Briefspiel:Wahlen in Shenilo 1040 BF/Wahlkampf: Unterschied zwischen den Versionen
K Textersetzung - „Prätor Boronir“ durch „Boronir“ |
→Rondrigo Amando Schwarzenstamm (Gransignore): Link zu Arjana eingefügt |
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''Shenilo/Pertakis, Efferd 1040 BF.'' Nachdem viel zu frühen Ableben der beiden Gransignores von Shenilo und Pertakis ist in beiden Städten enorme Unruhe auf der politischen Bühne entstanden. Am Yaquir positionieren sich Feliceya, die jüngere Schwester des verstorbenen Alessandro ya Ilsandro, und Endigo di Pertakir, Rondrianer und heftigster Kritiker Shenilos in den vergangenen Jahren, als mögliche Nachfolger im Amt des Stadtherrn von Pertakis.<br> | ''Shenilo/Pertakis, Efferd 1040 BF.'' Nachdem viel zu frühen Ableben der beiden Gransignores von Shenilo und Pertakis ist in beiden Städten enorme Unruhe auf der politischen Bühne entstanden. Am Yaquir positionieren sich Feliceya, die jüngere Schwester des verstorbenen Alessandro ya Ilsandro, und Endigo di Pertakir, Rondrianer und heftigster Kritiker Shenilos in den vergangenen Jahren, als mögliche Nachfolger im Amt des Stadtherrn von Pertakis.<br> | ||
Während in Pertakis zum ersten Mal seit Dekaden das Stadtoberhaupt nicht mehr Ilsandro heißen könnte, sind die Wechsel an der Spitze der Geronsstadt mittlerweile keine Seltenheit mehr. Allerdings könnte bei der diesjährigen Gransignorewahl die Ereignisse im benachbarten Pertakis in noch stärkerer Weise eine Rolle spielen, als bisher. Nun hat nämlich ein bisher eher zurückhaltendes Mitglied der Eteria seinen Hut in den Ring geworfen – Cavalliere Rondrigo Amando Schwarzenstamm, Verwalter der Herrschaft Solstono anstelle seines im Sangreal weilenden Neffen Teucras de Solstono.<br> | Während in Pertakis zum ersten Mal seit Dekaden das Stadtoberhaupt nicht mehr Ilsandro heißen könnte, sind die Wechsel an der Spitze der Geronsstadt mittlerweile keine Seltenheit mehr. Allerdings könnte bei der diesjährigen Gransignorewahl die Ereignisse im benachbarten Pertakis in noch stärkerer Weise eine Rolle spielen, als bisher. Nun hat nämlich ein bisher eher zurückhaltendes Mitglied der Eteria seinen Hut in den Ring geworfen – Cavalliere Rondrigo Amando Schwarzenstamm, Verwalter der Herrschaft Solstono anstelle seines im Sangreal weilenden Neffen Teucras de Solstono.<br> | ||
Erst vor wenigen Wochen hatte sich dieser mit Arjana | Erst vor wenigen Wochen hatte sich dieser mit [[Arjana d'Illumnesto]] vermählt, der Tochter des Herrn von Tolmanayo. Zwar hat er sich bisher nicht zu einem Zusammenhang mit seiner jüngst erfolgten Heirat erklärt, aber die beträchtliche Mitgift, von der die Rede ist, hat sich Rondrigo bereits zunutze gemacht, hat der Schwarzenstammer doch pünktlich zu seiner Kandidatur die Fertigstellung des Kaiserkanals zwischen Balthar und Solstono vermelden können, offenbar mit nicht unbeträchtlichen Stiftungen der Schwarzenstammer finanziert. Gute Nachrichten für das von den Jahren des Pilgerstreits mit Pertakis gebeutelte Shenilo, wenn die Verbindung zum Kaiserpalast in Horasia erst ebenfalls fertiggestellt ist.<br> | ||
