Lucrann von Leihenhof

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Lucrann von Leihenhof (SC)
Lucrann Aurelio von Leihenhof

Familie: Haus Leihenhof
Titel & Ämter: Cavalliere, Junker von Liannon im Herzogtum Nordmarken
Tsatag: 15. Rondra 1019 BF
Boronstag: lebt
Größe: 1,95
Statur: muskulös-trainiert
Haare: rotbraun, oft lang
Augenfarbe: intensiv grün
Kurzcharakteristik: erfahrener Ritter und Kämpfer, erfahrener (aber eher lustloser) Politiker, ungeübter bis durchschnittlicher Intrigant
Wichtige Eigenschaften: MU, CH
Vor- und Nachteile: Herausragendes Aussehen, Magiegespür
Eltern: Ancuiras von Leihenhof (geb. 994 BF, Baronet der Baronie Galebquell), Auxilia von Ibenburg (geb. 999 BF, gest. 1023 BF, Junkerin von Liannon)
Geschwister: Calderine von Leihenhof
Travienstand: verheiratet mit Rahjalind vom Traurigen Stein
Nachkommen: Auxilia von Leihenhof (geb. 1045 BF), Khabla von Leihenhof (geb. 1046 BF)
Freunde & Verbündete: Dareius Amarinto, Heldora vom Großen Fluss, Dalia Ollantur
Seelentier: Aranierkatze

Von den Nordmarken bis nach Grangorien

Ein Nordmärker in Grangorien? So ungewöhnlich es einstmals auch war, dieser Tage scheint es üblich zu werden – ist doch schon Ihre Hoheit Heldora Grimberta vom Großen Fluß, die Herzogin von Grangoria, Schwester des nordmärkischen Herzogs Hagrobald Guntwin vom Großen Fluss. Der junge Knappe des Signors Darion Amarinto, Herr von Amarinto ist selbst ein Spross der Nordmarken. Seine Eltern sind Ancuiras von Leihenhof, der Onkel des amtierenden Barons von Galebquell, und Auxilia von Ibenburg, die Junkerin von Liannon.
Schon früh verlor Lucrann seine Mutter, starb sie doch im vierten Lebensjahr bei der Geburt seiner jüngeren Schwester Calderine. Ein Jahr später verstarb sein älterer Bruder Bärowild, der als Namensträger des Hauses Ibenburg das Junkergut Liannon erben sollte. Erbe von Titel und Lehen wurde somit Lucrann, welcher den Namen des Hauses Leihenhof trug.
So wurde er zuerst von den Rittern seiner Mutter auf dem Gut Liannon aufgezogen. Erst nach seinem Ritterschlag, so ließ es sein Großvater verkünden, sollte Lucrann sein Erbe rechtmäßig antreten können. Sein Vater, eingebunden in zahlreiche Pflichten als Gerichtsherr des Landtgrafen von Gratenfels, suchte derweil nach einem Knappenvater, der seinen Erstgeborenen in die Geheimnisse der Ritterkunst einwies. Er fand diesen erst im Jahre 1030 BF durch das Engagement seines Bruders, des verstorbenen Barons Riobhan von Galebquell.
Ein entfernter Verwandter der beiden Adligen aus dem Hause Leihenhof nahm sich der Ausbildung des Heranwachsenden an. Signor Darion Amarinto, Oberhaupt des Hauses Amarinto und einflussreicher Aristokrat in der grangoranischen Baronie Sewamund, nahm sich Lucrann Aureus von Leihenhof zum Knappen. Fernab der Heimat im östlichen Gratenfels lernt Lucrann nun horasische Lebensart und ritterliches Kämpfen kennen. Er fühlte sich zwar unwohl fern der Heimat, in einem fremden Reich unter einem fremden Kaiser, der so weit entfernt von seinen Vasallen scheint, doch ist sein Pflichtgefühl gegenüber seiner eigenen Familie und seinem eigenen nordmärkischen Erbe groß. Das Unwohlsein nahm im Lauf der Jahre ab, lernte er doch die lebensbejahende Kultur der Horasier kennen und schätzen, wuchs nachgerade in sie hinein. Der Sohn seines Knappenvaters, Dareius Amarinto, wurde ihm ein guter Freund, die Tochter des Barons von Ruthor, Oleana di Bellafoldi eine Geliebte. Sie war es auch, die ihm mit seinem Ritterschlag den Titel eines Cavalliere verlieh, ein Titel, den er immer noch mit Stolz trägt.
Im Rahja-Mond 1044 BF empfing seine Verlobte Rahjalind Euphonia vom Traurigen Stein die Weihe zur Priesterin Rahjas, der Tausendschönen. Und wie vereinbart schlossen die beiden noch im selben Mond den Ehebund vor der Rahja-Hochgeweihten Alegretta Rahjadräel von der Heide und der Travia-Geweihten Mutter Elva Praiona von Altenberg.

