Gut Valdoro
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Das Gut Valdoro ist ein Weingut des Hauses ya Satara am Banquir bei Cinanzia. Das Weingut des Hauses ya Satara bei Cinanzia - Stand 1046 BF
== 1. Überblick ==
1.1 Lage und Bedeutung des Gutes
Gut Valdoro ist das Weingut des Familienzweiges ya Satara bei Cinanzia, östlich von Arinken am Banquir. Der Besitz liegt in einer traditionsreichen Weinbaulandschaft und in der Nähe der Weinberge und Besitzungen der di Matienna. Gemeinsam mit den Besitzungen der Familie in Satara bildet Gut Valdoro eine wesentliche wirtschaftliche Grundlage des Hauses ya Satara. Das Gut gehört nicht zu den großen, weithin berühmten Prunkweingütern des Horasreiches. Es ist vielmehr ein traditionsreicher, angesehener und solide wirtschaftender Familienbetrieb. Seine Weine besitzen einen guten regionalen Ruf; der Banquiri ist auch über das unmittelbare Umland hinaus bekannt. Der Name des Gutes erinnert an seinen Begründer Valdoro ya Satara (937–1009 BF). Der heutige Weinbau ist jedoch das Ergebnis der Arbeit mehrerer Generationen. In der Gegenwart wird Gut Valdoro faktisch von Nanduriel ya Satara geführt. Seine siebzehnjährige Tochter Rahjane ya Satara wird bereits auf dem Gut ausgebildet und gilt als wahrscheinliche spätere Nachfolgerin.
Unter Rahjane hat eine vorsichtige Modernisierung des Betriebes begonnen. Ihr Ziel ist ausdrücklich nicht, Gut Valdoro in einen möglichst großen Erzeuger billigen Weines zu verwandeln. Stattdessen möchte sie die vorhandenen Weinberge besser nutzen, Qualität und Ertrag steigern, unterschiedliche Qualitätsstufen deutlicher voneinander trennen und möglichst jeden verwertbaren Bestandteil der Ernte wirtschaftlich nutzen. Ihr Grundgedanke lautet: Aus denselben Weinbergen sollen bessere Weine, höhere Einnahmen und neue Handelswaren entstehen. Die dadurch entstehenden Mehrerlöse sollen dem Gut wiederum ein schrittweises Wachstum ermöglichen.
1.2 Charakter des Gutes
Gut Valdoro soll trotz aller zukünftigen Veränderungen seinen handwerklichen Charakter behalten. Die Familie produziert keine riesigen Mengen. Vielmehr lebt der Betrieb von der Verbindung verschiedener eigener Ressourcen: den Weinbergen bei Cinanzia, der Erfahrung mehrerer Winzergenerationen, der Holzwirtschaft in Satara mit dem familieneigenen Sägewerk und der Fassherstellung, dazu kommen noch familiäre und gesellschaftlichen Beziehungen und zunehmend Rahjanes systematischerer Wirtschaftsweise. Die Modernisierung folgt damit einem typisch horasischen Gedanken: Fortschritt entsteht nicht durch einen Bruch mit dem Alten, sondern durch Beobachtung, bessere Organisation, verfeinertes Handwerk und geschicktere Vermarktung.
== 2. Die Geschichte des Weinbaus ==
2.1 Valdoro ya Satara und die Gründung
Valdoro ya Satara (937–1009 BF) begründete den Besitz, aus dem später das heutige Gut Valdoro hervorging. Zu Beginn handelte es sich noch nicht um ein eigentliches Weingut. Valdoro schuf vielmehr den Hof und die wirtschaftliche Grundlage, auf der sich der spätere Weinbau entwickeln konnte. Er stellte Land und Arbeitskraft bereit und legte damit den Grundstein für den dauerhaften Familienbesitz. Nach seinem Tod blieb sein Name mit dem Gut verbunden. Der Besitz trägt heute zu seinem Andenken den Namen: Gut Valdoro
2.2 Lavinia Vinarii und die ersten Reben
Für die eigentliche Entstehung des Weinbaus war Valdoros Ehefrau Lavinia Vinarii von entscheidender Bedeutung. Lavinia entstammte einer Familie und Gegend mit eigener Weinbautradition. Sie brachte nicht nur geeignete Reben mit auf den Besitz, sondern vor allem auch Wissen über deren Pflanzung und Pflege. Sie erkannte geeignete Hanglagen, kümmerte sich um die jungen Reben und sorgte dafür, dass aus den ersten Pflanzungen ein dauerhaft bewirtschafteter Weinberg wurde. Die Entstehungsgeschichte von Gut Valdoro lässt sich deshalb nicht allein Valdoro zuschreiben: Valdoro schuf den Besitz, aber Lavinia brachte den Weinbau.
