Briefspiel:Besprechung zum Götterurteil (2): Unterschied zwischen den Versionen

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==Strategische Fragen==
==Strategische Fragen==
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[[Khardan Luntfeld]] hatte schon länger nur noch mit halbem Ohr zugehört und sich stattdessen massenweise Notizen gemacht. Dareius war der gewählte Feldherr Sewamunds und schien zu wissen was er wollte. Seine, Khardans, Aufgabe war es, ihn dabei logistisch zu unterstützen und dadurch den Gesamterfolg sicherzustellen. Ob er persönlich dessen Strategie oder Einstellung mochte oder nicht, war für ihn zweitrangig - der Erfolg zählte. Er verbiss sich ein Schmunzeln, als ob er [[Colmar Luntfeld|Colmars]] Frust beinahe körperlich spürte, dann widmete er sich wieder seinen Listen zu Munition, Verbandsstoffen und Überlegungen, wer in der kurzen Zeit weitere Vorräte an Heiltränken und Medizin beschaffen könnte, ob es sich lohnen könnte Binsenbündel und Streusand gegen den sumpfigen Boden in die Schlacht mitzuführen und wo man nach Stand der Dinge das Lazarett am besten hinstellen würde, wen er alles dafür rekrutieren könnte und vor allem, wer das alles bezahlen sollte.
In einem waren sich beide Luntfeld einig: Krieg und Schlachten bedeuten Blutvergießen - ein Narr, wer anders dachte. Doch ein nur noch grösserer Narr vergoss mehr Blut als nötig. Ob [[Rondra]] oder [[Kor]], beide erfreuen sich daran, wenn Köpfe eingeschlagen und Blut vergossen wurde, doch war es nicht noch göttergefälliger, wenn Kämpfer überleben und weitere Schlachten zu ihren Ehren auszutragen vermochten, oder etwa nicht? Khardan schüttelte den Kopf und verbannte diesen Gedanken aus seinem Kopf. Kriegsgötter waren alle so unlogisch.
 
Der Capitan der [[Sewakgarde]] meldete sich zu Wort: ''"Bei gleichen Bedingungen auf offenem Feld wird Moral der entscheidende Faktor sein. Irion hat offenbar den Vorteil, mehr Truppen, die uns flankieren können und sogar einige Kampfmagier, gegen die wir kaum Erfahrung haben. Also wird er eine solide, konservative Strategie wählen, schwere Truppen ins Zentrum, Söldlinge und Milizen an die Ränder, sodass unsere Linie beantwortet wird, der Rest wird sich dahinter in Reserve halten, bis die Truppen im Nahkampf sind und dann entweder durchbrechen oder flankieren. Das ist zumindest, was ich tun würde. Um die Reiterei mache ich mir weniger Sorgen, idealerweise können wir die ihrige von Anfang an stellen und durch lokale Überlegenheit besiegen, sodass sie am Ende einen Schockangriff reiten können, ohne abgefangen zu werden."''
 
[[Praiodan ter Braken|Praiodan]] überlegte kurz, bevor er fortfuhr: ''"Ehrlich gesagt mache ich mir die größten Sorgen um die gemeinsame Koordination. Viele hier kämpfen das erste Mal zusammen und sind keine Organisation in größeren Heeren gewohnt, ich möchte also eine gemeinsame Übung vorschlagen; kombiniert mit extra Rationen sollte das die Truppen nicht zu sehr belasten und hat auch den Vorteil, dass die Leute nicht zu viel Zeit für sinnlose Gedanken haben werden."''
 
