Religion Shenilos

Aus Liebliches-Feld.net
Version vom 13. August 2024, 20:36 Uhr von Rondrastein (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springenZur Suche springen

Shenilo   Stadtbeschreibung   Umland   Geschichte   Politik   Recht   Religion   Kultur   Wirtschaft   Insignien   Familien   Popolo   Mysterien   Briefspiel in Shenilo    

Hier finden sich allgemeine und spezieller Zeittafeln zur (Vor)-Geschichte Shenilos.

Zeitleiste bis in die Jüngere Zeit

Die Einträge geben nicht immer gesicherten Fakten, sondern auch legendenhafte Überlieferungen und kaum bekannte Chronistenforschungen wieder.

Das Bosparanische Reich

  • vor 950 v. BF: Geron der Einhändige findet inmitten des Großen Waldes seine letzte Ruhestätte.
  • 929-927 v. BF: Ulfaro von Pertakis, angeblich ein Kampfgefährte Gerons, ist dessen dritter Nachfolger als Schwert der Schwerter.
  • ca. 950-800 v. BF: Der Bau der großen Städte und der Schiffsbau erfordern viel Holz, der Urwald im Lieblichen Feld lichtet sich in der Zeit der Friedenskaiser. Das mächtiger werdende Kuslik fordert hohe Zölle und das Stapelrecht für alle Waren im Flusshandel. Die Seneb-Horas-Straße von Bethana nach Vinsalt wird gebaut. An einer Rodungsstelle, wo von der Yaquirstraße kommende Reisende gern eine erste Rast einlegen, entsteht auf einer Anhöhe ein befestigter Posten; in weiterer Folge wird ein kleiner Efferd-Schrein für die Pilger nach Bethana errichtet, und eine kleine Ansiedlung beginnt um Befestigung und Schrein zu wachsen. Auch das Grab eines Rondrianers, der heute in Shenilo als Geron der Einhändige identifiziert wird, wird von Pilgern besucht. Mit der Zeit wird die Anlage auf dem Hügel zu einer ummauerten Wegstation ausgebaut, die den Reisenden Obdach, aber auch Schutz bietet. Die Überreste des Drachen, den Geron getötet haben soll, werden auf einem Platz außerhalb der Burg zur Schau gestellt. Die Bewohner betrachten den Kampf als Prüfung Famerlors.
  • ca. 582 v. BF: Brigon der Ertränker errichtet nördlich der Wegstation ein Herrenhaus, begründet den Kult des Charr-Ulthar. Der erstarkende Kult zerstört den Efferd-Schrein und sucht sich bevorzugt Pilger als Opfer aus. Der Handelsverkehr auf der Straße nimmt in weiterer Folge ab, was das Reich auf den Kult aufmerksam macht. Fran-Horas geht persönlich gegen den Kult vor, eine Charr-Uthar-Beschwörung scheitert, Brigon stirbt dabei. Die schlangenartigen Dämonen, die Brigon herbeiruft, gehen fälschlicherweise als Drache in die Legenden der Siedlung ein.
  • Dunkle Zeiten: Mit dem allgemeinen Darniederliegen des Reiches schwindet die Bedeutung der Seneb-Horas-Straße, die von Wegelagerern heimgesucht wird und deren Zustand sich laufend verschlechtert. Irgendwann in dieser Zeit brennen Teile des Dorfes nieder, die Pilgerstation verfällt. Schließlich erobert der Wald sich das Land zurück. Das "Gerons"-Grab gerät in Vergessenheit. Obwohl das Skelett des Drachen längst verschwunden ist, nennen die Bewohner dessen Aufbewahrungsort immer noch Campus Famerlori (woraus später die Piazza Famerlor wird).
  • um 480 v. BF: Dozman-Horas befiehlt die Umhegung des Großen Waldes mit mehreren Festungen, die den Gefahren des Waldes und dorthin geflohenen Kultisten Einhalt gebieten sollen. Er beauftragt Krieger aus Arivor und Cuslicum, die die Kriegsgötter Rondra und Braziraku anbeten, mit der Bemannung der Festen.
  • um 470 v. BF: Der Krieger Rondriacus von Arivor, der sich einen Namen als Bezwinger von insektoiden Monstren gemacht hat, gründet das Kloster Rondrisfels.
  • 466 v. BF: Bei der Schlacht bei Porta Yaquiris treffen Anhänger verschiedener Kriegskulte aufeinander.
  • ca. 102 v. BF: Gandarev (Hofmagier von Silem-Horas) lässt das verfallene Herrenhaus wieder herrichten.
  • 83 v. BF: Gandarev stirbt in Folge einer missglückten Charyptoroth-Beschwörung. Die Bewohner glauben, der Drache sei zurückgekehrt, den Schwarzmagier zu töten. Später vermuten Gelehrte es habe sich um einen Eingriff Daradors gehandelt, der vom Boten des Lichts zur Hilfe gerufen worden sei.

