Sewamunder Flotte

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Die Hafenstadt Sewamund besitzt seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung für die militärische und kommerzielle Schifffahrt Phecadiens. Bis zum Thronfolgekrieg war hier die VIII. Flottille der Horaskaiserlichen Heimatflotte unter Admiral Dorian ter Broock stationiert. Nach deren Niedergang gründete Herzog Cusimo Garlischgrötz schließlich 1048 BF die Phecadische Flotte, die im neuen Kriegshafen ihren Hauptstützpunkt erhielt und dergestalt an die Tradition der alten VIII. Flottille anknüpft. Daneben bestehen die städtischen Seestreitkräfte und private Kauffahrer, Expeditions- und Fischereischiffe der Patrizier- und Bürgerfamilien.

Militärische Schifffahrt

Phecadische Flotte

Der Sewamunder Flottenstützpunkt 1048 BF

Die Phecadische Flotte ist die Kriegsflotte der Herzöge von Grangorien. Herzog Cusimo Garlischgrötz gründete sie 1048 BF als Reaktion auf die Piratengefahr im Windhag. Die im Aufbau befindliche Flotte wurde im neuen Kriegshafen stationiert, besitzt eine eigene militärische Führung und ist von den städtischen Seestreitkräften zu unterscheiden. Ihr Flaggschiff ist die Karracke Herzog Cusimo.

Zusammensetzung 1048 BF

Kriegshafen und Neue Admiralität

Der westliche Teil des Neuen Hafens dient als Kriegshafen der Phecadischen Flotte. Er liegt auf einer künstlichen Hafeninsel und verfügt neben den Liegeplätzen der Kriegsschiffe über die für deren Versorgung und Instandsetzung notwendigen Einrichtungen. Zum Kriegshafen gehören unter anderem die Neue Admiralität, Matrosenunterkünfte, ein Arsenal, eine Schmiede und Gießerei, eine Schiffszimmerei, ein Proviantmagazin, Segel- und Taulager und Unterkünfte für Seesöldner.
Die Neue Admiralität beherrscht den westlichen Kai und ist das Verwaltungszentrum der Phecadischen Flotte. Von hier aus werden die herzoglichen Kriegsschiffe, Küstenpatrouillen und Teile der Hafenverteidigung koordiniert. Zugleich dient das Gebäude als Kommandositz für die Schiffe der Vereinigten Sewaklande. Die alte Sewamunder Admiralität hatte sich in dem Gebäude befunden, das heute das Hotel Admiral von Tern beherbergt. Im Zuge der Umgestaltung des Hafens nach 1046 BF wurde sie durch den Neubau ersetzt.

Städtische Seestreitkräfte

Neben der herzoglichen Flotte unterhält die Stadt eigene Seestreitkräfte. Deren Oberkommando liegt beim Commodore von Sewamund, der seinen Sitz ebenfalls in der Neuen Admiralität hat. Seit Tsa 1046 BF bekleidet Ucian van Hoven dieses Amt. Der Commodore führt die städtische Flotte, beaufsichtigt die Hafenfestung und trägt Verantwortung für die Instandhaltung der Seeverteidigungsanlagen. Zugleich koordiniert er die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Phecadischer Flotte. Ihm unterstehen unter anderem der Kastellan der Hafenfestung und die für den Seedienst angeworbenen Söldner. Die Sewakdrachen dienen hierbei als städtische Seesöldner. Ihre Condottiera Sewakia van Hoven ist derzeit auch die Castellanin der Hafenfestung.

Herzog-Cusimo-Colleg

Eng mit der militärischen Schifffahrt verbunden ist das im Praios 1048 BF anlässlich des 75. Tsatags Herzog Cusimo Garlischgrötz' gegründete Herzog-Cusimo-Colleg. Die herzoglich-grangorische Seekadettenschule soll künftige Offiziere, Navigatoren und Seemagier der Phecadischen Flotte ausbilden, steht aber auch dem Nachwuchs der Handelsschifffahrt der phecadischen Seestädte offen. Sie befindet sich in der alten Hafenfestung und verfügt über Unterrichts- und Verwaltungsgebäude, Werkstätten, Unterkünfte und Einrichtungen für die Ausbildung von Seemagiern. Ihre Ausbildungsschiffe liegen im Kriegshafen. Kadetten nehmen an Flottenübungen teil und unterstützen Kartographen, Navigatoren und die Verwaltung der Admiralität.

Historische Militärschifffahrt

VIII. Flottille zu Beginn des Thronfolgekrieges

Bis zum horasischen Thronfolgekrieg war Sewamund Stützpunkt der VIII. Flottille der Horaskaiserlichen Heimatflotte. Kommandant war Vize-Admiral Marik di Bellafoldi.

Der Sewamunder Flottenstützpunkt 1030 BF
  • Alte Schivone "Broden von Tern" (Flaggschiff)
  • Alte Schivone "St. Stordian"
  • Holk "Wappen von Sewamund"
  • Holk "Sewaland"
  • Kutter "Sewakflunder"
  • Kutter "Blinky"
  • Kutter "Rosengasse"
  • Kutter "Ariano"

Einsätze im Thronfolgekrieg

Die Flottille erlitt während des Krieges Verluste.