[[Crûvero dû Billanfonto]] ergriff das Wort.
''"Zu meinen vorherigen Ausführungen möchte ich nun ergänzen. Mein besonderer Plan besteht aus unterschiedlichen Phasen und diversen Überraschungsmomenten. Zum einen sollten wir versuchen, durch Täuschung einer Truppenpräsentation am falschen Ort, den Gegner taktisch zu beeinflussen. Hierzu schlage ich vor, die Banner zu vertauschen. Wir werden sicherlich mit Adleraugen beobachtet und das sollte für Verwirrung sorgen. Warum taucht ein Truppenkontingent von uns plötzlich an einem Ort auf, mit dem unser Gegner nicht gerechnet hat ? Mein Ziel ist Verwirrung zu stiften. Auch sollte der Plan sein, die Schwäche des Gegners gnadenlos auszunutzen und über die schwache Seite den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Ein wichtiger Ausblick wäre, dem Gegner eine vermeintliche Schwachstelle anzubieten und dazu zu verlocken, vorzupreschen und dann mit dem Ambosshammer vernichtend zuzuschlagen und die Falle zuschnappen zu lassen."''
Cruvero redete sich in einen dieser Momente, den seine Männer und Frauen so an ihm schätzten. Er versuchte den Gegner zu filetieren. Schonungslos die Situation offenzulegen und klar zu definieren, welche Antworten es auf die Übermacht des Gegners gibt, welcher Weg wie funktionieren könnte. Er sprach weiter.
Wir sollten zudem die List [[Phex]]ens einsetzen und mit einer kleinen und doch tödlichen Einheit den Weg der Ablenkung nutzen, um unbemerkt auf die andere Flanke zu gelangen und idealerweise dort einen Söldnerhauptmann oder ein Wappen in die Hände zu bekommen. Somit könnten wir versuchen und ohne viel Blut zu vergießen, eine Söldnereinheit aus dem Kampf zu nehmen und gleichzeitig dem Listigen eine Ehre erweisen. Das wird ihm sicherlich gefallen. Ich stehe für diese Mission bereit.."'' Er räusperte sich.
 
''"Mit List und taktischem Plan, sollte intuitiv auf dem Feld agiert werden. Hierzu sollten wir simple Fanfarenzeichen einstudieren 'klare Töne für vor, zurück, seitwärts, Sturmangriff, warten' die vorher einstudiert werden. Somit verschaffen wir unseren Einheiten auf dem Schlachtfeld und in höchster Not Klarheit, über das wie reagiert werden soll. Meine Herren, meine Damen, das schnelle und konsequente Reagieren wird darüber bestimmen, wer die Oberhand und damit einen kleinen aber sehr wichtigen Vorteil gewinnt kann, das Heft des Handels zu behalten und den Gegner vor immer neuen Aufgaben stellen, kann zermürbend wirken, lasst Sie uns zu Fehlern zwingen. Meine letzten Punkte, die ich besprechen möchte, sind für den einen wie anderen unüblich, aber aus meiner Sicht, können diese Kniffe zu einem Faktor auf dem Schlachtfeld werden. Ich habe den Sonnenstand in den letzten Wochen sehr genau beobachtet und je nach Standort auf dem Schlachtfeld, können wir geschickt ab einer gewissen Stunde, den Praiosstrahl einsetzen, um sie zu blenden und zu strafen. Durch den geschickten Einsatz von Spiegeln könnten wir somit einen weiteren taktischen Vorteil erreichen und sie blenden, zumindest temporär die Sicht nehmen. Auch das ist eine List, die eingesetzt werden kann. Spiegel gibt es in den Palazzi der Stadt sehr viele und es gibt Menschen, die diese halten und in die Sonne richten können. Vielleicht sogar aus sicherer Entfernung von den Deichen aus. Die Spiegel könnten an einem Punkt gezielt eingesetzt werden, wenn die Sonne günstig ist und damit den Gegner oder des Gegners Pferde blenden. Gerne bin ich bereit ein hohes Maß an Verantwortung zu übernehmen"'', dabei sprach er Dareius direkt an und blickte ihm dabei tief in die Augen. Er endete mit den Worten ''"Für Sewamund, für unser Leben"''.
 
An dieser Stelle trat [[Gaspar van Kacheleen]] neben Crûvero dû Billanfonto und sprach fließend weiter. ''"Die Bündnisflotte Sewamunds könnte vor den Deichen in Position gebracht werden. Es gäbe aus meiner bescheidenen Sicht zwei gute Gründe dies zu beschließen, zum einen könnte durch den massiven Beschuss der Schiffsgeschütze auf eine Flanke des Gegners für Verwirrung gesorgt werden und zum anderen könnte ein ähnlicher Versuch des Gegners abgewendet und vereitelt werden, falls die Gegenseite vor hatte, in unseren Rücken zu kommen. Wir sichern damit den Rücken der eigenen Sewamunder Truppen ab. Mein Vorschlag, damit die Schiffsgeschütze auf die passende Reichweiten eingewiesen werden können, werden Winker auf dem Deich postiert, die die Geschützmeister auf den Schiffen mit Flaggen, vielleicht sogar mit Hilfe der Spiegel und durch vorher abgesprochene Lichtreflexionen einweisen können, wohin und wie weit geschossen werden muss. Diese Winker verbergen sich zum eigenen Schutze hinter mobilien Barrikaden, die feindlichen Pfeilbeschuss trotzen können."'' Gaspare van Kacheleen endete mit den Worten ''"Die Flotte steht bereit, wenn es der Lilienrat befiehlt."'' Auch er endete mit den Worten ''"Für Sewamund, für unser Leben"''.
 