2.3 Marcos ya Satara und die Verstetigung des Betriebes
Nach Valdoros Tod führte sein Sohn Marcos ya Satara den Besitz weiter. Unter Marcos entwickelte sich der Weinbau endgültig von einem noch jungen Nebenerwerb zu einem dauerhaften Wirtschaftszweig des Familienbesitzes. Die Weinberge wurden erweitert, Keller und Lagerung erhielten größere Bedeutung und der Wein wurde zunehmend nicht nur für den Eigenbedarf und das unmittelbare Umfeld erzeugt. Marcos steht damit für die Verstetigung des von seinen Eltern begonnenen Werkes.
2.4 Maralita Solivino und die erste Veredelung
Auch Marcos' Ehefrau Maralita Solivino, geb. 959 BF, spielte eine bedeutende Rolle. Maralita brachte zu ihrer Hochzeit neue Rebstöcke beziehungsweise Edelreiser aus der Weinbautradition ihrer Familie mit. Anders als Lavinia, die den eigentlichen Weinbau begründet hatte, widmete sich Maralita stärker der Verbesserung der inzwischen vorhandenen Bestände. Sie ließ neue Reben zwischen den bestehenden Pflanzen setzen und begann damit, geeignete ältere Stöcke mit den mitgebrachten Sorten zu veredeln. Damit setzte bereits früh eine Tradition ein, die Rahjane Jahrzehnte später wieder aufgreift: Neue Reben sollen das Bestehende nicht verdrängen, sondern es verbessern.
==3. Das Andenken der Vorfahren=
Die Geschichte des Weinbaus wird auf Gut Valdoro nicht allein in Familienchroniken bewahrt. Mehrere Orte und Erzeugnisse erinnern an jene Vorfahren, die den Besitz besonders geprägt haben.
3.1 Gut Valdoro
Das gesamte Gut trägt den Namen seines Begründers Valdoro ya Satara. Keine andere Ehrung des Familienzweiges ist derart sichtbar und dauerhaft.
3.2 Der Laviniengarten
An Lavinia Vinarii erinnert der Laviniengarten. Dabei handelt es sich um eine kleinere, besonders gepflegte Rebfläche des Gutes. Nach der Familienüberlieferung befanden sich in diesem Bereich einige der ersten von Lavinia angelegten Weinberge. Natürlich wachsen dort längst keine ursprünglichen Rebstöcke aus ihrer Zeit mehr. Über Generationen wurden jedoch Ableger und Nachfolger der alten Bestände weitergezogen. Der Laviniengarten steht deshalb symbolisch für den Beginn des Weinbaus auf Gut Valdoro.
3.3 Der Marcoskeller
An Marcos ya Satara erinnert der Marcoskeller. Damit wird eines der älteren noch genutzten Kellergewölbe von Gut Valdoro bezeichnet. Der Name erinnert daran, dass Marcos den begonnenen Weinbau dauerhaft als Wirtschaftszweig etablierte und die dafür benötigten Keller- und Lagerstrukturen weiterentwickelte.
3.4 Maralitas Rose
Maralita Solivino soll durch einen eigenen Wein geehrt werden. Rahjane plant einen leichten Rosenwein mit dem Namen: Maralitas Rose. Der Wein soll Maralitas Rolle bei der Veredelung der alten Rebbestände aufgreifen. Dass gerade Rahjane diesen Wein entwickelt, verbindet zwei Generationen miteinander, die trotz des großen zeitlichen Abstandes einen ähnlichen Gedanken verfolgen: Neues soll nicht um seiner Neuheit willen eingeführt werden, sondern die bestehenden Traditionen des Gutes weiterentwickeln. Zuerst muss sich Rahjane aber mit der Tolmanseiche beweisen.
3.5 Die Tolmanseiche
Rahjanes erstes eigenes Spitzenprodukt ehrt ihren Großvater Tolman ya Satara. Die Tolmanseiche bezeichnet sowohl eine große alte Eiche zwischen den besten oberen Rotweinlagen als auch den dort entstehenden edlen Rotwein. Damit wird Tolman bereits zu Lebzeiten ein Platz in der Geschichte des Gutes eingeräumt.
== 4. Lage und Umgebung==
4.1 Cinanzia
Gut Valdoro liegt bei Cinanzia, östlich von Arinken am Banquir. Die Lage verbindet mehrere Vorteile. Arinken ist nah genug, um Händler, Handwerker und größere Absatzmärkte ohne lange Transportwege zu erreichen. Gleichzeitig besitzt das Gut außerhalb der Stadt ausreichend Fläche für Weinberge, Wirtschaftsgebäude und zukünftige Erweiterungen. Über die regionalen Straßen bestehen zudem gute Verbindungen nach Shenilo und in die übrige Ponterra.
