Briefspiel:Im Auge des Chaos/Treffen wider die Usurpatoren: Unterschied zwischen den Versionen
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Kurz schloss sie die Augen, jetzt nur nicht impulsiv reagieren, es kam darauf an, dass sie alle zusammen standen, sonst war es fast unmöglich diesen Gegner zu besiegen und wenn jetzt auch noch ein Dämon oder zumindest etwas ähnliches in der Stadt sein Unwesen trieb, nein sie mussten Einigkeit und Zusammenhalt schaffen und was noch schwieriger werden würde einige Zeit aufrecht erhalten. <br> | Kurz schloss sie die Augen, jetzt nur nicht impulsiv reagieren, es kam darauf an, dass sie alle zusammen standen, sonst war es fast unmöglich diesen Gegner zu besiegen und wenn jetzt auch noch ein Dämon oder zumindest etwas ähnliches in der Stadt sein Unwesen trieb, nein sie mussten Einigkeit und Zusammenhalt schaffen und was noch schwieriger werden würde einige Zeit aufrecht erhalten. <br> | ||
Sie wandte sich an die Rahjani, denn mit deren Angaben und dem was Daria gesagt hatte kam ihr eine Idee wo, möglicherweise die Senatoren hingebracht wurden: „Zweierlei werte Lehrerin der Leidenschaft. Dank eurer Angaben und einiger sinnvollen Äußerungen...“ Bei den letzten Worten war ihr Blick kurz zu Daria Legari gegangen: „… habe ich tatsächlich eine Vermutung wo mein Gemahl und die übrigen Senatoren hingebracht worden sein könnten.“ Wieder runzelte sie die Stirn: „Mir ist zwar nicht ganz klar warum man so einen Aufwand betreibt, wenn man Herr über die Straßen der Stadt ist, aber egal. Wenn ich mich nicht sehr irre hat man sie in die Kaserne der efferdischen Garde in den Vorlanden gebracht. Es gibt in der Nähe des Stausees einige Karsthöhlen und über eine gelangt man tatsächlich in, oder in diesem Fall aus der Stadt und über die Porta Viridis wieder in die Stadt.“ Sie blickte zu Vigo di Camaro: „Und in diesem Punkt hat Signor Vigo sicher recht, dort ist es wohl unmöglich für uns, die Stadt zu verlassen. Thirindar und d’Oro werden die Stelle, welche sie selbst benutzt haben nicht unbewacht lassen.“ Ihr Blick ging wieder zu Rahjabella. „Aber es gibt andere Möglichkeiten. Bislang erschien es mir nur unsinnig, den Häschern in der Stadt zu entkommen um den Häschern vor der Stadt in die Arme zu laufen und den Gegner mit der Nase auf mögliche Schwachstellen zu stoßen.“ Ihr Blick suchte Erdano ya Pirras: „Signor Erdano, habt ihr die [[Familie A'Temelon]] ebenfalls hierher eingeladen?“ Quenia und Niccolo waren gerade bei [[Palamydes A'Temelon]] und sollte er eingeladen sein, wäre es nur konsequent wenn Quenia ihn begleiten würde, zumal die Leute der Kanalinstandhaltung, welche sie begleiteten ihn unterirdisch sicherer her bringen würden als es auf den Straßen und Wegen der Stadt möglich war. | Sie wandte sich an die Rahjani, denn mit deren Angaben und dem was Daria gesagt hatte kam ihr eine Idee wo, möglicherweise die Senatoren hingebracht wurden: „Zweierlei werte Lehrerin der Leidenschaft. Dank eurer Angaben und einiger sinnvollen Äußerungen...“ Bei den letzten Worten war ihr Blick kurz zu Daria Legari gegangen: „… habe ich tatsächlich eine Vermutung wo mein Gemahl und die übrigen Senatoren hingebracht worden sein könnten.“ Wieder runzelte sie die Stirn: „Mir ist zwar nicht ganz klar warum man so einen Aufwand betreibt, wenn man Herr über die Straßen der Stadt ist, aber egal. Wenn ich mich nicht sehr irre hat man sie in die Kaserne der efferdischen Garde in den Vorlanden gebracht. Es gibt in der Nähe des Stausees einige Karsthöhlen und über eine gelangt man tatsächlich in, oder in diesem Fall aus der Stadt und über die Porta Viridis wieder in die Stadt.