Detaillierte Sewamundbeschreibung: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | Die letzten Götterläufe haben Sewamund verändert. Die Sturmflut vom Travia 1046 BF, das darauf folgende Götterurteil am Norderkoog sowie die gleichzeitige Invasion in der Stadt und die folgenden Um- und Aufbaumaßnahmen wurden von der Verwaltung und den Bewohnern auch dazu genutzt, die Stadt an den Notwendigkeiten der neuen Zeit auszurichten. | ||
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| + | ==Altstadt== | ||
| + | Der alte Teil Sewamunds erstreckt sich von Burg Sewakstein im Osten bis zur Hafenfestung im Westen. Darin befindet sich die Oberstadt, das Hafenviertel, Corderia und der Markt. | ||
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| + | ===Oberstadt=== | ||
| + | An der Sewakmündung liegt Sewamund. Bewacht von '''Burg Sewakstein (72)''' treffen hier die Straßen von Norden, Süden und Osten am Marktplatz aufeinander. Dort stehen einige der prunkvollsten Häuser der Stadt, nicht zuletzt der '''Magistrat (38)''', der im Tsa 1046 BF durch die Angliederung des früheren '''Palazzo Streitebeck''' nun über Gästezimmer und einen Gerichtssaal verfügt. Die Oberstadt von Alt-Sewamund ist mit ihren engen Straßen und Gassen nicht leicht zu überschauen. Sie entstand auf einem flachen Hügel zu Fuße der Burg. Die Hauptstraße, gesäumt von alten Häusern, startet am Weg zur Burg, wo auch die '''Burgschänke (70)''' und der '''Palazzo Luntfeld (90)''' liegen, und verläuft bis zum Marktplatz. Rechterhand geht die Neutorstraße zum '''Neutor (77)''', das nach Entstehung des Dämonenstiegs durch die Mauer gebrochen wurde. Sie trennt die Häuser an der '''Holzhalde (71)''' vom Stadtteil Corderia. Auf der anderen Seite der Hauptstraße wird sie von der Turmstraße fortgesetzt, wo '''Palazzo Amarinto (68)''' und '''Palazzo Wiesen-Osthzweyg (69)''' einander gegenüberliegen. Die Straße ein wenig hinunter residiert die '''Familie ter Braken (144)'''. Im Schatten der Burg liegt das arg heruntergekommene Wäscherviertel mit der kaum ausgelasteten '''Wäscherei (79)''' und dem altehrwürdigen '''Hotel Sewakblick (106)''' am leicht dämonisch geprägten Fluss. Die Sewakbrücke trotzt den mysteriösen Wassern und führt nach Trafiume, entlang an zwei Felsen, neuerdings '''Irion und Selchion (81)''' genannt. Westlich der Brücke liegen die '''Fischerstege (80)''', Reste des früheren Fischerviertels, das der '''Degano-Werft (66)''' und dem '''Palazzo Degano (34)''' weichen musste, was aber auch zu einer besseren Qualität des Sewamunders Fischs führte. | ||
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| + | ===Hafenviertel=== | ||
| + | ====Handelshafen==== | ||
| + | Den belebten Handelshafen jenseits der Werft erreicht man vom Markt über die breite Hafenstraße, wo das '''Zehnthaus (41)''' steht. Angrenzend befindet sich die '''Villa Cortesinio (64)''' und gegenüber neben der Börse eine Niederlassung der '''Grangorer Darlehensbank (65)'''. An ein Schiff erinnert der Bau des '''Efferd-Tempels „St. Stordian“ (60)''': Vom mastartigen Turm aus spannen sich Taue über das Dach, an denen blaue Stoffbahnen flattern. Am Kopf des Tempels steht die '''Hafenkommandantur''', von deren Balkon man den Hafen gut überblicken kann. Linkerhand liegt das voluminöse