Archiv:Neue Töne aus der Seilerei (BB 49)

Neue Töne aus der Seilerei – Ingerimms Klang in Sewamund?
Geron Einhand

Sewamund. Aus der traditionsreichen Seilerei im Viertel Corderia, wo Tag und Nacht der Klang der Spindeln und Feueresse zu hören ist, vernimmt man neuerdings ungewohnte Töne: Der Orgelbauer Salquirio Trebenfurt, sonst für seine Meisterwerke in Travia- und Ingerimmtempeln bekannt, hat in Zusammenarbeit mit dem Tempel zu St. Stordian ein neues Instrument entworfen, ein „Seilkammophon“.
„Wir führen heiße Luft durch gespannte Taue“, erläutert der Geweihte Thurdanio Stenblick mit begeistertem Glanz in den Augen. „Dabei entsteht ein Klang, der Ingerimm selbst Freude bereiten würde. Oder zumindest Stordian.“
Ziel des Projekts sei nicht allein Musik, sondern das Zusammenspiel von Handwerk und göttlicher Inspiration. Erste Aufführungen sollen zum Stordian-Tag im Firun stattfinden. In Corderia jedoch gehen bereits Gerüchte um, dass das Seilkammophon auch unangenehme Nebentöne hervorbringe, ein Fischer habe beim Klang der tiefsten Saite angeblich vor Angst sein Netz ins Feuer geworfen.
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