Agreppara/Ausführliche Stadtbeschreibung: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Urb Agreppara.jpg|framed|Karte des Stadtteils, im Westen der [[Sikram]] und der [[Ponte Phecchio]] nach [[Figurenza]], zentral die ''Piazza Phraiora'', im Norden das ''Hospital San Therbûn'', im Süden das ''Castello Ferrantesco'' und im Osten das ''Silaser Tor''.]]
'''[[Agreppara]]''', die [[1046 BF]] zur eigenen [[Stadt]] erhobene Nachbarsiedlung [[Urbasi]]s am [[Sikram]], vormals dessen Vorstadt, sei hier mit ihren Gebäuden und Örtlichkeiten '''ausführlich beschrieben'''. Sie präsentiert sich im Gegensatz zur größeren Nachbarstadt sowohl in ihrer Hanglage am Fluss wie auch in der Architektur flacher und wird von den Gewerben der Woll- und Lederverarbeitung beherrscht. Begründet einst während der [[Geschichte Urbasis seit dem Unabhängigkeitskrieg#Die 'Regentschaft der Berater' (933-968 BF)|Regentschaft der Berater]] auf vom [[Baron von Marudret]] gepachteten Land, wurden hier zunächst die ob ihres geruchsintensiven Handwerks gemiedenen Färber und Gerber angesiedelt. Das heutige Selbstbewusstsein der Agrepparer beruht auf dem durch diese Spezialisierung erworbenen Wohlstand.
'''Agreppara''' ist die am östlichen [[Sikram]]ufer gelegene Vorstadt [[Urbasi]]s. Ihre im Gegensatz zum eigentlichen Urbasi eher flache Architektur und die hier vorherrschenden Gewerbe der Woll- und Lederverarbeitung sind ihre wichtigsten Merkmale.


==Ausführliche Beschreibung==
==Übersicht: Stadtplan Agrepparas==
Die am östlichen Sikramufer gelegene Vorstadt Agreppara ist der jüngste der anerkannten [[urbasi]]schen Stadtteile und erst während der [[Geschichte Urbasis seit dem Unabhängigkeitskrieg#Die 'Regentschaft der Berater' (933-968 BF)|Regentschaft der Berater]] begründet worden. Hierher wurden vor allem die ob ihres geruchsintensiven Handwerks gering angesehenen Färber und Gerber abgeschoben. Dass sich die Agrepparer daher von der eigentlichen Stadt immer ein wenig ausgegrenzt fühlen, verwundert nicht, trägt aber zur Identifikation mit dem Stadtteil bei und lässt sie eifrig jede Chance suchen sich beweisen zu können.
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|<span style="opacity:50%">[[Bild:Stadtplan Agreppara.png|676x767px|Urbasi]]</span>
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|}
;Gebäude und Örtlichkeiten
1) [[avwik:Phraischaf|Phraiora]]-Platz<br>
2) [[Ponte Phecchio]] <small>(nach [[Figurenza]])</small><br>
3) [[Silas]]er Tor <small>(zum [[Sikramstieg|Sikram-]] und [[Mardilostieg]])</small><br>


Mittelpunkt des Viertels ist die sechseckige '''Piazza Phraiora''', der Tuch- und Ledermarkt Urbasis (benannt nach dem hier in großen Mengen gehandelten Phraioratuch der Phraischafe), in dessen Mitte eine große Viehtränke zumindest entfernt an die ungleich prachtvolleren Brunnen Magistralias erinnert.
''in der [[Bild:NdSchafs.png|16px]] [[Nachbarschaften Urbasis#Ehrenwerte Nachbarschaft des Schafs|Ehrenwerten Nachbarschaft des Schafs]]:''<br>
4) Magistrat<br>
5) Haus der [[Zünfte Urbasis#Wollzunft|Wollzunft]] [[Bild:Wollzunft.png|17px]]<br>
6) Palazzo [[Familie Flaviora|Flaviora]] [[Bild:Familie Flaviora.png|16px]]<br>
7) Hospital-Platz<br>
8) Hospital des Hl. Therbûn<br>
9) Palazzo Falconum aureorum <small>([[Haus di Tamarasco|di Tamarasco]])</small> [[Bild:Haus di Tamarasco.png|16px]]<br>
10) Brokat- und Gobelinweberei [[Bild:Familie ya Malachis.png|16px]]<br>
11) Taverne Flusskrebs<br>


