Briefspiel:Das Schicksal eines Schinkens (2.1): Unterschied zwischen den Versionen

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„Sein Unglück ist es, dass er mir geschenkt wurde! Mein [[Carolan Flaviora|Vater]] hat mir heute eröffnet, dass ich heiraten werde und mein [[Golpono Ruccia|Zukünftiger]] hat mir zu diesem Anlass einen Präsentkorb geschickt. Nicht etwa mit Blumen, Schmuck oder ähnlichem Tand, den man erwarten würde... Nein, er ist tatsächlich originell und einfallsreich, er schickt mir einen Korb voller Wurstwaren und dem Besten, was seine Familie so herstellt – SCHINKEN!-“ triefte Sanjanas Stimme anfangs noch vor Ironie, ist ihr bei dem Wort 'Schinken' deutlich anzuhören, wie erbost sie tatsächlich ist. Ihre jadegrünen Augen blitzen gefährlich auf und unbeherrscht fährt sie fort. „Dieser Kretin hat Glück, dass er nicht persönlich erschienen ist! Ansonsten hinge nicht dieses Stück Fleisch an jenem Ast!“ In einer herrischen Geste deutete sie in Richtung des Schinkens, der nun mit der bemalten Seite in Richtung der Reiter zum Stillstand gekommen war und man die Kohlezeichnung als das dicke, pausbackige Gesicht eines jungen Mannes mit lockigem, schwarzen Haar erkennen konnte. Dem [[Vogtei Garlák|Vogt von Garlák]] kam es durchaus bekannt vor, nun da er es genauer betrachten konnte. Er erinnerte sich, die Dame ya Malachis hatte eine Begabung für das Zeichnen. Diesen Schinken zierte eindeutig das Konterfei von Golpono Ruccia, dem ältesten Sohn [[Gonzolo Ruccia]]s, seines Zeichens [[Podestat]] [[Sikramara]]s und dem Oberhaupt der bekannten Fleischerdynastie. Er wusste allerdings nicht viel über den jungen Mann, außer dass er ziemlich beleibt war. In der Öffentlichkeit trat er selten in Erscheinung.
„Sein Unglück ist es, dass er mir geschenkt wurde! Mein [[Carolan Flaviora|Vater]] hat mir heute eröffnet, dass ich heiraten werde und mein [[Golpono Ruccia|Zukünftiger]] hat mir zu diesem Anlass einen Präsentkorb geschickt. Nicht etwa mit Blumen, Schmuck oder ähnlichem Tand, den man erwarten würde... Nein, er ist tatsächlich originell und einfallsreich, er schickt mir einen Korb voller Wurstwaren und dem Besten, was seine Familie so herstellt – SCHINKEN!-“ triefte Sanjanas Stimme anfangs noch vor Ironie, ist ihr bei dem Wort 'Schinken' deutlich anzuhören, wie erbost sie tatsächlich ist. Ihre jadegrünen Augen blitzen gefährlich auf und unbeherrscht fährt sie fort. „Dieser Kretin hat Glück, dass er nicht persönlich erschienen ist! Ansonsten hinge nicht dieses Stück Fleisch an jenem Ast!“ In einer herrischen Geste deutete sie in Richtung des Schinkens, der nun mit der bemalten Seite in Richtung der Reiter zum Stillstand gekommen war und man die Kohlezeichnung als das dicke, pausbackige Gesicht eines jungen Mannes mit lockigem, schwarzen Haar erkennen konnte. Dem [[Vogtei Garlák|Vogt von Garlák]] kam es durchaus bekannt vor, nun da er es genauer betrachten konnte. Er erinnerte sich, die Dame ya Malachis hatte eine Begabung für das Zeichnen. Diesen Schinken zierte eindeutig das Konterfei von Golpono Ruccia, dem ältesten Sohn [[Gonzolo Ruccia]]s, seines Zeichens [[Podestat]] [[Sikramara]]s und dem Oberhaupt der bekannten Fleischerdynastie. Er wusste allerdings nicht viel über den jungen Mann, außer dass er ziemlich beleibt war. In der Öffentlichkeit trat er selten in Erscheinung.