''"Condottiere dû Billanfonto, ich muss doch sagen, habt ihr keine rondrianische Ehre? So sehr ich zustimme, dass wir alle Möglichkeiten ausnutzen sollten, müssen es gerade Meuchler und falsche Flaggen sein? Denkt daran, dass dies nicht notwendigerweise die letzte Schlacht ist, die wir über die nächsten Dekaden schlagen müssen und welchen Ruf es uns einbringen würde."'' Sorgfältig strich Praiodan eine Falte aus der Karte.
 
''"Ich stimme allerdings zu, dass unsere Kerneinheiten sich möglichst defensiv halten sollten, mit Reserven für eine Rotation, während unser Vielzahl an berittenen Einheiten und Plänkler die gegnerischen Truppen irritieren und ermüden sollen. Dafür könnte es unter Umständen auch hilfreich sein, den [[Zandoresci]] ihre eigene Strategie vorzugaukeln und so zu tun, als hätten wir eine ausgeklügelte, zentrale Taktik. Das sollte diesem arroganten Schnösel von Baron auch einigermaßen schmeicheln, so sehr eventuell, dass es sein Entscheidungsvermögen trüben könnte. Und das ist der Moment, wo wir die feste Formation aufbrechen, sodass seine Einheit für eine Zeit überwältigt ist. Und an dieser Stelle wären auch Stoßtruppen interessant, die gegnerische Signalgeber ausschalten, vielleicht sogar mit Bögen?"''
 
[[Drago Amarinto]], der Seneschall Sewamunds und Cavalliere [[Leomar de Gerimaldi]], der im [[Thronfolgekrieg]] für [[Salkya Firdayon|Königin Salkya]] gestritten hatte, blickten den drôler Condottiere ebenso feindselig an. Leomar de Grimaldi schlug sogar mit seiner behandschuhten Hand auf den Kartentisch. ''"Wenn Ihr die Herrin Rondra erzürnen wollt, ist das sicher der richtige Weg, Condottiere! Dies ist ein Götterurteil, daher sollten wir uns auch gefälligst der Gnade der Himmelsleuin unterwerfen und alles dafür tun ihre Gunst zu erringen, es gibt keine Alternative zu einem ehrenhaften Kräftemessen mit dem Heer des Barons!"'' Drago Amarinto nickte nur mit feurigem Blick, der Cavalliere aus Ruthor hatte bereits alles gesagt.
 
[[Dareius Amarinto]], der bekanntermaßen selbst ein, wenn auch progressiver, Rondrianer war, hob beschwichtigend seine Hände. ''"Ich danke Euch für Eure Vorschläge Condottiere dû Billanfonto. Comto [[Zandor von Nervuk]] hat bewusst die Praiosstunde für den Kampf gewählt, wenn die Praiosscheibe, so sie überhaupt zu sehen sein wird, hoch am Himmel steht und gerecht und erhaben über dem Schlachtfeld thront, ohne eine Seite zu benachteiligen. Ich stimme den Signores ter Braken und de Grimaldi zu, Einheiten unter falschem Banner sind eine Taktik die vielleicht einem Mengbiller Heer gut zu Gesicht steht, aber nicht dem Aufgebot einer stolzen horasischen Stadt."'' Er spielte damit für viele Anwesenden offensichtlich auf die [[Schlacht von Wobran]] 1012 BF an, als das horasische Heer bei der Eroberung [[Drôl]]s auf verkleidete mengbillaner Truppen getroffen war. ''"Jedoch halte ich den Einsatz einer schnellen und beweglichen Truppe, um vielleicht die feindlichen Linien zu umgehen und sie an einer Schwachstelle zu treffen für durchführbar."''
 
