Briefspiel:Das Brautgeld: Unterschied zwischen den Versionen

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Dass auch die Telmians gewisse Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben schienen, machte indes scheinbar niemandem etwas aus. Es waren nun einmal nicht alle Freunde hier. Weitere Höflichkeiten wurden ausgetauscht, insbesondere mit den Neuankömmlingen, ehe die Runde schließlich offenbar vollzählig war, und Carinio Telmian den Condottiere bat, sein Anliegen vorzubringen.  
Dass auch die Telmians gewisse Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben schienen, machte indes scheinbar niemandem etwas aus. Es waren nun einmal nicht alle Freunde hier. Weitere Höflichkeiten wurden ausgetauscht, insbesondere mit den Neuankömmlingen, ehe die Runde schließlich offenbar vollzählig war, und Carinio Telmian den Condottiere bat, sein Anliegen vorzubringen.  


Mit dankendem Nicken rückte dieser den Stuhl nach hinten und erhob sich. „Zunächst einmal möchte ich Dom Carinio danken, dass er mir hier die Möglichkeit gibt vor Euch zu sprechen. Ich gehe davon aus, dass sich in diesem erlauchten Kreise sowohl die Neuigkeit der Verlobung Ihrer Kaiserlichen Majestät Rohaja von Gareths mit dem [[:gar:Perricum:Rondrigan von Paligan|Markgrafen von Perricum]] herumgesprochen hat, wie auch dass Dom Carinio alle Anwesenden bereits im Vorfeld über mein Anliegen unterrichtet hat. Nun…“, legte sich seine Rechte auf den Rand seines Glases „…falls jemand hier mit dem Steuerwesen des Neuen Reiches nicht so vertraut ist, erlaubt mir kurz den Sachverhalt auszuführen: wann immer der [[:alm:Mundillo|Mundillo]] des Lehnsherrn oder der Lehnsherr selber zum ersten Mal heiratet, schulden ihm seine Vasallen und Untertanen das sogenannte Brautgeld.“
Mit dankendem Nicken rückte dieser den Stuhl nach hinten und erhob sich. „Zunächst einmal möchte ich Dom Carinio danken, dass er mir hier die Möglichkeit gibt vor Euch zu sprechen. Ich gehe davon aus, dass sich in diesem erlauchten Kreise sowohl die Neuigkeit der Verlobung Ihrer Kaiserlichen Majestät Rohaja von Gareths mit dem [[:per:Rondrigan von Paligan|Markgrafen von Perricum]] herumgesprochen hat, wie auch dass Dom Carinio alle Anwesenden bereits im Vorfeld über mein Anliegen unterrichtet hat. Nun…“, legte sich seine Rechte auf den Rand seines Glases „…falls jemand hier mit dem Steuerwesen des Neuen Reiches nicht so vertraut ist, erlaubt mir kurz den Sachverhalt auszuführen: wann immer der [[:alm:Mundillo|Mundillo]] des Lehnsherrn oder der Lehnsherr selber zum ersten Mal heiratet, schulden ihm seine Vasallen und Untertanen das sogenannte Brautgeld.“


Eine kurze Pause und kurzer Blick in die Runde, ob alle Anwesenden den Ausführungen folgen konnten, dann fuhr Hernán von Aranjuez fort. „Die jeweilige Höhe jenes Brautgeldes richtet sich nach dem Rang des Heiratenden. Da es sich um die Kaiserin handelt, ist die Summe…nun ja…immens.“ Trotz des schmalen Lächelns, dürften die meisten der Patrizier erfahren genug sein zu erkennen, dass er alles andere als glücklich über diesen Umstand war. Wen wundert’s?  
Eine kurze Pause und kurzer Blick in die Runde, ob alle Anwesenden den Ausführungen folgen konnten, dann fuhr Hernán von Aranjuez fort. „Die jeweilige Höhe jenes Brautgeldes richtet sich nach dem Rang des Heiratenden. Da es sich um die Kaiserin handelt, ist die Summe…nun ja…immens.“ Trotz des schmalen Lächelns, dürften die meisten der Patrizier erfahren genug sein zu erkennen, dass er alles andere als glücklich über diesen Umstand war. Wen wundert’s?  


