Schlacht in der Nebelsenke

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Schlacht in der Nebelsenke
Teil von: Machtkampf in der Gerondrata
Westfar
Horasreich
Ort der Schlacht im Horasreich

Datum: 16. Efferd 1041 BF
Ort: Stadt Westfar in der Gerondrata
Ausgang: Unentschieden
Konfliktparteien
Weiße Rote
Befehlshaber
Domaldo von Westfar Ancuiras Alfaran
Truppenstärke
etwa 300 Bewaffnete (darunter Weißdornen, Reiter des Hauses Weileinschein, später auch: Graue Kompanie) etwa 500 Bewaffnete (darunter Stolz von Chetoba, Eisenwölfe, Rondrikan-Löwen)
Tote/Verluste
etwa 120 (darunter Nestor von Weilenschein) etwa 140

Die Schlacht in der Nebelsenke, häufig auch Zweite Schlacht bei (oder von) Westfar genannt, fand am 16. Efferd während des Machtkampfs in der Gerondrata statt und war die bis dahin größte Auseinandersetzung in diesem Konflikt. Es gelang den zahlenmäßigen unterlegenen Weißen unter Domaldo von Westfar hier, den Roten unter Ancuiras Alfaran einen entscheidenden Sieg im letzten Augenblick zu entreißen und in ein Unentschieden zu verwandeln. Der Ausgang der Schlacht – und Ereignisse darum – führten schließlich zu Verhandlungen zwischen den Anführern beider Parteien.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Nachdem Ancuiras Alfaran am 16. Rondra in Terubis gelandet war, um seinen Anspruch auf die Erzherrschaft Arivor mithilfe seiner Getreuen durchzusetzen schlossen sich ihm mehrere Adlige der Baronie Terubis sowie sein wichtigster Unterstützer in der Gerondrata, Reon Croenar ya Torese an. Dadurch entblößte letzterer allerdings seine Baronie, wohl in der Erwartung, dass seine Nachbarn keine Eroberungszüge beginnen würden. Dies erwies sich schließlich jedoch als falsche Hoffnung, da Rondralio von Urbet Aldan in weiten Teilen besetzte, um sich für den Scheinangriff auf Trevisio zu revanchieren und angeblich "ausstehende Abgaben" einzufordern.
Nach mehrwöchtiger Belagerung von Sorbik, wo Travian di Faffarallos Brüder des Blutes eine Condottiere-Herrschaft errichtet hatten, gelang schließlich eine Übereinkunft zwischen den Roten und Faffarallo. Daraufhin stießen Baron Reon und Faffarallo auf unterschiedlichen Wegen gen Osten vor, um Aldan zu entsetzen bzw. Haus Urbet zu bedrohen, während Ancuiras nach Norden zog, um sich seinem wichtigsten Konkurrenten, Domaldo von Westfar, zu stellen. Nachdem verschiedene Störmanöver der Weißdornen gescheitert waren belagerten die Roten schließlich gleichzeitig Westfar sowie die gleichnamige Burganlage. Allerdings musste sich Baron Domaldo schlussendlich zur Schlacht stellen, nachdem sowohl das Schloss gefallen war als auch die ersten Bürger Westfars begannen, zu Ancurais' Heer überzulaufen.

