Briefspiel:Im Auge des Chaos/Kein Feuer der Leidenschaft: Unterschied zwischen den Versionen

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|Oberseite={{Efferdasklein}} [[Briefspiel in Efferdas]] {{Efferdasklein}}
==Kein Feuer der Leidenschaft==
|Av. Datum=30. Rahja [[1044 BF]]
|Schauplatz=Rund um [[Letran]]
|Ird. Datum=August 2023
|Protagonisten=[[Tarquinio della Pena]], [[Gilia de Falcona]]
|Autoren=[[Bild:Haus_della_Pena_jH.png‎|12px]] [[Benutzer:Horasio|Horasio]]
|Zyklus=[[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Übersicht|Übersicht]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Ein Zug über Letrans Felder|Ein Zug über Letrans Felder]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Widerstand ist zwecklos|Widerstand ist zwecklos]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Isyahadin|Isyahadin]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Im Rahjatempel|Im Rahjatempel]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Kein Feuer der Leidenschaft|Kein Feuer der Leidenschaft]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Aphestadil|Aphestadil]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Treffen wider  der Ursupatoren|Treffen wider der Ursupatoren]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Rahastes|Rahastes]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Madaraestra|Madaraestra]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Shihayazad|Shihayazad]] · [[Briefspiel:Im Auge des Chaos/Senatswahl 1045 BF|Senatswahl 1045 BF]]}}</onlyinclude>
 
=Kein Feuer der Leidenschaft=


===Seid gegrüßt, Señhor Pecuna===
===Seid gegrüßt, Señhor Pecuna===
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Rahjalins Hände zitterten. Absurd das das ihm jetzt auffiel, wo sie durch sein brennendes Zuhause liefen und der Rauch in seiner Lunge brannte. Hier verbrannte ein großer Teil seines Lebens, hier war er als Novize angenommen, geweiht und entjungfert worden, hier hatte er sein erstes echtes Gemälde der Göttin geschenkt und hierher war er zurückgekehrt, als das Reisen seinen Reiz verloren hatte. Die Priester und Gläubigen waren fast mehr seine Familie als sein Bruder, mit dem er sich überworfen hatte. Trotz alledem empfand er nur ein seltsames taubes Gefühl, als er nun sah wie Flammen aus den Polstermöbeln und dem Gemälde des Heiligen [[Ascandear von Baburin|Ascandear]], in das er mehrere Monate Arbeit gesteckt hatte, schlugen.  Sie folgten den Schreien aus dem inneren des Tempels um zu retten wer noch zu retten war. <br>
Rahjalins Hände zitterten. Absurd das das ihm jetzt auffiel, wo sie durch sein brennendes Zuhause liefen und der Rauch in seiner Lunge brannte. Hier verbrannte ein großer Teil seines Lebens, hier war er als Novize angenommen, geweiht und entjungfert worden, hier hatte er sein erstes echtes Gemälde der Göttin geschenkt und hierher war er zurückgekehrt, als das Reisen seinen Reiz verloren hatte. Die Priester und Gläubigen waren fast mehr seine Familie als sein Bruder, mit dem er sich überworfen hatte. Trotz alledem empfand er nur ein seltsames taubes Gefühl, als er nun sah wie Flammen aus den Polstermöbeln und dem Gemälde des Heiligen [[Ascandear von Baburin|Ascandear]], in das er mehrere Monate Arbeit gesteckt hatte, schlugen.  Sie folgten den Schreien aus dem inneren des Tempels um zu retten wer noch zu retten war. <br>
Plötzlich erschien ein Schatten aus dem Rauch und stieß mit Ebius zusammen. „Bei Rahjas..!“, [[Junivera Aurelia van Kacheleen|Junivera]], als die sich der Schatten entpuppte, verbiss sich den Fluch, was in einem brennenden Tempel während der Namenlosen Tage wahrscheinlich nicht  klug war. „Was macht ihr denn hier? Uns wurde gesagt das ihr gefangen genommen worden seid.“ Mit einem lauten Krachen stürzte hinter ihnen ein brennender Balken herunter. „Egal, wir gehen durch den Verbindungstunnel zum Weinkeller. Das Gebäude sollte zumindest nicht brennen.“ „Es gibt einen Geheimgang in der Vorhalle, durch den kommen wir raus in die Katakomben.“ Da entschlüpfte der Priesterin doch noch ein Fluch „Die meisten, die hier Schutz gesucht haben, sind schon im Keller. Kommt mit.“ Und dann verschwand sie wieder in den Rauchschwaden. Ihr zu folgen war dank des Rauchs eher schwierig, aber zum Glück kannte Rahjalin den Weg durch den Tempel zu der Tür unter der Treppe, die zum Weinkeller führte. <br>
Plötzlich erschien ein Schatten aus dem Rauch und stieß mit Ebius zusammen. „Bei Rahjas..!“, [[Junivera Aurelia van Kacheleen|Junivera]], als die sich der Schatten entpuppte, verbiss sich den Fluch, was in einem brennenden Tempel während der Namenlosen Tage wahrscheinlich nicht  klug war. „Was macht ihr denn hier? Uns wurde gesagt das ihr gefangen genommen worden seid.“ Mit einem lauten Krachen stürzte hinter ihnen ein brennender Balken herunter. „Egal, wir gehen durch den Verbindungstunnel zum Weinkeller. Das Gebäude sollte zumindest nicht brennen.“ „Es gibt einen Geheimgang in der Vorhalle, durch den kommen wir raus in die Katakomben.“ Da entschlüpfte der Priesterin doch noch ein Fluch „Die meisten, die hier Schutz gesucht haben, sind schon im Keller. Kommt mit.“ Und dann verschwand sie wieder in den Rauchschwaden. Ihr zu folgen war dank des Rauchs eher schwierig, aber zum Glück kannte Rahjalin den Weg durch den Tempel zu der Tür unter der Treppe, die zum Weinkeller führte. <br>
An der Tür blieb Rahjalin noch einmal stehen und schaute auf sein brennendes Zuhause zurück. Sein Blick fiel auf den Altarraum, wo der Rosenbusch, der um den Altar herum wuchs, Feuer gefangen hatte. Für einen Moment schien die Flamme die Gestalt eines steigenden, in Todesqualen scheuenden Pferdes anzunehmen. „Fluch über euch, die die ihr dieses Haus der heiteren, lieblichen und allerschönsten Herrin entweiht habt. Möge euch der Rausch des Weines, des Liebesspiels und der Feste versagt bleiben. Möge euch jeder Nachkomme Sulvas und Thavuns mit derselben Verachtung begegnen, die ihr diesem Tempel entgegengebracht habt. Liebholde Herrin der Morgenröte, wilde Eber haben in deinem Weinberg gewütet und Selemferkel deinen Garten verunstaltet . Sie sind deiner Gunst, die du den Menschen so überreich schenkst  nicht mehr würdig. Fluch und Schande über sie.“ Für einen Moment übertönte das Donnern von Pferdehufen, das Feuer und in Rahjalins Kehle brannte der Geschmack von scharfen Schnaps, während der Rauchgestank auf einmal zum lieblichen Duft wilder Rosen im Hochsommer wurde.  Der Priester war sich nicht ganz sicher ob es nicht eigentlich [[Larona Vinarii|Laronas]] Aufgabe gewesen wäre diesen Fluch auszusprechen, aber es sollte getan werden und die Tempelvordsteherin war gerade anderweitig beschäftigt. Rahjalin wandte sich um und schloss die Tür hinter sich.
An der Tür blieb Rahjalin noch einmal stehen und schaute auf sein brennendes Zuhause zurück. Sein Blick fiel auf den Altarraum, wo der Rosenbusch, der um den Altar herum wuchs, Feuer gefangen hatte. Für einen Moment schien die Flamme die Gestalt eines steigenden, in Todesqualen scheuenden Pferdes anzunehmen. „Fluch über euch, die die ihr dieses Haus der heiteren, lieblichen und allerschönsten Herrin entweiht habt. Möge euch der Rausch des Weines, des Liebesspiels und der Feste versagt bleiben. Möge euch jeder Nachkomme Sulvas und Thavuns mit derselben Verachtung begegnen, die ihr diesem Tempel entgegengebracht habt. Liebholde Herrin der Morgenröte, wilde Eber haben in deinem Weinberg gewütet und Selemferkel deinen Garten verunstaltet . Sie sind deiner Gunst, die du den Menschen so überreich schenkst  nicht mehr würdig. Fluch und Schande über sie.“ Für einen Moment übertönte das Donnern von Pferdehufen, das Feuer und in Rahjalins Kehle brannte der Geschmack von scharfen Schnaps, während der Rauchgestank auf einmal zum lieblichen Duft wilder Rosen im Hochsommer wurde.  Der Priester war sich nicht ganz sicher ob es nicht eigentlich [[Larona Vinarii|Laronas]] Aufgabe gewesen wäre diesen Fluch auszusprechen, aber es sollte getan werden und die Tempelvorsteherin war gerade anderweitig beschäftigt. Rahjalin wandte sich um und schloss die Tür hinter sich.
 
