Briefspiel:Im Auge des Chaos/Treffen wider die Usurpatoren: Unterschied zwischen den Versionen

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Rahjabella sah niedergeschlagen aus. „Wahrscheinlich war genau das das Ziel, dass niemand mehr weiß, wo die Senatoren festgehalten werden. Wie es aussieht, haben sie es erreicht. Das heißt zudem, dass sie mit einem Befreiungsversuch der Senatoren rechnen.
Rahjabella sah niedergeschlagen aus. „Wahrscheinlich war genau das das Ziel, dass niemand mehr weiß, wo die Senatoren festgehalten werden. Wie es aussieht, haben sie es erreicht. Das heißt zudem, dass sie mit einem Befreiungsversuch der Senatoren rechnen.
Andererseits konnten wir schon ihre eigene Strategie gegen sie verwenden. Ohne das verzweigte Höhlensystem unter Efferdas hätten wir niemals aus dem Rahja-Tempel fliehen können.“ <br>
Andererseits konnten wir schon ihre eigene Strategie gegen sie verwenden. Ohne das verzweigte Höhlensystem unter Efferdas hätten wir niemals aus dem Rahja-Tempel fliehen können.“ <br>
===Der Weg des Glaubens===
[[Nevinia Ventargento]] hatte lange gebetet, es waren ein Tag und eine Nacht gewesen, als es geschehen war. Ein blendender Sonnenstrahl war durch die Wolkendecke gebrochen, die seit einiger Zeit ab und zu Regen auf sie niederprasseln ließ und hatte den alten Leuchtturm der Stadt für kurze Zeit in ein goldenes Licht getaucht. Dieses Zeichen, denn nichts anderes konnte es sein, hatte ihr neue Hoffnung gegeben, die sie nun an die Stadt weitergeben würde. Von ihren bisherigen Erfahrungen zum Versuch das Wort PRAios in dieser Stadt zu verbreiten, war sie davon ausgegangen, dass sie zuerst auf verständnislose Gesichter und taube Ohren stoßen würde, doch als sie den Fischer darauf ansprach der sie, erstaunlicherweise trotz der Namenlosen Tage, durch die Bucht gefahren hatte erhellte sich sein Gesicht fast sofort und er hing, ohne eine der störenden Fragen zu stellen an die sie nun fast schon gewöhnt war, an ihren Lippen. “Ja, ihr habt recht das muss ein Zeichen gewesen sein, kein Zweifel” sagte der Mann mit einem leichten zyklopäischen Akzent. Nevinia war dank einer Ausbildung zur Rednerin und entgegen der Meinung vieler, erstaunlich gut darin, Personen und Gesichter zu lesen und sie erkannte echte Überzeugung, wenn sie welche sah. War sie hier vielleicht auf den einzigen anderen praiosgläubigen Efferdasi gestoßen? Ein Glück, sonst hätte er sie wahrscheinlich nicht gefahren. <br>
Kaum, dass das Ruderboot nach einer Fahrt nahe der Küste, mit vielen Umwegen um nicht den patrouillierenden Seesöldnern aufzufallen, im Hafenviertel landete, bemerkten sie etwas Ungewöhnliches. Aus Richtung Stadtmitte hörten sie einen lauten Ruf einer Frau. Ihre Stimme war übersinnlich laut und konnte keine natürliche Ursache haben, da war sich Nevinia sehr sicher. Aber ihre Botschaft war verwirrend und der Name fühlte sich an, als würde jemand mit langen Klauen über ihre Wirbelsäule kratzen. “Wer soll denn Belikhelai sein?” fragte der Fischer, während er das Ruderboot festtaute. Die Geweihte runzelte die Stirn. “Ich weiß es nicht, aber mein Gefühl sagt mir, es wäre bei Praios besser, wenn ihr diesen Namen schnell wieder vergesst.” “Natürlich, euer Gnaden” nickte der Fischer und machte weiter sein Boot fest. <br>