Während es an den guten Absichten Rondrigos bisher keinen Zweifel gab, so kann dies von seinem neuen Schwiegervater Barbio d’Illumnesto, dem einstigen Gegner der Sheniler bei der Fahnenschlacht von Gilforn, nicht gesagt werden. Wenn die Gerüchte zutreffen, wonach sich in Tolmanayo bereits Söldner der Schwarzen Kompanie versammeln, dann mag der Illumnesto sein Schatzkästlein tatsächlich geplündert haben, um hochfliegende Ambitionen zu befriedigen. | Während es an den guten Absichten Rondrigos bisher keinen Zweifel gab, so kann dies von seinem neuen Schwiegervater Barbio d’Illumnesto, dem einstigen Gegner der Sheniler bei der Fahnenschlacht von Gilforn, nicht gesagt werden. Wenn die Gerüchte zutreffen, wonach sich in Tolmanayo bereits Söldner der Schwarzen Kompanie versammeln, dann mag der Illumnesto sein Schatzkästlein tatsächlich geplündert haben, um hochfliegende Ambitionen zu befriedigen. | ||
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===[[Leomar Gabellano|Leomar]] und [[Rebecca Gabellano]]=== | ===[[Leomar Gabellano|Leomar]] und [[Rebecca Gabellano]]=== | ||
Ein Leben ohne die Politik? Ohne ein Amt mit Einfluss und der Möglichkeit, die Festigung der Stellung seiner Familie weiter voranzutreiben? Seiner Familie, der noch immer der Hauch der [[Galahan]] | Ein Leben ohne die Politik? Ohne ein Amt mit Einfluss und der Möglichkeit, die Festigung der Stellung seiner Familie weiter voranzutreiben? Seiner Familie, der noch immer der Hauch der [[Haus Galahan|Galahans]] nachwehte, denen die Gabellanos so viele Jahre treu gedient hatten? Leomar Gabellano, [[Baronet]] und ehemaliger [[Gransignore von Shenilo]], ehemaliger [[Präfekt von Côntris]], verwarf den Gedanken so schnell, wie er | ||
gekommen war. <br> | gekommen war. <br> | ||
Ein letztes Mal las er die Rede, mit der er sich um das Amt des Camerlengo bewarb, bevor er nach seiner Tocher Rebecca riefen ließ. Die junge Dame mit dem honigfarbenen Haar betrat nur wenige Minuten später den Parlor ihres Vaters im Sheniloer Palais. Hübsch war der Palazzo Gabellano in Shenilo, keine Frage. Und doch kleiner als derjenige, den die Gabellanos einst in Pertakis besaßen, und der ihnen genommen wurde nach dem Ende des Kampfes zwischen Firdayon und Galahan. Einen Moment verlor Leomar sich in Gedanken. Es hätte schlimmer kommen können. Weitaus schlimmer. Seine damalige Entscheidung, die Garnison in Pertakis nicht zu unterstützen und dadurch die Oberherrschaft des Hauses Firdayon anzuerkennen, hatte letzten Endes mit zum Untergang der Galahans beigetragen. Doch sie hatte dafür gesorgt, dass seine eigene Familie relativ unbeschadet überlebte und amnestiert wurde. Vorsicht und Demut waren seither seine weisesten Berater gewesen, und ihnen vertraute er sich gerne an. Sie hatten ihn weitergebracht. | Ein letztes Mal las er die Rede, mit der er sich um das Amt des Camerlengo bewarb, bevor er nach seiner Tocher Rebecca riefen ließ. Die junge Dame mit dem honigfarbenen Haar betrat nur wenige Minuten später den Parlor ihres Vaters im Sheniloer Palais. Hübsch war der Palazzo Gabellano in Shenilo, keine Frage. Und doch kleiner als derjenige, den die Gabellanos einst in Pertakis besaßen, und der ihnen genommen wurde nach dem Ende des Kampfes zwischen Firdayon und Galahan. Einen Moment verlor Leomar sich in Gedanken. Es hätte schlimmer kommen können. Weitaus schlimmer. Seine damalige Entscheidung, die Garnison in Pertakis nicht zu unterstützen und dadurch die Oberherrschaft des Hauses Firdayon anzuerkennen, hatte letzten Endes mit zum Untergang der Galahans beigetragen. Doch sie hatte dafür gesorgt, dass seine eigene Familie relativ unbeschadet überlebte und amnestiert wurde. Vorsicht und Demut waren seither seine weisesten Berater gewesen, und ihnen vertraute er sich gerne an. Sie hatten ihn weitergebracht. | ||