Die Baronie Veliris ist das alte Stammlehen des Hauses Veliris im Yaquirbruch. Es bestand bereits zur Zeit des Herzogtums Kuslik und hat seit dem Unabhängigkeitskrieg des Lieblichen Feldes innerhalb der Grafschaft Bomed, deren Kernland es ist, eine politische Schlüsselstellung inne. Die Barone von Veliris und Grafen von Bomed starrten sich in dem reichen Landstrich aus gegenseitigem Neid und Misstrauen lange an wie Kaninchen und Schlange, wobei nie geklärt wurde, wer das Kaninchen und wer die Schlange war. Mittlerweile stellen sie aber nur noch einige von vielen Mächtigen der Region dar. Als neu geschaffene Baronie Carinto fiel der äußerste Süden der Baronie zuletzt an die Grafschaft Baliiri.
Einstmals, unter den Kusliker Herzögen, gab es hier überaus viele Jagdschlösser und Landsitze des galahanistisch orientierten Adels, doch als im Unabhängigkeitskampf die strategisch wichtige Baronie zum Aufmarschplatz der Kämpfer wurde, verließen die mittelreichtreuen Höflinge ihre Landsitze und flohen ins nahe Almada. Dieses Schicksal teilten sie mit der Grafenfamilie Bregelsaum, einem aus Darpatien stammenden Haus. Heute findet man daher noch vielerorten verlassene, verfallene Villen und Lustschlösser, die teils von der bäuerlichen Bevölkerung der umliegenden Dörfer geplündert wurden, teils aber als verwunschen gelten und daher immer noch die Schätze der Vergangenheit bergen.