Schlacht von Tarcallo

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Schlacht von Tarcallo
Teil von: Horasischer Thronfolgekrieg
Tarcallo nahe Bomed
Horasreich
Ort der Schlacht im Horasreich

Datum: 13. Praios 1029 BF
Ort: zwischen Unterfels und Bomed
Ausgang: Sieg der Aldarener
Konfliktparteien
Galahanisten Aldarener
Befehlshaber
Horasio della Pena Folnor Sirensteen
Truppenstärke
150 Reiter (Bomeder Buntröcke), 1300 Fußkämpfer (Adelsaufgebote; Söldner, u.a. alm. Landknechte) 250 Reiter und 1100 Fußkämpfer (Horaslegion)
Tote/Verluste
Jolion von Marvinko

Die Schlacht von Tarcallo ist eine Auseinandersetzung des horasischen Thronfolgekriegs, in der sich Graf Horasio della Pena und Staatsmarschall Folnor Sirensteen mit ihren jeweiligen Truppen gegenüber standen.

Nach den Erfolgen Horasio della Penas, der sich in Bomed zum Grafen küren ließ, lockt Marschall Sirensteen die Yaquirbrucher durch Störungen in dessen Hinterland aus der Stadt heraus. Bei dem kleinen Örtchen Tarcallo kommt es schließlich zur Entscheidungsschlacht zwischen der Horaslegion und dem Aufgebot Horasio della Penas.

In der Schlacht hoffen die Yaquirbrucher auf einen Sturmangriff Sirensteens, um diesen schließlich umfassen zu können. Unter der glühenden sommerlichen Sonne warten die Söldlinge jedoch vergeblich auf eine Attacke - nach sieben Stunden schließlich bewegen sich die ersten von ihnen zum Fluss, um zu trinken und bringen das Heer damit in große Unordnung. Für Sirensteen ist dies das Signal zum Generalangriff, die erschöpften Yaquirbrucher leisten kaum Gegenwehr, das Heer Horasio della Penas ist zerschlagen, auch wenn der selbsternannte Graf vorerst nach Unterfels entkommen kann.

Liste der Beteiligten

Für die Aldarener:

Für die Yaquirbrucher:

Aventurische Quellen

"Die Hilfe aus der Südpforte bleibt aus, die Kürassiere unter Silvolio di Sanceria scheinen die uns aus Culming fest zugesicherten Subsidien schon vor Tagen abgefangen zu haben ... so entsende ich Euch, Niccolo Riccardi mitsamt Eurer Drôler Falken nach Oberfels um die Reiterstaffeln zu vertreiben. Eine Abteilung der Buntröcke unter Ralhion Trebesco soll Euch zur Seite stehen."
- Horasio della Pena in einem schriftlichen Befehl am 7. Praios 1029

"Allen Hauptleuten war klar, dass die Exemplarische Armee Sirensteens unseren Söldlingshaufen in Disziplin, Ausrüstung und Waffenfertigkeit überlegen war. Auch Graf Horasio war dies bewusst, als er sich entschloss sich bei Tarcallo zur Schlacht zu stellen und einen weiteren Rückzug, wie ihn speziell seine almadanischen Hauptleute forderten, damit vermied.
Die Reiterstaffeln des Feindes, die von Silvolio di Sanceria befehligt wurden, machten bereits das Hinterland bis nach Oberfels unsicher. Um sie von der Schlacht fern zu halten befahl Horasio della Pena Teile der Buntröcke und Drôler Falken den Yaquir hinauf.
Bei Tarcallo selbst suchte er Sirensteen zu täuschen indem er vorgab, dass große Haufen seiner Söldlinge in Angesicht der feststehenden Niederlage bereits geflohen wären. Zu diesem Zweck ließ er zahlreiche Gehöfte rings um Bomed in Flammen legen, so sollte der Anschein umherziehender Marodeure erzeugt werden.
Da Horasio della Pena das Schlachtfeld frühzeitig wählte, blieb ihm genug Zeit der Vorbereitung. Im nahen Forst westlich verbargen sich einige Abteilungen der Buntröcke unter dem Befehl seines Verwandten Alvaro della Pena, die das vorrückende Heer Sirensteens in die linke Flanke fallen sollten.
Im Zentrum seiner Schlachtreihen befahl er nur flache Schanzen auszuheben, die postierten Aranischen Reiter sollten in loser Ordnung postiert sein. Gerade so als habe nicht genug Zeit bestanden sie fertig zu stellen.
Direkt dahinter ließ er in aller Eile tiefe Gräben und Löcher ausheben. Hier sollte sich der größte Teil seiner Infanteria verschanzen und auf den Angriff der Horaslegion warten. Der Plan vertraute darauf, dass Sirensteen die Unterlegenheit und fehlende Vorbereitung der Yaquirbrucher in einem schnellen Sturmangriff auszunutzen trachte. Dann sollte man im Zentrum zurückweichen, in scheinbarer Flucht wollte man die Reiter Sirensteens in das kaum geordnete Schanzlager locken, ehe die Yaquirbrucher Söldlinge aus ihren Verstecken springen und die überraschten Aldarener niedermachen sollten.
Am Morgen des 13. Praios, als man im Lager Horasio della Penas müde von den nächtlichen geheimen Schanzarbeiten war, erschien das Heer Sirensteens gemeinsam mit der Praiosscheibe, die eben östlich der Goldfelsen aufging."
- Davos Rakane, Hauptmann des Terzios Rakanes Rauwölfe

