Uolbo Valpoza

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Uolbo Valpoza (NSC)
Titel & Ämter: Valvassor von Urbet, Condottiere der Cohorta Collaribianci
Tsatag: 988 BF
Boronstag: 14. Rondra 1036 BF
Größe: 1,86
Statur: kräftig
Haare: dunkelbraun
Augenfarbe: dunkelbraun
Kurzcharakteristik: brillanter Söldnerführer, meisterlicher Manipulator
Wichtige Eigenschaften: MU, IN, KO
Wichtige Talente: Zweihand-Hiebwaffen, Überzeugen, Kriegskunst
Vor- und Nachteile: Gefahreninstinkt
Beziehungen: sehr groß in Urbet, hinlänglich sonst
Finanzkraft: hinlänglich bis ansehnlich
Eltern: einfache Handwerker aus Wobran
Travienstand: ledig
Nachkommen: Tsabella Valpoza (1010-1035, uneheliche Tochter)
Freunde & Verbündete: Haus Urbet-Marvinko (vor allem Auricanius und Panthino)
Feinde & Konkurrenten: viele (einfache) Urbasier, etliche rivalisierende Condottieri, zuletzt Preciosa d'Auspizzi
Verwendung im Spiel: Das Schreckgespenst, dessen (angebliche) Brutalität ganze Städte einzuschüchtern vermochte - wer jedoch hinter die Fassade blickte, lernte einen gerissenen Handwerker des Krieges kennen.
Zitate: "Wähle, Mercenario: Tod oder Kragen?"

Uolbo Valpoza (sprich: Folbo Valpossa), der "Herr der Neun Schlachten", "Mordbrenner von Morbal" und "Blutsäufer von Pertakis", war ein gefürchteter Söldnerführer aus dem Wilden Süden und Condottiere des gleichermaßen berüchtigten Collaribianci-Söldnerregiments. Im horasischen Thronfolgekrieg stieg er zum wichtigsten Feldherrn des Valvassors von Urbet auf, befahl 1030 BF das Erste Massaker von Urbet, wurde 1033 selbst Stadtherr Urbets und ebendort 1036 im Zuge des Zweiten Massakers von Urbet erschlagen.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Uolbo Valpoza

Der Weg zum Söldnerführer

Einer einfachen Familie aus der Kleinstadt Wobran zwischen Neetha und Drôl entstammend, begnügte Uolbo sich nie damit, den Erwartungen seiner Nächsten und Nachbarn gerecht zu werden. Dem ruhigen Leben eines Handwerkers oder Krämers konnte er wenig abgewinnen - er wollte stets etwas Besonderes und wenn nicht geliebt zumindest gefürchtet sein. So zog es ihn bald fort, um dem gefährlichen, dafür aber (an Gold und Ruhm) einträglichen Kriegshandwerk nachzugehen.

Nachdem er seine ersten Söldnerjahre in wechselnden Diensten mengbillanischer Machthaber verbracht hatte, heuerte er 1012 BF in Chababien als Ortskundiger in einer Hilfstruppe der Eroberungsstreitmacht Folnor Sirensteens an, die die zahlenmäßig überlegenen Mengbillaner in der Schlacht von Wobran schlug. Die Eroberung Drôls brachte ihm dann als Condottiere einen ersten Kontrakt mit dem Horasreich ein, von dem er die folgenden Jahre an der Südgrenze des Reiches gut leben konnte. Wiederholte 'Strafexpeditionen' von seiner Garnison Morbal aus in mengbillanisches oder novadisches Gebiet kürten ihn dabei zum gefürchteten 'Mordbrenner' - eine Auszeichnung, die er durchaus mit Stolz trug. Die von ihm begründeten Collaribianci entwickelten sich währenddessen zu einer der berüchtigtsten Einheiten der Region.

Die Thronfolgekriegsjahre

Dass der Dienst im äußersten Süden des Reiches dauerhaft keinen weiteren Aufstieg ermöglichen würde, wurde ihm im Lauf der Zeit indes klar, und so wartete er nur auf die richtige Gelegenheit, seinen Kontrakt mit der Krone auslaufen zu lassen und in die Kernlande des Lieblichen Feldes ziehen zu können. Diese bot sich ihm Ende 1027 BF, als er unter dem Vorwand einer Beteiligung am Krieg in Albernia nordwärts marschierte und noch vor dem Tod Amene-Horas' im Praios 1028 kurzerhand die Stadt Urbasi mit ihren Silberschmieden besetzte. Seine Söldnerherrschaft dort währte vier Monate, bevor er im Boronmond zugunsten Gransignore Traviano von Urbets abzog. Dass er bis dahin sämtliche Rückeroberungsversuche des alten Stadtherrn Ulmessan von Urbasi-Agendayo abgewehrt hatte, brachte ihm den Nimbus der Unbesiegbarkeit ein (tatsächlich hatte er bis dahin keine Schlacht verloren) - und seiner vormaligen Hundertschaft an Söldnern zahlreiche neue Rekruten.

