Briefspiel:Die Vistelli-Drillinge: Unterschied zwischen den Versionen

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Rahjane antwortete nicht sofort.<br>
Rahjane antwortete nicht sofort.<br>
Dann, leise: „Ja.“
Dann, leise: „Ja.“
Es war Lorion, der zuerst den Salon betrat. Er blieb stehen. Für einen Moment sah er sie nur an, seine Mutter, anders als sonst, weniger inszeniert, mehr da.<br>
„Du siehst aus“, begann er.<br>
Rahjane hob eine Braue. „Sag nichts Dummes.“<br>
Er grinste. Kurz. „Ich wollte sagen: besser.“<br>
Ein Schritt, dann eine Umarmung, vorsichtig, wegen des Arms, aber fest genug, um zu sagen: Ich bin hier.<br>
Kurz darauf trat Rowena ein, die Hände noch leicht verschmutzt, ein Fleck Kräutersaft am Ärmel. Sie sagte nichts, ging direkt zu Rahjane, legte die Stirn kurz an ihre Schulter.<br>
„Du bist warm“, murmelte sie.<br>
„Gut.“ Rahjane schloss für einen Moment die Augen.<br>
Dann kam Iridanië. Sie blieb einen Schritt entfernt stehen. Ihr Blick wanderte über alle drei, Lorion, Rowena, Rahjane. Dann noch zu Orban.<br>
„Wir sind vollständig“, sagte sie ruhig.<br>
Lorion schnaubte leise. „Das klingt wie der Anfang eines Problems.“<br>
Iridanië sah ihn an. „Ist es auch.“<br>
Ein Hauch eines Lächelns bei Rahjane.
Niemand sprach für einen Herzschlag.<br>
Dann sagte Rahjane: „Gut. Dann hört zu.“<br>
Sie sah jeden von ihnen an, nicht mehr als Kinder, sondern als das, was sie geworden waren.<br>
„Sewamund lebt, aber es weiß noch nicht, wie.“<br>
Ein Schritt nach vorn.<br>
„Und wir werden ihm dabei helfen.“<br>
Rowena nickte sofort.<br>
Lorion verschränkte die Arme, nicht abwehrend, sondern bereit.<br>
Iridanië trat näher an den Tisch, auf dem bereits Karten, Listen und Pergamente lagen.<br>
„Dann beginnen wir“, sagte sie.<br>
Diesmal widersprach niemand.