Briefspiel:Der Drache erwacht (3): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Josmina Galfard.jpg|thumb|right|150px|Wird befreit, doch zu welchem Preis - Josmina Galfard]]
[[Bild:Josmina Galfard.jpg|thumb|right|150px|Wird befreit, doch zu welchem Preis - Josmina Galfard]]


Die Sonne stand hoch am Himmel, ihre Strahlen wärmten die Mauern der [[Feste Amardûn]], während am [[Norderkoog]] die entscheidende Schlacht um [[Sewamund]] tobte. Die Festung schien nahezu verlassen, bewacht nur von der eilig zusammengezogenen Miliz aus [[Odilshus]] unter der strengen Führung von Miliz-Capitana [[Siefe ter Bilgherich]], der Tochter des Bürgermeisters.
Die Sonne stand hoch am Himmel, ihre Strahlen wärmten die Mauern der [[Feste Amardûn]], während am [[Norderkoog]] die entscheidende Schlacht um [[Sewamund]] tobte. Die Festung schien nahezu verlassen, bewacht nur von der eilig zusammengezogenen Miliz aus [[Odilshus]] unter der strengen Führung von Miliz-Capitana [[Siefe ter Bilgerhich]], der Tochter des Bürgermeisters.


Die Thorwaler der [[Bannerträger-Ottajasko]] näherten sich währenddessen lautlos mit ihrem Drachenboot über die [[Bucht von Grangor]], verborgen durch das grelle Sonnenlicht, das sich auf den Wellen brach. Condottiera [[Snorri Gerjannasdottir]] führte sie an, ihr Haar zu einem dicken Zopf gebunden, ihre blauen Augen wachsam und entschlossen. Die Ottajasko landete außerhalb des Dorfes hinter den Deichen an und bewegte sich leise in das kleines Wäldchen aus Tamarindenbäumen am Rande des Dorfes [[Amarinto]], wo ihnen wie von [[Efferdia di Bellafoldi]] beschrieben ein versteckter Geheimgang den Zugang zur Festung ermöglichte.
Die Thorwaler der [[Bannerträger-Ottajasko]] näherten sich währenddessen lautlos mit ihrem Drachenboot über die [[Bucht von Grangor]], verborgen durch das grelle Sonnenlicht, das sich auf den Wellen brach. Condottiera [[Snorri Gerjannasdottir]] führte sie an, ihr Haar zu einem dicken Zopf gebunden, ihre blauen Augen wachsam und entschlossen. Die Ottajasko landete außerhalb des Dorfes hinter den Deichen an und bewegte sich leise in das kleines Wäldchen aus Tamarindenbäumen am Rande des Dorfes [[Amarinto]], wo ihnen wie von [[Efferdia di Bellafoldi]] beschrieben ein versteckter Geheimgang den Zugang zur Festung ermöglichte.
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Ohne zu zögern griffen Josmina und Fulminia nach den angebotenen Waffen. Der Kampfgeist loderte in Josminas Augen hell auf, während Fulminia tief Luft holte, sie hatte nicht erwartet, auf diese Weise freizukommen.
Ohne zu zögern griffen Josmina und Fulminia nach den angebotenen Waffen. Der Kampfgeist loderte in Josminas Augen hell auf, während Fulminia tief Luft holte, sie hatte nicht erwartet, auf diese Weise freizukommen.
Sie bewegten sich rasch und entschlossen durch die Korridore, der Klang ihrer Stiefel hallte hohl von den Steinwänden wider. Snorri führte ihre Ottajasko durch enge Gänge hinauf zum Burgfried, während Josmina und Fulminia die Flanke sicherten. Die überraschten Verteidiger konnten der Entschlossenheit und Stärke des Überraschungsangriffs kaum etwas entgegensetzen. Doch Capitana Siefe ter Bilgherich erkannte vom Burgfried aus rasch, was geschehen war.
Sie bewegten sich rasch und entschlossen durch die Korridore, der Klang ihrer Stiefel hallte hohl von den Steinwänden wider. Snorri führte ihre Ottajasko durch enge Gänge hinauf zum Burgfried, während Josmina und Fulminia die Flanke sicherten. Die überraschten Verteidiger konnten der Entschlossenheit und Stärke des Überraschungsangriffs kaum etwas entgegensetzen. Doch Capitana Siefe ter Bilgerhich erkannte vom Burgfried aus rasch, was geschehen war.


