Lucrann von Leihenhof
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Von den Nordmarken bis nach Grangorien
Ein Nordmärker in Grangorien? So ungewöhnlich es einstmals auch war, dieser Tage scheint es üblich zu werden – ist doch schon Ihre Hoheit Heldora Grimberta vom Großen Fluß, die Herzogin von Grangoria, Schwester des nordmärkischen Herzogs Hagrobald Guntwin vom Großen Fluss. Der junge Knappe des Signors Darion Amarinto, Herr von Amarinto ist selbst ein Spross der Nordmarken. Seine Eltern sind Ancuiras von Leihenhof, der Onkel des amtierenden Barons von Galebquell, und Auxilia von Ibenburg, die Junkerin von Liannon.
Schon früh verlor Lucrann seine Mutter, starb sie doch im vierten Lebensjahr bei der Geburt seiner jüngeren Schwester Calderine. Ein Jahr später verstarb sein älterer Bruder Bärowild, der als Namensträger des Hauses Ibenburg das Junkergut Liannon erben sollte. Erbe von Titel und Lehen wurde somit Lucrann, welcher den Namen des Hauses Leihenhof trug.
So wurde er zuerst von den Rittern seiner Mutter auf dem Gut Liannon aufgezogen. Erst nach seinem Ritterschlag, so ließ es sein Großvater verkünden, sollte Lucrann sein Erbe rechtmäßig antreten können. Sein Vater, eingebunden in zahlreiche Pflichten als Gerichtsherr des Landtgrafen von Gratenfels, suchte derweil nach einem Knappenvater, der seinen Erstgeborenen in die Geheimnisse der Ritterkunst einwies. Er fand diesen erst im Jahre 1030 BF durch das Engagement seines Bruders, des verstorbenen Barons Riobhan von Galebquell.
Ein entfernter Verwandter der beiden Adligen aus dem Hause Leihenhof nahm sich der Ausbildung des Heranwachsenden an. Signor Darion Amarinto, Oberhaupt des Hauses Amarinto und einflussreicher Aristokrat in der grangoranischen Baronie Sewamund, nahm sich Lucrann Aureus von Leihenhof zum Knappen. Fernab der Heimat im östlichen Gratenfels lernt Lucrann nun horasische Lebensart und ritterliches Kämpfen kennen. Er fühlte sich zwar unwohl fern der Heimat, in einem fremden Reich unter einem fremden Kaiser, der so weit entfernt von seinen Vasallen scheint, doch ist sein Pflichtgefühl gegenüber seiner eigenen Familie und seinem eigenen nordmärkischen Erbe groß. Das Unwohlsein nahm im Lauf der Jahre ab, lernte er doch die lebensbejahende Kultur der Horasier kennen und schätzen, wuchs nachgerade in sie hinein. Der Sohn seines Knappenvaters, Dareius Amarinto, wurde ihm ein guter Freund, die Tochter des Barons von Ruthor, Oleana di Bellafoldi eine Geliebte. Sie war es auch, die ihm mit seinem Ritterschlag den Titel eines Cavalliere verlieh, ein Titel, den er immer noch mit Stolz trägt.
Im Rahja-Mond 1044 BF empfing seine Verlobte Rahjalind Euphonia vom Traurigen Stein die Weihe zur Priesterin Rahjas, der Tausendschönen. Und wie vereinbart schlossen die beiden noch im selben Mond den Ehebund vor der Rahja-Hochgeweihten Alegretta Rahjadräel von der Heide und der Travia-Geweihten Mutter Elva Praiona von Altenberg.
Im Dienst des Barons von Sewamund
Im Jahr 1046 BF wurde Lucrann von Signora Oleana di Bellafoldi, Baronin von Ruthor, im Sewamunder Resolutionsaufstand an seine Pflichten als Cavalliere erinnert. Mit seinem Knappen Geron von Unkenau und seiner Ritterin Grimheldis von Unkenau machte er sich auf nach Sewamund und unterstellte sich seinem Knappenbruder Dareius, der als Constabler der Baronie Ruthor deren Truppen befehligte.
Nachdem die Konflikte geendet hatten, erstand Lucrann günstig ein Haus hinter dem Traviatempel in der Neustadt Sewamunds. Günstig deshalb, da seine vormaligen Bewohner die Sturmflut nicht überlebt hatten und das Haus selbst nach erlittenen Schäden erst einmal saniert werden musste.
Baronin Oleana di Bellafoldi bot ihrem Cousin Dareius anlässlich seiner Investitur zum Baron von Sewamund ein Geschenk seiner Wahl an. Dachte sie an eine besondere Waffe, ein Schwert, oder vielleicht ein stolzes Pferd aus ihrem Besitz, erbat er sich die Dienste ihres Cavalliere Lucrann von Leihenhof. So wechselte die Gefolgschaft Lucranns von der Baronin von Ruthor zum Baron von Sewamund. Da Dareius als Baron seinen Sitz in Sewadâl und das Dorf zu einem würdigen Baronssitz auszubauen gedachte, erstand Lucrann dort ein seinem Stand angemessenes Anwesen, in das er gemeinsam mit seiner Schwester einzog - der Sitz des sewamunder Hauses Leihenhof.
| Lucrann ist seit Hesinde 1044 BF ein geweihter Priester und Gehörnter im aventurischen Kult des Levthan, eine Würde, die er noch geheim hält beziehungsweise nicht sehr offen erzählt. Er verehrt Levthan nicht nur als Gott des Rausches und der Begierde, sondern als Herrn der Wildnis und der Tiere (wie im myranischen Kult des Leuthanios/ des Lev'tha).
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Meisterinformationen: Cavalliere-Titel
| Den Titel eines Cavalliere erhielt er überraschend, aber ihm schmeichelnd von Oleana di Bellafoldi. Während seiner Knappschaft im Haus Amarinto fand die Baronin Gefallen an dem schon damals hübschen jungen Mann und er und sie wurden ein amouröses Paar. Als Geschenk und Belohnung für rahjagefällige Nächte verlieht Baronin Oleana Lucrann diesen Titel. Da Lucrann selbst nicht den Rossdienst im Gefolge des Herzogs antreten kann, finanziert er aus seinen Einkünften einen Cavalleristo.
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