Unter Garether Herrschaft

  • 4 BF: Schlacht auf dem Sichelfeld: Sichelbewehrte Bauern besiegen räuberische Goblins auf den Feldern der Herrschaft Elmantessa. Auf dem Kampfesplatz entsteht später die Ortschaft Falcino.
  • um 5 BF: Der Ritter Solstono erschlägt den Drachen von Solstono.
  • 14 BF: Der Grundstein von Burg Yaquirstein wird gelegt; in dieser Zeit bildet sich ein kleines Dorf. Im Zuge der Bauarbeiten an der Feste Yaquirstein wird eine Ansiedlung für die Arbeiter errichtet, aus der schließlich eine richtige kleine Ortschaft erwächst. Das Dörfchen wird ob seiner Lage Unteryaquirstein genannt. Im Schutz der Festung wird das Reisen wieder sicherer, man beginnt, die Seneb-Horas-Straße instand zu setzen, und so erfreut sich der Gasthof des Dorfes, der „Cenulae“ (bosp. „Zwischenmahlzeiten“) anbietet, bei Reisenden und Einheimischen zugleich bald großer Beliebtheit.
  • ca. 40 BF: Aurelia Lordanen und Drakhard der Geisterschmied versiegeln das Herrenhaus.
  • Zur Zeit der Kusliker Erzherzöge: Die Feste Yaquirstein wird weiter ausgebaut. Handel und Handwerk erstarken wieder und das Dörfchen Unteryaquirstein wächst stetig. Im Umland beginnt man, Wein anzubauen und legt so den Grundstock für den Reichtum der Gegend.
  • 379 BF: Als sich der Einfluss der Praios-Geweihtenschaft über das Land ausdehnt, fällt ihr kritischer Blick auch auf Unteryaquirstein. Um zu verhindern, dass in so unmittelbarer Nähe des Geronsgrabes in der wohlhabenden und zunehmend eigenständigen Region ketzerisches Gedankengut entstehen kann, wird Eregan Heliopher in die Region entsandt. Dieser, ein Custos Lumini mit weit reichenden Befugnissen, geht rasch daran, die Botschaft des Lichtes in die verstockten Herzen der Anwohner zu tragen. Sonnenlegionäre ziehen auf Burg Yaquirstein ein, die ebenso wie der Ort in Sonnenfels umbenannt wird. Um die misstrauischen Bewohner zu besänftigen, nennt man den Vorplatz des Tempels nach Darador, dessen angeblicher Eingriff nicht vergessen ist.
  • 381-422 BF: Der den Einwohnern abgepresste „Gottesdank“ wird zum Bau eines Praios-Tempels verwendet; während die Bevölkerung verarmt, wachsen die Mauern für den Götterfürsten.
  • ca. 418 BF: Der Elementarist Tijenus A’Kheÿa versucht gegen die Herrschaft der Praios-Geweihten vorzugehen, scheitert aber. Er flüchtet sich in das Herrenhaus, stirbt aber schließlich auf dem Scheiterhaufen. Der Sieg über den „namenlosen Schwarzkünstler“ bestätigt die Geweihtenschaft in der Annahme, die Region wäre ein Hort gefährlicher Ketzerei. Zwang und Unterdrückung nehmen zu.