Kontor der Reederei Cortesinio (61), und der regsame '''Palazzo Continio (20)'''. Hier führt das Tor zum Sewamunder Werftgelände und hier geht es auf den südlichen Kai mit seiner Speicherhausreihe. Rechterhand des Efferd-Tempels liegt das alte Kontor der Nordmeer-Compagnie, das '''Haus der Zünfte (59)'''. Das Hafenbecken fassen zwei Molen ein, am Ende der westlichen steht, erreichbar durch das alte Strandtor und einen Durchgang der '''Bastion St. Stordian''', der '''Turm der Lotsen (62)''', die jede Untiefe im Fluss und jede Gefahr der Grangorer Bucht zu kennen glauben, am Ende der östlichen der weithin stinkende '''Grangorellenturm (63)'''. Dominiert wird der Hafen, neben einigen Kränen das große '''Speicherhaus (57)'''. Dahinter liegt der '''Phex-Tempel „Halle des Handels“''' und der '''Börse (58)'''. Nördlich davon befinden sich der '''Palazzo van Hoven''' und westlich des Tempels, hinter der '''Matrosenkneipe Sewamund Ahoi! (55)''', zwei große '''Silagespeicher (56)''', worin neben Getreide allerlei Gewürze aus fernen Ländern aufbewahrt werden, und der Letzte Anker (107), eine Taverne zweifelhaften Rufs. Vom Strandtor aus nach Norden führt die Röschengasse, bekannt für Bordelle wie das edle '''Haus zur wilden Stute (53)''' und das eher ausgefallene Etablissement '''Zauberstab (39)''' und Kaschemmen der Seeleute, an der betagten '''Stadtmauer (30)''' entlang zum '''alten Turm (28)'''. Die davor gelegene '''Kneipe „Wachstube“ (29)''' bewirtet die Büttel und Tempelgardisten der Stadt. | ||
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| + | ====Hafenfestung==== | ||
| + | In der Hafenfestung, die einst von Broden von Tern in Auftrag gegeben wurde, auf der künstlichen Insel südlich des neuen Hafens, liegt die im Praios 1048 BF feierlich eröffnete Herzoglich Grangorische Seekadettenschule oder auch Herzog-Cusimo-Colleg, eine Seekadettenschule zu Ehren des betagten Herzogs Cusimo Garlischgrötz. Es handelt sich um ein Prestigeprojekt der Vereinigten Sewaklande, das gemeinsam vom Haus Garlischgrötz, der Stadt Sewamund und mehreren privaten Mäzenen getragen wird.<br> | ||
| + | Der neue Kanal trennt die Festung von der Stadt. Sie ist über eine Zugbrücke zu erreichen und von ihr aus kommt man über eine schmale Bogenbrücke auf die den Handelshafen überblickende '''Bastion St. Stordian (51)'''.<br> | ||
| + | Der kleine, aber ambitionierte Campus hinter dem Denkmal Brodens von Tern besteht aus dem '''Colleg-Gebäude''' selbst '''(136)''', das als Unterrichts- und Bibliotheksgebäude dient, und den angrenzenden Bauten:<br> | ||
| + | Im ursprünglichen Haus des Festungskommandanten untergekommen ist die '''Colleg-Verwaltung (137)''' unter der Leitung von Boros Talvin, umgeben von einem Garten, dahinter die Katakomben der '''Bastion Ruthor (48)'''. Westlich steht die geräumige '''Werkstatt für Schiffstechnik und Instandhaltung (138)''', an der Ostseite ist die einfache, aber gut ausgebaute '''Unterkunft für die Seekadetten (139)''' und ein separates Haus für den magischen Zweig, das '''Haus der Seemagier (141)'''. Dort unterrichten unter anderem Alara Piarez und Ilmena Rondvar die angehenden Flottenzauberer in Seekampfmagie und dem rechten Verhalten auf See. Der Lehrkörper unter Direktor Remius Algrano ist hochkarätig besetzt, mit vielfältigen Spezialisten. Die Nähe zum Kriegshafen erlaubt es den Kadetten, an realen Manövern der Phecadischen Flotte teilzunehmen.<br> | ||
