Briefspiel:Wahlen in Shenilo 1040 BF/Wahlkampf: Unterschied zwischen den Versionen

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===[[Leomar Gabellano|Leomar]] und [[Rebecca Gabellano]]===
===[[Leomar Gabellano|Leomar]] und [[Rebecca Gabellano]]===
Ein Leben ohne die Politik? Ohne ein Amt mit Einfluss und der Möglichkeit, die Festigung der Stellung seiner Familie weiter voranzutreiben? Seiner Familie, der noch immer der Hauch der [[Galahan]]s nachwehte, denen die Gabellanos so viele Jahre treu gedient hatten? Leomar Gabellano, [[Baronet]] und ehemaliger [[Gransignore von Shenilo]], ehemaliger [[Präfekt von Côntris]], verwarf den Gedanken so schnell, wie er  
Ein Leben ohne die Politik? Ohne ein Amt mit Einfluss und der Möglichkeit, die Festigung der Stellung seiner Familie weiter voranzutreiben? Seiner Familie, der noch immer der Hauch der [[Haus Galahan|Galahans]] nachwehte, denen die Gabellanos so viele Jahre treu gedient hatten? Leomar Gabellano, [[Baronet]] und ehemaliger [[Gransignore von Shenilo]], ehemaliger [[Präfekt von Côntris]], verwarf den Gedanken so schnell, wie er  
gekommen war. <br>
gekommen war. <br>
Ein letztes Mal las er die Rede, mit der er sich um das Amt des Camerlengo bewarb, bevor er nach seiner Tocher Rebecca riefen ließ. Die junge Dame mit dem honigfarbenen Haar betrat nur wenige Minuten später den Parlor ihres Vaters im Sheniloer Palais. Hübsch war der Palazzo Gabellano in Shenilo, keine Frage. Und doch kleiner als derjenige, den die Gabellanos einst in Pertakis besaßen, und der ihnen genommen wurde nach dem Ende des Kampfes zwischen Firdayon und Galahan. Einen Moment verlor Leomar sich in Gedanken. Es hätte schlimmer kommen können. Weitaus schlimmer. Seine damalige Entscheidung, die Garnison in Pertakis nicht zu unterstützen und dadurch die Oberherrschaft des Hauses Firdayon anzuerkennen, hatte letzten Endes mit zum Untergang der Galahans beigetragen. Doch sie hatte dafür gesorgt, dass seine eigene Familie relativ unbeschadet überlebte und amnestiert wurde. Vorsicht und Demut waren seither seine weisesten Berater gewesen, und ihnen vertraute er sich gerne an. Sie hatten ihn weitergebracht.
Ein letztes Mal las er die Rede, mit der er sich um das Amt des Camerlengo bewarb, bevor er nach seiner Tocher Rebecca riefen ließ. Die junge Dame mit dem honigfarbenen Haar betrat nur wenige Minuten später den Parlor ihres Vaters im Sheniloer Palais. Hübsch war der Palazzo Gabellano in Shenilo, keine Frage. Und doch kleiner als derjenige, den die Gabellanos einst in Pertakis besaßen, und der ihnen genommen wurde nach dem Ende des Kampfes zwischen Firdayon und Galahan. Einen Moment verlor Leomar sich in Gedanken. Es hätte schlimmer kommen können. Weitaus schlimmer. Seine damalige Entscheidung, die Garnison in Pertakis nicht zu unterstützen und dadurch die Oberherrschaft des Hauses Firdayon anzuerkennen, hatte letzten Endes mit zum Untergang der Galahans beigetragen. Doch sie hatte dafür gesorgt, dass seine eigene Familie relativ unbeschadet überlebte und amnestiert wurde. Vorsicht und Demut waren seither seine weisesten Berater gewesen, und ihnen vertraute er sich gerne an. Sie hatten ihn weitergebracht.