Praïoke landete auf Xystons Arm. Das Rabenweibchen hatte sich die Ruinen des Rahjatempels aus drei Nähe angesehen, war bei der Gelegenheit fast von einer fliegenden Wesenhehit gerammt worden und hatte sich durch das Gebrüll dieses Viehs fast einen Hörschaden eingefangen. Sie fuhr sich aufgebracht mit dem Schnabel durch die zerzausten, mit Asche bestäubten Feldern. <br>
Xyston spürte den Unmut seiner Vertrauten deutlich. Alles in allem war es kein schöner Tag. Die Fischerchöre sangen zwar gegen die gedrückte Stimmung an, aber durch die Söldner fehlte selbst denen der Optimismus die Namenlosen Tage unbeschadet zu überstehen. Die Einzige die sich über die Unruhen freute war Praïoke die sich ein Mittagessen an einem toten Hund gegönnt hatte, allerdings war sie bei der Gelegenheit fast von einem Bolzen durchlöchert worden. Das machte dem Hexer fast am meisten sorgen. Die Söldner waren derart außer Kontrolle das sie selbst einen Raben, ein heiliges Tier angriffen, obwohl sie keinen wirklichen Grund dazu hatten. Xyston gab seit Jahren sein Bestes ihr das Fressen an menschlichen Leichen abzugewöhnen, also konnte es auch nicht deshalb gewesen sein . Was war hier bloß los? Und das war noch gewesen, bevor dieses Ding aufgetaucht war. Danach waren die Bürger mit den Nerven endgültig am Ende. Xyston machte einen Schritt beiseite um einer achtköpfigen Familie den Weg freizumachen. Eine ältere Frau trug einen geschnitzten Delfin auf dem Arm, offensichtlich waren sie auf dem Weg zum Efferdtempel. Dort musste es langsam wirklich voll werden. Er selbst dagegen hatte ein anderes Ziel. Sein Blick ging den Kai entlang. Dort stieg eine in weite, weiße Gewänder gekleidete Priesterin aus einem Boot. Eventuell seine neue Arbeitgeberin, als Seher war er ein großer Unterstützer der Kirche des Lichts und anscheinend hatte sie vor einen Tempel zu gründen. Eine Entwicklung die man im Auge behalten sollte. <br>
“Hey, du Junge. Was beobachtest du uns?“ Der Fischer der mit Nevinia in dem Boot saß hatte einen Jungen bemerkt der sie beobachtete, überaus schwarz trug und alles in allem überaus verdächtig aussah. Der Fischer stieg wieder aus dem Boot und stapfte auf geradem Weg auf den Jungen, der entweder versuchte mit den Schatten in denen er stand oder mit der Mauer hinter ihm zu verschmelzen und packte ihn am Arm. <br>
Xyston atmete tief durch. Er war sonst nicht der aufbrausende Typ, nur hatten die letzten Tage auch ihm zugesetzt und jetzt lagen seine Nerven lagen blank. Wahrscheinlich wäre es kein guter Einstieg in ein Bewerbungsgespräch für einen Posten im oder am Tempel, wenn er jetzt den Begleiter der Priesterin von Krähen in Stücke hacken ließ. Stattdessen versuchte er es mit einem Lächen „Den Zwölf zum Gruß. Guter Mann, könnt ihr mir sagen, wer die hübsche Frau dort vorne ist? Ich habe eine Hinweis bekommen, dass ich mich in den nächsten Tagen besonders an den Herrn Praios halten soll und sie sieht mir nach jemandem aus, die ihm nahe steht.“ Er verschwieg wohlweislich, dass es sich bei dem Hinweis um die Deutung seiner Inrah-Karten ging. Praiospriester  verhielten sich alle wie Garether und die sie waren, was Prophezeiungen angingen, etwas seltsam, wenn sie nicht gerade von Garafan persönlich in dreifacher Ausführung und mit Beglaubigungsschreiben daherkam. <br>