4.2 Nachbarschaft zu den di Matienna
In der Umgebung von Cinanzia befinden sich auch Weinberge und Besitzungen der di Matienna. Gut Valdoro liegt damit nicht isoliert, sondern in einer seit langer Zeit durch Weinbau geprägten Landschaft. Die Nähe beider Familienbesitze und die bestehenden verwandtschaftlichen Beziehungen begünstigen einen natürlichen Austausch. Dies umfasst gegenseitige Hilfe während großer Lesen, Austausch von Arbeitskräften, gemeinsame Beschaffung einzelner Gerätschaften, Vergleich verschiedener Jahrgänge, Austausch von Rebstöcken und Edelreisern, sowie eine freundschaftliche Konkurrenz um die besseren Weine. Gerade für Rahjane ist diese Nachbarschaft wertvoll. Neues Wissen muss nicht immer aus weit entfernten Regionen kommen; auch erfahrene Winzer der unmittelbaren Umgebung können wichtige Anregungen liefern.
==5. Die Weinlagen==
5.1 Die flussnahen Lagen
Die tieferen Weinberge in Richtung Banquir sind am Morgen häufiger kühl und leicht neblig. Im Laufe des Tages erwärmen sie sich langsam. Diese Lagen eignen sich besonders für helle Weine. Aus den besten Parzellen stammen die Trauben für den Banquiri. Andere flussnahe und mittlere Lagen liefern einen erheblichen Teil des Satarer Weiß.
5.2 Die mittleren Lagen
Die mittleren Hänge sind wärmer und meist ertragreicher. Hier wachsen sowohl weiße als auch rote Reben. Die Trauben besitzen zuverlässig eine gute Qualität, erreichen aber meist nicht die besondere Konzentration der besten oberen Parzellen. Aus diesen Weinbergen stammen große Teile des Satarer Weiß und Satarer Rot.
5.3 Die oberen Rotweinlagen
Die höchsten Weinberge sind trockener, steiniger und stärker Sonne und Wind ausgesetzt. Der Ertrag ist geringer, dafür entwickeln die roten Trauben dort einen intensiveren und konzentrierteren Geschmack. Hier befinden sich einige der ältesten roten Rebstöcke des Gutes. Zwischen diesen Weinbergen steht die große alte Tolmanseiche. Aus den besten Parzellen ihres Umfeldes entsteht Rahjanes neuer Spitzenwein gleichen Namens.
==6. Der Gutshof==
6.1 Erscheinungsbild
Gut Valdoro ist kein Schloss, sondern ein größerer, gepflegter horasischer Gutshof aus hellem Stein, dunklem Fachwerk und roten Ziegeldächern. Die Gebäude gruppieren sich um einen großen Wirtschaftshof. Der Besitz wirkt recht wohlhabend und gepflegt, aber nicht verschwenderisch. Gebäude werden repariert und erweitert, statt bei jeder Gelegenheit vollständig ersetzt zu werden.
6.2 Das Herrenhaus
An der höchsten Stelle des Gutshofes steht das zweigeschossige Herrenhaus. Es wurde bereits von Valdoro erbaut und damals auch als Kelterhaus genutzt, erst die nächsten Generationen bauten es zum reinen Wohnhaus aus und ließen es ständig renovieren und den Bedarfen anpassen. Es verfügt unter anderem über einen größeren Speiseraum, einen kleineren Salon, mehrere Gästezimmer, die privaten Räume der Familie, Nanduriels Arbeitszimmer, sowie eine Terrasse mit Blick über die Weinberge. Hier werden auch Händler, Familienmitglieder und andere wichtige Gäste empfangen.
6.3 Das Kelterhaus
Das Kelterhaus bildet während der Weinlese das Zentrum des Betriebes. Hier befinden sich die bestehenden Pressen, Bottiche, Arbeitstische und Auffanggefäße. Während der Lese stehen die großen Türen beinahe ständig offen, und der Duft zerdrückter Trauben liegt über dem gesamten Wirtschaftshof. Rahjane möchte das Kelterhaus später umfassender verbessern. Der geplante Umbau ist 1046 BF jedoch noch nicht erfolgt.
6.4 Die Weinkeller
Die Keller reichen tief in den Hang hinein. In der Familie wird gerne behauptet, einige der ältesten Gewölbe stammten noch aus bosparanischer Zeit. Ob dies tatsächlich stimmt, ist ungeklärt. Die Keller dienen der Gärung, Lagerung und Reifung der Weine. Rahjane hat bereits begonnen, unterschiedliche Bereiche klarer voneinander zu trennen. Ein kleiner abgeschlossener Bereich dient ihr inzwischen als vorläufiges Kabinett für Versuchsfässer, besondere Weine und einzelne zurückgelegte Flaschen.
6.5 Weitere Gebäude
Zum bestehenden Gut gehören außerdem: Stallungen, Wagenremisen, Arbeiter- und Gesindeunterkünfte, Küferarbeitsplätze, Küche und Backhaus, Lager- und Wirtschaftsgebäude, ein ummauerter Kräuter- und Nutzgarten, sowie ein kleiner Rahja-Schrein.
==7. Verbindung zu Satara und dem Arinkelwald==
7.1 Das Sägewerk
Gut Valdoro und die Besitzungen der Familie im Dorf Satara sind wirtschaftlich eng miteinander verbunden. In Satara, dem Stammsitz der Familie, betreibt die Familie ihr Sägewerk und nutzt die Holzwirtschaft des Arinkelwaldes. Dadurch können Fässer, Kisten und andere Holzarbeiten teilweise innerhalb des eigenen Familienbesitzes hergestellt werden.