Sewamunder Flotte 1033 BF

Nach dem Thronfolgekrieg wurde die geschwächte Flotte teilweise wieder aufgebaut. Kommandantin war Commodora Karianna Degano.

Das neue Flaggschiff "Stolz von Sewamund" war eine Schivone der Seewolf-Klasse. Die Stadt erwarb das 1028 BF in Festum gebaute Schiff nach den Verlusten der Seeschlacht von Phrygaios von einem Festumer Handelsherrn und ließ es in Grangor für den Kriegsdienst umbauen. Finanziert wurde der Ankauf aus Teilen der Beute von Phrygaios und einer Umlage unter den Lilienratsfamilien.

Der Holk "Wappen von Sewamund" war bei der Ersten Schlacht um Ruthor schwer beschädigt worden und wurde in Kuslik umgebaut. Danach wurde das Schiff als Karracke geführt.

Der Kutter "Sieg bei Phrygaios" war ein Neubau und wurde am 20. Praios 1032 BF in Dienst gestellt. Die älteren Kutter "Rosengasse" und "Ariano" wurden generalüberholt.

Die Karavelle "Haimaul" war eine pailische Karavelle, die in der Seeschlacht von Phrygaios erbeutet worden war.

Umbruch 1046 BF

1046 BF bedeutete für die Schifffahrt einen Einschnitt. Alteingesessene Familien verließen Sewamund, andere gingen zugrunde, Schiffe wechselten Besitzer oder Heimathafen. Gleichzeitig führten Resolutionsaufstand, Sturmflut und die Neuordnung zu einer Neugestaltung von Hafenverteidigung und Flottenführung. Die folgende Aufstellung stellt daher eine Momentaufnahme um 1046 BF dar und nicht den aktuellen Flottenbestand.

Städtische und bewaffnete Schiffe

Bewaffnete Handels- und Expeditionsschiffe

Handels- und Forschungsschiffe

Fischereischiffe

Handelsschifffahrt

Nordlandhandel

Als Mitglied im Bund der Sieben Seestädte besitzt der Handel über das Siebenwindige Meer für Sewamund besondere Bedeutung. Eine zentrale Stellung nimmt die Nordmeer-Compagnie ein, die im Hafen mehrere Kontore und Einrichtungen unterhält. Von hier bestehen Handelsverbindungen unter anderem nach Albernia, in den Windhag, die Nordmarken, nach Thorwal und weiter in den aventurischen Norden. Eng mit diesem Handel verbunden ist die Sewamunder Siebenwind-Compagnie unter Alfredo Continio, die 1035 BF aus der früheren Reederei Continio hervorging. Anders als ihr Vorgänger besitzt die Handelscompagnie keine eigene Flotte, sondern mietet für Unternehmungen Schiffsraum bei anderen Reedern an.

Zu den weiterhin in Sewamund beheimateten privaten Kauffahrern gehören unter anderem:

Die "Vankachel" befährt insbesondere die nördlichen Routen der Nordmeer-Compagnie.

Südlandhandel

Auch im Handel mit Südaventurien spielen Sewamunder Schiffe eine Rolle. Besonders die Familie Cortesinio unterhält Verbindungen nach Brabak und Chutal und ins Kemireich.

Die "Meermaid" fährt zwischen Sewamund und Grangor einerseits und Brabak und Chutal andererseits. Nach Süden werden vor allem Nordlandhölzer transportiert, auf der Rückfahrt Südlandhölzer, Zucker und Tabak.

Uthuria- und Expeditionsschifffahrt

Seit den ersten Sewamunder Uthuriafahrten bildet die Expeditionsschifffahrt einen prestigeträchtigen und riskanten Teil der Seefahrt. Das Uthuria-Konsortium und später die Sewamunder Uthuria-Compagnie brachten mehrere Patrizierfamilien dazu, Geld, Schiffe und Personal für Fahrten in den fernen Süden bereitzustellen. Zu den im Umfeld dieser Unternehmungen bekannten Schiffen zählen unter anderem:

Da diese Schiffe über längere Zeit auf Expedition oder Handelsfahrt sein können, bedeutet ihre Zugehörigkeit zu einer Sewamunder Familie oder Gesellschaft nicht, dass sie regelmäßig im Heimathafen anzutreffen sind.

Historische Handelsschifffahrt

Bis zum Thronfolgekrieg lief die Karracke "Blüte von Benbukkula" unter Käpt'n Tschutschuk regelmäßig Sewamund an. Für die Seeschlacht von Phrygaios wurde das Schiff vom Lilienrat requiriert. Es wurde während der Schlacht so schwer beschädigt, dass es wenig später sank. Käpt'n Tschutschuk und rund zwei Drittel seiner Besatzung überlebten den Untergang und forderten von Sewamund Entschädigung.

Auch die politischen und wirtschaftlichen Umbrüche von 1046 BF veränderten die Schifffahrt. Die Familie Nardini übersiedelte nach Westenende, die Familie ya Diamero brach zusammen und verließ Sewamund, während andere Familien und Handelsgesellschaften deren Platz einnahmen. Einzelne ältere Schiffe wechselten den Eigentümer, erhielten einen neuen Heimathafen oder gingen in die neuen militärischen Strukturen des Herzogtums ein.