Briefspiel:Kaiserjagd/Rondra und Hesinde: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:Auricanius von Urbet.jpg|thumb|200px|Gastgeber weiterer Debatten: Baron Auricanius]] | [[Bild:Auricanius von Urbet.jpg|thumb|200px|Gastgeber weiterer Debatten: Baron Auricanius]] | ||
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Um zu verdeutlichen, dass seine Einleitung der philosophischen Betrachtung zu Ende und die Debatte gewissermaßen eröffnet war, griff der [[Praios]]-Geweihte dann nach dem Weinglas, das auf dem Tisch vor ihm stand.<br> | Um zu verdeutlichen, dass seine Einleitung der philosophischen Betrachtung zu Ende und die Debatte gewissermaßen eröffnet war, griff der [[Praios]]-Geweihte dann nach dem Weinglas, das auf dem Tisch vor ihm stand.<br> | ||
Für einen Moment lag eine Aura der Unentschlossenheit über dem großen, halboffenen Zelt, das ihm auch heute wieder als 'Salon' diente.<br> | Für einen Moment lag eine Aura der Unentschlossenheit über dem großen, halboffenen Zelt, das ihm auch heute wieder als 'Salon' diente.<br> | ||
Dann räusperte sich ein etwas untersetzter Adliger aus dem Süden des Reiches, der ein paar Götterläufe älter war als der gastgebende Geweihte. Es war [[Cavalliere]] [[Rondracor di Catto]], den Auricanius – allerdings bisher nur flüchtig – auch schon von der Universität in Methumis her kannte. | Dann räusperte sich ein etwas untersetzter Adliger aus dem Süden des Reiches, der ein paar Götterläufe älter war als der gastgebende Geweihte. Es war [[Cavalliere]] [[Rondracor di Catto]], den Auricanius – allerdings bisher nur flüchtig – auch schon von der Universität in Methumis her kannte. | ||
Der wie schon am Vorabend anwesende [[Timor d'Antara]] erhob sich höflich, als er den sich räuspernden Rondracor erkannte. Sein Vater [[Phelizzio d'Antara]] war ein glühender Verehrer des Universalgelehrten, so waren mehrere Ausgaben und Kommentare von diesem stets Lesepflicht in dem noch jungen Adelshaus d'Antara. Doch neben seinen Schriften bewunderte Timor auch den Werdegang des Cavalliere – und so war es ihm eine persönliche Freude auf eines seiner Vorbilder zu treffen. | |||
''„Wenn ich mich vorstellen darf“'', begann Rondracor und tat dann ebendies gegenüber den im Zelt versammelten Jagdteilnehmern, bevor er sich schließlich inhaltlich – und primär an Auricanius gerichtet – äußerte.<br> | ''„Wenn ich mich vorstellen darf“'', begann Rondracor und tat dann ebendies gegenüber den im Zelt versammelten Jagdteilnehmern, bevor er sich schließlich inhaltlich – und primär an Auricanius gerichtet – äußerte.<br> | ||
''„Monsignore, ihr spracht vom Unterschied zwischen der [[Erzherrschaft Arivor|Arivorer]] Kriegeradligen, die zu Rondra hält, und dem methumischen Studiosus, der wohl die Herrin Hesinde verehrt. Und auch davon, dass dies ein Sinnbild ist … natürlich, denn ihr wart ja selbst Dozent der Universität, wie manchem hier bekannt sein dürfte. Dass die Zwölfgöttliche Schule des [[Eolan IV. Berlînghan|Herzogs Eolan]] nicht nur ein Hort der Hesindejünger ist, muss ich euch als allerletztem erläutern ...