Im Dienst des Barons von Sewamund

Im Jahr 1046 BF wurde Lucrann von Signora Oleana di Bellafoldi, Baronin von Ruthor, im Sewamunder Resolutionsaufstand an seine Pflichten als Cavalliere erinnert. Mit seinem Knappen Geron von Unkenau und seiner Ritterin Grimheldis von Unkenau machte er sich auf nach Sewamund und unterstellte sich seinem Knappenbruder Dareius, der als Constabler der Baronie Ruthor deren Truppen befehligte.
Nachdem die Konflikte geendet hatten, erstand Lucrann günstig ein Haus hinter dem Traviatempel in der Neustadt Sewamunds. Günstig deshalb, da seine vormaligen Bewohner die Sturmflut nicht überlebt hatten und das Haus selbst nach erlittenen Schäden erst einmal saniert werden musste.
Baronin Oleana di Bellafoldi bot ihrem Cousin Dareius anlässlich seiner Investitur zum Baron von Sewamund ein Geschenk seiner Wahl an. Dachte sie an eine besondere Waffe, ein Schwert, oder vielleicht ein stolzes Pferd aus ihrem Besitz, erbat er sich die Dienste ihres Cavalliere Lucrann von Leihenhof. So wechselte die Gefolgschaft Lucranns von der Baronin von Ruthor zum Baron von Sewamund. Da Dareius als Baron seinen Sitz in Sewadâl und das Dorf zu einem würdigen Baronssitz auszubauen gedachte, erstand Lucrann dort ein seinem Stand angemessenes Anwesen, in das er gemeinsam mit seiner Schwester einzog - der Sitz des sewamunder Hauses Leihenhof.


  Meisterinformationen: Glaube

Lucrann ist seit Hesinde 1044 BF ein geweihter Priester und Gehörnter im aventurischen Kult des Levthan, eine Würde, die er noch geheim hält beziehungsweise nicht sehr offen erzählt. Er verehrt Levthan nicht nur als Gott des Rausches und der Begierde, sondern als Herrn der Wildnis und der Tiere (wie im myranischen Kult des Leuthanios/ des Lev'tha).


Er ist ein mittlerweile erfahrener Geweihter und kennt einige Liturgien des Levthan-Kultes bis Grad III.

Als Levthan-Geweihter ist er eher ein Mysteriensucher, ein Kämpfer gegen Dämonen und ein Herr der Wildnis, wollte man ihn klassifzieren (vgl. Levthan-Vademecum S. 144 - 147).
An dieser Stelle sei insbesondere auf das Kapitel Hinweis zum Umgang mit Levthan im Band Rahjas Gunst, S. 123 hingewiesen, das sich kritisch, aber auch spiel-konstruktiv mit Levthans Stellung als grauen Gott auseinandersetzt.
Für Lucranns Glauben wird dabei die Setzung A dieses Kapitels herangezogen: Es bleibt unklar, ob Levthan ein guter oder böser Gott ist. Die bisherigen unklaren Setzungen und Informationen bleiben erhalten. Es kann durchaus sein, dass Levthan eher in eine böse, dämonische Richtung neigt. Es gibt einige Hinweise dazu, aber es bleiben auch gewisse Zweifel, da vor allem die Priester des Weins und das Bemühen der Rahjakirche, die Levthanpriester zumindest in den Kreis des Zwölfgötterglaubens zu belassen und als verwandte Entität zu betrachten, dem entgegenstehen.
Levthan ist ein ambivalenter Gott, ähnlich wie Kor, aber er ist ein Gott und damit trotz seiner Versuchung auf Seiten der Ordnung. Wie Amazeroth oder Charyptoroth wurde auch Levthan vom Chaos versucht, widerstand ihm jedoch (möglicherweise mit Hilfe der ihm nahestehenden Rahja), wechselte nicht auf die Seite der Erzdämonen, sondern bekämpft diese.
Die gewaltsamen Aspekte Levthans spielen für Lucrann weniger eine Rolle, er akzeptiert sie und sieht Levthan als Täter, der bestraft wurde und daraus lernte. Lucrann lebt und liebt den Genuss und den Rausch, er nimmt sich, was er begehrt, verführt, wen er begehrt - aber nicht mit Gewalt.


  Meisterinformationen: Cavalliere-Titel

Den Titel eines Cavalliere erhielt er überraschend, aber ihm schmeichelnd von Oleana di Bellafoldi. Während seiner Knappschaft im Haus Amarinto fand die Baronin Gefallen an dem schon damals hübschen jungen Mann und er und sie wurden ein amouröses Paar. Als Geschenk und Belohnung für rahjagefällige Nächte verlieht Baronin Oleana Lucrann diesen Titel. Da Lucrann selbst nicht den Rossdienst im Gefolge des Herzogs antreten kann, finanziert er aus seinen Einkünften einen Cavalleristo.


Obwohl Lucrann von altem nordmärkischem Adel ist, zählt er aufgrund seines beschränkten Einflusses im Horasreich zum Nobilitat, wenn auch vielleicht zu den höheren Rängen.