Briefspiel:Praiodans Erbe/Ein seltsamer Brief: Unterschied zwischen den Versionen

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==Ein Seltsamer Brief==
==Ein Seltsamer Brief==
Brief an Praiodan, \
 
1046 BF
====Brief an Praiodan, 1046 BF====




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==Garowin fasst einen Plan==
==Garowin fasst einen Plan==
[einige Tage darauf]
_einige Tage darauf_


Für eine lange Zeit saß Garowin ter Braken vor dem Schreiben, dass er soeben erhalten hatte, neben ihm die Weinkaraffe aus teurem Kristall, gefüllt mit Praiodans Lieblingsportwein. Efferdaine würde ihn windelweich prügeln, wenn sie davon wusste, aber seit Praiodan nicht mehr da war, durfte er nicht zusammenbrechen, nicht vor den anderen. Der Wein half.  
Für eine lange Zeit saß Garowin ter Braken vor dem Schreiben, dass er soeben erhalten hatte, neben ihm die Weinkaraffe aus teurem Kristall, gefüllt mit Praiodans Lieblingsportwein. Efferdaine würde ihn windelweich prügeln, wenn sie davon wusste, aber seit Praiodan nicht mehr da war, durfte er nicht zusammenbrechen, nicht vor den anderen. Der Wein half.  
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====zwei Wochen später====
[zwei Wochen später]


Ein junger Mann stieg aus der Postkutsche, gekleidet in dezenter, aber hochwertiger Kleidung, wenn auch etwas warm. Jedenfalls leuchteten seine Wangen glühend rot, aber er beherrschte sich tapfer, bis auf ein gelegentliches Abtupfen mit seinem Tuch aus Drôler Spitze.
Ein junger Mann stieg aus der Postkutsche, gekleidet in dezenter, aber hochwertiger Kleidung, wenn auch etwas warm. Jedenfalls leuchteten seine Wangen glühend rot, aber er beherrschte sich tapfer, bis auf ein gelegentliches Abtupfen mit seinem Tuch aus Drôler Spitze.
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“Ich erinnere mich an dich. Du warst doch damals in Sewamund, als Phexhilde geboren wurde, oder?”
“Ich erinnere mich an dich. Du warst doch damals in Sewamund, als Phexhilde geboren wurde, oder?”


Verian hilt kurz inne und reagierte mit einem Lachen: “Richtig, ich hatte das Vergnügen in Sewamund zu verweilen. Tatsächlich für einen Mann vom Herzland ist der Besuch in einer prächtigen Hafenstadt immer amüsant. Jedoch stellte sich die gesamte Stadt mit all ihren Wundern hinten an, wenn es um Phexhilde geht. Dass du dich daran erinnern kannst, überrascht mich. Zu damaligen Zeit war ich nur ein gelegentlicher Besucher im Reich und verschiedene Geschäfte ließen nur kurze Aufenthalte zu.
Verian hielt kurz inne und reagierte mit einem Lachen: “Richtig, ich hatte das Vergnügen in Sewamund zu verweilen. Tatsächlich für einen Mann vom Herzland ist der Besuch in einer prächtigen Hafenstadt immer amüsant. Jedoch stellte sich die gesamte Stadt mit all ihren Wundern hinten an, wenn es um Phexhilde geht. Dass du dich daran erinnern kannst, überrascht mich. Zu damaligen Zeit war ich nur ein gelegentlicher Besucher im Reich und verschiedene Geschäfte ließen nur kurze Aufenthalte zu.


Garowin fuhr fort: “Und das Angebot klingt unwahrscheinlich gut, aber ich glaube nicht, dass Tante Efferdaine das erlauben wird. Geld haben wir auch keins, Efferdaine meinte, dass es noch einige Jahre brauchen wird, bis das Handelshaus wieder genug zum Leben abwirft.”
Garowin fuhr fort: “Und das Angebot klingt unwahrscheinlich gut, aber ich glaube nicht, dass Tante Efferdaine das erlauben wird. Geld haben wir auch keins, Efferdaine meinte, dass es noch einige Jahre brauchen wird, bis das Handelshaus wieder genug zum Leben abwirft.”
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“Na gut, Ratschläge können ja nicht schaden. Aber ich werde nichts tun, was mir oder meiner Familie Schande bringt in den Augen der Götter! Pater Aldigon hat da schon Recht, finde ich. Es kann nicht der Sinn sein, ewige Schuld auf sich zu laden. Ich werde mit meiner Tante verhandeln, sie ist zwar manchmal etwas arg bestimmt in ihrer Meinung, aber stets an unserem Wohlergehen interessiert. Meine Wünsche wird sie nicht vollends ignorieren.” Mit diesen Worten stand er auf, trank sein letztes bisschen Zitronenwasser und streckte Verian die Hand hin zur Verabschiedung.
“Na gut, Ratschläge können ja nicht schaden. Aber ich werde nichts tun, was mir oder meiner Familie Schande bringt in den Augen der Götter! Pater Aldigon hat da schon Recht, finde ich. Es kann nicht der Sinn sein, ewige Schuld auf sich zu laden. Ich werde mit meiner Tante verhandeln, sie ist zwar manchmal etwas arg bestimmt in ihrer Meinung, aber stets an unserem Wohlergehen interessiert. Meine Wünsche wird sie nicht vollends ignorieren.” Mit diesen Worten stand er auf, trank sein letztes bisschen Zitronenwasser und streckte Verian die Hand hin zur Verabschiedung.


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====Auf der Heimreise====
Auf der Heimreise


Noch einmal ließ Garowin die Ereignisse Revue passieren, während draußen vor dem Kutschenfenster die Landschaft in unwahrscheinlicher Geschwindigkeit vorbeizog. Er war sich nicht sicher, was genau er sich erhofft hatte von seinem Ausreißer, außer einem Abenteuer vielleicht?
Noch einmal ließ Garowin die Ereignisse Revue passieren, während draußen vor dem Kutschenfenster die Landschaft in unwahrscheinlicher Geschwindigkeit vorbeizog. Er war sich nicht sicher, was genau er sich erhofft hatte von seinem Ausreißer, außer einem Abenteuer vielleicht?