7.2 Folnor ya Satara
Folnor ya Satara, Nanduriels jüngerer Bruder, ist besonders eng mit diesem Bereich verbunden. Er entscheidet mit darüber, welche Stämme als gewöhnliches Bauholz und welche für besonders hochwertige Arbeiten verwendet werden. Gerade geeignete Eichen werden sorgfältig ausgewählt und über längere Zeit getrocknet.
7.3 Eigene Fässer
Der Küfer des Weingutes entscheidet gemeinsam mit den Verantwortlichen des Sägewerks, welches Holz sich für welche Fässer eignet. Rahjane beginnt zunehmend darauf zu achten, die Fässer nach Alter, Holz und bisheriger Nutzung zu unterscheiden. Neue oder kräftiger aromatische Eichenfässer werden eher für Rotweine verwendet. Ältere, geschmacksneutralere Fässer eignen sich besser für Weißweine. Ein Teil der Rotweinfässer wird innen vorsichtig angeröstet. Die Verbindung aus eigenem Weinbau, eigenem Holz und eigener Fassherstellung soll langfristig zu einem besonderen Kennzeichen von Gut Valdoro werden.
== 8. Die Familie auf Gut Valdoro um 1046BF ==
8.1 Tolman
Tolman ya Satara, geboren 980 BF, ist weiterhin das nominelle Oberhaupt des Familienzweiges. Er verkörpert die Tradition von Gut Valdoro. Tolman kennt Weinberge, alte Jahrgänge und Familiengeschichten wie kaum ein anderer. Veränderungen begegnet er zunächst skeptisch. Er ist jedoch nicht grundsätzlich gegen Neuerungen. Kann Rahjane ihm beweisen, dass eine Idee funktioniert und den Charakter des Gutes bewahrt, lässt er sich überzeugen.
8.2 Caldria
Tolmans Ehefrau Caldria Kelpie, geboren 982 BF, bringt vor allem kaufmännisches Wissen in die Familie ein. Sie denkt stärker als Tolman in: Preisen, Absatzwegen, Lagerkosten, Handelspartnern und Marktchancen. Über ihre Herkunftsfamilie bestehen zudem wertvolle Verbindungen zum Weinhandel. Das Handelsnetz der Kelpie bleibt bisher ein wichtiger Absatzweg für Gut Valdoro.
8.3 Nanduriel
Nanduriel ya Satara, geboren 1002 BF, führt inzwischen das tatsächliche Tagesgeschäft des Weingutes. Er kümmert sich unter anderem um: Lieferverträge, Preise, Lagerbestände, Arbeiter, Reparaturen, Händler, Neuanpflanzungen und größere Investitionen. Nanduriel unterstützt Rahjanes Ideen grundsätzlich und ist Neuerungen gegenüber durchaus aufgeschlossen. Bei kostspieligen Vorhaben ist er jedoch deutlich vorsichtiger und achtet darauf, dass das Gut sich durch zu viele gleichzeitige Veränderungen nicht finanziell übernimmt.
8.4 Aurelia
Nanduriels Ehefrau [[Aurelia Omiran], geboren 1006 BF, bringt gesellschaftliche Kontakte und Erfahrung mit einem wohlhabenderen städtischen Publikum ein. Über ihr gesellschaftliches Umfeld können neue und hochwertige Produkte einem ausgewählten Publikum vorgestellt werden. Gerade für Rahjanes zukünftige Vermarktung von Flaschenweinen und besonderen Jahrgängen ist diese Verbindung wertvoll.
8.5 Maralita
Maralita Solivino, Witwe des Marcos ya Satara und Mutter Tolmans, lebt trotz ihres hohen Alters noch immer auf Gut Valdoro. Die jahrzehntelange Arbeit in den Weinbergen hat ihren Körper gebeugt, doch die viele Zeit an der frischen Luft scheint ihr zugleich eine erstaunliche Lebenskraft erhalten zu haben; geistig ist sie noch immer wach, aufmerksam und von hohem Verstand. In ihrer Urenkelin Rahjane ya Satara erkennt sie viel von ihrem eigenen jungen Ich wieder und unterstützt deren Versuche mit neuen Reben und veränderten Verfahren mit großem Interesse. Wenn Tolman oder Nanduriel Rahjanes Pläne allzu schnell bremsen wollen, scheut Maralita sich nicht, sich einzumischen und daran zu erinnern, dass auch ihre eigenen Neuerungen einst mit Skepsis betrachtet wurden. Für Rahjane ist sie deshalb nicht nur eine verehrte Vorfahrin, sondern eine lebende Verbündete bei der Weiterentwicklung von Gut Valdoro.