Schlachtverlauf

In der Senke von Westfar lag leichter Nebel, der sich in der Folge aber zuzog und der Schlacht ihren Namen gab. Dennoch nahmen beide Heere Aufstellung: Im Osten, auf einer Anhöhe, Ancuiras mit seinen Ardariten, getreuen Cavallieri aus Chababien und Terubis, dem Stolz von Chetoba und einem Teil der Rondrikan-Löwen. Im Westen strömte die Streitmacht Domaldos aus den Toren Westfars: Die Weißdornen, Waffenknechte und Cavallieri aus der Gerondrata, ein größeres Kontingent führte die Cavalliera Banderosa Clarizia von Tomrath ins Gefecht. Dazu kamen die Reiter der Weilenscheins und die städtische Miliz. Alles in allem stehen einander knapp 800 Kämpfer gegenüber, wobei Ancuiras nicht nur in der Überzahl ist, sondern auch mehr Reiter und die insgesamt erfahreneren Einheiten auf seiner Seite weiß. Domaldo sicherte mit knapp einer Eskadron Reiter an beiden Flanken sowie verschiedenen Fußkämpfern die Miliz im Zentrum ab, auf deren Armbrüste er seine Hoffnungen setzte. Um diese vergleichsweise unerfahrenen Schützen aber vor den Reitern besser zu bewahren, drängten sich kurz vor Beginn der Schlacht einige Ochsenkarren durch die Reihen der Weißen: Domaldo ließ riesige hölzerne Krähenfüße ins Zentrum seiner Schlachtreihe fahren, um die gegnerischen Reiter beim Ansturm aufzuhalten.
Ancuiras befahl seinen Reitern in einer Keilformation vorrücken, um die Kavallerie der Weißen zu zersprengen. Die Schlacht begann, als Madalena ash Manek und die Reiter Weilenscheins unter Ricardo und dem alten Nestor von Weilenschein aufeinander trafen. Nestor von Weilenschein, der greise Vater des bei der Verteidigung des Bergfrieds gefallenen Maricio von Weilenschein, hatte es sich nicht nehmen lassen, sich der Reiterschar anzuschließen. Der Stolz von Chetoba hatte die Reiter beinahe auseinandergetrieben, als es Nestor gelang, Madalena vom Pferd zu ziehen. Unter dem Hufgetrappel der herannahenden Verstärkungen der Roten wurde allerdings nur der alte Weilenschein niedergetrampelt, Madalena schaffte es nur knapp, zu entkommen.
Der Keil Ancuiras' zerfaserte beinahe, bis der Heerführer die berittenen Ardariten hinterherschickte. Den Weißdornen gelnag es nicht, deren Herannahen zu verhindern - wohl aber den Krähenfüßen, die manches stolze Ardaritenross zu Fall brachten. In der Mitte hatten jetzt die Armbrustiere freies Schussfeld für eine letzte Salve und fällen weitere Reiter der Roten. Beinahe sah es so aus, als könnten die Weißen den Ansturm zurückschlagen, aber im Nebel sah keiner die Rondrikan-Löwen, die hinter den Reitern herstürmten, um die Miliz zu zerschlagen, die von Morguna ya Scapa mühevoll zusammengehalten wurde. In der Mitte des Schlachtfeldes duellierten sich derweil die gealterten Kriegerinnen Clarizia von Tomrath und Rondrina ya Santini, nachdem die letztere der einstigen Hofmeisterin des Erzherrschers “Verrat am Ardariten-Orden” vorgeworfen hatte. Die erboste Clarizia konnte die eigentlich überlegene Akademieleiterin ya Santini beinahe bezwingen, bis Alfaran mit seinen engsten Mitstreitern ins Schlachtgeschehen eingriff. Nur eine Reserve aus zu Fuß kämpfenden Ardariten auf der Hügelstellung zurücklassend, begannen die Roten nun ein Hauen und Stechen, das mit einer Niederlage der Weißen enden musste.
Aber der Nebel rettete Domaldo und seine Frauen und Männer in doppelter Weise: Auf der Hügelstellung sah die Kommandeurin der Reserve, Yolanda da’ Malagreía, im dichter gewordenen Nebel nicht, dass sie nun den Unterschied gemacht hätte. Als Ancuiras, im Getümmel aufgehalten, das Signal zum Angriff geben ließ, wurde es von lautem Trommelschlägen übertönt: Durch den Nebel hatte Darian von Calven Phedre und ihre Graue Kompanie herangeführt, die jetzt in die Senke hinabstieß. Als Ancuiras die Verstärkung der Weißen wie die Geister der gefallenen Ardariten von vor zwölf Jahren durch den Nebel sah, gab er das Signal, sich zurückfallen zu lassen. Der Stolz von Chetoba erlitt Verluste an den Piken der Grauen, aber der Rückzug gelang alles in allem geordnet. Dennoch war nicht nur der Zahlenvorteil der Roten nunmehr fast dahin, die gewonnen geglaubte Schlacht wäre zudem beinahe in einer Niederlage geendet.

Folgen

Ancuiras, der vorher beim Schrein zum Gedenken seiner Frau Salkya Firdayon geschworen hatte, den Machtkampf zuende zu führen, entschied nunmehr seinen treuesten Gefolgsmann Reon Croenar ya Torese und dessen Baronie aus Feindeshand zu befreien, statt stur seinen eigenen Anspruch erstreiten zu wollen. Sein Kontrahent Domaldo wandte seine Aufmerksamkeit zunächst der Vergeltung gegen die Schwarzen und später der Sicherung der Baronie Terubis für das Haus Westfar zu.

Liste der Beteiligten

Auf Seiten der Weißen

als Entsatz:

Auf Seiten der Roten

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