Briefspiel:Im Auge des Chaos/Treffen wider die Usurpatoren: Unterschied zwischen den Versionen
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Rahjabella sah niedergeschlagen aus. „Wahrscheinlich war genau das das Ziel, dass niemand mehr weiß, wo die Senatoren festgehalten werden. Wie es aussieht, haben sie es erreicht. Das heißt zudem, dass sie mit einem Befreiungsversuch der Senatoren rechnen. | Rahjabella sah niedergeschlagen aus. „Wahrscheinlich war genau das das Ziel, dass niemand mehr weiß, wo die Senatoren festgehalten werden. Wie es aussieht, haben sie es erreicht. Das heißt zudem, dass sie mit einem Befreiungsversuch der Senatoren rechnen. | ||
Andererseits konnten wir schon ihre eigene Strategie gegen sie verwenden. Ohne das verzweigte Höhlensystem unter Efferdas hätten wir niemals aus dem Rahja-Tempel fliehen können.“ <br> | Andererseits konnten wir schon ihre eigene Strategie gegen sie verwenden. Ohne das verzweigte Höhlensystem unter Efferdas hätten wir niemals aus dem Rahja-Tempel fliehen können.“ <br> | ||
Aufmerksam hatte Nita zugehört: “Ihr könntet wohl nicht mehr sagen, wo euch der Magus befreit hat? Ich bin mir sicher, dass ich oder zumindest meine Leute sehr schnell herausfinden könnten, wohin die Gänge von dort führen.” Sie überlegte kurz: “Im Prinzip reicht mir eigentlich schon wenn ihr euch erinnern könntet in welcher Richtung man euch vom Palazzo der Thirindar weggebracht hat.” Sie blickte von Rahjabella zu Erdano. “Es hat so manchen Vorteil, dass sich die Familie Gerber seit fast 150 Jahren um die Unterwelt der Stadt Efferdas kümmert. Im Übrigen kommt man unterirdisch ungesehen aus der Stadt.” <br> | |||
Sie wandte sich nun wieder Rahjabella zu. “Was meint ihr, geschätzte Rahjani, könnt ihr mir ein bisschen helfen, was die Richtung, Zahl eventueller Abzweigungen oder ob der Gang eben verlief oder abwärts oder aufwärts verlief?” Mit einem milden, warmen Lächeln blickte sie die schöne Frau, der man ansah, dass sie nicht die besten Tage ihres noch jungen Lebens hinter sich hatte, an. <br> | |||
Rahjabella dachte angestrengt nach. Sie schloss die Augen, um sich den Ort besser bildlich vorstellen zu können. "Ähm... ich erinnere mich, dass wir nach einem ganzen Stück bergab in eine große, kuppelartige Höhle kamen, in der sehr flach das Wasser stand. Auf den ersten Blick sah es wegen der Spiegelung aus wie ein unterirdischer See. Ich weiß noch, dass es in dem Teil der Höhle sehr kalt war. Auf dem Weg dahin gab es immer mal wieder Stalaktiten und durch Geröll verschüttete Gänge. Dort hat uns der gelehrte Herr gerettet. Erkennt Ihr diese Höhle anhand der Beschreibung, Signora?” Die Rahjani glaubte zunächst, sich verhört zu haben, so beiläufig, wie Nita es erwähnte. “Sagtet Ihr gerade, es sei möglich, die Stadt unterirdisch zu verlassen?” <br> | |||
“Das kann momentan keiner so genau sagen, dank dem Erdbeben. Es sind viele Gänge eingestürzt.” wog Vigo di Camaro den Kopf hin und her. ” Grundsätzlich gibt es auf jeden Fall ein oder zwei Ausgänge. Diese ganzen Höhlen sind ja durch den Lauf des Bisciardinos durch das Karstgestein hier entstanden. der Wasserfall ist der Auslauf des Flusses beziehungsweise der beiden Süßwasserstauseen vor dem grünen Tor, die von der kleinen Schlange genährt werden. Da der Wasserfall nicht urplötzlich aufhörte, sich ins Meer zu ergießen, muss es immer noch den direkten Weg geben. Ob das hingegen als Fluchttunnel nutzt… schwer zu sagen. Ich vermute mal, die meisten von uns hier kennen nicht mal einen Ausgang. Und draußen sind immer noch diese urbasischen Söldner. Und wir müssen davon ausgehen, dass wenn sie die Senatoren durch die Höhlen geführt haben, sie diese Ausgänge zumindest ein wenig kennen würden und entsprechend dann dort Wachen positioniert haben werden. Entsprechend würden uns an diesen Ausgängen ganz sicher Soldaten erwarten. Aber immerhin, wenn sie die Senatoren durch Höhlen führen, heißt das, dass sie ein Interesse daran haben, sie nicht gleich an Ort und Stelle umzubringen. Sie werden sie also an einen Ort bringen, den sie völlig unter Kontrolle haben und an dem sie die Senatoren auch langfristig gefangen halten können. Da gibt es nicht so viele Orte in der Stadt, die momentan diese Voraussetzungen erfüllen.” <br> | |||
„Ihr nehmt schon vorweg, worauf ich hinauswollte, Signor. Ich glaube nämlich nicht, dass die urbasischen Söldner vor der Stadt alle damit einverstanden sind, welche Frevel hier geschehen. Ihren Anführer, [[Tarquinio della Pena]], kenne ich noch… von früher.“ | |||
Uups, beinahe hätte Rahjabella ‚von Travianos Herrschaftszeit‘ gesagt. | |||
„Erst kürzlich bin ich ihm begegnet und er sprach davon, dass er ein besserer, götterfürchtiger Mensch werden will und oft zum Orakel von Balträa pilgert. Vielleicht bringt es etwas, wenn sein Verwandter [[Rhymeo della Pena|Rhymeo]] und ich mit ihm sprechen, ihm davon berichten, was innerhalb der Mauern geschieht. Einen Versuch ist es wert. Ich bin mir sicher, dass diese Informationen noch nicht nach außen gedrungen sind und dass die Schwere des Frevels den Blickwinkel auf die ganze Situation drastisch verändern kann. | |||
Wenn es also einen Weg aus Efferdas gibt, würde ich ihn für dieses Vorhaben verwenden.” <br> | |||
===Der Weg des Glaubens=== | ===Der Weg des Glaubens=== | ||