch in erheblich archaischeren Formen verehrt, die die Rondra-Kirche bis heute aber noch nicht bemängelt hat. Die alte Bindung an Arivor und die Ardariten, die allen Tempeln der alten Domäne Pertakis zu Eigen war und ist, lässt auch die sheniloer Rondrianer sich näher zum Herz des Kultes im Horasreich wenden, denn zum progressiveren Kultus im Westen in Kuslik oder um den neu entstehenden Schwerpunkt um die Famerlorianer in Horasia.

Wie im gesamten zentralen Horasreich steht auch in Shenilo Rahja in hohem Ansehen. Erst 1018 BF wurde ihr am König-Khadan-Platz ein Tempel geweiht, der sich auch unter den Weinbauern der Umgebung großer Beliebtheit erfreut. Er ist ihrer horaskaiserlichen Majestät, der heiligen Svelinya geweiht und bewahrt eine Reliquie der verehrten Horas sowie eine des Lokalheiligen St. Edoran auf. In jüngster Zeit entstand im Park von Gut Zweiflingen auf private Initiative zudem eine Kapelle, die der Heiligen Rahjalina Stellona gewidmet ist, der Schutzpatronin des Bosparanjers. Während der Unruhen im Boron des Jahres 1037 BF soll es gar zu einem Harmonie stiftenden Wunder der Lieblichen gekommen sein.

Praios dagegen ist in Shenilo trotz eines kleinen Tempels inmitten des Magistratspalastes kaum präsent. Die Lebenslust und die geistige Offenheit der "Hesinde-Stadt" sowie die Eskapaden des ehemaligen Tempelvorstehers haben den Glauben an den Götterfürsten in den Köpfen der Sheniler nie wirklich Fuß fassen lassen. Gegen die überall präsenten Neuerungen und die Magieanwendung sträubt sich nur die Bewohnerschaft des Stadtteils Braniboras, in dem auch der Tempel gelegen ist.

Alle anderen Götter haben in Shenilo keinen Tempel, besitzen natürlich aber durchaus Bedeutung. Efferd zollt man wegen des nahen Yaquirs Achtung und mit den Häusern di Selshed und Calven-Imirandi haben sich zwei Adelshäuser in der Stadt angesiedelt, die traditionell enge Verbindungen zum Kult des Launenhaften pflegen. Diese beiden Häuser und einige Privatspender haben auch jüngst in Côntris einen kleinen Efferd-Tempel gestiftet, geweiht dem heiligen Jel. Die Travia-Kirche dagegen hat in der Stadt gegen Rahjas Einfluss einen schweren Stand - im Umland dagegen finden sich zahlreiche Schreine zu ihren Ehren, ebenso solche der Peraine. Beide Göttinnen sind jedoch auch innerhalb des Stadtgebietes mit dem Donatorier-Kloster und dem Therbuniten-Spital vertreten.

Tsa ist vor allem bei Ackerbürgern und auch Weinhändlern beliebt. Der Glaube an Phex als Handelsgott ist auch bei den Patriziern nur wenig verbreitet. Als Herr der Diebe sollen ihm jedoch einige eher zwielichtige Bewohner der Stadt huldigen. Firun ist allenfalls für den Adel als Jagdgottheit interessant, während die Achtung vor Boron zwar alle Schichten umfasst, aber aktive Verehrung meist auf Trauerfeierlichkeiten begrenzt ist. Ingerimm wird vor allem von einigen einfachen Handwerkern verehrt, die gehobenen Gewerbe wie das der Drucker verehren meist Hesinde.

Eine absolute Randstellung nehmen die nicht-zwölfgöttlichen Kulte ein, wobei Sumu im Arinkelwald, Satuaria unter den wenigen Hexen und der Namenlose bei düsteren Gelichtern einige Anhänger gefunden haben mögen.

Halbgötter und Helden

Augenfälligstes Merkmal der Verehrung von halbgöttlichen Wesen sind die Plätze der Stadt, die den Hohen bzw. Alten Drachen Naclador, Darador, Yalsicor, Fuldigor und Umbracor gewidmet sind. Auch die Draconiter, die einstmals in der Stadt eine Niederlassung hatten, hinterließen mit ihrem Kult um Naclador in den gebildeten Schichten einige Spuren. An 'echten' Halbgöttern findet sich nur die Ehrung Madas durch die Schwesternschaft der Mada auf Burg Yaquirstein.

An Heiligen werden in Shenilo meist rondrianische Krieger verehrt, die mit dem Schwert in der Hand ihre Taten vollbrachten. So treten neben Geron, der als Stadtheiliger gelten kann und dessen Grab bereits vom Erzherrscher von Arivor besucht wurde (auch der Rondra-Tempel trägt seinen Namen), der kryptische Ritter Solstono und als historisch jüngste Gestalt der ehemalige Stadtherr Cordovan II. Dorén. Daneben erfahren in geringerem Maße die heilige Lamea als Patronin des Donatorierklosters, sowie die Horaskaiser Brigon und Svelinya-Horas als Namensgeber des Hesinde- bzw. Rahja-Tempels Verehrung. Therbûn von Malkid als Schutzherr des Spitals vervollständigt das Bild.

Die Pilger

Als (mittlerweile zumindest de facto anerkannte) Grablege des Heiligen Geron und hesindial-intellektuelles Zentrum der Ponterra erfährt Shenilo einen reichen Zustrom an Pilgern. Dazu kommen Horas-Verehrer, die auf dem Weg nach Horasia die Stadt durchqueren und Efferd-Gläubige, die Bethana zustreben. Alle zusammen gezählt, befinden sich auch in den Wintermonaten einige Dutzend, wenn nicht mehr als einhundert Pilger in der Stadt, während sich in der Reisezeit im Frühjahr und Sommer sicherlich mehrere hundert in den Mauern Shenilos drängen.

Die Stadt, besonders die Devotionalienhändler, Wirte und Stadtführer, leben gut von den Einnahmen, die von den eher wohlhabenden Reisenden, die die Gottheiten Hesinde und Rondra anziehen, gewonnen werden können; die Tempelvorsteher freuen sich des öfteren über Stiftungen in den Testamenten der Gläubigen.


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