8.6. Rahjane ya Satara
Stellung auf Gut Valdoro
Rahjane ya Satara, geboren 1029 BF, ist im Jahr 1046 BF siebzehn Jahre alt. Sie ist auf dem Gut aufgewachsen und wird dort ausgebildeturch ihr ausgeprägtes Gespür für Weinbau und Vermarktung sowie ihren großen Arbeitseifer gilt sie innerhalb der Familie bereits als wahrscheinlichste Nachfolgerin ihres Vaters. Sie begleitet ihren Vater bereits bei den meisten Händlergesprächen, führt akribisch Aufzeichnungen über Erträge und Lagerbestände, beobachtet die Entwicklung einzelner Fässer, nimmt an Verkostungen teil und darf unter Aufsicht bereits eigene Entscheidungen treffen.
Rahjanes Vorstellungen
Rahjane möchte Gut Valdoro langfristig wohlhabender, bekannter, unabhängiger und wirtschaftlich widerstandsfähiger machen. Ihr Ziel ist ausdrücklich nicht allein eine größere Menge Wein. Sie möchte bessere Trauben konsequenter auswählen, hochwertige Lagen getrennt behandeln, verschiedene Qualitätsstufen schaffen, Keller und Kelterung verbessern, neue Reben erproben, die Präsentation der Weine aufwerten und bislang kaum genutzte Nebenprodukte wirtschaftlich verwerten.
== 9. Die Weine von Gut Valdoro
9.1 Satarer Weiß
Der Satarer Weiß ist der günstige weiße Hauswein. Er ist frisch, leicht, unkompliziert, vergleichsweise jung trinkbar und für den regionalen Alltag bestimmt. Er wird vor allem an Gasthäuser, Bürger und Reisende verkauft. Auch im Zum Eichenen Fass in Satara wird er ausgeschenkt. Der Satarer Weiß ist bewusst kein Spitzenwein. Er soll ein verlässliches und erschwingliches Erzeugnis des Familiengutes sein.
9.2 Satarer Rot
Der Satarer Rot ist das rote Gegenstück zum Satarer Weiß. Er stammt vor allem aus den mittleren Lagen und aktuell noch aus den roten Trauben der oberen Weinberge, die nicht für die Tolmanseiche ausgewählt werden. Er ist trocken, kräftig, fruchtig, unkompliziert und vergleichsweise jung trinkbar. In Gasthäusern kann man damit schlicht einen „Satarer – weiß oder rot?“ bestellen.
9.3 Banquiri
Der Banquiri ist der etablierte halbedle Weißwein von Gut Valdoro. Er besitzt bereits über das unmittelbare Umland hinaus einen recht guten Ruf. Typisch sind die strohgoldene Farbe, helle Früchte, florale Noten, milde Säure, sowie bei guten Jahrgängen eine leicht mineralische oder kräuterige Note. Der Banquiri ist gegenwärtig das wichtigste höherwertige Handelsprodukt des Gutes. Besonders gelungene Fässer werden nicht vollständig verkauft. Einzelne Partien bleiben im Keller, werden verschenkt oder erst nach längerer Lagerung geöffnet.
9.4 Die Tolmanseiche
Die Tolmanseiche ist Rahjanes erstes eigenes Produkt und soll langfristig der edle rote Spitzenwein von Gut Valdoro werden. Den Wein selbst hat Rahjane allerdings nicht vollständig neu erfunden. Schon seit Generationen stammen die besten roten Trauben des Gutes aus den steinigen oberen Parzellen rund um die alte Eiche. Besonders gute Fässer wurden bislang jedoch lediglich als hervorragender Satarer Rot behandelt. Rahjane beginnt erstmals damit, diese Trauben konsequent getrennt zu lesen und auszubauen.
Herstellung
Für die Tolmanseiche werden nur ausgewählte obere Parzellen verwendet, beschädigte und unreife Trauben aussortiert, besonders geeignete Pressungen getrennt und ausgewählte Eichenfässer eingesetzt. Der Wein ist tiefrot, trocken, kräftig, von dunklen Beeren und reifen Kirschen geprägt, würzig, leicht rauchig und auf eine Fassreife von 18 bis 24 Monaten ausgelegt.
Stand 1046 BF
Die Tolmanseiche existiert bereits, sie ist jedoch noch keine etablierte Handelsmarke. Die ersten beiden Jahrgänge befinden sich noch in unterschiedlichen Reifestadien. Vom älteren wurden bereits einzelne Probeflaschen abgefüllt, während der jüngere weiterhin im Fass reift. Eine reguläre Vermarktung hat noch nicht begonnen. Rahjane behandelt die Tolmanseiche noch weitgehend als ihre geheime erste Kreation. Einzelne Flaschen können jedoch bereits bei besonderen Reisen, Verkostungen oder gesellschaftlichen Gelegenheiten mitgeführt werden.
