Marbio Rudor Raloff
Marbio Rudor Raloff sah früher mit seiner Leibesfülle und der stets rauchenden Pfeife im Mundwinkel geruhsamer aus, als er es ist. Sein Ruf als an Innovationen interessierter Mann ließ häufig reisende Handwerker und Gelehrte an seine Tür klopfen. Wenn seine privaten Mittel es zuließen, war er dann auch gerne bereit, Geld in die ihm vorgetragenen Pläne zu investieren, wenn auch nicht immer mit Erfolg.
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Im Zuge der Raloffkrise verließ er seine Heimatstadt Efferdas. Im Urbeter Exil wandelte er sich zu einem disziplinierteren Mann, der vom Mäzen selbst zum Erfinder und Innovator wurde. Er entwickelte sein bestehendes Interesse für Architektur und Baukunst weiter, fertigte Bauskizzen als Auftragsarbeiten und experimentierte mit Baukränen und Flaschenzügen. Dabei kam ihm sein umfassendes Theoriewissen sehr gelegen. Auch an Skulpturen und der Malerei hat er sich mit respektablem Erfolg bereits versucht. Der tiefe Fall seiner Familie scheint Marbios verborgene Talente zum Vorschein gebracht und ihn aus seiner Lethargie gerissen zu haben.
Im Phex 1046 BF gelang es ihm nach harten Verhandlungen mit dem neuen Baron von Sewamund Dareius Amarinto für seine Familie den lukrativen Auftrag zu erhalten, die Baumaßnahmen in der zukünftigen Residenzstadt Sewadâl zu beaufsichtigen. Hierzu wurde er selbst zum Vogt Sewadâls ernannt, während sein jüngerer Bruder Acanio Silem Raloff als verlängerter Arm der berühmten Architektin Bende ter Groot die Bauleitung übernahm. Marbio nutzte die ihm gewährten Freiheiten um weitere Familienmitglieder nach Sewadâl und Sewamund zu holen, da er eine Gelegenheit erkannte die tief gefallene Familie langfristig wieder in den Kreis der respektierten Patrizierfamilien zurückzuführen.
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Vorgänger
Alricilian Raloff |
Nachfolger
amtierend |