| + | Die für Krisenzeiten gebaute '''Rossmühle (44)''' ist angeblich vor allem dazu da, eindringendes Wasser aus dem Fundament zu pumpen. Die ursprünglichen Quartiere der Besatzung in den dicken Mauern der Bastionen '''Efferd (47)''' und '''Grangor (46)''' werden heute teilweise genutzt von den Seesöldnern der '''Sewakdrachen (140)'''.<br> | ||
| + | Südwestlich der der Festung steht auf einer Felseninsel der neue achteckige '''Leuchtturm (52)''' mit Positionslicht und Semaphor, der zu der Semaphorenlinie gehört, die sich die Küste entlang bis nach Grangor zieht. Der '''Tunnel (45)''' von der Festung zum Kriegshafen soll verschüttet sein. | ||
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| + | ===Markt=== | ||
| + | Auf dem Marktplatz, dem Herzen der Altstadt, wechseln im Schatten der Linden viele Lebensmittel und Güter die Besitzer. Das '''Magistratsgebäude (38)''', in dem lange Zeit der Lilienrat tagte, steht an der Westseite. Links davon steht der vor einiger Zeit neu bezogene '''Palazzo van Hoven (43)'''. Am Markt liegt die '''Gastwirtschaft Goldene Gans (40)''', dessen zugehöriges '''Haus Goldene Gans (67)''' an der Hauptstraße vor langer Zeit ein Travia-Tempel war und heute ein Treffpunkt betuchter Händler ist, die in der Stadt übernachten. Seit Jahren beliebt bei den hohen Herrschaften der Stadt ist der '''Rauchsalon Meridiana (37)''', in dem feinste Tabakwaren und andere Dinge aus Südaventurien in angenehmer Atmosphäre geraucht, verköstigt und gesellschaftlichen Verpflichtungen nachgekommen werden kann. Manch gelehrter Kreis trifft sich in geselliger Runde in den oberen Stockwerken an der Ecke der Straße zum '''Grangorer Tor''', während im Erdgeschoss neben Tabak Wein aus Yaquirien zum Kauf angeboten wird. Weiter die Straße hinunter befindet sich rechts das '''Hospital (36)''' unter Dottora Trebenfurt, der frühere Peraine-Tempel, und links die '''Herberge am Nordeingang (35)''', der schon lange kein Stadttor mehr ist.<br> | ||
| + | Auch andere Palazzi finden sich in der Sewamunder Altstadt: Der '''Palazzo Tribêc (32)''' ist in der Waatstraße am Ufer des Kanals in der Nähe des '''Haupthauses der Stadtbüttel (31)''' zu finden. Gegenüber der Tribêcs steht, wie sollte es auch anders sein, der '''Palazzo Vistelli (33)'''. Dahinter liegen außerdem der '''Palazzo Aurelio (54)''' der Familie van Kacheleen mit markantem Logenturm, in dessen Spitze sich ein Schrein der Illumnestra befindet, und zu dem auch das '''Mutter-Velaria-Haus (49)''' mit Armenspeisung und Praiostagsschule gehört, die '''Villa St. Maralita (50)''' der Familie ter Beer und das mysteriöse '''Hexenhaus (42)''' mit dem Kräutergarten. | ||
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| + | ===Corderia=== | ||