„Viele Adlige werden nicht in der Lage sein, diese aus dem Stand aufzubringen, denn schon für manchen Baron wird eine fünfstellige Summe fällig werden. Entsprechend werden sich viele verschulden müssen. Bei den Patriziern von [[:alm:Punin|Punin]], [[:alm:Ragath|Ragath]] oder [[:alm:Taladur|Taladur]]. In [[:gar:Garetien:Kaiserstadt Gareth|Gareth]], bei der [[:avwik:Nordlandbank|Nordlandbank]]. Oder eben im [[Horasreich]]…“  
„Viele Adlige werden nicht in der Lage sein, diese aus dem Stand aufzubringen, denn schon für manchen Baron wird eine fünfstellige Summe fällig werden. Entsprechend werden sich viele verschulden müssen. Bei den Patriziern von [[:alm:Punin|Punin]], [[:alm:Ragath|Ragath]] oder [[:alm:Taladur|Taladur]]. In [[:gar:Kaiserstadt Gareth|Gareth]], bei der [[:avwik:Nordlandbank|Nordlandbank]]. Oder eben im [[Horasreich]]…“  




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'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]
'''Autor:''' [[Benutzer:Der Sinnreiche Junker von Aranjuez|Der Sinnreiche Junker]]


Hernán von Aranjuez hob ein wenig irritiert die Augenbrauen. „Mein lieber Telmian…“, murrte er, dieses Mal ohne die almadanische Höflichkeitsanrede ''Dom'' „…ich weiß ja nicht, welchen Grund Ihr habt, mir in Sachen eines ehrlichen Handels zu misstrauen, aber Ihr dürft Euch gerne von [[Methumis]] bis [[:gar:Garetien:Grafschaft Eslamsgrund|Eslamsgrund]] auf die Suche nach jemandem machen, der bezeugen könnte, dass das [[Viejo de Ragatia|Alte Regiment von Ragatien]] oder ich jemals einen Kontrakt gebrochen hätten.“  
Hernán von Aranjuez hob ein wenig irritiert die Augenbrauen. „Mein lieber Telmian…“, murrte er, dieses Mal ohne die almadanische Höflichkeitsanrede ''Dom'' „…ich weiß ja nicht, welchen Grund Ihr habt, mir in Sachen eines ehrlichen Handels zu misstrauen, aber Ihr dürft Euch gerne von [[Methumis]] bis [[:gar:Grafschaft Eslamsgrund|Eslamsgrund]] auf die Suche nach jemandem machen, der bezeugen könnte, dass das [[Viejo de Ragatia|Alte Regiment von Ragatien]] oder ich jemals einen Kontrakt gebrochen hätten.“  


Damit schob er den Stuhl zurück und machte Anstalten sich abzuwenden, doch legte ihm sein Vetter Rafik beschwichtigend die Hand auf den Arm. „Domnas y Doms, gemach, gemach“, lächelte er entschuldigend in die Runde. „Was mein Vetter damit sagen wollte, ist, dass es für uns keinerlei Grund für ein falsches Spiel gibt. Unsere Geschäfte in Unterfels, im [[Yaquirbruch]] und darüber hinaus gehen gut. Dies würden wir gewiss nicht für ein paar schnelle Münzen aufs Spiel setzen.“ Wenn der Condottiere das auch so sah, so ließ er es sich zumindest nicht anmerken. Immerhin entspannte sich sein Körper ein wenig, sodass nicht damit zu rechnen war, dass er unmittelbar hinaus stürmen würde. Stattdessen genehmigte er sich dann doch eines ausgiebigen Schluckes des Weins, und starrte dabei finster auf die Tischplatte vor sich.  
Damit schob er den Stuhl zurück und machte Anstalten sich abzuwenden, doch legte ihm sein Vetter Rafik beschwichtigend die Hand auf den Arm. „Domnas y Doms, gemach, gemach“, lächelte er entschuldigend in die Runde. „Was mein Vetter damit sagen wollte, ist, dass es für uns keinerlei Grund für ein falsches Spiel gibt. Unsere Geschäfte in Unterfels, im [[Yaquirbruch]] und darüber hinaus gehen gut. Dies würden wir gewiss nicht für ein paar schnelle Münzen aufs Spiel setzen.“ Wenn der Condottiere das auch so sah, so ließ er es sich zumindest nicht anmerken. Immerhin entspannte sich sein Körper ein wenig, sodass nicht damit zu rechnen war, dass er unmittelbar hinaus stürmen würde. Stattdessen genehmigte er sich dann doch eines ausgiebigen Schluckes des Weins, und starrte dabei finster auf die Tischplatte vor sich.  
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Beide lachten über derlei jugendliche Anzüglichkeiten, derweil sie im Kopf schon einmal ihre Profite summierten.
Beide lachten über derlei jugendliche Anzüglichkeiten, derweil sie im Kopf schon einmal ihre Profite summierten.


[[Kategorie:Briefspiel in Unterfels]]
[[Kategorie:Briefspiel in Unterfels]]