“''<br> | ''„Monsignore, ihr spracht vom Unterschied zwischen der [[Erzherrschaft Arivor|Arivorer]] Kriegeradligen, die zu Rondra hält, und dem methumischen Studiosus, der wohl die Herrin Hesinde verehrt. Und auch davon, dass dies ein Sinnbild ist … natürlich, denn ihr wart ja selbst Dozent der Universität, wie manchem hier bekannt sein dürfte. Dass die Zwölfgöttliche Schule des [[Eolan IV. Berlînghan|Herzogs Eolan]] nicht nur ein Hort der Hesindejünger ist, muss ich euch als allerletztem erläutern ...“''<br> | ||
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''„Signor di Catto, wollt ihr mit euren Gedanken dazu fortfahren?“'', wandte er sich schließlich an den durch die Ankunft der hochadligen Damen unterbrochenen Vorredner. | ''„Signor di Catto, wollt ihr mit euren Gedanken dazu fortfahren?“'', wandte er sich schließlich an den durch die Ankunft der hochadligen Damen unterbrochenen Vorredner. | ||
Timor | [[Bild:Timor d Antara bei der Kaiserjagd.jpg|thumb|180px|Ist wie am Vorabend wieder dabei: Timor d'Antara]] | ||
Timor d'Antara hatte sich wieder gesetzt, nachdem er – wie so viele andere – beim Eintritt der Herzogin und ihrer Tochter respektvoll aufgestanden war. Noch immer lag ein Hauch gespannter Erwartung über der Runde. Selbst das leise Klirren der Becher schien vorsichtiger geworden zu sein. Als Auricanius Rondracor di Catto das Wort zurückgeben wollte, zögerte dieser jedoch einen Augenblick. Vielleicht sammelte er seine Gedanken. Vielleicht ließ er auch bewusst Raum. Timor bemerkte es. Er wartete zunächst – ganz so, als wolle er sichergehen, dass kein Höhergestellter oder Gelehrter vor ihm sprechen wollte. Dann neigte er leicht den Kopf.<br> | |||
„Wenn es erlaubt ist … Monsignore?“ | ''„Wenn es erlaubt ist … Monsignore?“''<br> | ||
Seine Stimme war ruhig, doch deutlich zurückhaltender als noch am Vorabend bei seinem Wortbeitrag [[Briefspiel:Kaiserjagd/Firun und Tsa|zu Firun und Tsa]].<br> | |||
Seine Stimme war ruhig, doch deutlich zurückhaltender als noch am Vorabend bei seinem Wortbeitrag zu Firun und Tsa. Auricanius nickte ihm mit einem aufmunternden Lächeln zu. Timor verschränkte kurz die Hände auf dem Tisch, bevor er zu sprechen begann | Auricanius nickte ihm mit einem aufmunternden Lächeln zu.<br> | ||
Timor verschränkte kurz die Hände auf dem Tisch, bevor er zu sprechen begann: ''„Ich wage kaum, dem Cavalliere di Catto ins Wort zu fallen – zumal sein Ruf als Gelehrter bis nach [[Efferdas]] gedrungen ist und in meiner Familie den größten Respekt und Bewunderung genießt. Doch vielleicht darf ich einen Gedanken ergänzen.“''<br> | |||
„Ich wage kaum, dem Cavalliere di Catto ins Wort zu fallen | Er sah kurz zu der Rondra-Statue, dann zu den fein gearbeiteten hesindianischen Devotionalien.<br> | ||
''„Es scheint mir, dass Rondra und Hesinde oft als Gegensatz verstanden werden, weil sie für unterschiedliche Wege stehen, Wahrheit zu suchen.“''<br> | |||
Er sah kurz zu der Rondra-Statue, dann zu den fein gearbeiteten hesindianischen Devotionalien. | Einige Köpfe wandten sich ihm zu.<br> | ||
''„Die Rondrianerin sucht Wahrheit im Kampf. Im Ringen mit einem Gegner. In der Entscheidung des Augenblicks.“''<br> | |||