Um den Platz gruppieren sich einige der prächtigsten Gebäude Agrepparas, etwa das [[Bild:Wollzunft.png|14px]] '''Haus der [[Zünfte Urbasis#Wollzunft|Wollzunft]]''', dessen reich verzierter Giebel deutliches Zeugnis vom Wohlstand der Zunft ablegt. Die '''Schänke Silas-Stube''' ist dagegen eher als ein Ort ''dämokratischer Tendenzen'' bekannt und stand nach den [[Dämokratenunruhen]] 1030 BF kurz vor der Schließung durch die Obrigkeit.
''in der [[Bild:NdSchnecke.png|16px]] [[Nachbarschaften Urbasis#Nachbarschaft der Schnecke|Nachbarschaft der Schnecke]]:''<br>
12) [[Travia]]-Tempel [[Bild:Travia.png|17px]]<br>
13) Gräfliches [[Blutgerichtsbarkeit|Gericht]]<br>
14) Palazzo [[Familie ya Malachis|ya Malachis]] [[Bild:Familie ya Malachis.png|16px]]<br>
15) Herberge Goldfelser Stieg<br>
16) Schänke Silas-Stube<br>
17) Theater der nackten Wahrheit <small>(Bordell)</small><br>
18) Bootsbauer Caracciolo<br>
19) Platz der Zisterne<br>
20) Haus der [[Zünfte Urbasis#Lederzunft|Lederzunft]] [[Bild:Lederzunft.png|16px]]<br>
21) Campo Morte <small>(für Hinrichtungen)</small><br>
22) Castello Ferrantesco<br>
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Beherrscht wird der Marktplatz aber vom '''Palazzo Flaviora''', dem einzigen einer der größeren Patrizierfamilien Urbasis in Agreppara. Die im Färber- und Wollgeschäft zu Reichtum gelangte [[Familie Flaviora|Familie]] ist den hiesigen Handwerkern besonders verbunden. Ihr Palazzo mit Geschlechterturm sticht aus dem ansonsten eher armen Viertel natürlich besonders heraus.
==Rundgang durch Agreppara==
Mittelpunkt der Stadt ist die sechseckige ''Piazza Phraiora'', der Tuch- und Ledermarkt (benannt nach dem hier in großen Mengen gehandelten Phraioratuch der Phraischafe), in dessen Mitte eine große, gleichermaßen hexagonale Viehtränke entfernt an die ungleich prachtvolleren Brunnen [[Magistralia]]s erinnert. Nach [[Figurenza]] (und damit [[Urbasi]]) führt der [[Ponte Phecchio]], die Brücke der [[Silberzunft Urbasis|Silberschmiede]], über den [[Sikram]]. Sie gehört zum Teil auch zu Agreppara, ist allerdings Gegenstand komplizierter Abgabenregelungen &ndash; und vom eigentlich hier anfallenden Brückenzoll (der stattdessen am ''[[Silas]]er Tor'' erhoben wird) befreit.


Bescheidener wirkt da auch der '''Travia-Tempel Sant'Arissa''' mit angeschlossenem Waisenhaus, der sich stets dort zu engagieren versucht, wo die Not am Größten ist. Ähnliches gilt für die Laienbrüder und -schwestern des '''Hospitals San Therbûn''', das am Nordrand des Viertels an der schlichten '''Piazza del Hospital''' liegt. Unterstützt werden sie dabei regelmäßig von Schülern der Medici-Schule in Figurenza, zu deren Ausbildung auch eine kurze Dienstzeit im Spital und dem angeschlossenen Siechenturm gehört.
Um den Platz gruppieren sich einige der prächtigsten Gebäude Agrepparas, etwa das [[Bild:Wollzunft.png|16px]] ''Haus der [[Zünfte Urbasis#Wollzunft|Wollzunft]]'', dessen reich verzierter Giebel deutliches Zeugnis vom Wohlstand der Zunft ablegt. Gerade im Vergleich zu den Tempel Urbasis wirkt der [[Bild:Travia.png|17px]] ''Travia-Tempel Sant'Arissa'' mit angeschlossenem Waisenhaus eher bescheiden. Er ist der einzige Tempel Agrepparas und engagiert sich vor allem bei den Bedürftigsten. Die ''Schänke Silas-Stube'' ist als Ort "dämokratischer Tendenzen" bekannt und stand nach den [[Dämokratenunruhen]] [[1030 BF]] kurz vor der Schließung durch die Obrigkeit.