  • 466 BF: Die Vertreibung der Priesterkaiser verhindert auch in Sonnenfels Schlimmeres. Die Bevölkerung, die knapp vor einem blutigen Aufstand gestanden war, wagt es zwar nicht, den Praios-Tempel niederzubrennen, aber die Geweihten werden aus der Stadt gejagt.
  • Herzogtum Kuslik: In der Rohalszeit findet Sonnenfels zu seinem alten Wohlstand zurück und wächst nach Jahrzehnten des Verfalls erstmals wieder. Man ist bestrebt, die Erinnerung an die Schreckensherrschaft der Priesterkaiser zu tilgen und so erscheint es wie ein Wink der Götter, dass beim Roden eines Waldstückes im Jahre 572 BF an der Straße Grundmauern aus alter Zeit entdeckt werden. Grabungen fördern eine verwitterte Steintafel mit der Aufschrift „Cenulae“ zu Tage. Die Arbeiter, denen das bosparanische Wort nichts sagt, stellen die Tafel am Ortsplatz auf; mit garethisierter Endung versehen beginnt sich Cenulo rasch als neuer Ortsname einzubürgern, denn das verhasste „Sonnenfels“ will man so schnell wie möglich vergessen, und „Unteryaquirstein“ war nicht derart schöner, dass man es nicht gern zugunsten dieses „alten Namens“ aufgeben würde. Gegen Ende der Rohalszeit trägt die Vorliebe für die schönen Künste zum Entstehen der Theatertradition des Volkstheaters in Cenulo bei. In bewusster Zuwendung zu den Gaben der Hesinde versucht man, die neue Zeit zu nutzen und die Zwänge und Schatten der Vergangenheit endgültig abzuschütteln. Der Grundstein für den Hesinde-Tempel wird 578 BF gelegt, 6 Jahre später ist der Bau vollendet.
  • Magierkriege: Die Wirren der Magierkriege gehen an dem mittlerweile als Shenilo bekannten Ort nahezu spurlos vorbei. Die Familie Menaris siedelt sich in dieser Zeit in der hesindefreundlichen Stadt an, um den Auseinandersetzungen zwischen den streitenden Gilden zu entkommen.
  • Bis zur Unabhängigkeit: In den folgenden Jahren und Jahrzehnten profitiert die Stadt von der Politik des Hauses Galahan, das die Herzogswürde hält und das Aufblühen des Hesinde-Kultes fördert. Zu Ehren von Hesindes „Gemahl“ wird der Platz um den Tempel der Göttin zur „Piazza Naclador“. Mit der Zeit wird jedoch die Steuerlast, die die Kaiser im fernen Gareth fordern, immer höher, die fruchtbare Provinz wird regelrecht ausgepresst. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst; die freigeistige Stadt Shenilo wird einer der Nährböden für den Wunsch nach Veränderung.

