Meriterfels: Unterschied zwischen den Versionen

Brahl (Diskussion | Beiträge)
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 3: Zeile 3:
Auf dem '''{{PAGENAME}}''' südöstlich von [[Shenilo]] liegt der älteste der Weinberge der [[Familie Brahl]]. Trotz seiner unmittelbaren Nähe zur Stadt musste die auf dem Hügel thronenende alte Villa im Jahre 999 BF dem [[Palazzo Brahl]] als neuer Residenz der Patrizierfamilie weichen. In ihr lebt jedoch weiterhin der Zweig der [[Vilmire Brahl]]. Während der Weinbau weiterhin geschäftig vonstatten geht, ist es im alten Gutshaus selbst in jüngster Zeit ruhig geworden. Auch nach dem Auszug des Hauptzweiges der Brahl in die neue städtische Residenz musizierten Vilmires Töchter gemeinsam zur Wonne ihrer Eltern beinahe jeden Abend, während sich die Weinbauern und Erntehelfer in den weiteren Häusern des Hofs von der anstrengenden Arbeit auf dem Weinberg erholten. Wenn sie nicht gerade nach schönen neuen Hüten in Shenilo Ausschau hielten, so flanierten die Töchter tagsüber über das Gut und genossen derlei Beschäftigungen wie das Lesen im Schatten der alten Bäume, das Kugelwerfen in der wärmenden Sonne oder einfach den Ausblick auf die nahe Stadt.
Auf dem '''{{PAGENAME}}''' südöstlich von [[Shenilo]] liegt der älteste der Weinberge der [[Familie Brahl]]. Trotz seiner unmittelbaren Nähe zur Stadt musste die auf dem Hügel thronenende alte Villa im Jahre 999 BF dem [[Palazzo Brahl]] als neuer Residenz der Patrizierfamilie weichen. In ihr lebt jedoch weiterhin der Zweig der [[Vilmire Brahl]]. Während der Weinbau weiterhin geschäftig vonstatten geht, ist es im alten Gutshaus selbst in jüngster Zeit ruhig geworden. Auch nach dem Auszug des Hauptzweiges der Brahl in die neue städtische Residenz musizierten Vilmires Töchter gemeinsam zur Wonne ihrer Eltern beinahe jeden Abend, während sich die Weinbauern und Erntehelfer in den weiteren Häusern des Hofs von der anstrengenden Arbeit auf dem Weinberg erholten. Wenn sie nicht gerade nach schönen neuen Hüten in Shenilo Ausschau hielten, so flanierten die Töchter tagsüber über das Gut und genossen derlei Beschäftigungen wie das Lesen im Schatten der alten Bäume, das Kugelwerfen in der wärmenden Sonne oder einfach den Ausblick auf die nahe Stadt.


