Briefspiel:Consigliowahl 1035 BF/Von Treppen und Pavillons: Unterschied zwischen den Versionen

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Zunächst beschrieb sie ihre täglichen Erledigungen, erwähnte das Treiben ihres Sohnes und schwärmte vom sonnigen Wetter. Schließlich kreisten ihre Gedanken doch wieder um Politik, die so kurz vor den Wahlen zum [[Consiglio della Priori|Consiglio der fürstlichen Gemeinde]], das alles beherrschende Thema im Palazzo Broinho war. "In dieser Schlangengrube, die andere Signoria nennen, kann sich keiner seiner Freunde sicher sein. Wollte man meinen, dass die [[Haus della Turani|Turani]] nach den gemachten Verabredungen zu uns stünden, der sieht sich nun getäuscht und muss erleben, wie sie ihre Stimme dem [[Romualdo di Salsavûr|amtierenden Gonfaloniere]] geben. Zu welchem Preis weiß keiner. Noch nicht! Es wird offenbar, sobald neue Ämter zu vergeben sind. In den letzten Jahren habe ich Tarquinio selten so aufgelöst erlebt. Im Gegensatz zu seinen Kontrahenten ist er kein Mann des kalten Kalküls und geheimer Absprachen, er ist kein geschickter Stratege auf dem glatten politischen Parkett, auf dem dieser Kampf ausgetragen wird. Diese Abstimmung ist verloren und mit etwas Glück vermag er erneut zum Prior gekürt zu werden. Doch was dann?" Sie sah auf und hinüber zu ihrem Sohn. "Was geschieht, wenn uns der Zorn der Feinde des einstigen Fürsten hinfort weht? Wohin sollen wir gehen? Nach [[Unterfels]], an den Hof seines [[Horasio della Pena|Bruders]], den ungleich gefährlicheren Ort für eine Familie? Mein, nein, unser Schicksal wird sich hier erfüllen." Sie schluckte, ließ etwas Sand auf das Papier fallen und wartete etwas, ehe die Tinte trocken wurde.
Zunächst beschrieb sie ihre täglichen Erledigungen, erwähnte das Treiben ihres Sohnes und schwärmte vom sonnigen Wetter. Schließlich kreisten ihre Gedanken doch wieder um Politik, die so kurz vor den Wahlen zum [[Consiglio della Priori|Consiglio der fürstlichen Gemeinde]], das alles beherrschende Thema im Palazzo Broinho war. "In dieser Schlangengrube, die andere Signoria nennen, kann sich keiner seiner Freunde sicher sein. Wollte man meinen, dass die [[Haus della Turani|Turani]] nach den gemachten Verabredungen zu uns stünden, der sieht sich nun getäuscht und muss erleben, wie sie ihre Stimme dem [[Romualdo di Salsavûr|amtierenden Gonfaloniere]] geben. Zu welchem Preis weiß keiner. Noch nicht! Es wird offenbar, sobald neue Ämter zu vergeben sind. In den letzten Jahren habe ich Tarquinio selten so aufgelöst erlebt. Im Gegensatz zu seinen Kontrahenten ist er kein Mann des kalten Kalküls und geheimer Absprachen, er ist kein geschickter Stratege auf dem glatten politischen Parkett, auf dem dieser Kampf ausgetragen wird. Diese Abstimmung ist verloren und mit etwas Glück vermag er erneut zum Prior gekürt zu werden. Doch was dann?" Sie sah auf und hinüber zu ihrem Sohn. "Was geschieht, wenn uns der Zorn der Feinde des einstigen Fürsten hinfort weht? Wohin sollen wir gehen? Nach [[Unterfels]], an den Hof seines [[Horasio della Pena|Bruders]], den ungleich gefährlicheren Ort für eine Familie? Mein, nein, unser Schicksal wird sich hier erfüllen." Sie schluckte, ließ etwas Sand auf das Papier fallen und wartete etwas, ehe die Tinte trocken wurde.


[[Kategorie:Briefspiel in Urbasi|Consigliowahl 1035 Von Treppen und Pavillons]]
[[Kategorie:Consigliowahl 1035 BF|Von Treppen und Pavillons]]