Die Unabhängigkeit

Wappen des Hauses Dorén
  • 744 BF: Burg Yaquirstein wird von Aufständischen erstürmt; Anführer ist eine Ritterin aus dem Hause Dorén. Haus Dorén erwirbt sich Sympathien der Bevölkerung: Als ein Heerhaufen der Garether auf dem Weg nach Pertakis auf Shenilo zuhält verhandelt ein Mitglied der Familie mit den Aufständischen. Die Strafexpedition Juban Galahans wird jedoch nur durch eine magische Beherrschung der aus Shenilo stammenden Asterata Menaris, Hofmagiern des Herzogs verhindert. Die Dorén schaffen mit der Unterstützung der Kaufherren und Ministerialen in Shenilo einen recht sicheren Hafen. Die Häuser Dorén und di Matienna schließen sich Graf Khadan Firdayons Zug nach Bethana an und helfen bei der Eroberung der Stadt. Nach dem Kusliker Frieden wird Haus Dorén offiziell als Signorsgeschlecht von Shenilo eingesetzt.
  • 752 BF: Nach dem Ende des Krieges wird die Domäne Pertakis der neuen Erzherrschaft Arivor zugeschlagen.
  • Herrschaft Dettmar Firdayons: Pertakis erlangt große Bedeutung als Flusshafen; dadurch wächst auch Shenilos Wohlstand.
  • Kusliker Krise: Während der Pertakischen Landherrenhändel (813-825 BF) wird der sheniler Signor Arsego Dorén zum Gransignor von Kusmara Galahans Gnaden. Während er Schlachten gegen die Alborntreuen schlägt, herrscht in Shenilo sein Hofmagus und errichtet die Magokratie Shenilo. Gylduria Menaris, Hohe Lehrmeisterin von Shenilo, unterstellt zudem die Geistlichkeit den Galahanisten. Nach deren Niederlage erleiden die beteiligten Geschlechter und der Hesinde-Kult einen Rückschlag.
  • 880-892 BF: Leondris Dorén residiert als Gransignor von Pertakis nicht in der Landstadt, sondern stattdessen in Shenilo und begründet damit das Autonomiestreben der Hesindestadt. Außerdem begründet er die Stadtgarde von Shenilo.
  • 964 BF: Haus Dorén gibt der Stadt einen eigenen Stadrat der neben dem Signor Einfluss auf die Geschicke Shenilos hat.
  • 999 BF: In der Landreform Königin Amene III. gelangt die Domäne Pertakis unter die Lehenshoheit der Grafen von Yaquiria.

Das neue Horasreich bis zum Krieg der Drachen

Im Folgenden werden Ereignisse der jüngeren Vergangenheit von Shenilo bis zum Krieg der Drachen aufgeführt. Sie sind zeitlich geordnet. Nur thematisch zusammenhängende Ereignisse durchbrechen diese Ordnung und finden sich darunter nach Themen sortiert.

Ereignisse


Themen


Shenilo im Krieg der Drachen

Nach Abspaltung von Pertakis wird auch das alte Stadtwappen nicht mehr verwendet


Siehe auch

Die Amtszeiten der ersten Gransignores von Shenilo


Die Spielerstadt Shenilo
Startseite | Geschichte | Umland | Karte und Stadtbeschreibung | Politik | Recht | Religion | Kultur | Insignien  | Wirtschaft | Familien | Personen | Magie und Mysterien
Briefspiel in Shenilo | Quellen | Kulinarisches
Stadtteile: Burg Yaquirstein | Geronsviertel | Cordovano | Braniboras | König-Khadan-Platz | Studiora | Stadionviertel | Nuovo Ruthor | Porta Pertakia | Boronanger

Hier sind einige allgemeine Bemerkungen zur Religionsausübung in Shenilo und dessen Umland zu finden, Einzelheiten zu den Tempeln finden sich in der Stadtbeschreibung bzw. den Tempelseiten.

Einfluss der Kirchen und Kulte

Den größten Einfluss in Shenilo besitzt mit Sicherheit die Kirche der Hesinde. Der Glaube an sie ist im Patriziat, aber auch unter der einfachen Bevölkerung weit verbreitet - ein Umstand, der vor allem der öffentlichen Schule der Stadt sowie dem Einfluss des Ordenshauses der Weißen Hexen zu verdanken ist und sich am prächtigen Hesinde-Tempel zeigt. Die Glaubenstradition des Hesinde-Tempels von Shenilo strahlt spätestens seit der politischen Aufwertung der Heimatstadt weit in das Umland aus, wiewohl sein Herz im gelehrten Stadtviertel Studiora am lautesten schlägt. Indes wird freilich das mitunter gar als Klein-Kuslik bezeichnete Stadtviertel vom Zentrum des Glaubens in der Metropole Kuslik selbst, die nicht fern ist, etwas geschmälert. Neben der Bildung steht auch die Magie in hohem Ansehen, der Consiliere Menacor, der oberste Magier der Stadt sitzt gar im Geweihtenrat, dem Consilium Draconis. Besonders hervorzuheben auf arkanem Terrain ist die Patrizierfamilie Menaris, die über eine ausgeprägte magische Tradition verfügt. Folgerichtig tut sie sich auch als Förderer und Mäzene des Draconiter-Instituts hervor.