Doch diese Zeiten sind vergangen, seitdem - zum heimlichen Bedauern des Vaters [[Silem Brahl]] - die vielen kleinen Gesellschaften, bei denen Mutter Vilmire ihren Töchtern junge Herren und gute Partien vorstellte, durchschlagenden Erfolg hatten: Die Zweitgeborene wurde bereits 1025 BF zur [[Oswinia Brahl|Brahl von Rossreut]], als sie einen [[:gar:Garetien:Waldreich Firudan von Rossreut|garethischen Ritter]] heiratete und aus der [[:gar:Garetien:Baronie Schwanenbruch|Baronie Schwanenbruch]] nur selten die beschwerliche Reise anzutreten vermag; 1032 BF verließ die älteste Tochter, [[Purothea Brahl|Purothea]], die Ponterra gen [[Sikram]], als sie einen [[Cucio Sarto|Manifakturisten]] aus [[Toricum]] ehelichte; im selben Jahr schloss auch die [[Fiora Brahl|Jüngste]] den Travienbund, mit dem [[Unterfels|unterfelser]] Juristen [[Bassiano Bolburri d.J.]], der doch eigentlich für ihre ältere Schwester Zerline gedacht war; [[Zerline Brahl|jene]] fristet nunmehr ihr Dasein fern ihrer [[Geron Accali|großen Liebe]] in [[Sewamund]] als Leibsecretaria der [[Lania Luntfeld]]; [[Geronita Brahl]] verblieb zunächst in der Villa, war ihr [[Efferdas|efferdischer]] [[Rashid Kanbassa|Gatte]] aus dem befreundeten [[Familie Kanbassa|Hause Kanbassa]] doch Gesandter seiner Stadt in Shenilo und Geronita selbst für die [[Weinhandlung Yaquiria Shenilo]] tätig. Diese Stellung musste sie im Jahr darauf jedoch an ihre zurückgekehrte Base [[Carisia Brahl|Carisia]] abgeben und Abschied von den Eltern nehmen, wurde ihr Gatte Rashid doch aus familiären Verpflichtungen ins kleine Dorf [[Hilmaras]] in die [[Republik Efferdas|Republik]] zurückgerufen. Schließlich schloss auch [[Traviane Brahl|Traviane]] am Rande des [[Briefspiel:Königsturnier|Königsturniers]] in [[Arivor]] den Travienbund und zog mitsamt brahlerischer Mitgift zu ihrem neuen [[Rahdrigo Solivino|Gatten]], dem Patriachen des [[Familie Solivino|Winzeradels Solivino]].
Doch diese Zeiten sind vergangen, seitdem - zum heimlichen Bedauern des Vaters [[Silem Brahl]] - die vielen kleinen Gesellschaften, bei denen Mutter Vilmire ihren Töchtern junge Herren und gute Partien vorstellte, durchschlagenden Erfolg hatten: Die Zweitgeborene wurde bereits 1025 BF zur [[Oswinia Brahl|Brahl von Rossreut]], als sie einen [[:gar:Waldreich Firudan von Rossreut|garethischen Ritter]] heiratete und aus der [[:gar:Baronie Schwanenbruch|Baronie Schwanenbruch]] nur selten die beschwerliche Reise anzutreten vermag; 1032 BF verließ die älteste Tochter, [[Purothea Brahl|Purothea]], die Ponterra gen [[Sikram]], als sie einen [[Cucio Sarto|Manifakturisten]] aus [[Toricum]] ehelichte; im selben Jahr schloss auch die [[Fiora Brahl|Jüngste]] den Travienbund, mit dem [[Unterfels|unterfelser]] Juristen [[Bassiano Bolburri d.J.]], der doch eigentlich für ihre ältere Schwester Zerline gedacht war; [[Zerline Brahl|jene]] fristet nunmehr ihr Dasein fern ihrer [[Geron Accali|großen Liebe]] in [[Sewamund]] als Leibsecretaria der [[Lania Luntfeld]]; [[Geronita Brahl]] verblieb zunächst in der Villa, war ihr [[Efferdas|efferdischer]] [[Rashid Kanbassa|Gatte]] aus dem befreundeten [[Familie Kanbassa|Hause Kanbassa]] doch Gesandter seiner Stadt in Shenilo und Geronita selbst für die [[Weinhandlung Yaquiria Shenilo]] tätig. Diese Stellung musste sie im Jahr darauf jedoch an ihre zurückgekehrte Base [[Carisia Brahl|Carisia]] abgeben und Abschied von den Eltern nehmen, wurde ihr Gatte Rashid doch aus familiären Verpflichtungen ins kleine Dorf [[Hilmaras]] in die [[Republik Efferdas|Republik]] zurückgerufen. Schließlich schloss auch [[Traviane Brahl|Traviane]] am Rande des [[Briefspiel:Königsturnier|Königsturniers]] in [[Arivor]] den Travienbund und zog mitsamt brahlerischer Mitgift zu ihrem neuen [[Rahdrigo Solivino|Gatten]], dem Patriachen des [[Familie Solivino|Winzeradels Solivino]].


Seit dem Auszug ihrer Töchter versucht sich die Signora des Hauses in neuen Betätigungen: Nachdem die [[Ponterranische Landherrenhändel|Schreckensherrschaft]] des Despoten [[Ludovigo von Calven-Imirandi]] am 23. Travia 1033 BF darin gipfelte, dass dessen Inbrandsetzung der Stadt nur durch schwere Regenschauer - einem Wunder gleich! - scheiterte, begann in Vilmire ein Plan zu sprießen. Sie pries in höchsten Tönen das Wunder des rettenden Herrn Efferd und behauptete, zur gleichen Zeit sei eine Quelle aus dem Meriterfels gebrochen. Wenngleich diese keiner der Rebleute zu sehen bekommen hatte, hoffte sie doch das Wasser als segenreich und gar heilsam gelten zu lassen. Obwohl einige Gerüchte über die Schänken der nahen Kronstraße an die Ohren der Pilger gelangten, die die beschwerliche Reise über Land nach [[Bethana]] auf sich nahmen, wurden doch nur wenige - anders als gehofft - auf den Weinberg gelockt; noch weniger dieser armen Reisenden hatte zudem das Gold für kostbare Weine oder dergleichen.
Seit dem Auszug ihrer Töchter versucht sich die Signora des Hauses in neuen Betätigungen: Nachdem die [[Ponterranische Landherrenhändel|Schreckensherrschaft]] des Despoten [[Ludovigo von Calven-Imirandi]] am 23. Travia 1033 BF darin gipfelte, dass dessen Inbrandsetzung der Stadt nur durch schwere Regenschauer - einem Wunder gleich! - scheiterte, begann in Vilmire ein Plan zu sprießen. Sie pries in höchsten Tönen das Wunder des rettenden Herrn Efferd und behauptete, zur gleichen Zeit sei eine Quelle aus dem Meriterfels gebrochen. Wenngleich diese keiner der Rebleute zu sehen bekommen hatte, hoffte sie doch das Wasser als segenreich und gar heilsam gelten zu lassen. Obwohl einige Gerüchte über die Schänken der nahen Kronstraße an die Ohren der Pilger gelangten, die die beschwerliche Reise über Land nach [[Bethana]] auf sich nahmen, wurden doch nur wenige - anders als gehofft - auf den Weinberg gelockt; noch weniger dieser armen Reisenden hatte zudem das Gold für kostbare Weine oder dergleichen.