Briefspiel:Kaiserjagd/Bosparanische Träume I: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Bild:Dareius Amarinto.jpg|thumb|180px|Verspürt den Drang, ein Wolf zu sein: Dareius Amarinto]] | [[Bild:Dareius Amarinto.jpg|thumb|180px|Verspürt den Drang, ein Wolf zu sein: Dareius Amarinto]] | ||
[[Bild:Dalia Ollantur.jpg|thumb|200px|left|Baronessa Dalia – weiß sie mehr als sie preisgibt?]] | |||
Dareius Amarinto genoss den Moment, als der Wein seine Kehle hinunter floss. Er fühlte sich großartig, was für ein Abend! Er spürte sein Herz, wie es rhythmisch, Stoss für Stoss sein Blut durch die Adern pumpte und sah der Baronessa dabei tief in die rehbraunen Augen.<br> | Dareius Amarinto genoss den Moment, als der Wein seine Kehle hinunter floss. Er fühlte sich großartig, was für ein Abend! Er spürte sein Herz, wie es rhythmisch, Stoss für Stoss sein Blut durch die Adern pumpte und sah der Baronessa dabei tief in die rehbraunen Augen.<br> | ||
''“Aber Großmutter, warum habt ihr denn so große Augen?”'', zitierte sie kindlich lächelnd ein altes garetisches Märchen, welches Dareius aus seiner Kindheit kannte. Er fühlte sich wie der Wolf in dem Märchen, der sich als Großmutter verkleidet hatte, um dem Mädchen aufzulauern.<br> | ''“Aber Großmutter, warum habt ihr denn so große Augen?”'', zitierte sie kindlich lächelnd ein altes garetisches Märchen, welches Dareius aus seiner Kindheit kannte. Er fühlte sich wie der Wolf in dem Märchen, der sich als Großmutter verkleidet hatte, um dem Mädchen aufzulauern.<br> | ||
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Aus dem Augenwinkeln nahm Orleane eine Bewegung wahr und sie sah Amalia Gerber, die kurz ihre Hand nach ihr ausstreckte, aber in der Bewegung verharrte und sie wieder zurückzog. Orleane wurde misstrauisch. Das Verhalten ihrer Mitreisenden und auch ihres waren mehr als merkwürdig, fast schon wie in einer Art Rausch oder Benebelung als Folgen irgendwelcher Substanzen. Dann erschien auf einmal das Gesicht der Baronessa in ihrem Blickfeld. Oder war es in ihren Gedanken. Dalia Ollantur lächelte, und es wirkte, als ob ihr im Klaren war, was hier vorging. Genauso schnell wie es erschien, war das Gesicht der Baronessa auch wieder verschwunden und zurück blieb ein ungutes Gefühl. | Aus dem Augenwinkeln nahm Orleane eine Bewegung wahr und sie sah Amalia Gerber, die kurz ihre Hand nach ihr ausstreckte, aber in der Bewegung verharrte und sie wieder zurückzog. Orleane wurde misstrauisch. Das Verhalten ihrer Mitreisenden und auch ihres waren mehr als merkwürdig, fast schon wie in einer Art Rausch oder Benebelung als Folgen irgendwelcher Substanzen. Dann erschien auf einmal das Gesicht der Baronessa in ihrem Blickfeld. Oder war es in ihren Gedanken. Dalia Ollantur lächelte, und es wirkte, als ob ihr im Klaren war, was hier vorging. Genauso schnell wie es erschien, war das Gesicht der Baronessa auch wieder verschwunden und zurück blieb ein ungutes Gefühl. | ||
[[Bild: | [[Bild:Xelena ya Corsi.jpg|thumb|200px|left|Steht in Diensten des Barons von Ucurino - Xelena ya Corsi]] | ||
[[Bild:Alt-Bosparan bei Nacht.jpg|thumb|200px|right|Verlockend und ebenso verrucht: das nächtliche Alt-Bosparan]] | [[Bild:Alt-Bosparan bei Nacht.jpg|thumb|200px|right|Verlockend und ebenso verrucht: das nächtliche Alt-Bosparan]] | ||
Abrupt kam die Kutsche zu einem Halt. Sie stand vor einer typischen Mietskaserne Alt-Bosparans. Der Kutscher, die Leibwächterin des Barons, eine rothaarige, von unzähligen kleinen Fechtnarben übersäte [[Vinsalter Vaganten|Vinsalter Schwertgesellin]], und Dareius’ Leibwächter [[Arion Amarinto]] stiegen vom Kutschbock, öffneten die Türen der Kutsche und halfen den Fahrgästen beim Aussteigen.<br> | Abrupt kam die Kutsche zu einem Halt. Sie stand vor einer typischen Mietskaserne Alt-Bosparans. Der Kutscher, die Leibwächterin des Barons [[Xelena ya Corsi]], eine rothaarige, von unzähligen kleinen Fechtnarben übersäte [[Vinsalter Vaganten|Vinsalter Schwertgesellin]], und Dareius’ Leibwächter [[Arion Amarinto]] stiegen vom Kutschbock, öffneten die Türen der Kutsche und halfen den Fahrgästen beim Aussteigen.<br> | ||
Baron Mathesio deutete mit vorfreudigem Grinsen auf einen unscheinbaren Kellerabgang, an dessen Ende sich eine schwere beschlagene Holztür mit vergittertem Sichtfenster befand. Er stellte sich vor die Türe und klopfte, während der Rest der Feiergesellschaft ihm folgte.<br> | Baron Mathesio deutete mit vorfreudigem Grinsen auf einen unscheinbaren Kellerabgang, an dessen Ende sich eine schwere beschlagene Holztür mit vergittertem Sichtfenster befand. Er stellte sich vor die Türe und klopfte, während der Rest der Feiergesellschaft ihm folgte.<br> | ||
Eine Klappe wurde zur Seite geschoben und ein schwarzhaariges, bärtiges und schmieriges Gesicht erschien hinter dem Gitter. Ohne etwas zu sagen, wurde die Klappe schon nach wenigen Sekunden wieder verschlossen und die Tür öffnete sich. Der Baron war offenbar ein bekannter Gast in diesem Etablissement.<br> | Eine Klappe wurde zur Seite geschoben und ein schwarzhaariges, bärtiges und schmieriges Gesicht erschien hinter dem Gitter. Ohne etwas zu sagen, wurde die Klappe schon nach wenigen Sekunden wieder verschlossen und die Tür öffnete sich. Der Baron war offenbar ein bekannter Gast in diesem Etablissement.<br> | ||