Prosperus Pfauenstein
Beschreibung
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Prosperus ist stets in elegante Kleidung gehüllt, wobei er gedeckte Farben bevorzugt. Die Tempel des Phex und des Ingerimm besucht er regelmäßig. Auch im Travia-Tempel ist er, zusammen mit seiner Gemahlin, an Feiertagen anzutreffen. Er begegnet Fremden, aber auch Bekannten mit einer unverbindlichen Freundlichkeit, man weiß ja nie, ob man mit dieser Person nicht irgendwann ein Geschäft machen kann. Wenn eine Person allerdings seinen Groll oder sein Missfallen erregt, wird sein Tonfall schnell schneidend und er kann sich bissige Kommentare kaum verkneifen. Körperliche Gewalt verabscheut er jedoch. Aufrichtige Zuneigung scheint er hingegen zu seiner Ehefrau, seinen Kindern und seiner Schwester Nandora zu verspüren.
Vita
Als ältester Sohn der Familienmatriarchin war für Prosperus schnell klar, dass er eines Tages die Leitung der Geschäfte und der Familie übernehmen würde. So erhielt er nicht nur eine Ausbildung bei einem befreundeten Kaufmann, auch seine arrangierte Ehe mit der Rechtsgelehrten Maaike van Dijk, mit der er im Jahr 1020 BF den Traviabund einging, war von seiner Mutter mit diesem Ziel geplant worden. Selbst die Wirren des horasischen Thronfolgekriegs konnten die Geschäfte der Pfauensteins zunächst unbeschadet überstehen. Sicherlich auch, weil Prosperus über einen ausgezeichneten Geschäftssinn verfügte und seiner Mutter beratend zur Seite stand. Phexens Gunst schien wahrlich auf Prosperus Zukunft zu liegen und insgeheim konnte er den Tag kaum erwarten, an dem seine Mutter sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und Ihm die volle Kontrolle übergeben würde. Als es jedoch 1030 BF zum Zerwürfnis zwischen seinem Onkel Luciano ya Coronella (damals natürlich noch Luciano Pfauenstein) und seiner Mutter kam und die Familie dadurch beträchtlich an Einfluss und Vermögen verlor, war Prosperus von diesem „Verrat“ schwer enttäuscht. In den Folgejahren überredete er seine Mutter dazu, in immer riskantere Spekulationsgeschäfte zu investieren, um das verlorene Vermögen wieder gut zu machen und allen Neidern zu zeigen, dass die Pfauensteins immer noch Respekt verdienen. Das eigentliche Geschäft, die Glasmacherei, vernachlässigte er in seinem Eifer dabei jedoch und nutzte es nur noch, um mit besonders schönen Stücken Handelspartner zu beeindrucken. Dass die eigentliche Glasproduktion und der Verkauf faktisch keinen Gewinn mehr machten, verheimlichte er vor seiner Mutter.
Im Jahr 1045 BF verließ ihn Phexens Gunst endgültig und er verlor fast das komplette Vermögen der Familie bei der Spekulation mit Anteilsscheinen an einer Uthuria-Expedition. Ein Verlust, für den er jeden außer sich selbst verantwortlich macht. So sieht er die Schuld nicht nur bei seinen damaligen Geschäftspartnern, auch seine entfernten Verwandten die ya Coronellas, macht er mitverantwortlich. Schließlich hätte er ja nie so riskante Geschäfte eingehen müssen, hätten Sie die Familie mit Ihrem Weggang nicht „bestohlen“. In Folge dieses Fiaskos übernahm seine Mutter wieder direkter die Kontrolle über die Familiengeschäfte und ignorierte seinen Rat zunehmend. So war er zwar dagegen, das Angebot von Herzog Cusimo Garlischgrötz anzunehmen, musste dann dennoch mit ansehen, wie die Pfauensteins Ihren Stammsitz in Grangor verloren und nach Sewamund zogen. So muss er sich nun mit der neuen Situation arrangieren, das Kerngeschäft der Familie wieder aufbauen und die Gunst seiner Mutter wiedererlangen, will er nicht Gefahr laufen, dass zukünftig einer seiner Verwandten seinen „verdienten“ Platz als Familienoberhaupt einnimmt.