Schlacht von Sewamund: Unterschied zwischen den Versionen

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Die vorliegende Beschreibung der '''Schlacht von Sewamund''' vom 12. Rondra [[1028 BF]] miniaturisiert ein wichtiges Ereignis im Rahmen der Befreiung von Sewamund von der Herrschaft des [[Tiro Tristano von Nupercanti]]. Eine kürzere Fassung - die im Gesamtzusammenhang ins [[Bosparanisches Blatt Nr. 27|Bosparanische Blatt Nr. 27]] einging - findet sich im Artikel "[[Archiv:Sewamund zwiefach befreit! (BB 27)|Sewamund zwiefach befreit]]".
Die vorliegende Beschreibung der '''Schlacht von Sewamund''' vom 12. Rondra [[1028 BF]] miniaturisiert ein wichtiges Ereignis im Rahmen der Befreiung von Sewamund von der Herrschaft des [[Tiro Tristano von Nupercanti]]. Eine kürzere Fassung - die im Gesamtzusammenhang ins [[Bosparanisches Blatt Nr. 27|Bosparanische Blatt Nr. 27]] einging - findet sich im Artikel "[[Archiv:Sewamund zwiefach befreit! (BB 27)|Sewamund zwiefach befreit]]".
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'''(1) Signor von Fostanova: Ansprache vor den Kriegsknechten'''
'''(1) Signor von Fostanova: Ansprache vor den Kriegsknechten'''
[[Bild:Battalia-sewamund.jpg|thumb|350px]]
[[Bild:Battalia-sewamund.jpg|thumb|360px]]
Inmitten jener Schar von Helmen, Hauben und Kappen, einem miefenden und kotigen Gedränge von Kriegsknechten, da mochte dort ein Veteran mit erprobtem, seelenlosem Augenaufschlag und gehärteten Wangen der kommenden Blutstürzung harren. Dort mochte eine Söldnerin ihren Blick in eine spottende Aggressivität hüllen, dort endlich mochte ein Halbwüchsiger sein unbärtiges Gesicht in einem angstvollen Lächeln erstarren lassen, die Augen zusammenkneifend. Immer wieder, während der frische Morgen einen milden Windzug über die schweißigen Leiber fahren ließ, wurden die Herzen kalt überfröstelt und zusammengekrampft, musterten sich einander die Blicke von Nebenmann zu Nebenmann. So herrschte eine gesellige Einsamkeit der Söldnerseelen. <br>
Inmitten jener Schar von Helmen, Hauben und Kappen, einem miefenden und kotigen Gedränge von Kriegsknechten, da mochte dort ein Veteran mit erprobtem, seelenlosem Augenaufschlag und gehärteten Wangen der kommenden Blutstürzung harren. Dort mochte eine Söldnerin ihren Blick in eine spottende Aggressivität hüllen, dort endlich mochte ein Halbwüchsiger sein unbärtiges Gesicht in einem angstvollen Lächeln erstarren lassen, die Augen zusammenkneifend. Immer wieder, während der frische Morgen einen milden Windzug über die schweißigen Leiber fahren ließ, wurden die Herzen kalt überfröstelt und zusammengekrampft, musterten sich einander die Blicke von Nebenmann zu Nebenmann. So herrschte eine gesellige Einsamkeit der Söldnerseelen. <br>
Der Signor von Fostanova gab seinem Ross die Sporen und galoppierte, indem sein geschwärztes Plattenzeug metallen das Schweigen durchbrach, mit einigem Stolz vor die Front. – „Brüder, die wir sind, o ein braver Bund von Brüdern!“ Er pausierte, kaum dass er sich des Gehörs versichert hatte. Sodann, laut und kühn: „Der soll mein Bruder sein, der heut’ mit mir sein Blut vergießt! Und sei er auch gering, der heut’ge Tag soll adeln seinen Stand! Und Edelleut’ im ganzen Land, die jetzt zu Bette, werden verfluchen einst, dass sie nicht hier gewesen!“ Der Signor ließ sein Ross etwas tänzeln und brachte es in größte Nähe vor die erste Schlachtreihe: „Der Stolzeste der Stolzen, der soll kleinlaut sein, so nur ein einz’ger spricht, der mit uns focht am zwölften Tag der Rondra! Halt’ euch brav, der Leuin zu huldigen mit kühner Stirn und wüt’gem Feldgeschrei, heut’ im Kampf die wilde Gunst zu kosten! Auf diesem Felde wollen mit Rondra wir buhlen wie einst der große Raidri!“ Diese Parole zog. Der Signor, die aufbrandenden Zurufe auf sich ziehend, machte zu Ross einige majestätische Sätze an der Front der Fußknechte entlang, zog den Pallasch vom Leder, reckte den Schwertarm empor und rief es abermals aus: „Auf diesem Felde der Göttin wollen wir buhlen wie einst der große Raidri! Unser Schlachtruf denn, er soll lauten ‚Raidri, brav! Raidri, brav!’“ So vergewisserte er sich noch der Blicke, bevor er zu einer Gruppe von Hauptleuten und Leutenants zurücktrabte. In seinem Rücken, als wollten sein Helmgefieder und der Takt des Hufschlages Bestätigung suchen, gaben die Mannen die Parole mit lauten Rufen zurück. <br>
Der Signor von Fostanova gab seinem Ross die Sporen und galoppierte, indem sein geschwärztes Plattenzeug metallen das Schweigen durchbrach, mit einigem Stolz vor die Front. – „Brüder, die wir sind, o ein braver Bund von Brüdern!“ Er pausierte, kaum dass er sich des Gehörs versichert hatte. Sodann, laut und kühn: „Der soll mein Bruder sein, der heut’ mit mir sein Blut vergießt! Und sei er auch gering, der heut’ge Tag soll adeln seinen Stand! Und Edelleut’ im ganzen Land, die jetzt zu Bette, werden verfluchen einst, dass sie nicht hier gewesen!“ Der Signor ließ sein Ross etwas tänzeln und brachte es in größte Nähe vor die erste Schlachtreihe: „Der Stolzeste der Stolzen, der soll kleinlaut sein, so nur ein einz’ger spricht, der mit uns focht am zwölften Tag der Rondra! Halt’ euch brav, der Leuin zu huldigen mit kühner Stirn und wüt’gem Feldgeschrei, heut’ im Kampf die wilde Gunst zu kosten! Auf diesem Felde wollen mit Rondra wir buhlen wie einst der große Raidri!“ Diese Parole zog. Der Signor, die aufbrandenden Zurufe auf sich ziehend, machte zu Ross einige majestätische Sätze an der Front der Fußknechte entlang, zog den Pallasch vom Leder, reckte den Schwertarm empor und rief es abermals aus: „Auf diesem Felde der Göttin wollen wir buhlen wie einst der große Raidri! Unser Schlachtruf denn, er soll lauten ‚Raidri, brav! Raidri, brav!’“ So vergewisserte er sich noch der Blicke, bevor er zu einer Gruppe von Hauptleuten und Leutenants zurücktrabte. In seinem Rücken, als wollten sein Helmgefieder und der Takt des Hufschlages Bestätigung suchen, gaben die Mannen die Parole mit lauten Rufen zurück. <br>