Während sich die Miene des unbekannten Reiters nicht veränderte, musste sich Timor sichtlich verkneifen loszulachen. Mit einem Ton des unterdrückten Amüsement in der Stimme erhob er das Wort. „Um der Höflichkeit Genüge zu tun, der Herr neben mir ist, wie ihr richtig festgestellt habt, ein Verwandter von mir. Darf ich vorstellen, seine Hochgeboren [[Lorian di Salsavûr]]-Westfar, [[Baron von Montarena]] und Herr diverser Ländereien“, Lorian zog nur kurz eine Augenbraue nach oben, als sein Vetter die Vorstellung von ihm so abkürzte. „Lorian, dies ist Signora Sanjana ya Malachis.“ Der [[Baron]] nickte nur, sagte aber nichts und wäre auch nicht dazu gekommen, da Timor schon weitersprach. „Unpassend, aber wirklich originell.“ Der Salsavûr schien es nicht ironisch zu meinen, konnte aber nach wie vor nur ungenügend verbergen, dass es ihn amüsierte. „Es dürfte in jedem Fall einmalig sein, einer Dame einen Korb voller Wurstwaren als Verlobungsgeschenk zu überreichen. Es zeugt von der großer Kreativität eures Verlobten etwas zu schenken, was seine Familie selbst herstellt. Vielleicht solltet ihr ihn aber doch lieber verspeisen, als mit Pfeilen darauf zu schießen.“ Die beiden Reiter hatten sich währenddessen noch weiter der jungen Malachis genähert. Die beiden Salsavûr sahen sich auch beim Näherkommen ähnlich und waren sichtlich gut aussehend.
Während sich die Miene des unbekannten Reiters nicht veränderte, musste sich Timor sichtlich verkneifen loszulachen. Mit einem Ton des unterdrückten Amüsement in der Stimme erhob er das Wort. „Um der Höflichkeit Genüge zu tun, der Herr neben mir ist, wie ihr richtig festgestellt habt, ein Verwandter von mir. Darf ich vorstellen, seine Hochgeboren [[Lorian di Salsavûr]], [[Baron von Montarena]] und Herr diverser Ländereien“, Lorian zog nur kurz eine Augenbraue nach oben, als sein Vetter die Vorstellung von ihm so abkürzte. „Lorian, dies ist Signora Sanjana ya Malachis.“ Der [[Baron]] nickte nur, sagte aber nichts und wäre auch nicht dazu gekommen, da Timor schon weitersprach. „Unpassend, aber wirklich originell.“ Der Salsavûr schien es nicht ironisch zu meinen, konnte aber nach wie vor nur ungenügend verbergen, dass es ihn amüsierte. „Es dürfte in jedem Fall einmalig sein, einer Dame einen Korb voller Wurstwaren als Verlobungsgeschenk zu überreichen. Es zeugt von der großer Kreativität eures Verlobten etwas zu schenken, was seine Familie selbst herstellt. Vielleicht solltet ihr ihn aber doch lieber verspeisen, als mit Pfeilen darauf zu schießen.“ Die beiden Reiter hatten sich währenddessen noch weiter der jungen Malachis genähert. Die beiden Salsavûr sahen sich auch beim Näherkommen ähnlich und waren sichtlich gut aussehend.


„Na dann habe ich ja Glück gehabt, dass die [[Familie Ruccia|Ruccia]]s Metzger sind und keine Kammerjäger.“ ätzte die junge Dame derweil. Scharf musterte Sanjana Timor. Er schien sich aber nicht über sie persönlich lustig zu machen, sondern eher die Gesamtsituation erheiternd zu finden. Seine Hochgeboren wahrte eisern seine Fassung.... immerhin.... Die unwillige Braut seufzte, war man nicht betroffen musste die Szene ja albern wirken.... „Ganz ehrlich, Timor?“ wie schon damals in den Tunneln gebrauchte Sanjana seinen Vornamen als sie nun versöhnlich fortfuhr: „Mir ist kein bisschen nach Schinken zumute, wenn ihr mögt, dürft ihr und der Baron ihn gerne haben. Nur tut mir den Gefallen und behaltet die Angelegenheit für euch. Es ist schlimm genug, dass ich diese Kanaille heiraten muss, aber wenn sich herumspricht, was seine Verlobungsgabe war, dann lacht die ganze Stadt. Ich würde ja selbst lachen, wenn ich nicht zufällig die Braut wäre.....“ Noch einmal schaute die junge Malachis zu dem Baum und schien die Szene versuchsweise mit anderen Augen zu sehen. Leise musste sie glucksen, was ein sehr apartes Geräusch war. „Nun, es war ein guter Schuss, aber ja... von außen betrachtet, alles in allem eine erheiternde Situation....“
„Na dann habe ich ja Glück gehabt, dass die [[Familie Ruccia|Ruccia]]s Metzger sind und keine Kammerjäger.“ ätzte die junge Dame derweil. Scharf musterte Sanjana Timor. Er schien sich aber nicht über sie persönlich lustig zu machen, sondern eher die Gesamtsituation erheiternd zu finden. Seine Hochgeboren wahrte eisern seine Fassung.... immerhin.... Die unwillige Braut seufzte, war man nicht betroffen musste die Szene ja albern wirken.... „Ganz ehrlich, Timor?“ wie schon damals in den Tunneln gebrauchte Sanjana seinen Vornamen als sie nun versöhnlich fortfuhr: „Mir ist kein bisschen nach Schinken zumute, wenn ihr mögt, dürft ihr und der Baron ihn gerne haben. Nur tut mir den Gefallen und behaltet die Angelegenheit für euch. Es ist schlimm genug, dass ich diese Kanaille heiraten muss, aber wenn sich herumspricht, was seine Verlobungsgabe war, dann lacht die ganze Stadt. Ich würde ja selbst lachen, wenn ich nicht zufällig die Braut wäre.....“ Noch einmal schaute die junge Malachis zu dem Baum und schien die Szene versuchsweise mit anderen Augen zu sehen. Leise musste sie glucksen, was ein sehr apartes Geräusch war. „Nun, es war ein guter Schuss, aber ja... von außen betrachtet, alles in allem eine erheiternde Situation....“