Nevinia trat zu dem ungleichen Paar. “Lass doch den armen Jungen in Ruhe, dem selbst in diesem Alter schon Borons Boten folgen.” Sofort ließ der Fischer von ihm ab, denn er hatte den riesigen Raben hinter Xyston noch gar nicht bemerkt. “Wie heißt du denn, junger Mann?” “Xyston, hohe Signora” Kam prompt die Antwort. “Also Xyston, du weißt doch, dass es hier draußen nicht sehr sicher ist, oder?" <br>
„Ja, dass habe ich bemerkt und gerade deshalb dachte ich, in so chaotischen und unsicheren Zeiten wäre es das Beste, sich an den Gott zu halten, der für Wahrheit und  Ordnung steht. Da wir hier leider keinen Tempel von ihm haben und ihr seine einzige Vertreterin seid, dachte ich es wäre sinnvoll in eurer Nähe zu bleiben. Aber wenn ich zu sehr störe kann ich auch gehen.“ Xyston konnte Praïokes Augenrollen fast  vor sich sehen obwohl sie sich auf den nächsten Dachfirst verzogen hatte. Seine Begleiterin hielt nicht viel vom schleimen, aber der Zweck heiligte die Mittel. <br>
Ein Lächeln erschien auf Nevinias Gesicht. “Dann komm mit uns, denn egal wie viele gute Menschen auf diesem Kai auch sein mögen, er ist doch recht schmutzig” Bei den letzten Worten verschwand das Lächeln wieder und eine Falte erschien zwischen ihren Augenbrauen. In dem Moment aber, in dem die drei in das Boot steigen wollten, erschien eine wild gestikulierende Frau am Rande des Anlegers und begann zu rufen.<br>
„Hey! Entschuldigen sie! Euer Gnaden! Ja, SIE!“ Schreien und rennen gleichzeitig war verdammt schwer. Isida gab trotzdem ihr Bestes, um die Aufmerksamkeit der Praiotin auf sich zu ziehen. Bei Famerlors schuppigen Arsch, sie war nicht durch die halbe Stadt gelaufen, nur damit diese Frau jetzt verschwand! „Fahren sie nicht, ich muss mit ihnen reden!“ Etwas überrascht drehte sich die Priesterin zu ihr um. „Was ist denn junge Frau? Seid ihr auch auf der Suche nach Praios strahlendem Licht, das euch durch die Dunkelheit dieser Tage früheren soll?“ Bitte was? Aber es ist nicht die Zeit um mit dieser Frau zu diskutieren also hielt sich Isidar an die Worte die sie sich zurechtgelegt hatte, Sie fuhr, als sie die Priesterin erreicht hatte deutlich leiser fort „Nicht direkt euer Gnaden, aber mein Herr bittet höflichst um eure Anwesenheit  und euren Rat in einer sehr wichtigen Angelegenheit, die nicht nur  Scharfsinn, sondern auch dringend den Segen eures Gottes braucht!“ Schnell schaute sie sich um „Ich würde das ungern hier an den Docks erklären, aber es ist wirklich wichtig und ich muss sie dringlichst bitten, mich zu begleiten.“ <br>
“Und wer seid Ihr? Und was ist das für ein Treffen?” fragte Nevinia während sie das Boot wieder verließ. “Isada Legari, es ist” Isada senkte Ihre Stimme “es ist ein Treffen von Personen, die die Ordnung wieder herstellen wollen” Nevinia sah sie abschätzenden an und fragte mit normaler Lautstärke “Und was sind…” Isada zischte und gebot ihr leiser zu sein. “Bitte Signora flüstert doch wenigstens, wenn schon hier darüber Sprechen müsst.” “Ich werde nicht flüstern denn wer flüstert lügt und meine Worte sind wahr. Also, wer sind sie?” “Ich lüge zwar nicht aber ich werde doch nicht ganz so laut sprechen.” Isada nannte leise die Namen die sie kannte und sah Nevinia dann fragend an. “Ich glaube dem was ihr sagt und das sind rechtschaffende Namen, ich komme mit euch”


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