Er blickte auf die Karte des Schlachtfeldes. ''"Wenn wir uns entscheiden, Schiffe einzusetzen, um die gegnerischen Truppen von See her zu beschießen, müssen wir uns jedoch über folgende Risiken im Klaren sein. Zum einen ist es bei aller Präzision und Erfahrung nicht sicher, dass wir so nicht unabsichtlich eigene Truppen ins Visier nehmen. Zum anderen steht dem Gegner natürlich die Möglichkeit offen, unseren Schiffseinsatz mit eigenen Schiffen zu kontern, woraus nur noch mehr Blutvergießen entstehen könnte, wenn sich die Schiffe zum Kampf auf See treffen."''
 
Crûvero dû Billanfonto musste dreimal tief schlucken. Praiodan ter Braken war ihm, wie er es von einem rondrianischen Recken erwartet hatte, in seine taktischen Ausführungen gegrätscht, vor Allen und dies klar und deutlich. Aber das war genau das, was Cruvero wollte. Eine Reaktion und Aufmerksamkeit in der Sache. Und Emotion. Nachdem auch Drago und Dareios Amarinto nachfolgend reagierten, war Cruvero zufrieden.
''"Signor ter Braken"'', Cruvero richtete seinen Worte an den Befehlshaber der Sewakgarde. ''"Wer mich korrekterweise kritisiert, ist mein Lehrer. Wer mir fälschlich schmeichelt, ist mein Feind. So nehme ich Eure Kritik gerne an. Auch hörte ich, dass aus der ehrenvollen Sewakgarde, die unter eurem Kommandos steht, furchtlose Männer und Frauen dieser Stadt, eurem Kommando entsagt haben, um die Seite zu wechseln. Einige wenige Verräter im [[Castell della Leonis]]. Welche Erklärung habt ihr dafür?"''
 
Er wartete einen Augenblick und sprach zu Drago und Dareius Amarinto gewandt.
 
''"Mit Rondras Willen kann sich dieser letzte Kampf für unsere Sewamunder Sache auspendeln. Derjenige, der weiß, wann er kämpfen kann und wann nicht, wird siegreich sein. Lasst mich hierzu eines betonen, die größte Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen. Meine Ehre gebietet mir, das Leben meiner mir anvertrauten Kämpfer zu schonen, wenn es die Situation auf dem Schlachtfeld gebietet. Das Band zu meinen Kämpfern ist zu stark, als dass ich meine Treuen jemals sinnlos opfern würde. Eher trete ich dem Herrn Boron höchstselbst entgegen und biete mein Leben an, um das Leben meiner Männer zu schonen. Das möchte ich vorab betonen und darin stimmen wir sicherlich überein."''
Er schaute Praiodan tief in seine Augen.
 
''"Meine Ausführungen zu einer Herausnahme eines Unteranführers beziehen sich sicherlich auch auf die rondrianische Variante des ehrbaren Zweikampfes. Auch hier sehe ich einen hohen Grad an Überschneidung in der Auffassung. Das Zeigen der eigenen Stärke sowie das - zugegeben vermeintliche Zeigen von Schwäche, an der falschen Positionen durch den Wappenwechsel - erachte ich als raffinierte Finesse, der ich und darüber ist andere Auffassung sicherlich hier im Saal gegeben, keine Bedenken entgegen bringe. Die Wappen sollten zu gegebener Zeit wieder an die rechte Stelle weitergereicht werden. Wir reden hier über kurze zeitliche Irritationen, die aber zu zeitlichen falschen Reaktionen auf der Gegenseite führen können und werden, wenn wir es glaubhaft darstellen. Die Wappen würden zudem, wenn es nach mir ginge, häufiger im Schlachtenverlauf gewechselt. Aber mein Gefühl für die Situation hier und jetzt zeigt mir, dass die Wogen der Auffassung zum wie der Kampfe auszutragen ist, hierzu über mich hereinbrechen würden, wie einst die Sturmflut über Sewamund. Daher ist einzig mein Ansinnen, die gegnerische Aufklärung gehörig auf Trab zu halten und wie ihr schon sagtet, der geschätzten [[Usvina Tribêc de Trebesco]] und ihren Mitstreitern es nicht zu einfach machen zu wollen. Mehr noch, sie von ihrer eigentlich Arbeit abzuhalten, ihre eigene Taktik erfolgreich umzusetzen. Verwirrung ist das, was ein Schwertarm sich in keiner Sekunde eines Kampfes leisten kann. Gerne höre ich Usvina Tribêc de Trebesco in 20 Götterläufen darüber fabulieren, dass sie diese eine Schlacht auf den Feldern am [[Norderkoog]] vor der Stadt Sewamund als Präzedenzfall klar benennen kann, wo sie das Schlachtenglück verlassen hatte und ihre Strategie angelehnt an die Lehren des [[Zandor von Nervuk]] ins Leere griffen. Wenn darunter ein Grund in einer nicht für möglich geglaubten Wappenrochade lag, dann würde es mich stolz machen und hoffentlich dazu beitragen, dass das Leben unserer Kämpfer geschont werden konnte."''
 