 
=== Hinter Schloss und Riegel ===


Nachdem man die Senatoren durch das Gewölbe unterhalb der Stadt geradezu getrieben hatte, ging es durch einen schmalen Spalt in Gestein nach oben. Es war mühselig und vor allen Dingen machte es Dettmar Gerber zu schaffen. Rücksichtslos trieb man sie voran <br>
“Stehenbleiben.” brüllte eine Stimme und die Senatoren blieben wie angewurzelt stehen. Das Klingeln mehrerer Schlüssel und Schritte waren zu hören. “Dann wollen wir den feinen Herren mal ihre neue Heimstatt präsentieren.” Mehrere Stimmen von Männern wie Frauen lachten hämisch. Ein Schlüssel wurde in einem Schloss umgedreht. Auf das knarzende Geräusch folgte ein Quietschen, als eine Tür aufgezogen wurde. <br>
Unsanft wurde [[Valerio ya Pirras]] am Kragen gepackt und in eine Richtung gezogen. Mit einem Ruck wurde ihm der Sack vom Kopf gezogen. Kurz konnte er nicht sehen, dann schälten sich Umrisse hervor. Eine Pritsche und ein Haufen Stroh, mehr nicht. Hinter ihm fiel eine Tür ins Schloss und ein Schlüssel wurde mehrfach gedreht. Auf Sichthöhe war eine Klappe in der Tür eingelassen. Diese stand offen und ein Augenpaar schaute in den Raum. “Ich hoffe, es entspricht alles euren Wünschen, Senator. Gehabt euch wohl.” Die Klappe wurde geschlossen und Valerio stand im Dunkeln. <br>


[[Kategorie:Briefspiel in Efferdas|Im Auge des Chaos]]
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