Briefspiel:Wohin das Herz mich führt: Unterschied zwischen den Versionen

 
 
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=== Geronsstadt Shenilo, unter den Arkaden des Palazzo Brahl, Anfang Efferd 1025 BF ===
=== Geronsstadt Shenilo, unter den Arkaden des Palazzo Brahl, Anfang Efferd 1025 BF ===


Ritter [[gar:Garetien:Waldreich Firudan von Rossreut|Waldreich Firudan von Rossreut]], Junker von Rossreut, räusperte sich, strich noch einmal seinen Waffenrock glatt und prüfte den Sitz seines Waffengurtes. Die neue Kleidung stand ihm gut, der Schneider hatte sich übertroffen. Auch der Besuch im Badehaus und beim Barbier war hoffentlich nicht umsonst gewesen, denn schließlich ging es heute darum die Erlaubnis zu erhalten, seiner Auserwählten den Hof machen zu dürfen.<br>
Ritter [[gar:Waldreich Firudan von Rossreut|Waldreich Firudan von Rossreut]], Junker von Rossreut, räusperte sich, strich noch einmal seinen Waffenrock glatt und prüfte den Sitz seines Waffengurtes. Die neue Kleidung stand ihm gut, der Schneider hatte sich übertroffen. Auch der Besuch im Badehaus und beim Barbier war hoffentlich nicht umsonst gewesen, denn schließlich ging es heute darum die Erlaubnis zu erhalten, seiner Auserwählten den Hof machen zu dürfen.<br>
Waldreich überlegte noch einmal kurz seine Argumente, immerhin war er ein Junker aus gutem Hause, besaßen die Quintian-Quandts doch einigen Einfluss in Garetien. Seine Familie stellte nun auch schon seit längerer Zeit den Mundschenk von Burg Silz; zwar nur ein Ehrentitel, aber immerhin mit Anerkennung in der Graftschaft Waldstein und damit auch am Grafenhofe verbunden. Auch hatten seine Reisen ihm zu einer gewissen Barschaft gebracht. Aber dieses war nicht alles, denn was ist weltlicher Besitz ohne Ehre und Familie?
Waldreich überlegte noch einmal kurz seine Argumente, immerhin war er ein Junker aus gutem Hause, besaßen die Quintian-Quandts doch einigen Einfluss in Garetien. Seine Familie stellte nun auch schon seit längerer Zeit den Mundschenk von Burg Silz; zwar nur ein Ehrentitel, aber immerhin mit Anerkennung in der Graftschaft Waldstein und damit auch am Grafenhofe verbunden. Auch hatten seine Reisen ihm zu einer gewissen Barschaft gebracht. Aber dieses war nicht alles, denn was ist weltlicher Besitz ohne Ehre und Familie?
Und vielleicht würde die Aussicht auf Handelsbeziehungen mit der Familie Quintian-Quandt ja auch die Entscheidung der Dame Brahl in seinem Sinne beeinflussen können. Auch wenn das Junkertum Rossreut nicht groß war, so sicherte es doch ein gutes und sorgenfreies Auskommen. Und wer weiß, was noch alles die Götter für ihn vorbestimmt hatten.
Und vielleicht würde die Aussicht auf Handelsbeziehungen mit der Familie Quintian-Quandt ja auch die Entscheidung der Dame Brahl in seinem Sinne beeinflussen können. Auch wenn das Junkertum Rossreut nicht groß war, so sicherte es doch ein gutes und sorgenfreies Auskommen. Und wer weiß, was noch alles die Götter für ihn vorbestimmt hatten.