Archiv:Nahrung für Sewamund (BB 41)

Version vom 10. Mai 2026, 11:00 Uhr von Tribec (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „<center><big>'''Nahrung für Sewamund'''</big></center> <center><big>von</big></center> <center><big>Faldria Zegampini</big></center> Nachdem Sewamund bereits einen Frühling voller Hunger, Mord und Totschlag erlebt hatte, versprach der Jahreswechsel zunächst wenig Besserung. Nachdem auf der Degano-Werft Grabesruhe eingekehrt war, blieb die Stimmung in der Stadt gespannt. Eine Lebensmittellieferung für die Manufak…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Nahrung für Sewamund
von
Faldria Zegampini

Nachdem Sewamund bereits einen Frühling voller Hunger, Mord und Totschlag erlebt hatte, versprach der Jahreswechsel zunächst wenig Besserung. Nachdem auf der Degano-Werft Grabesruhe eingekehrt war, blieb die Stimmung in der Stadt gespannt. Eine Lebensmittellieferung für die Manufakturarbeiter der Familie Luntfeld, die Dalida Luntfeld aus Veliris zu völlig überhöhten Preisen organisiert hatte, linderte deren Not nur vorübergehend. Im und um den Palazzo Luntfeld wurde vorsichtshalber das komplette Terzio der Schwarzen Äxte zusammengezogen, um die Besitzungen zu schützen. Auch andere Mitglieder der Sewamunder Signoria hatten die Wachen vor ihren Residenzen teils massiv verstärkt, um zu verhindern, dass ihnen ein Schicksal wie den Degano oder Cortesinio blühte.

Mitte Praios 1038 BF traf endlich unter dem Axtbanner ein größerer Wagenzug ein, vollbeladen mit Säcken almadanischen Weizens, ganzen Käselaiben, Wurstringen und Fässern mit eingelegtem und Harrassen mit frischem Obst und Gemüse. Sogar eine kleine Rinderherde hatten Colmar Luntfeld und Eslamuela von Culming dank Verbindungen zum Stierkönig Tauro Trigorne organisieren können. Zwei Zugochsen wurden noch am selben Abend geschlachtet, über großem Feuer gegart, und Hunderte Sewamunder konnten sich satt essen.

Deutlich weniger willkommen waren dagegen Colmars Cavallieri, welche den Zug eskortiert hatten und nach diesem Auftrag wenig Anstalten machten, in den Yaquirbruch zurückzukehren. Vielmehr bezogen die Söldner auf dem Gelände der Holzhalde ein Lager, als sichtbares und unmissverständliches Zeichen, dass Lania Luntfeld weder einen aufrührerischen Mob noch einen Ausstand oder sonstiges Aufbegehren in luntfeldschen Betrieben duldet.

FZ