“ Sie blickte zu Vigo di Camaro: „Und in diesem Punkt hat Signor Vigo sicher recht, dort ist es wohl unmöglich für uns, die Stadt zu verlassen. Thirindar und d’Oro werden die Stelle, welche sie selbst benutzt haben nicht unbewacht lassen.“ Ihr Blick ging wieder zu Rahjabella. „Aber es gibt andere Möglichkeiten. Bislang erschien es mir nur unsinnig, den Häschern in der Stadt zu entkommen um den Häschern vor der Stadt in die Arme zu laufen und den Gegner mit der Nase auf mögliche Schwachstellen zu stoßen.“ Ihr Blick suchte Erdano ya Pirras: „Signor Erdano, habt ihr die [[Familie A'Temelon]] ebenfalls hierher eingeladen?“ Quenia und Niccolo waren gerade bei [[Palamydes A'Temelon]] und sollte er eingeladen sein, wäre es nur konsequent wenn Quenia ihn begleiten würde, zumal die Leute der Kanalinstandhaltung, welche sie begleiteten ihn unterirdisch sicherer her bringen würden als es auf den Straßen und Wegen der Stadt möglich war. | ||
“Nein. Weder die A’Temelon noch die [[Familie Lysandros|Lysandros]] sind hierzu geladen. Werte Signora Gerber, ihr scheint zu vergessen, dass in unserer Bucht die Schiffe der [[Hylailer Seesöldner]] liegen und das eine Thirindar am Hofe des Seekönigs einiges an Einfluss hat. Und auf einmal tauchen hier in Efferdas zyklopäische Familien auf. Aus meiner Sicht zu viele Zufälle.” Erdano sah das skeptische Gesicht Nitas und fuhr direkt weiter fort. “Und bevor ihr daran denkt die Herkunft meiner Frau ins Spiel zu bringen, steht ihr Haus dem Seekönig nicht wohlgesonnen gegenüber, haben die [[Haus dylli Garén|dylli Garén]] durch seinen Vorgänger ihren Besitz eben im [[Garén]] verloren. Von Anfang an stand sie den beiden Familien skeptisch gegenüber und ich teile ihre Meinung.” Langsam warf Erdano einen Blick in die Runde. “Oder wie sind die Meinungen der anderen Anwesenden dazu?” <br> | |||
Wenn ein ya Pirras keine Vorbehalte gegen andere haben konnte, war er wohl einfach nicht zufrieden oder krank. Ehe noch jemand das Wort ergreifen konnte, antwortete Nita: “Es liegt mir fern, Anspielungen zu machen, im Gegensatz zu anderen sage ich was ich meine und denke und denke und meine, was ich sage. Aber habt ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass diese Denkweise mit eine Ursache unserer jetzigen Situation ist?” <br> | |||
Sie blickte Erdano direkt in die Augen: “Was ist euer Plan, wenn wieder Ruhe in der Stadt ist? Alle Zyklopäer aus der Stadt jagen, oder erschlagen wir sie lieber gleich! Natürlich mit Ausnahme derer, die einen anerkannten Leumund haben!” Im letzten Moment hatte sie aus dem Hause ya Pirras heruntergeschluckt. <br> | |||
Kurz warf er seine Stirn Falten und man konnte Erdano seinen Unmut einen Augenblick lang ansehen. Schnell gewann er seine Fassung zurück. | |||
“Bis dem soweit ist, Signora Origan, wird noch einiges an Wasser die Fälle hinunterstürzen. Aber ja, sollte es Beweise dafür geben, dass besagte Familien in diese Vorgänge verwickelt sind und dies zweifelsfrei von einem Gericht in Praios’ gerechten Namen bestätigt werden, sollte man eine Verbannung aus Efferdas in Betracht ziehen. Und sollte dies jemals geschehen, könnt Ihr ja solidarisch Euren Freund Palamydas begleiten.” <br> | |||
In Nita keimte Wut über so viel Borniertheit auf. “Apropos Freunde, hat eure Familie jemanden aus Belhanka nach Efferdas begleitet? Nicht jeder Zyklopäer ist wie der Andere, ich darf euch daran erinnern, dass die d’Oro auch keine Zyklopäer sind!” <br> | |||
