Archiv:Jagdunfall im Holdansforst (BB 46): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Rowin von Durinquell.jpg|thumb|180px|left|Treibt die Phecadier an: Landvogt [[Rowin von Durinquell]]]][[Bild:Giulia di Clastumeia.jpg|thumb|180px|An der Spitze der Bethaner: Cavalliera [[Giulia di Clastumeia]]]]
[[Bild:Rowin von Durinquell.jpg|thumb|180px|left|Treibt die Phecadier an: Landvogt [[Rowin von Durinquell]]]][[Bild:Giulia di Clastumeia.jpg|thumb|180px|An der Spitze der Bethaner: Cavalliera [[Giulia di Clastumeia]]]]
Das Konkurrenzdenken unter den Beteiligten war diesmal indes von Beginn an spürbar, wie etwa ''Signora [[Gharena di Megarro]]'', die Nichte der benachbarten Kronvögtin von [[Kronvogtei Ferlath|Ferlath]], bemerkte. Obschon weder [[Cusimo Garlischgrötz|Herzog Cusimo]] noch [[Hesindiane Aralzin|Gräfin Hesindiane]] selbst zugegen waren, stachen beider Gefolgsleute dabei auch im gegenseitigen Wetteifern noch heraus. Das Eröffnungsbankett im ''[[Jagdschloss Sirlania]]'', für das Kronvögtin Rovena auftischen ließ, was die Vorratskammern hergaben, schien für viele der Gäste wenig mehr als eine Formalität zu sein, zu der immerhin vielerlei Herausforderungen ausgesprochen wurden. Ein Zwischenfall am ersten Jagdtag, bei dem zwei aus verschiedenen Richtungen aufs Wild vorstoßende Hundemeuten übereinander herzufallen drohten, schien dem keinen Abbruch zu tun.
Das Konkurrenzdenken unter den Beteiligten war diesmal indes von Beginn an spürbar, wie etwa ''Signora [[Gharena di Megarro]]'', die Nichte der benachbarten Kronvögtin von [[Kronvogtei Ferlath|Ferlath]], bemerkte. Obschon weder [[Cusimo Garlischgrötz|Herzog Cusimo]] noch [[Hesindiane Aralzin|Gräfin Hesindiane]] selbst zugegen waren, stachen beider Gefolgsleute dabei auch im gegenseitigen Wetteifern noch heraus. Das Eröffnungsbankett im ''[[Schloss Sirlania]]'', für das Kronvögtin Rovena auftischen ließ, was die Vorratskammern hergaben, schien für viele der Gäste wenig mehr als eine Formalität zu sein, zu der immerhin vielerlei Herausforderungen ausgesprochen wurden. Ein Zwischenfall am ersten Jagdtag, bei dem zwei aus verschiedenen Richtungen aufs Wild vorstoßende Hundemeuten übereinander herzufallen drohten, schien dem keinen Abbruch zu tun.


''„Ganz im Gegenteil“'', so Signora Gharena, ''„denn am Tag der [[Ifirnia (Heilige)|Hl. Ifirnia]], die sie in [[Venga]] verehren, waren vor allem die [[Phecadien|Phecadier]] noch ein ganzes Stück eifriger sich zu beweisen. Als sich am Nachmittag dann ein kapitaler Zwölfender zeigte, wurde aus der Jagd ein Wettrennen zur besten Beute.“'' ''[[Rowin von Durinquell]]'', der Landvogt von Venga, trieb dabei die Phecadier an, ihrer Firunheiligen Ehre zu machen. An der Spitze der Bethaner Jagdgesellschaft war die ''[[Cavalliere|Cavalliera]] [[Giulia di Clastumeia]]'' nicht bereit klein beizugeben. Und auch die jüngeren Vertreter der ''[[Kaiserlich Vinsalter Hofjagdloge]]'' wollten sich die beste Trophäe sichern. Über das, was sich im Dickicht des Forsts in der Folge zutrug, weichen die Augenzeugenberichte dann aber ab. Ein Schrei schallte durch den Wald, bald gefolgt von üblen Beschimpfungen, die an sich keines Adligen würdig sind. ''[[Rimaldo di Striazirro]]'', der entfernte Neffe der gastgebenden Kronvögtin (und ihr Hausoberhaupt!), war von einem Bolzen in die Brust getroffen worden und rang mit dem Leben. Die Cavallieri Rowin und Giulia bezichtigten sich gegenseitig die fehlgeleiteten Schützen zu sein. Dass auch der Zwölfender im tumultartigen Treiben erlegt wurde, geriet beinahe zur Nebensache. Der ihn erlegende Schütze konnte nicht sicher festgestellt werden, auch wenn besonders die Vinsalter reklamierten, dass gerade der niedergeschossene Rimaldo ihn erlegt hatte. Dessen Wunde wurde schließlich in Sirlania versorgt.
''„Ganz im Gegenteil“'', so Signora Gharena, ''„denn am Tag der [[Ifirnia (Heilige)|Hl. Ifirnia]], die sie in [[Venga]] verehren, waren vor allem die [[Phecadien|Phecadier]] noch ein ganzes Stück eifriger sich zu beweisen. Als sich am Nachmittag dann ein kapitaler Zwölfender zeigte, wurde aus der Jagd ein Wettrennen zur besten Beute.“'' ''[[Rowin von Durinquell]]'', der Landvogt von Venga, trieb dabei die Phecadier an, ihrer Firunheiligen Ehre zu machen. An der Spitze der Bethaner Jagdgesellschaft war die ''[[Cavalliere|Cavalliera]] [[Giulia di Clastumeia]]'' nicht bereit klein beizugeben. Und auch die jüngeren Vertreter der ''[[Kaiserlich Vinsalter Hofjagdloge]]'' wollten sich die beste Trophäe sichern. Über das, was sich im Dickicht des Forsts in der Folge zutrug, weichen die Augenzeugenberichte dann aber ab. Ein Schrei schallte durch den Wald, bald gefolgt von üblen Beschimpfungen, die an sich keines Adligen würdig sind. ''[[Rimaldo di Striazirro]]'', der entfernte Neffe der gastgebenden Kronvögtin (und ihr Hausoberhaupt!), war von einem Bolzen in die Brust getroffen worden und rang mit dem Leben. Die Cavallieri Rowin und Giulia bezichtigten sich gegenseitig die fehlgeleiteten Schützen zu sein. Dass auch der Zwölfender im tumultartigen Treiben erlegt wurde, geriet beinahe zur Nebensache. Der ihn erlegende Schütze konnte nicht sicher festgestellt werden, auch wenn besonders die Vinsalter reklamierten, dass gerade der niedergeschossene Rimaldo ihn erlegt hatte. Dessen Wunde wurde schließlich in Sirlania versorgt.