Araccio Rondrigan Amarinto, ist ein reisender Ritter und Turnierstreiter. Bis 1046 BF war er der Stadtvogt von Selzin und Castellan des Castello Selzin. Als junger Ritter nahm er am Ruthor-Konflikt teil, wo er sich in mehreren Schlachten bewährte. Aufgrund seiner militärischen Verdienste wurde er nach dem Thronfolgekrieg als Stadtvogt und Kastellan von Selzin eingesetzt, eine Rolle, die ihm jedoch wenig Freude bereitete. Araccio fühlte sich gefangen in der Welt der politischen Intrigen und Verwaltungsaufgaben, während er sich nach dem freieren Leben des Ritters und Turnierstreiters sehnte.

Araccio Amarinto (SC)
Esquirio Araccio Rondrigan Amarinto

Familie: Haus Amarinto
Titel & Ämter: Esquirio, ehemals Castellan und Stadtvogt von Selzin
Tsatag: 2. Boron 1011 BF
Größe: 1,82 Schritt
Statur: athletisch
Haare: braun (schwarz gefärbt)
Augenfarbe: graugrün
Kurzcharakteristik: eitler Ritter und Offizier, lustloser Verwalter, enthusiastischer Turnierstreiter
Eltern: Rimaldo Amarinto ( 992 BF) und Fulminia d'Illumnesto ( 993 BF)
Geschwister: Daria ( 1013 BF) und Amelthona ( 1016 BF)
Travienstand: verheiratet mit Luciana Vibora Al'Morsqueta von Schlehen ( 1012 BF), Witwer von Derya di Salsavûr (1010-1046 BF)
Nachkommen: Edorian ( 1034 BF) und Velaria ( 1038 BF)
Feinde & Konkurrenten: Haus Selzin (verwaltete deren ehemaliges Stammgut), Signoria von Selzin (war ihnen als Vogt ein Dorn im Auge)


Im Turnier:  Lanze · Sattel 2 · Einhand · Zweihand 2

Seine Ehe mit der Rondrageweihten und Ordensritterin Derya di Salsavûr war von gegenseitigem Respekt geprägt, doch Araccio litt unter der wachsenden Kluft zwischen seinem inneren Drang nach Freiheit und den Pflichten, die ihn in Selzin banden.
Araccio ist stolz auf seine ritterlichen Fähigkeiten und sehnt sich nach militärischen Herausforderungen, andererseits wurde er lange von einem unterschwelligen Neid auf seinen Cousin Dareius geplagt, der als Turnierstreiter, Familienoberhaupt und inzwischen Baron hohes Ansehen genießt. Araccio dagegen selbst fühlte sich zunehmend in seinem Amt als Verwalter gefangen und fand wenig Erfüllung in der politischen Welt der Kleinstadt Selzin.
Sein starker Fokus auf sein äußeres Erscheinungsbild und seine Vorliebe für Ästhetik und Kunst, wie beispielsweise Kalligrafie, lassen ihn zuweilen als eitel erscheinen. Gleichzeitig sucht er in der Erziehung seiner Kinder einen Ausgleich zu den Belastungen seines Amts, indem er ihnen ritterliche Werte und seine Interessen an Kalligrafie, Heraldik und Wappenkunde vermittelt.

Er trägt jedoch ein schwerwiegendes Geheimnis mit sich: Eine außereheliche Affäre mit der Vorsteherin des lokalen Traviatempels, Adilgunde Zwijnhof. Diese verbotene Beziehung begann vor einigen Götterläufen und dauerte einige Monate an, bevor sie beendet wurde. Weder Araccio noch Adilgunde können es sich leisten, dass diese Affäre ans Licht kommt, da dies das Ansehen und die Stellung beider gefährden würde.
Die Beziehung zu Adilgunde war für Araccio eine Quelle der emotionalen Ablenkung in einer Zeit, in der er sich in seinem Amt besonders gefangen und von seinen ritterlichen Idealen entfremdet fühlte. Adilgunde, als Vorsteherin des Traviatempels, ist eine hoch angesehene Persönlichkeit in Selzin, und ihre Verbindung hätte nicht schändlicher sein können, da sie direkt gegen das Gebot der Treue verstößt, das Travia repräsentiert. Beide haben geschworen, die Affäre zu begraben und um jeden Preis geheim zu halten.

Araccio ist innerlich zerrissen zwischen seinen ritterlichen Idealen und den moralischen Verfehlungen, die er begangen hat. Die Affäre mit Adilgunde Zwijnhof ist ein ständiger Schatten über seinem Leben, der ihn lange daran hinderte, Frieden zu finden. Obwohl er versuchte, diese Schuld durch seine Hingabe an seine Familie und seine Kinder zu kompensieren, blieb stets die Angst, dass dieses Geheimnis irgendwann enthüllt werden würde.
Gleichzeitig plagte ihn die Eifersucht auf seinen Cousin Dareius und die Unzufriedenheit mit seinem Leben als Verwalter. Araccio hatte das Gefühl, dass er in politischen und familiären Pflichten gefangen war, und suchte daher verzweifelt nach einem Weg, seiner Vergangenheit zu entfliehen und seine Ehre wiederherzustellen.

Der Tod seiner Gattin Derya im Götterurteil am Norderkoog und der Verlust seines Amtes als Stadtvogt und Castellan von Selzin aufgrund politischer Vereinbarungen, ließ ihn dennoch rat- und ziellos zurück. Die so lange ersehne Freiheit war ihm überraschend in den Schoss gefallen, jedoch zu einem hohen Preis. War seine Ehe mit der Rondrageweihten Derya zwar nicht von tiefer Liebe geprägt, so hatte er dennoch großen Respekt für seine Gattin und ihr Tod war ein großer Verlust, gerade auch im Hinblick auf die gemeinsamen Kinder. In der almadanischen Caballera, Luciana Vibora Al'Morsqueta von Schlehen, einer ritterlichen Kammeradin seines Cousins Dareius, fand er alleerdings eine Vertraute die ebenso wie er schwerwiegende Verluste (ihren Gatten und Sohn) zu verarbeiten hatte. Gemeinsam zogen sie nach Almada und als reisende Turnierstreiter durch Horas- und Mittelreich und nach einer angemessenen Trauerzeit von zwölf Monden gingen die beiden Witwer schließlich im Winter 1047 BF den Bund der Ehe ein.