===Josmina Galfards letzter Kampf===
===Josmina Galfards letzter Kampf===
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Josmina schlug hart und schnell zu, ihre Bewegungen präzise und tödlich. Doch Siefe, jung, kräftig und nicht minder entschlossen, parierte jeden Schlag, ihre Augen kühl und konzentriert. Umgeben vom Chaos des Kampfes schien die Zeit stillzustehen, als sich die beiden Frauen einen erbitterten Kampf lieferten.
Josmina schlug hart und schnell zu, ihre Bewegungen präzise und tödlich. Doch Siefe, jung, kräftig und nicht minder entschlossen, parierte jeden Schlag, ihre Augen kühl und konzentriert. Umgeben vom Chaos des Kampfes schien die Zeit stillzustehen, als sich die beiden Frauen einen erbitterten Kampf lieferten.


Schließlich gelang es Siefe, eine Schwäche in Josminas Verteidigung auszumachen. Mit einem kraftvollen Hieb durchbrach sie deren Deckung, trieb ihre Klinge tief in Josminas Brust. Die alte Ritterin fiel schwer getroffen zu Boden, Blut floss aus ihrer tödlichen Wunde. Dennoch hielt sie fest entschlossen ihr Schwert in der Hand. Mit letzter Kraft stieß sie der Miliz-Capitana ihr Schwert in die Seite und und einen Kampfschrei aus, der ihre Gefährten antrieb und es ihnen ermöglichte, die verwundete Siefe ter Bilgherich zu überwältigen.
Schließlich gelang es Siefe, eine Schwäche in Josminas Verteidigung auszumachen. Mit einem kraftvollen Hieb durchbrach sie deren Deckung, trieb ihre Klinge tief in Josminas Brust. Die alte Ritterin fiel schwer getroffen zu Boden, Blut floss aus ihrer tödlichen Wunde. Dennoch hielt sie fest entschlossen ihr Schwert in der Hand. Mit letzter Kraft stieß sie der Miliz-Capitana ihr Schwert in die Seite und und einen Kampfschrei aus, der ihre Gefährten antrieb und es ihnen ermöglichte, die verwundete Siefe ter Bilgerhich zu überwältigen.


Fulminia sah den Tod Josminas und griff mit der Wucht eines zornigen Sturmes in den Kampf ein. Umringt von Feinden kämpfte sie, getrieben von heiligem Zorn. Ihre Gegner fielen, einer nach dem anderen, während Fulminia, in blutgetränkter Kleidung und mit feurigem Blick, unverwundbar schien.
Fulminia sah den Tod Josminas und griff mit der Wucht eines zornigen Sturmes in den Kampf ein. Umringt von Feinden kämpfte sie, getrieben von heiligem Zorn. Ihre Gegner fielen, einer nach dem anderen, während Fulminia, in blutgetränkter Kleidung und mit feurigem Blick, unverwundbar schien.
Unterdessen wurde Snorri Zeugin, wie einer ihrer Kameraden, der junge Krieger Asgrim, von drei Gegnern bedrängt wurde. Ohne zu zögern sprang sie in die Bresche, schlug einen Gegner mit gewaltigem Hieb ihrer zweihändigen Axt nieder und stellte sich schützend vor ihren Kameraden, bis die anderen ebenfalls fielen.
Unterdessen wurde Snorri Zeugin, wie einer ihrer Kameraden, der junge Krieger Asgrim, von drei Gegnern bedrängt wurde. Ohne zu zögern sprang sie in die Bresche, schlug einen Gegner mit gewaltigem Hieb ihrer zweihändigen Axt nieder und stellte sich schützend vor ihren Kameraden, bis die anderen ebenfalls fielen.


Der Widerstand der Miliz brach endgültig zusammen. Siefe ter Bilgherich, schwer verwundet und entkräftet, wurde von den Thorwalern gefangen genommen, während ihre verbleibenden Milizionäre panisch die Flucht ergriffen und sich aus der Feste zurückzogen. Amardûn war zurückerobert, doch der Preis war hoch. Fulminia d'Illumnesto kniete neben dem leblosen Körper Josminas und murmelte ein Gebet für die gefallene Heldin, während Snorri, erschöpft aber siegreich, den Blick auf die nunmehr ruhige Festung richtete.
Der Widerstand der Miliz brach endgültig zusammen. Siefe ter Bilgerhich, schwer verwundet und entkräftet, wurde von den Thorwalern gefangen genommen, während ihre verbleibenden Milizionäre panisch die Flucht ergriffen und sich aus der Feste zurückzogen. Amardûn war zurückerobert, doch der Preis war hoch. Fulminia d'Illumnesto kniete neben dem leblosen Körper Josminas und murmelte ein Gebet für die gefallene Heldin, während Snorri, erschöpft aber siegreich, den Blick auf die nunmehr ruhige Festung richtete.


===Auf den Zinnen von Amardûn===
===Auf den Zinnen von Amardûn===