9.5 Maralitas Rose
Maralitas Rose ist Rahjanes geplanter Rosenwein und soll Maralita Solivino ehren. Er soll aus roten Trauben entstehen, deren Saft nur kurze Zeit mit den Schalen in Kontakt bleibt. Geplant ist ein Wein, der frisch, leicht, duftig, sommerlich und zart roséfarben ist. Maralitas Rose soll nicht jedes Jahr produziert werden. Nur wenn Menge und Qualität der roten Ernte es erlauben, soll eine kleine Partie entstehen. Zum Stand 1046 BF ist es nur eine Idee im Kopf von Rahjane. Denn zuerst muss sie sich beweisen und zeigen, dass sie mit der Tolmanseiche ein vernünftiges Produkt erschaffen hat.
==10. Rahjanes bereits begonnene Modernisierungen
10.1 Keller- und Lagenbuch
Status: Bereits begonnen
Rahjane führt zunehmend genaue Aufzeichnungen über einzelne Weinbergslagen, Rebsorten, Erträge, Wetter, Zeitpunkt der Blüte, Beginn und Ende der Lese, Pressungen, Fässer und die Entwicklung einzelner Weine. Auch einzelne Fässer erhalten eindeutige Kennzeichnungen. Diese Aufzeichnungen haben wesentlich dazu beigetragen, die besondere Qualität der Lagen rund um die Tolmanseiche.
10.2 Kennzeichnung der Parzellen
Status: Bereits begonnen
Die verschiedenen Weinbergslagen werden eindeutiger voneinander unterschieden. Pfähle, Zeichen und Einträge in den Büchern sorgen dafür, dass später nachvollzogen werden kann, welche Trauben aus welchem Teil des Gutes stammen. Die vollständige Erfassung aller Weinberge ist noch nicht abgeschlossen.
10.3 Sortierung der Trauben
Status: Bereits teilweise umgesetzt
Beschädigte, unreife oder angefaulte Trauben werden bei hochwertigen Partien zunehmend aussortiert. Für die Tolmanseiche wird dies bereits konsequent durchgeführt. Langfristig soll die Sortierung auch für Banquiri und die gewöhnlichen Hausweine verbessert werden.
10.4 Trennung der Pressungen
Status: Bereits in kleinem Umfang erprobt
Rahjane beginnt stärker zwischen verschiedenen Pressungen zu unterscheiden. Der Vorlauf ist besonders fein und fruchtig. Die erste Pressung liefert den Hauptteil der besseren Weine. Spätere Pressungen sind kräftiger und herber und sollen nicht mehr automatisch mit den besten Säften vermischt werden. Die vorhandenen Pressen erschweren eine konsequente Trennung noch.
10.5 Unterschiedliche Verarbeitung von Weiß- und Rotwein
Status: Bereits begonnen
Weiße Trauben sollen möglichst rasch verarbeitet werden, damit Saft, Schalen und Kerne nicht unnötig lange miteinander in Kontakt bleiben. Rote Trauben dürfen dagegen zunächst gemeinsam mit ihren Schalen stehen, bevor sie abgepresst werden. Rahjane experimentiert bereits mit unterschiedlichen Standzeiten.
10.6 Fassmanagement
Status: Bereits begonnen
Fässer werden zunehmend nach Alter, Holz, Röstung und bisheriger Verwendung geordnet. Für kleine Versuchspartien lässt Rahjane zudem kleinere Probefässer verwenden. Hier unterstützt sie besonders ihre ein Jahr ältere Cousine Madalena, die sich im Sägewerk ihres Vaters bereits hauptsächlich um die Weinfässer kümmern darf.
10.7 Jahrgangsbibliothek
Status: Im Aufbau
Damit hatte bereits Rahjanes Vater Nanduriel begonnen. Vater und Tochter halten einzelne Flaschen guter oder ungewöhnlicher Jahrgänge zurück. Dadurch können Weine nach mehreren Jahren erneut verkostet und miteinander verglichen werden. Aus dieser zunächst kleinen Sammlung soll langfristig eine echte Jahrgangsbibliothek entstehen.
10.8 Versuchsanbau südlicher Reben
Status: Begonnen, aber noch ohne regulären Ertrag
Rahjane hat zusammen mit Maralita eine kleine Fläche für die Erprobung fremder Reben ausgesucht. Dort sollen Sorten aus südlicheren Weinbaugebieten beobachtet werden. Rahjane untersucht, wie sie mit dem Klima bei Cinanzia zurechtkommen, wie anfällig sie für Krankheiten sind, welche Erträge sie liefern und welchen Geschmack die Trauben entwickeln. Die neuen Reben sollen die traditionellen Bestände ausdrücklich nicht ersetzen. Sie sollen später möglicherweise zur Veredelung bestehender Weine beitragen. Damit knüpft Rahjane unmittelbar an die Tradition ihrer Ur- und Ururgroßmutter an.