„Es scheint mir, dass Rondra und Hesinde oft als Gegensatz verstanden werden, weil sie für unterschiedliche Wege stehen, Wahrheit zu suchen.“ | Seine Stimme gewann weiter an Festigkeit.<br> | ||
''„Der Studiosus hingegen sucht sie im Zweifel. Im Nachdenken. Im Abwägen.“''<br> | |||
Einige Köpfe wandten sich ihm zu. | Ein kurzer Blick in Richtung der Prinzessin – nicht aufdringlich, eher prüfend, ob seine Worte Gehör fanden.<br> | ||
''„Doch vielleicht“'', fuhr er fort, ''„ist dies weniger ein Gegensatz als eine Frage der Reihenfolge.“''<br> | |||
„Die Rondrianerin sucht Wahrheit im Kampf. Im Ringen mit einem Gegner. In der Entscheidung des Augenblicks.“ | Er lehnte sich leicht vor.<br> | ||
''„Denn auch der Krieger muss denken, bevor er zuschlägt. Und auch der Gelehrte braucht Mut, um zu einer Erkenntnis zu stehen.“''<br> | |||
Seine Stimme gewann | Nun sprach er merklich sicherer.<br> | ||
''„Eine Feder ohne Entschlossenheit bleibt ein Spielzeug. Ein Schwert ohne Verstand wird zum Werkzeug blinder Zerstörung.“''<br> | |||
„Der Studiosus hingegen sucht sie im Zweifel. Im Nachdenken. Im Abwägen.“ | Ein zustimmendes Murmeln ging durch Teile der Runde. Timor hob leicht die Hand, als wolle er das Bild weiter ausführen.<br> | ||
''„Vielleicht sind Rondra und Hesinde daher nicht zwei einander widersprechende Prinzipien, sondern zwei Prüfungen desselben Menschen. Erst fragt Hesinde: Verstehst du, was du tust? Dann fragt Rondra: Wagst du, danach zu handeln?“''<br> | |||
Ein kurzer Blick in Richtung der Prinzessin | Er hielt kurz inne.<br> | ||
''„In diesem Sinne wäre die Kriegeradlige von Arivor nicht das Gegenteil des methumischen Studiosus. Sondern vielleicht das, was aus ihm werden könnte – wenn er seine Erkenntnisse einmal im Leben bewähren muss.“''<br> | |||
„Doch vielleicht“, fuhr er fort, „ist dies weniger ein Gegensatz als eine Frage der Reihenfolge.“ | Jetzt erst bemerkte Timor selbst, wie selbstbewusst er gesprochen hatte. Ein leicht verlegenes Lächeln trat auf seine Lippen.<br> | ||
''„Doch das ist nur die Betrachtung eines jungen Mannes, der mehr Zeit auf Werften und in Büchern als auf Schlachtfeldern verbracht hat.“''<br> | |||
Er lehnte sich leicht vor. | Er senkte respektvoll den Blick.<br> | ||
''„Ich bitte den Cavalliere, fortzufahren.“'' | |||
„Denn auch der Krieger muss denken, bevor er zuschlägt. Und auch der Gelehrte braucht Mut, um zu einer Erkenntnis zu stehen.“ | |||
Nun sprach er merklich sicherer. | |||
„Eine Feder ohne Entschlossenheit bleibt ein Spielzeug. Ein Schwert ohne Verstand wird zum Werkzeug blinder Zerstörung.“ | |||
Ein zustimmendes Murmeln ging durch Teile der Runde. Timor hob leicht die Hand, als wolle er das Bild weiter ausführen. | |||
„Vielleicht sind Rondra und Hesinde daher nicht zwei einander widersprechende Prinzipien, sondern zwei Prüfungen desselben Menschen. Erst fragt Hesinde: Verstehst du, was du tust? Dann fragt Rondra: Wagst du, danach zu handeln?“ | |||
Er hielt kurz inne. | |||
„In diesem Sinne wäre die Kriegeradlige von Arivor nicht das Gegenteil des methumischen Studiosus. Sondern vielleicht das, was aus ihm werden könnte – wenn er seine Erkenntnisse einmal im Leben bewähren muss.“ | |||