Neuerdings ebenfalls groß ist die Bedeutung der Rondra-Kirche. Mit dem jüngst entdeckten Grab des Helden Geron und den dadurch einsetzenden Pilgerströmen fließen reichlich Geldmittel in die Opferstöcke der Leuendiener. Auch der in der Stadt sich ansiedelnde, rondrianisch geprägte Adel unterstützt den Tempel nicht unerheblich. Im Umland, besonders in der Gegend von Arinken und im Kloster Rondrisfels, wird Rondra bisweilen auch in erheblich archaischeren Formen verehrt, die die Rondra-Kirche bis heute aber noch nicht bemängelt hat. Die alte Bindung an Arivor und die Ardariten, die allen Tempeln der alten Domäne Pertakis zu Eigen war und ist, lässt auch die sheniloer Rondrianer sich näher zum Herz des Kultes im Horasreich wenden, denn zum progressiveren Kultus im Westen in Kuslik oder um den neu entstehenden Schwerpunkt um die Famerlorianer in Horasia.

Wie im gesamten zentralen Horasreich steht auch in Shenilo Rahja in hohem Ansehen. Erst 1018 BF wurde ihr am König-Khadan-Platz ein Tempel geweiht, der sich auch unter den Weinbauern der Umgebung großer Beliebtheit erfreut. Er ist ihrer horaskaiserlichen Majestät, der heiligen Svelinya geweiht und bewahrt eine Reliquie der verehrten Horas sowie eine des Lokalheiligen St. Edoran auf. In jüngster Zeit entstand im Park von Gut Zweiflingen auf private Initiative zudem eine Kapelle, die der Heiligen Rahjalina Stellona gewidmet ist, der Schutzpatronin des Bosparanjers. Während der Unruhen im Boron des Jahres 1037 BF soll es gar zu einem Harmonie stiftenden Wunder der Lieblichen gekommen sein.

Praios dagegen ist in Shenilo trotz eines kleinen Tempels inmitten des Magistratspalastes kaum präsent. Die Lebenslust und die geistige Offenheit der "Hesinde-Stadt" sowie die Eskapaden des ehemaligen Tempelvorstehers haben den Glauben an den Götterfürsten in den Köpfen der Sheniler nie wirklich Fuß fassen lassen. Gegen die überall präsenten Neuerungen und die Magieanwendung sträubt sich nur die Bewohnerschaft des Stadtteils Braniboras, in dem auch der Tempel gelegen ist.

Alle anderen Götter haben in Shenilo keinen Tempel, besitzen natürlich aber durchaus Bedeutung. Efferd zollt man wegen des nahen Yaquirs Achtung und mit den Häusern di Selshed und Calven-Imirandi haben sich zwei Adelshäuser in der Stadt angesiedelt, die traditionell enge Verbindungen zum Kult des Launenhaften pflegen. Diese beiden Häuser und einige Privatspender haben auch jüngst in Côntris einen kleinen Efferd-Tempel gestiftet, geweiht dem heiligen Jel. Die Travia-Kirche dagegen hat in der Stadt gegen Rahjas Einfluss einen schweren Stand - im Umland dagegen finden sich zahlreiche Schreine zu ihren Ehren, ebenso solche der Peraine. Beide Göttinnen sind jedoch auch innerhalb des Stadtgebietes mit dem Donatorier-Kloster und dem Therbuniten-Spital vertreten.