== 11. Noch geplante Modernisierungen ==
11.1 Die neue Spindelkelter
Rahjane möchte eine große Spindelkelter aus Holz, Stein und geschmiedetem Eisen errichten lassen. Sie soll einen stabilen Presskorb, einen schweren Pressdeckel und eine große senkrechte Spindel besitzen. Mehrere Arbeiter können den Druck über lange Drehbalken langsam und kontrolliert erhöhen. Der entscheidende Vorteil liegt nicht allein in größerer Kraft. Die neue Kelter ermöglicht eine wesentlich bessere Trennung der verschiedenen Pressstufen. Rahjane hat erste Überlegungen und Kostenaufstellungen begonnen. Gebaut ist die Kelter 1046 BF noch nicht, da aktuell noch das Geld für die große Anschaffung fehlt.
11.2 Umbau des Kelterhauses
Das bestehende Kelterhaus soll verbessert, nicht ersetzt werden. Geplant sind zusätzliche Sortiertische, bessere Arbeitswege, getrennte Bereiche für weiße und rote Trauben, zusätzliche Auffangbehälter, verbesserte Abflussrinnen und mehr Platz für kleine Versuchspartien. Die neue Spindelkelter soll später den Mittelpunkt dieses Umbaus bilden.
11.3 Ausbau der Keller
Die vorhandenen Keller sollen stärker gegliedert und gegebenenfalls durch einen neuen Stollen erweitert werden. Langfristig sollen getrennte Bereiche entstehen für junge Weine, gewöhnliche Verkaufsweine, Spitzenweine, Versuchsfässer und Familienreserven. Die organisatorische Trennung hat bereits begonnen. Der eigentliche bauliche Ausbau steht noch aus.
11.4 Flaschen und Abfüllung
Gegenwärtiger Stand
Der größte Teil der gewöhnlichen Weine wird weiterhin fassweise verkauft. Gasthäuser und größere Händler erwerben vollständige Fässer und schenken den Wein aus Krügen oder Karaffen aus. Glasflaschen sind wertvoller und werden vor allem für besonders gute Weine, Privatkunden, Geschenke, Weinproben und kleinere Lieferungen verwendet. Gut Valdoro bezieht bereits kleinere Mengen handwerklich gefertigter Flaschen aus Shenilo.
Eigene Flaschenformen
Rahjane möchte für hochwertige Erzeugnisse eigene, wiedererkennbare Flaschenformen entwickeln lassen. Besonders die Tolmanseiche soll später eine charakteristische Flasche erhalten. Vorgesehen sind unter anderem dunkleres Glas, Korkverschluss, Wachssiegel, Jahrgang, Fassnummer und das Zeichen des Hauses. Auch ein zukünftiger Maralitas Rose würde eine hochwertige eigene Präsentation erhalten.
11.5 Die geplante Brennerei
Die Überlegungen zu einer eigenen Brennerei befinden sich 1046 BF noch in einem sehr frühen Stadium. Rahjane hat bislang vor allem Erfahrung mit Weinbau, Kelterung und Kellerwirtschaft. Von der eigentlichen Kunst des Brennens versteht sie dagegen nur wenig. Ausgangspunkt ihrer Überlegungen ist zunächst eine wirtschaftliche Beobachtung: Bei der Weinherstellung bleiben Trester, Hefesatz, Restweine und andere Bestandteile zurück, die auf Gut Valdoro bislang nur einen geringen Wert besitzen. Rahjane fragt sich daher, ob sich zumindest ein Teil davon zu haltbaren und hochwertigen Bränden weiterverarbeiten ließe. Welche Erzeugnisse daraus tatsächlich entstehen können, wie sie schmecken sollen und welche Verfahren dafür notwendig sind, ist noch keineswegs entschieden. Auch die bisherigen Namen und Vorstellungen sind zunächst Arbeitstitel und Ideen Rahjanes, keine bereits festgelegten Produkte. Bevor auf Gut Valdoro tatsächlich eine Brennerei errichtet wird, möchte Rahjane deshalb jemanden hinzuziehen, der sich mit Destillation und der sicheren Führung einer Brennerei auskennt. Erst gemeinsam mit einem solchen Fachmann sollen aus ihren ersten Vorstellungen konkrete Rezepte und Verfahren entstehen. Rahjanes bisherige Ideen umfassen vor allem einen kräftigen Brand aus Traubentrester, einen feineren Brand aus Wein beziehungsweise geeigneten Restweinen und zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise einen regionalen Kräuter- oder Fruchtbrand, mit Kräutern aus dem Arinkelwald und Früchten aus den Gärten der Bewohner von Cinanzia und Satara.