“Habt ihr es bald?” unterbrach die beiden Streithähne die Stimme Liaiells, die sich mit genervten Blick mit der Schulter gegen die Höhlenwand gelehnt hatte und mit verschränkten Armen den Streit der beiden beobachtete. “Wenn euer konspiratives Treffen zum Plan der Befreiung der Stadt nur dazu da ist, dass ihr euch gegenseitig eure Antipathie zeigt, wäre ich verbunden, wenn mich jetzt jemand zu den anderen führen könnte. Dafür hat sonst hier niemand Zeit. Oder wartet ihr noch auf jemand bestimmtes?” <br> | |||
Vigo blickte entsetzt auf sein Cousinskind. Ja, da sprach die noch sehr frische Jugend aus ihr, aber da begab sie sich auf dünnes Eis. “Lia!” zischte er daher nur und presste den Finger auf die Lippen. Diese rollte nur mit den Augen. “Ist doch wahr…” motzte sie noch ein wenig weiter, begnügte sich dann aber wieder mit dem rotzigen Blick. <br> | |||
Nita’s Kopf ruckte herum und ihr Gesicht spiegelte Wut und Verachtung als ihre Blicke auf die Liaiells traff, aber schon einen Augenblick später hatten sich ihre Züge entspannt und eine, bei dem diffusen Licht kaum zu sehende Röte hatte sich auf ihr Gesicht gelegt. Sie neigte ihr Haupt leicht gegenüber der deutlich jüngeren Frau: | |||
"Signora, ihr sprecht wahre Worte! Ich entschuldige mich für dieses unwürdige Schauspiel!” <br> | |||
Sie wandte sich wieder zu Erdano und verneigte sich auch ihm gegenüber, man konnte ihr ansehen, dass es sie sehr viel Überwindung und Selbstbeherrschung kostete: “Signor ya Pirras, ich bitte euch um Entschuldigung, ich hätte mich nicht von meinen Emotionen mitreißen lassen dürfen. Es geht um Efferdas und das Wohl all seiner Bewohner, dafür sollten wir zumindest für die Dauer dieser Herausforderung alle Differenzen und Animositäten hinten anstellen.” <br> | |||
Dann blickte sie in die Runde: “Auch bei ihnen allen entschuldige ich mich für mein unwürdiges Verhalten! Es soll nicht wieder vorkommen!” <br> | |||
Gerade wollte Erdano zu einer Antwort auf diese bösartige Provokation der alten Gerber ansetzen, als auch er von dem Emotionsausbruch Liaiells überrascht wurde. Er schaute die Tochter des Efferdgeweihten durchdringend an und schritt auf sie zu. Vigo di Camaro wollte sich bereits in den Weg stellen, als Erdano beschwichtigend abwinkte. <br> | |||
“Aus Euch spricht der Tatendrang und die Ungeduld der Jugend Signora Liaiell. Und doch habt ihr recht. Es gibt im Moment Wichtigeres als dieses Gebaren.” Er lächelte Liaiell an. “Aufbrausend und impulsiv. Der Tochter eines Efferdgeweihten würdig.” <br> | |||
Danach wandte er sich wieder um. “Auch ich entschuldige mich für diese unnötige Ablenkung. Zurück zum eigentlichen Sinn dieses Treffens.” Er begann auf und ab zu wandern. Eine Geste die er zeigte, wenn er weitere Vorgehensweisen und Strategien überlegte. “Oberste Priorität hat die Sicherheit der Senatoren. Alle weiteren Dinge die wir planen, könnte Ihnen allen bei einem Scheitern das Leben kosten. Daher frage ich Euch Nita Origan, gibt es einen Weg durch die Kanäle zu der Stelle, wo sich die Senatoren, Eurer Meinung nach, aufhalten? Wir müssen in Erfahrung bringen, wie gut sie bewacht werden. <br> | |||
Des Weiteren stimme ich dem Vorschlag zu, mit den Truppen vor der Stadt in Konversation zu treten und den Heerführer über die frevlerischen Taten seiner Auftraggeber in Kenntnis zu setzen, in der Hoffnung eines Sinneswandels. Dafür benötigen wir einen heimlichen Weg nach draußen, sowie eine Delegation, die sich der Verhandlungen annimmt. <br> | |||
Und zu guter Letzt, diese Wesenheit. Da in diesen Tagen die Götter fern sind, sollten wir auf die arkane Kraft setzen. Da ich dort nicht sehr bewandert bin, würde ich gerne Eure Meinung dazu hören, gelehrte Dame.” Er wandte sich [[Tharinda della Pena]] zu. “Aber alles zu seiner Zeit. Wie steht ihr zu meinen Ausführungen.” Erdano warf einen Blick in die Runde. <br> | |||
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