| + | Corderia beherbergt neben kleineren Betrieben wie der '''Bildhauerei ter Tantien (142)''' vornehmlich die '''Seilerei (76)''' selbst und den '''Ingerimm-Tempel St. Stordian (74)''', des Heiligen der Seiler. Der Tempel trägt vier Schornsteine, deren Feuer Tag und Nacht unterhalten werden. Hier dienen drei Geweihte, darunter der Sewamunder Meister der Esse, ein Novize, vier Diener, Knechte, Mägde und drei Tempelwachen. Da die Neutorstraße wenig befahren ist, wird auch sie meist in den Seilfertigungsprozess mit einbezogen und ist wie die Straßen Corderias von unzähligen Seilen bedeckt. Neben einer '''Torsionswaffen-Manufaktur (103)''' finden sich hier ebenso eine '''Holzmühle (75)''' und eine lange '''Drahtzieherei (73)''', die von einigen Sewamundern als moderne Seilerei angesehen wird, zumal es im Tempel Versuche gibt, beide Verfahrensweisen zu kombinieren. Eine Brücke bei der Drahtzieherei führt in das junge Schilderquartier. | ||
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| + | ==Neustadt== | ||
| + | Nach der Bedrohung durch den Dämon Gurondaii erbauten die Sewamunder, Hesinde zum Dank, ihre Neustadt nördlich von Periferia achteckig, wo vorher nur einige Windmühlen standen, wie bis heute der Name Mehlstraße bezeugt. Diese führt durch das '''Mühlentor (10)''' gen Nordosten zur Turbenhöhe mit ihren '''Windmühlen (11)''' und '''Bauernhöfen (12)''' durch die Befestigung an der '''Gerberei Trosseni (102)''' vorbei bis vor die Stadt. An den Sieg gegen Baron Irion erinnert die '''Bastion Irions Zahn (9)'''. Auf der Turbenhöhe liegt ebenso, am Ende einer Anhöhe einsam und abgeschieden das zwergisch eingerichtete '''Haus der Thingatok-Sippe (104)'''. In der Neustadt wohnen viele neue Bürger, ehemalige Pachtbauern des städtischen Contado, aber auch Zugezogene aus dem weiteren Umland. Am Übergang zwischen Periferia und Neustadt liegt der '''Palazzo Phecadien (26)'''. Das ehemals außerhalb der Stadt gelegene Wasserschloss wurde beim Bau der Neustadt integriert und diente bereits dem Grafen von Bomed als Residenz im Exil. Heute ist es die Residenz des Barons von Sewamund und unterliegt dessen Gerichtsbarkeit. Der ansonsten in der Stadt machtlose Baron genießt freie Passage zu seiner Residenz über den Baronskanal und das Garlischgrötzer Tor. Dem Stadtheiligen zu Ehren ziert den Boden des Prunk- und Exerzierplatzes '''Piazza Nodo''' ein stordianischer Knoten mit einer Siegessäule zu Ehren der Dämonenbezwinger. Der Volksmund nennt den Platz, der auch für Messen und Märkte genutzt wird, Knotenplatz. An seiner Südseite stehen der '''Palazzo Novo Carenio (89)''' und der '''Palazzo di Piastinza (18)''', an der Ostseite der '''Palazzo Mornicala (17)''', hinter dem eine unscheinbare '''Niederlassung der C:A:C-Creditanstalt (25)''' zu finden ist, und an der Westseite der '''Traviatempel St. Mascha (16)''', hinter dem die '''Abtei Varosja (15)''' der Aldigonenser liegt.<br> | ||
| + | An der '''Casa Brabanza (95)''' vorbei erreicht man den manchmal noch als Strandbad bezeichneten nördlichen neuen Hafen. Man erreicht ihn über die Badstraße, in der die '''Pension Marina (19)''' für nicht so wohlhabende Adlige und Seeoffiziere steht. Zwischen Schloss und Hafen liegt der '''Palazzo di Estrano (14)''', das ehemalige Strandschlösschen, mit eigenem Strandbereich. Auch '''Schloss Corello (4)''', die neue Residenz sowohl des Lilienrats als auch der Vereinigten Sewaklande, verfügt über einen ansehnlichen Streifen Strand und einen eigenen Bootsanleger inmitten des ummauerten Schlossareals. Das prächtige Schlossgebäude mit den zwei imposanten Türmen ist auf den zentralen Platz der Neustadt hin