Jetzt erst bemerkte Timor selbst, wie selbstbewusst er gesprochen hatte. Ein leicht verlegenes Lächeln trat auf seine Lippen. | |||
Rondracor würdigte Timors Worte mit einem anerkennenden Nicken.<br> | |||
''"Vortrefflich gesprochen, Signor d'Antara. Gerade im Gleichnis mit den Werkzeugen. Und dass Hesinde gleichsam für den Verstand stehen mag, der führen sollte, und Rondra – vielleicht strittiger – für die Hand, die ausführt."'' | |||
Der Cavalliere griff sich dabei mit der linken Hand ans Kinn, als wäge er weiter das Gesagte ab.<br> | |||
''"Doch, doch, sehr interessant ... und ein Lob an eure Familie, dass sie sich der Lehre so aufgeschlossen ... und ... unverstockt ... gegenüber zeigt."''<br> | |||
Dann setzte er sich erstmal wieder.<br> | |||
Auricanius griff nach einem weiteren Moment des Schweigens – vielfach schienen die Anwesenden die hochadligen Gäste noch immer zu mustern – gleichsam Timors Worte auf: ''"Ihr spracht auch von der Suche nach der Wahrheit, Signor. Ein Aspekt, der mich schon meines Hintergrunds wegen besonders fasziniert."''<br> | |||
Der Praios-Geweihte zuckte dabei leicht mit den Schultern, als wolle er sagen: 'Ich kann aus meiner Haut ja doch nicht heraus ...'<br> | |||
''"Und davon, dass die Rondrianerin sie in der Herausforderung sucht, der Hesindejünger aber in seinen ... Zweifeln?"''<br> | |||
Er machte eine kurze Pause, bevor er fortfuhr: ''"Sind es wirklich Zweifel? Oder ist es eher kritisches Hinterfragen? Nun, es sind Begrifflichkeiten, obschon auch solche stets mit Bedacht gewählt werden sollten. Denn das Säen von Zweifeln kann ja auch eine andere Bedeutung haben, die am Ende gerade nicht mehr der Wahrheit dient. Um die These der Suche nach der Wahrheit jedoch fortzusetzen: Was denkt ihr, wie sehr greifen die rondrianische und die hesindianische Herangehensweise, so man sie so benennen mag, denn dabei ineinander?"''<br> | |||
Auricanius sah bei dieser Frage auch Timor wieder an – und doch schien sie sich an alle Anwesenden zu richten. | |||
Er | Timor hatte Rondracors anerkennendes Nicken mit ehrlicher Erleichterung aufgenommen. Dass ein Mann von dessen Ruf seine Worte würdigte, ließ ihn für einen Moment beinahe verlegen wirken. Als jedoch Auricanius die Frage weiterführte und sein Blick erneut auch auf ihm ruhte, spürte Timor, dass er sich nicht wieder hinter Schweigen verbergen konnte. Er atmete leise durch.<br> | ||
''„Monsignore … ich glaube, sie greifen tiefer ineinander, als man zunächst meint.“''<br> | |||
Er sprach nun ruhiger als zuvor — weniger tastend, aber auch weniger eifrig. Bedacht.<br> | |||
''„Wenn man Wahrheit sucht, dann ist weder der Zweifel allein ausreichend … noch die Tat allein.“''<br> | |||
Seine Fingerspitzen berührten kurz die Tischkante, als wolle er sich erden.<br> | |||
''„Der hesindianische Weg — nennen wir ihn kritisches Hinterfragen — prüft Gedanken. Er stellt Fragen: Ist das richtig? Ist es gerecht? Ist es klug?“''<br> | |||
Ein leichtes Nicken zu den Symbolen der Schlange.<br> | |||