Der horasische Thronfolgekrieg war nun in vollem Gange und es dauerte nicht lange, bis Uolbo in Diensten des Hauses Gabellano zum Heerführer im von den Galahanisten besetzten Pertakis wurde. Gerüchte über nächtliche Gelage des Condottiere mit seinen Offizieren, bei denen statt Wein Blut getrunken wurde, brachten ihm dabei einen weiteren schauderhaften Beinamen ein – den des 'Blutsäufers'. Als die Gabellano ihren Kontrakt mit den Collaribianci auflösten, kehrte Valpoza Pertakis jedoch den Rücken und ermöglichte den Timoristen die Eroberung der Stadt.

Uolbos Vorgänger als Valvassor: Panthino von Urbet

Mit mittlerweile auf Halbregimentsstärke angewachsener Söldnerschar kehrte Valpoza Anfang Praios 1029 BF im Gefolge der Timoristen an den Sikram zurück, wo er das Castello della Torres über Urbet besetzte, sich in den Neun Schlachten von Urbet dann allerdings auf die Seite Travianos von Urbet schlug. Dem späteren Fürsten diente er bis zu dessen Tod im Rahja desselben Jahres. In der Übergangsphase zur Konstitutierung der Fürstlichen Gemeinde Urbasi beteiligte er sich an einer vorübergehenden Söldnerherrschaft in Urbet, die er mit einem Massaker an den verbündeten Söldnereinheiten jedoch wieder beendete. Seine Tochter Tsabella heiratete im Gegenzug das neue (kommissarische) Familienoberhaupt der Urbet-Marvinko. Dass Uolbo während der folgenden Jahre neben dem formellen Stadtherrn Panthino von Urbet der einflussreichste Mann der Stadt blieb, war ein offenes Geheimnis.

Valvassor von Urbet

1033 BF übernahm Panthino selbst die Führung des Urbet-Marvinko-Clans, zog ins benachbarte Urbasi und empfahl der Signoria Urbets die Wahl Valpozas zu seinem Nachfolger. Seither herrschte der Condottiere erneut über die Stadt – zum Missfallen mancher Nachbarstädte und häufig auch seines 'Kollegen' Pakhizal Dothreki, dessen Donnerer in Urbet regelmäßig ihr Winterlager aufschlugen.

Im Zuge der Feuernacht 1035 BF verlor er seine Tochter, konnte sich allerdings sowohl gegenüber dem Gonfaloniere Urbasis, Romualdo di Salsavûr, den er dafür verantwortlich machte, als auch dem nach Urbet zurückkehrenden Haus Urbet-Marvinko in der Folge mit seinen Forderungen behaupten. Als "nächster Verwandter" forderte er etwa die Vormundschaft für seinen Enkel Novarizio ein, von dem beinahe jeder wusste, dass er tatsächlich Travianos Sohn war. Überhaupt galt er in Urbet nun trotz der erneuten Anwesenheit des einstigen Stadtherrengeschlechts als unangefochten mächtigster Mann.

Seine Ankündigung, die urbetische Patriziertochter Niam Praetorin, seine eigene Adjutantin ehelichen zu wollen, wurde denn auch als Aufbruch in eine neue Ära, die Ära seines Hauses, verstanden und von manchen freudig, von vielen abwartend und von anderen furchtsam erwartet. Es sollte anders kommen: Am Vorabend der angekündigten Hochzeit wandte sich das Haus Urbet gegen ihn, machte im Zweiten Massaker von Urbet 1036 BF den Großteil seines Söldnerregiments nieder und erschlug ihn. Dass er sich direkt zuvor in eine götterlästerliche, wölfische Bestie verwandelt haben soll, gereichte seinen Mördern als Legitimation, der viele schon wegen seiner Vergangenheit jedoch nur zu gerne Glauben schenken wollten. Entgegen später verbreiteter Aussagen des Hauses Urbet war es indes nicht sein Nachfolger als Valvassor, Rondralio, der ihn erschlug, sondern erst dessen Schwester Yandriga, die dem bereits im Kampf gegen Uolbo unterlegenen Bruder zur Hilfe eilte.

Charakter

Kors gefälligste Tugenden schienen auch Uolbo Valpoza am Besten zu charakterisieren: Schlachtengeschick, Blutgier, Rücksichtslosigkeit, Härte und Grausamkeit. Es hieß, er habe seit Jahren nicht mehr (oder gar noch nie) gelacht, sei selbst von seinen eigenen Untergebenen kaum zufrieden zu stellen und eher häufig als selten gefährlichen Stimmungsschwankungen ausgesetzt gewesen.

Das Verhältnis des Condottiere zu seiner (unehelichen) Tochter Tsabella Valpoza, deren Mutter schon vor Jahren gestorben war, soll entsprechend unterkühlt gewesen sein. Tsabella galt am Hof Travianos von Urbet zunächst als Geisel, doch vermuteten manche Beobachter dahinter im Nachhinein Berechnung.

Stimmen aus Adel und Popolo

"Ich fürchte, wir werden noch bereuen, was wir ihm angetan haben ..."
Auricanius von Urbet, sein von den Mordtaten der eigenen Familie völlig überrumpelter (Ex-)Schwiegersohn

In Artikeln und Geschichten


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