Archiv:Sewakturm wieder unter Kontrolle (BB 47)

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Sewakturm wieder unter Kontrolle des Lilienrats
Baron Iron von Streitebeck unterliegt beim Teffen von Tovac
von
Ranulf T. Hortemann

Sewamund, 15. Travia 1046 BF – Die schnelle Reaktion der Sewamunder Streitkräfte hat die Einnahme des strategisch wichtigen Sewakturms durch Truppen des Barons Irion von Streitebeck vereitelt. Eine Reitertruppe unter erfahrenen Anführern konnte den Turm zurückerobern und damit das Übersetzen weiterer gegnerischer Truppen verhindern. Der Einsatz endete mit einer blutigen, aber erfolgreichen Erstürmung des Turms, bei der beide Seiten zahlreiche Verwundete und Tote zu beklagen hatten.
Die Anführer der Sewamunder Streitkräfte, darunter Khardan Luntfeld, ein ehemaliger Offizier der Horaslegion, planten die Rückeroberung in einem Lager im Sewakforst. Ihre Taktik setzte auf einen schnellen und überraschenden Angriff durch mehrere Gruppen. Die erste Welle unter der Führung von Dartan Degano und Dragomaris della Carenio griff den Palisadenwall des Turms von zwei Seiten an und konnte nach hartem Kampf Zugang zum Innenhof erlangen. Wenn auch einige Anführer schwer verwundet wurden, darunter Dragomaris, den ein Armbrustbolzen traf, gelang es der Truppe, den Turm zu stürmen.
Auf Seiten der Truppen des Barons Irion von Streitebeck zeigte sich jedoch ebenfalls große Entschlossenheit. Die Verteidiger des Turms, darunter viele erfahrene Söldner aus dem Grenzgebiet zum Windhag, hatten geplant, den Sewakturm zu halten und eine Fährverbindung nach Rondlik auf der Nordseite des Sewak zu etablieren. Trotz ihres erbitterten Widerstands konnten sie dem plötzlichen Angriff der Sewamunder nicht standhalten, besonders nachdem die Palisade an zwei Stellen durchbrochen worden war.
Besonders dramatisch verlief der Einsatz für die Anführer der Brüder des Blutes und der Dornenreiter, Salvelino Acosto und Crûvero dû Billanfonto. Beide wurden schwer verwundet, konnten jedoch gemeinsam das Floß der Feinde kappen und so die Verbindung zum anderen Ufer des Sewak unterbrechen. Auf dem Floß, das flussabwärts trieb, fanden sie sich schwer verletzt, aber erleichtert über ihren Erfolg wieder.
Der finale Durchbruch erfolgte durch die zweite Angriffswelle, angeführt von Torvon di Piastinza, Leomar Tribêc und Drugon Amarinto. Dank ihrer Entschlossenheit und der umfassenden Ortskenntnis von Daria de Brabanza gelang es, das Torhaus und den Turm einzunehmen. Die Angreifer stießen bis zum Turmdach vor, wo es Leomar Tribêc gelang, das gegnerische Feldzeichen niederzureißen. Unter schweren Verwundungen konnten die Sewamunder Truppen schließlich den letzten Widerstand der Verteidiger brechen.
Im Verlauf der Kämpfe erlitten beide Seiten hohe Verluste. Mehrere Anführer wurden schwer verwundet, darunter Leomar Tribêc und Torvon di Piastinza, die im Kampf gegen den gegnerischen Bannerträger Alrik Rotschirt verletzt wurden. Letzterem gelang es, sich seiner Gefangennahme durch einen Sprung in den Sewak zu entziehen, wobei seine Leiche am nächsten Tag flussabwärts geborgen wurde.
Von Seiten der Truppen des Barons wird berichtet, dass die Verteidigung des Sewakturms durch die unerwartete Geschwindigkeit und Entschlossenheit der Sewamunder Truppen überrascht wurde. „Wir hatten gehofft, eine stabilere Verteidigungslinie aufbauen zu können“, erklärte Leutnanta Meike Controlleti vom Söldnerhaufen Arkos Schar, der sich zurückziehen konnte. „Aber der Druck war einfach zu groß, und unsere Verstärkungen konnten nicht übersetzen.“
Trotz der Verluste auf beiden Seiten konnte der Lilienrat einen wichtigen strategischen Erfolg verbuchen. Der Sewakturm steht wieder unter der Kontrolle des Lilienrats, und die drohende Einkreisung der Stadt wurde verhin- dert. Die Gefangennahme einiger Söldner lieferte zudem wertvolle Informationen über die Truppenbewegungen des Barons von Streitebeck.
Der Einsatz zeigte jedoch auch, wie hoch der Preis für den Sieg war. „Der Kampf war unerbittlich, und viele unserer tapferen Kämpfer haben ihr Leben gelassen“, so Khardan Luntfeld, der die Eingreiftruppe des Lilienrats kommandierte. „Aber wir haben gezeigt, dass Sewamund sich nicht so leicht in die Knie zwingen lässt.“

RTH