"Der Feind musste etwas geahnt haben. Misstrauisch schickte er immer wieder kleine schnelle Reiter und Plänkler vor um unsere Stellungen auszukundschaften. Über sieben Stunden trugen diese einen Angriff nach dem anderen vor um sich sogleich zurückzuziehen.
Die an diesem Tag überraschend heiße Sonne brannte unbarmherzig auf die in ihren Verstecken verschanzten Söldlinge hinab, die sich schließlich am späten Nachmittag nach einem Schluck frischen Wassers verzehrten und den Angriff Sirensteens herbeisehnten. Doch dieser kam nicht...
- Alvaro della Pena, Hauptmann der Bomeder Buntröcke

"Als wir da so in den Gräben hockten, da verbreitete sich auf einmal das Gerücht Sirensteen sei abgezogen und werde an diesem Praioslauf nicht mehr angreifen, da die Hauptabteilung seines Heeres noch in Bomed lagere und mit dessen Eintreffen heute nicht mehr zu rechnen sei.
Die Hitze stieg nun einigen schleunigst zu Kopfe. Unter lauten Rufen nach Wasser kletterten sie aus den Schanzen und rannten zum Fluss hinunter. Einer nach dem anderen folgte ihnen, selbst Offiziere sprangen ihnen hinterher. Dies war der Anfang vom Ende..."
- Davos Rakane, Hauptmann des Terzios Rakanes Rauwölfe


Als die Späher Sirensteens die Unordnung im Lager der Yaquirbrucher erkennen, lässt Folnor Sirensteen zum Generalangriff blasen. Die Reiterei fährt wie ein Blitz in das ungeordnete Heer der Yaquirbrucher, die Pikeniere rücken in der gefürchteten bosparanischen Ordonanz vor und sind nicht aufzuhalten.

Horasio della Pena, über die Disziplinlosigkeit seiner Söldlinge schockiert, erkennt sogleich seine Niederlage und setzt sich mit einer Reiterstaffel nach Unterfels ab. Die in den Wäldern versteckten Bomeder Buntröcke flüchten tiefer in den Forst, auch ihnen gelingt die Flucht.

Sirensteen hingegen feiert einen großen Sieg, bei dem er kaum Verluste zu verzeichnen hat. Sein Dank gilt den Göttern: Kurz vor Ausbruch der Ordnung hatte sich der zögerliche Feldherr zu einem Großangriff entschlossen und wäre damit beinahe in die Falle Horasio della Penas geraten. Seine Soldaten vertrauen ihm nun nur noch mehr, betrachten ihn als Liebling der Götter und sind bereit für ihren Marschall in den Tod zu gehen. Ein Umstand, der ihm bei der Schlacht von Morte Folnor noch von Nutzen sein wird...

Quellen

Persönliche Werkzeuge