ausgerichtet. Zu seiner Linken liegen ein Heckenlabyrinth, davor die '''Stallungen (6)''' und das '''Haus der Schlossbediensteten (5)''', dahinter das '''Haus des Kammerherrn (91)''' und im Westen die Arangerie (92). Weiterhin zum Schloss gehören die '''Praios-Kapelle (8)''' und die '''Schlosswache (7)'''. Unweit der Schlosswache liegt außerdem der '''Palazzo d'Illumnesto (93)''', ehemals Palazzo di Punta. Auf dem Platz am Taubenmarkt davor steht die neue Herzog-Cusimo-Statue. Richtung '''Garlischgrötzer Tor''' passiert man das '''Haus Filotrin (94)''', in dem sich eine Tuchmacherwerkstatt befindet. | ||
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| + | ===Der neue Hafen=== | ||
| + | Das große Hafenbecken gehörte einst dem Kriegshafen der horaskaiserlichen Marine. Nach dem Sturm und den politischen Erschütterungen der vergangenen Götterläufe wurde er einer grundlegenden Neuausrichtung unterzogen. Er unterteilt sich in drei eng verzahnte, doch deutlich voneinander geschiedene Bereiche: den Hafen der Nordmeer-Compagnie, den phecadischen Kriegshafen und das weitläufige Fremdenquartier. Der ganze Bereich ist über den Nordkanal vom älteren Hafenviertel getrennt und mit diesem durch eine schmale Bogenbrücke am Alten Turm verbunden. | ||
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| + | ==Hafen der Nordmeer-Compagnie== | ||
| + | Die Nordmeer-Compagnie (HPNC) unterhält hier eine eigene Hafenanlage mit drei großen und fünf kleinen Anlegern, die für die Handelsschiffe der HPNC und ihrer Anteilseigner vorgesehen sind. Die Gebäude rings um die Anleger sind fest in der Hand der anderen Seestädte der Nordmeercompagne: das '''Kontor der Grangorer (110)''' und das '''Kontor der Bethaner (111)''' gehören ebenso dazu wie das '''Kontor der Selsheder (109)''', das gemeinsame Kontor der '''Ruthorer und Nevortener (113)''' sowie das kleinere '''Kontor der Nervuker (115)'''. Dazwischen liegt das gemeinschaftlich betriebene '''Haus des Bundes (114)''', eine Versammlungsstätte für die Sewamunder Anteilseigner, die in den oberen Etagen auch als Offizierscasino für die Offiziere und Handelskapitäne der HPNC-Schiffe genutzt wird. Für kleinere Schiffe und Fischerboote gibt es eine gemeinsam unterhaltene kleine '''Reparaturwerft (108)''', die von der Degano-Werft als Pächter betrieben wird. Reisende aus dem aventurischen Norden und Seeleute kehren gerne im '''Gasthaus Prinz Kasparbald (112)''' ein, das nostrische Spezialitäten wie Salzarele im Schlafrock, Import-Knat und geräucherte Flussfische serviert. | ||
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| + | ==Fremdenquartier== | ||
| + | Östlich des Kriegshafens liegt das Fremdenquartier, auch manchmal Krämer- oder Freihafen genannt, eine aufstrebender und lebhafter Teil des Hafens mit vier großen und drei kleinen Anlegern. Hier dürfen Händler festmachen, die keiner Sewamunder Familie angehören und keine Anteilsscheine an der Nordmeer-Compagnie halten, etwa ausländische Kaufleute, freie Händler oder phexgefällige Unternehmungen aus anderen Teilen Aventuriens. Die Gebäude des Viertels, darunter einige prächtige Kontore und Herbergen, sind überwiegend nach Herkunft geordnet. Das auffällige '''Kontor/Hotel „Admiral von Tern“ (21)''', dem ehemaligen Sitz des kaiserlichen