Im Nordwesten Agrepparas liegt die '''[[Druckhaus Dalidion|Druckerei Dalidion]]''', in der auch die 'Sikramer Schildwacht', die lokale Postille Urbasis gesetzt wird. Dazu haben hier die unzünftischen Flussfischer ihre Quartiere. Zwar konnten sie sich einer Vereinnahmung durch die Fleischzunft bislang erfolgreich erwehren, die Anerkennung ihres eigenen Gewerbes unter den Gilden der Stadt jedoch nicht erreichen. Die nahegelegene '''Taverne Flusskrebs''' gilt gemeinhin als schäbigste Kaschemme Urbasis und soll manchem zwielichtigen Gesindel allabendlich eine Heimstatt sein.
[[Bild:Lederer.jpg|thumb|180px|Gerber der [[Zünfte Urbasis#Lederzunft|Lederzunft]]]]
Beherrscht wird der Marktplatz aber vom [[Bild:Familie Flaviora.png|16px]] ''Palazzo Flaviora'', dem ältesten der ansässigen Patrizierfamilien. Die im Färber- und Wollgeschäft zu Reichtum gelangte [[Familie Flaviora|Familie]] ist den hiesigen Handwerkern besonders verbunden. Ihr Palazzo mit Geschlechterturm nimmt eine ganze Seite des Platzes ein. Der neuere [[Bild:Familie ya Malachis.png|16px]] ''Palazzo ya Malachis'' des auch in [[Marudret]] heimischen [[Familie ya Malachis|Geschlechts]] liegt schräg südöstlich, in zweiter Reihe hinter dem Platz, allerdings direkt an der aus der Stadt herausführenden [[Sikramstieg|Via Sikrama]], benachbart zur soliden ''Herberge Goldfelser Stieg''.


[[Bild:Lederer.jpg|thumb|150px|Gerber der [[Zünfte Urbasis#Lederzunft|Lederzunft]].]]
Hinter dem ebenfalls in jüngerer Zeit hinzugekommenen [[Bild:Haus di Tamarasco.png|16px]] ''Palazzo Falconum aureorum'' des [[Haus di Tamarasco|Tamarasco-Geschlechts]] liegen im Norden das lediglich von Laienbrüdern und -schwestern der [[Therbûniten]] betriebene ''Hospital des Heiligen Therbûn'' mit angeschlossenem Siechenturm und der treffend benannte ''Hospital-Platz''. Weil es in Urbasi kein weiteres Spital gibt, absolvieren hier auch die Schüler der [[Medizinische Schule Urbasis|Medizinischen Schule]] [[Torneocampo]]s praktische Teile ihrer Ausbildung. Näher am Fluss war die ''Alte Druckerei'' einst Standort des [[Druckhaus Dalidion|Druckhauses Dalidion]], das [[1042 BF]] nach [[Camponuovo]] umgezogen ist. Außerdem haben hier die unzünftischen Flussfischer ihre Quartiere, die sie sich einer Vereinnahmung durch die [[Zünfte Urbasis#Fleischzunft|Fleischzunft]] bislang erfolgreich erwehren konnten, die Anerkennung ihres eigenen Gewerbes unter den Gilden der Stadt jedoch noch nicht erreicht haben. Die nahegelegene ''Taverne Flusskrebs'' gilt als Kaschemme und soll manch zwielichtigem Gesindel allabendlich eine Heimstatt sein.
Die '''Herberge Goldfelser Stieg''' an der [[Sikramstieg|Via Sikrama]] nach [[Silas]] bietet eine zumindest anständige, wenn auch allenfalls mittelmäßige Unterkunft nahe am '''Silaser Tor'''. Südlich der Piazza Phraiora liegt am Sikramufer das '''Bordell Theater der nackten Wahrheit''', ein mit dem Schein eines Nackttheaters kaschiertes Freudenhaus, dessen nächtens von roten Lampions erhellter Strandbereich ebenso zornerfüllte wie sehnsüchtige Blicke der Bewohner des urbasischen Osthangs auf sich zieht. Wenige Schritte flussabwärts schließt sich daran das Gelände des '''Bootsbauers Caracciolo''' an, der neben einfachen Ruderbooten auch kleinere Flussschiffe repariert und bisweilen sogar fertigt.