== 12. Handel und Vermarktung
12.1 Die Ausgangslage
Gut Valdoro besitzt bereits mehrere Möglichkeiten, seine Weine abzusetzen. Über familiäre Verbindungen bestehen Kontakte zu Händlern, Gasthäusern, Adelshäusern und gesellschaftlichen Kreisen in Arinken, Shenilo und der weiteren Ponterra. Für den bisherigen Umfang des Weingutes reichen diese Beziehungen weitgehend aus. Rahjanes Pläne verändern diese Situation jedoch grundlegend. Wenn Gut Valdoro künftig nicht nur mehr, sondern vor allem höherwertiger und überregional verkaufen möchte, benötigt das Gut verlässlichere Absatzwege, größere Handelsnetze und Zugang zu Märkten, die die Familie ya Satara allein nur schwer erreichen kann. Gerade deshalb gewinnt die Weinhandlung Yaquiria Shenilo (WYS) zunehmend an Bedeutung. Rahjane möchte Gut Valdoro wirtschaftlich unabhängiger machen. Das bedeutet für sie jedoch nicht, jeden Zwischenhändler auszuschalten. Im Gegenteil: Wirtschaftliche Unabhängigkeit besteht für sie darin, mehrere starke Absatzwege nutzen zu können und nicht vom Wohlwollen eines einzelnen Handelspartners abhängig zu sein.
12.2 Familie Kelpie
Über Caldria Kelpie verfügt Gut Valdoro bereits über eine bedeutende Verbindung zum Weinhandel. Die Familie Kelpie besitzt Erfahrung mit Handel, Preisen und Absatzwegen und kann insbesondere beim Verkauf größerer Mengen sowie bei der Vermittlung geeigneter Abnehmer helfen. Für Gut Valdoro bleibt diese Verbindung wertvoll. Die verwandtschaftlichen Bande schaffen Vertrauen, und Caldria achtet darauf, dass die Weine ihrer Familie nicht unter Wert abgegeben werden. Dennoch kann das Handelsnetz der Kelpie Rahjanes langfristige Pläne nicht allein tragen. Soll Gut Valdoro seine Erzeugnisse künftig über die unmittelbare Region hinaus bekannter machen, benötigt die Familie zusätzliche Partner. Rahjanes Ziel ist daher kein Entweder-oder zwischen den Kelpie und anderen Handelshäusern. Sie möchte mehrere Wege nebeneinander nutzen.
12.3 Die Weinhandlung Yaquiria Shenilo
Besondere Bedeutung besitzt die Weinhandlung Yaquiria Shenilo, kurz WYS. Die WYS ist der bedeutendste Zusammenschluss fast aller Winzer und Weinhändlerim Raum Shenilo und der umliegenden Signorien. Sie verfügt über eigene Kontore, Kellereien, Fuhrwerke und Schiffe und besitzt Verbindungen zu Händlern weit über die unmittelbare Region hinaus. Für ein Weingut bei Cinanzia, das seinen Absatz vergrößern möchte, lässt sich dieser Einfluss kaum dauerhaft ignorieren. Gut Valdoro ist bislang nicht Teil der WYS. Dennoch besteht aus Sicht der ya Satara ein zunehmendes Interesse an geschäftlichen Beziehungen. Bereits der Banquiri könnte von einer stärkeren überregionalen Vermarktung profitieren. Noch wichtiger wird dies, wenn Rahjanes Pläne Erfolg haben und mit der Tolmanseiche, später vielleicht Maralitas Rose, hochwertigen Flaschenweinen und schließlich den geplanten Bränden weitere Erzeugnisse hinzukommen. Die Familie ya Satara benötigt dann Händler, die diese Waren nicht nur in Arinken oder Shenilo absetzen, sondern auch nach Vinsalt, Kuslik und in weiter entfernte Regionen bringen können. Gerade hier besitzt die WYS Möglichkeiten, über die Gut Valdoro selbst nicht verfügt.
12.4 Die Verbindung nach Côntris
Ein weiterer Berührungspunkt mit der WYS ergibt sich über Côntris. Khadano ya Satara ist seit vielen Jahren Vogt des Jagdgutes Mazzara und seit 1035 BF zugleich Jagdmeister des Barons von Côntris. Das Haus di Côntris ist selbst an der WYS beteiligt, die mit dem Darylshof zudem einen wichtigen Handelsstützpunkt in Côntris unterhält. Khadano ist nicht am Weinhandel von Gut Valdoro beteiligt, durch seine Stellung bestehen jedoch natürliche persönliche Berührungspunkte, über die auch Kontakte zu Vertretern der WYS entstehen können.
12.5 Aurelia Omiran und die gesellschaftliche Vermarktung
Über Aurelia Omiran besitzt Gut Valdoro zusätzlich Zugang zu einem anderen Absatzweg. Ihr gesellschaftliches Umfeld eignet sich weniger für den Verkauf großer Fässer als für die gezielte Präsentation hochwertiger Erzeugnisse. Verkostungen können Rahjane dabei gleich zwei Zwecke erfüllen. Zum einen werden die Weine einem wohlhabenden Publikum bekannt gemacht. Zum anderen kann sie beobachten, wie Gäste auf Geschmack, Namen, Flaschenform und Preis reagieren. Dieser Weg ersetzt den professionellen Handel über Kelpie oder WYS nicht. Er schafft vielmehr Nachfrage, die anschließend von den Handelspartnern bedient werden kann.
Quellen
- Horas-Calendarium 1020 BF, Seite 3 (als Teil der Signorie Arinken)