''„Doch Fragen bleiben folgenlos, wenn niemand bereit ist, eine Antwort zu leben.“''<br> | |||
Nun glitt sein Blick zur Rondra-Statue.<br> | |||
''„Hier beginnt der rondrianische Anteil. Rondra verlangt Entscheidung. Sie duldet kein endloses Abwägen.“''<br> | |||
Ein leiser Hauch von Wärme lag plötzlich in seiner Stimme.<br> | |||
''„Vielleicht könnte man sagen: Hesinde zeigt uns viele mögliche Wahrheiten. Rondra zwingt uns, eine davon zu wählen.“''<br> | |||
Einige Zuhörer wechselten nachdenkliche Blicke.<br> | |||
Timor fuhr fort, nun merklich sicherer: ''„Gerade darin liegt die Gefahr — und zugleich die Notwendigkeit ihres Zusammenspiels. Wer nur hinterfragt, kann sich im Denken verlieren. Wer nur handelt, kann sich im Irrtum verlieren.“''<br> | |||
Er machte eine kleine, offene Geste.<br> | |||
''„Erst wenn Erkenntnis und Entschlossenheit einander begegnen, entsteht etwas, das man vielleicht Weisheit nennen darf.“'' | |||
Sein Blick wanderte kurz durch die Runde, blieb für einen Moment — fast unmerklich — auch bei Herzogin Heldora und ihrer Tochter hängen.<br> | |||
''„Darum glaube ich nicht, dass Rondra und Hesinde bloß unterschiedliche Wege zur Wahrheit sind. Sie sind vielmehr zwei Prüfungen auf demselben Weg. Hesinde prüft unseren Geist. Rondra prüft unseren Mut.“''<br> | |||
Er lächelte schwach.<br> | |||
''„Und vielleicht zeigt sich wahre Wahrheitssuche erst dort, wo ein Mensch bereit ist, für das, was er erkannt hat, auch einzustehen.“''<br> | |||
Ein kurzer Atemzug. Dann neigte er respektvoll den Kopf.<br> | |||
''„Zumindest scheint es mir so, Monsignore.“'' | |||
''"Vielen Dank, Signor, für diese weiteren Gedanken"'', deutete Auricanius eine Verbeugung an. ''"Und nur, weil ich zuvor schon von Begrifflichkeiten, ihr soeben aber ... jedenfalls in einem Teil eurer Ausführungen ... von 'möglichen Wahrheiten' spracht, dazu dieser ergänzende Hinweis: Nach der Lehre des Götterfürsten gibt es natürlich nur ''eine'' Wahrheit. Diese zu erkennen, muss gleichwohl nicht immer einfach sein, worauf ihr ... in euren weiteren Ausführungen ... indes auch eingegangen seid."''<br> | |||
Der Praios-Geweihte tadelte wohl ein Stück weit, würdigte jedoch zugleich den Kern der Aussage des Efferdiers.<br> | |||
''"Von der Wahrheit kamt ihr zudem zur Weisheit, zu der ihr eine weitere These formuliert habt, die gerade im Verhältnis der beiden heute im Mittelpunkt stehenden Göttinnen interessant sein mag: Dass Weisheit nämlich erst aus dem Zusammenspiel von Erkenntnis und Entschlossenheit entstehen kann."''<br> | |||
Dabei sah Auricanius Timor noch einmal direkt an.<br> | |||
''"Nun ist Weisheit natürlich die Kerntugend Hesindes, wenn man so will, während ihr Entschlossenheit eher als Tugend Rondras zu verstehen scheint. Ist daraus zu schließen, dass selbst der reinste Hesindejünger rondrianische Tugenden meistern muss? Oder geht die These, dass Weisheit aus Erkenntnis ''und'' Entschlossenheit erwachsen muss, zu weit?"''<br> | |||
Die letzten Fragen des Praios-Geweihten richteten sich erkennbar wieder an alle Anwesenden, da er seinen Blick dabei durchs Zelt schweifen ließ. | |||
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