Familie Gerber

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Familie Gerber
Familienwappen
Efferdas
Horasreich
Familienwappen
Stammsitz und weitere Besitzungen

Wappen: Zwei naturfarbene Schereisen über einem Färbertopf auf Silber mit grünem Schildrand,
Herkunft: Grangorien, seit 200 Götterläufen in Efferdas
Stammsitz: Efferdas
Schutzpatrone: Hesinde, Nandus, Travia
Oberhaupt: Dettmar Gerber
Wichtige Mitglieder: Nita Origan, Pomona, Hoberto, Carolus, Kilian, Clarizia und Linara
Domänen: Alles, für das sich die übrige Nobilität zu schade ist (Gerberei, Wollfärberei, Abdeckerei, Rattenfang, Straßenkehrerei, Instandhaltung der Abwasserkanäle).
Ansehen & Ruf: Gerade erst ins Patriziat aufgestiegen, sie müssen sich erst noch Respekt verschaffen, gelten aber als sehr reich.
Charakter & Auftreten: bescheiden und sittsam, sehr fleißig

Die Familie Gerber aus Efferdas zählt zum Patriziat der Stadt, seit es ihr gelang, in den Senat von Efferdas einzuziehen. Ihren Reichtum haben die Gerbers mit vielerlei Tätigkeiten gemacht, für die sich andere zu schade waren, seien es Gerberei, Abdeckerei oder die Instandhaltung der Kanäle. Mag darum mancher Patrizier noch immer auf die Familie herabschauen, ihre Macht ist gerade in der Gerberstadt unübersehbar.


Nachdem Dettmar über viele Jahre seine Familie erfolgreich verwaltet und geleitet hatte, wurde es allmählich Zeit, dass er entschied, wer seine Nachfolge übernehmen solle.

Hoberto war inzwischen immer abgehobener geworden und durch sein herablassendes Gehabe gegenüber den Arbeitern des Betriebes, aber auch seiner eigenen Frau gegenüber immer weiter bei Dettmar in Ungnade gefallen. Hoberto hatte sich einfach zu sehr von dem, wofür die Gerbers stehen entfernt. Ihm konnte Dettmar die Nachfolge nicht übergeben.

Zwischenzeitlich schien Carolus, der Zweitälteste eine gute Alternative zum älteren Bruder. Er war geschickt mit Menschen und schien langsam seine ungestüme Jugendphase aus zu viel Wein, Festen und dem Verschwenden von Geld hinter sich gelassen zu haben, hatte geheiratet und war sesshaft geworden. Als aber der Skandal mit Carolus zahlreichen Affären, noch während des ersten Ehejahres dazu führte, dass Dettmar eine größere Summe Entschädigungsgeld an die Familie von der armen und unglücklichen Ehefrau Emilia Gerber bezahlen musste, die sich dann mit dem gemeinsamen Baby zurück nach Methumis in das Haus ihrer Eltern zurückzog, wurde Dettmar klar, dass er Carolus unmöglich die Verantwortung über den Namen der Familie und den Ruf des Hauses übergeben konnte.

Kilian war ein fleißiger, intelligenter und bodenstädiger Mann, wie er schon als Junge gewesen war. Leider war er auch immernoch so eigenbrötlerisch, wie eh und je einfach nicht für die Politik geeignet. Als Tüftler und Denker im Hintergrund und Leiter des Betriebes wäre er mit seiner Fachkenntnis aber gut geeignet.

Clarizia war immer schon kränklich gewesen und hatte deswegen auch viele Freiheiten gewährt bekommen. Sie war beliebt und hübsch, allerdings wäre mehr als fraglich, ob sie dem Druck in der Politik und der Last der Verantwortung, das Familienoberhaupt zu sein, standhalten könnte.

Die andere Tochter Linara war zwar tatkräftig, intelligent und willensstark, konnte aber der Politik nichts abgewinnen, sie wollte ihrer Schwester und anderen Kranken helfen und ihr Leben in den Dienst Peraines zu stellen. Also kam auch sie nicht in Frage.

Hätte Dettmar frei wählen können, so hätte er sicherlich seine Lieblingsnichte Quenia zum Familienoberhaupt gemacht. Sie war gelehrig, bodenständig und verstand es, ihr Gegenüber von sich zu überzeugen. Aber er konnte ja nicht einfach seiner Nichte, auch wenn er sie noch so gern hatte, den Familienoberhauptsposten anstelle seiner eigenen Kinder geben.

Also schloss Dettmar nach reiflicher Überlegung einen Kompromiss, mit dem so wohl niemand gerechnet hatte: Er machte seinen Sohn Kilian als Leiter des Betriebes zusammen mit seiner Nichte Quenia als Verantwortliche für Diplomatie und Verhandlungen zu den neuen Oberhäuptern der Familie. Gemeinsam sollten sie sich dann in Zukunft auf einen neuen Nachfolger einigen, Kilian jedoch sollte im Zweifel das letzte Wort bekommen.


Siehe auch

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