Tsa ist vor allem bei Ackerbürgern und auch Weinhändlern beliebt. Der Glaube an Phex als Handelsgott ist auch bei den Patriziern nur wenig verbreitet. Als Herr der Diebe sollen ihm jedoch einige eher zwielichtige Bewohner der Stadt huldigen. Firun ist allenfalls für den Adel als Jagdgottheit interessant, während die Achtung vor Boron zwar alle Schichten umfasst, aber aktive Verehrung meist auf Trauerfeierlichkeiten begrenzt ist. Ingerimm wird vor allem von einigen einfachen Handwerkern verehrt, die gehobenen Gewerbe wie das der Drucker verehren meist Hesinde.

Eine absolute Randstellung nehmen die nicht-zwölfgöttlichen Kulte ein, wobei Sumu im Arinkelwald, Satuaria unter den wenigen Hexen und der Namenlose bei düsteren Gelichtern einige Anhänger gefunden haben mögen.

Halbgötter und Helden

Augenfälligstes Merkmal der Verehrung von halbgöttlichen Wesen sind die Plätze der Stadt, die den Hohen bzw. Alten Drachen Naclador, Darador, Yalsicor, Fuldigor und Umbracor gewidmet sind. Auch die Draconiter, die einstmals in der Stadt eine Niederlassung hatten, hinterließen mit ihrem Kult um Naclador in den gebildeten Schichten einige Spuren. An 'echten' Halbgöttern findet sich nur die Ehrung Madas durch die Schwesternschaft der Mada auf Burg Yaquirstein.

An Heiligen werden in Shenilo meist rondrianische Krieger verehrt, die mit dem Schwert in der Hand ihre Taten vollbrachten. So treten neben Geron, der als Stadtheiliger gelten kann und dessen Grab bereits vom Erzherrscher von Arivor besucht wurde (auch der Rondra-Tempel trägt seinen Namen), der kryptische Ritter Solstono und als historisch jüngste Gestalt der ehemalige Stadtherr Cordovan II. Dorén. Daneben erfahren in geringerem Maße die heilige Lamea als Patronin des Donatorierklosters, sowie die Horaskaiser Brigon und Svelinya-Horas als Namensgeber des Hesinde- bzw. Rahja-Tempels Verehrung. Therbûn von Malkid als Schutzherr des Spitals vervollständigt das Bild.

Die Pilger

Als (mittlerweile zumindest de facto anerkannte) Grablege des Heiligen Geron und hesindial-intellektuelles Zentrum der Ponterra erfährt Shenilo einen reichen Zustrom an Pilgern. Dazu kommen Horas-Verehrer, die auf dem Weg nach Horasia die Stadt durchqueren und Efferd-Gläubige, die Bethana zustreben. Alle zusammen gezählt, befinden sich auch in den Wintermonaten einige Dutzend, wenn nicht mehr als einhundert Pilger in der Stadt, während sich in der Reisezeit im Frühjahr und Sommer sicherlich mehrere hundert in den Mauern Shenilos drängen.

Die Stadt, besonders die Devotionalienhändler, Wirte und Stadtführer, leben gut von den Einnahmen, die von den eher wohlhabenden Reisenden, die die Gottheiten Hesinde und Rondra anziehen, gewonnen werden können; die Tempelvorsteher freuen sich des öfteren über Stiftungen in den Testamenten der Gläubigen.

Siehe auch


Die Spielerstadt Shenilo
Startseite | Geschichte | Umland | Karte und Stadtbeschreibung | Politik | Recht | Religion | Kultur | Insignien  | Wirtschaft | Familien | Personen | Magie und Mysterien
Briefspiel in Shenilo | Quellen | Kulinarisches
Stadtteile: Burg Yaquirstein | Geronsviertel | Cordovano | Braniboras | König-Khadan-Platz | Studiora | Stadionviertel | Nuovo Ruthor | Porta Pertakia | Boronanger