Um einen schlichten Ziehbrunnen erstreckt sich ein Stück weit den Hang hinauf die '''Piazza della Cisterna''', um die sich vor allem die meisten Färber und Gerber des Viertels gruppieren. Das [[Bild:Lederzunft.png|14px]] '''Haus der [[Zünfte Urbasis#Lederzunft|Lederzunft]]''' ist das bescheidenste aller Gilden der Stadt.
Südlich der Piazza Phraiora liegt am Sikramufer das ''Theater der nackten Wahrheit'', ein mit dem Schein eines Nackttheaters kaschiertes Freudenhaus, dessen nächtens von roten Lampions erhellter Strandbereich ebenso zornerfüllte wie sehnsüchtige Blicke der Bewohner des urbasischen Osthangs auf sich zieht. Wenige Schritte flussabwärts schließt sich daran das Gelände des ''Bootsbauers Caracciolo'' an, der neben einfachen Ruderbooten auch kleinere Flussschiffe repariert und bisweilen sogar fertigt. Um einen schlichten Ziehbrunnen erstreckt sich ein Stück weit den Hang hinauf die ''Piazza della Cisternia'', um die sich vor allem die meisten Färber und Gerber gruppieren. Das [[Bild:Lederzunft.png|16px]] ''Haus der [[Zünfte Urbasis#Lederzunft|Lederzunft]]'' ist das bescheidenste aller Gilden Agrepparas und Urbasis.


Die südöstliche Ecke Agrepparas bildet den weitläufigen '''Campo Morte''', auf dem bisweilen Hinrichtungen stattfinden, so diese nicht publikumswirksamer auf einem der anderen Plätze der Stadt vollstreckt werden sollen. Vor allem ist diese Zone aufgrund des dahinter liegenden '''Castello Ferrantesco''' jedoch für die Bebauung gesperrt. Diese ob ihrer fünfeckigen Form auch ‘Castello Quintissimo’ genannte Festung fungierte früher häufig als Zwingfeste über der aufständischen Vorstadt und birgt heute das ‘Staatsgefängnis’ für besondere Feinde Urbasis, Hochverräter und auch Magiebegabte. Denn gerade für die sichere Verwahrung Letzterer wurden offensichtlich schon beim Bau der Festung unter dem Gonfaloniere [[Ferrante Deraccini]] besondere Vorkehrungen getroffen.
Ganz im Südosten liegt der weitläufige ''Campo Morte'', auf dem bisweilen Hinrichtungen stattfinden, so diese nicht publikumswirksamer auf anderen Plätzen vollstreckt werden, und vor allem das ''Castello Ferrantesco'', die alte Zwingfeste der Vorstadt. Diese dient bis heute auch Urbasi als Gefängnis für besondere Feinde, Hochverräter und auch Magiebegabte. Denn gerade für die sichere Verwahrung Letzterer wurden offensichtlich schon beim Bau der Festung unter dem Gonfaloniere [[Ferrante Deraccini]] besondere Vorkehrungen getroffen. Das für Zwecke der [[Blutgerichtsbarkeit]] eingerichtete ''Gräfliche Gericht'' in der Nähe des Travia-Tempels, das über eigene, allerdings fast nur für laufende Verfahren genutzte Kerkerzellen im Turm verfügt, ist der in jüngerer Zeit hinzugekommene Gegenpart der fünfeckigen Gefängnisfestung.


==Illustrationen==
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Bild:Agreppara.png|Wappen des Stadtteils Agreppara
Bild:Agreppara_I.png|Die ''Nachbarschaft des Schafs'' umfasst den "nobleren" Nordteil Agrepparas.
Bild:Agreppara_II.png|Die ''Nachbarschaft der Schnecke'' erstreckt sich über die südlichen Straßenzüge mit den Färbereien.
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[[Kategorie:Stadtteil]][[Kategorie:Urbasi]]
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