Crûvero vergewisserte sich der Aufmerksamkeit.
 
''"Wenn das Wasser den Küstenfelsen bewegt, ist dies wahre Kraft. Wenn der horasische Adler seine Beute schlägt, so ist dies Präzision. Gleiches gilt für den erfolgreichen Kämpfer. Erlaubt mir den Hinweis, dass ein konzentrierter Pfeilhagel auf vorher definierte Zielpunkte in der Schlachtaufstellung des Feindes einen hohen moralischen Wirkungserfolg und dadurch einen besonderen Effekt auf dem Schlachtfeld haben kann. Gerne befehle ich unsere Bogenschützen diesbezüglich, vorher klar benannte Ziele massiv mit Pfeilhagelwellen einzunebeln und ja..."''zu Dareius gewandt ''"ich halte es gerne so, wenn man etwas vorhat, tue so, als ob man es nicht vorhätte. Wenn man etwas will, tue so, als ob man es nicht benutzen wollte. Der Pfeilhagel sollte meine Rolle klar erkennen lassen, aber dann auf ein Pferd zu wechseln und mit der mobilen Eingreiftruppe, die scheinbar zum Schutze der Bogenschützen abgestellt schien, an einer anderen Stelle in die gegnerische verwundete Flanke zu geraten. Es wären rondrianische Klänge zu hören, beim Aufprall und im weiteren Verlauf, wenn die Schwerter wie durch Butter gleiten."''
 
Cruvero wirkte sehr ruhig äußerlich. Im Inneren ging er den Schlachtenverlauf hundertfach durch.
 
''"Ich gebe Euch Recht Dareius Amarinto, der Beschuss der Schiffe könnte zu Komplikationen in den eigenen Reihen führen. Die Winker haben eine finale Bedeutung und sollten eine ausgesprochene Leidenschaft für Ihre Berufung mitbringen, um in Perfektion ihr Ziel treffen zu können, andernfalls ist dieser Überraschungsmoment nichts wert und gehört abgebrochen. Aber ich bitte Sie zur Kenntnis zu nehmen, unsere eigenen Schiffe und deren Präsenz halten den Feind zumindest davon ab, gleiches zu tun, oder gar weiteres und schlimmeres. Wir sollten unbedingt vermeiden, dass der Feind in unserem Rücken anlandet und uns dadurch ungemütlich in den Rücken fällt. Dafür ist diese Blockade durch unsere Schiffe nahezu perfekt und wir verlieren keinen Vorteil und erleiden auch keinen Nachteil, es nicht zu tun.
Außerdem was hält uns davon ab, den Feind kommen zu lassen. Wir könnten uns auf den Deich zurückziehen, mit der eigenen Flotte im Rücken. Eine erhöhte Position ist nicht die schlechteste Position. Zudem böte der Deich guten Schutz. Das nur als kleines Gedankenspiel."''
 
Jetzt blickte er wieder Praiodan ter Braken an. ''"Meine Absicht war keinesfalls Euch zu kränken oder zu fordern, meine Absicht ist und darauf habt ihr mein Wort, Seite an Seite mit Euch zu kämpfen. Bei Rondra, ich werde Euch helfen, die Ehre der Sewakgarde wieder herzustellen und die Verräter ihrer gerechten Strafe zuzuführen."'' Dann rief er. ''"Für Sewamund, für unser Leben."''
 


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