Vize-Admirals, ist Treffpunkt für Händler aus dem Yaquirbruch und Vinsalt. Kontore für Händler aus der '''Ponterra und Kuslik (120)''', '''Almada (125)''', den '''Nordmarken (119)''', '''Albernia und Havena (121)''', '''Thorwal (122)''', '''Südaventurien (123)''', '''Nostria (126)''' und dem '''Windhag und Oberphecadien (127)''' geben dem Viertel einen beinahe kosmopolitischen Anstrich. Auch die Nordmeer-Compagnie residiert in einem '''Kontakt-Kontor (124)''' am Rande des Fremdenquartiers, um den merkantilen Austausch mit den fremden Händlern zu verbessern. Nicht weit davon entfernt erhebt sich die '''Segel- und Tuchmanufaktur van Hoven (118)''', in der unter Aufsicht geschickter Schneider mit Stoffen aus dem ganzen Horasreich gearbeitet wird. Direkt angrenzend finden sich die Lagerhäuser der Handelsgesellschaften '''van Kacheleen (117)''' und '''di Estrano (116)'''. | ||
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| + | ==Kriegshafen der Phecadischen Flotte== | ||
| + | Im westlichen Bereich des neuen Hafens, auf einer künstlichen Insel, liegt der Kriegshafen, der offiziell der Phecadischen Flotte untersteht und vom Vize-Admiral des Herzogtums und dem Sewamunder Hafenmeister gemeinsam verwaltet wird. In den letzten Jahren wurden mehrere Schiffe aus ehemals privatem Besitz (etwa der Familien ya Diamero, Kanbassa, Changbari) beschlagnahmt, ersteigert oder gepachtet und der Flotte als Dauerleihgaben übergeben. An Land liegen neben der '''Neuen Admiralität (134)''' und den '''Matrosenunterkünften (132)''' auch das '''Arsenal (131)''', die '''Schmiede und Gießerei (129)''', eine '''Schiffszimmerei (130)''' und ein '''Proviantmagazin (133)'''. Das kleine, aber gut bestückte '''Segel- und Taulager (135)''' wird auch manchmal von Schiffen der Nordmeer-Compagnie genutzt. Das '''Gebäude (128) mit der Anwerberstube''' im Erd- und dem '''Offizierscasino''' im Obergeschoss ist oft Dreh- und Angelpunkt für neue Rekruten, nicht nur aus Sewamund, sondern aus der ganzen Septimana. | ||
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| + | ===Tamarinden=== | ||
| + | Das für Sewamunder Verhältnisse recht ungeplant gewachsene und teilweise in den Hang gebaute ehemalige Armenviertel der Flüchtlinge aus dem niedergebrannten Amarinto steht weiterhin unter Protektion des Hauses Amarinto, obwohl inzwischen auch andere Mittellose hierhin gezogen sind. Die meisten Bewohner verdingen sich als Hafenarbeiter und in den diversen Bauprojekten der jüngeren Vergangenheit. Direkt neben den Treppen hinauf zur Badstraße hat sich eine '''Alchimisten-Werkstatt (101)''' unter dem Drôler Orelio Bosvani etabliert. Gerüchten zufolge soll dieser in den Handel mit allerlei verbotenen Substanzen verwickelt sein, aber die Stadtbüttel haben diesen Gerüchten bislang keinen Glauben geschenkt. | ||
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| + | ==Periferia== | ||
| + | Ursprünglich war der heutige Stadtteil Periferia eine Ansammlung großer Bauernhöfe vor den Mauern der Stadt. Mit dem Anstieg der Bevölkerungszahl kauften reiche Sewamunder Bürger und Seeoffiziere im Ruhestand einige der Anwesen und gestalteten sie zu Villen. Ehemalige Äcker wurden zu Gärten. Heute liegt der Stadtteil längst nicht mehr am Rand der Stadt, von dem er den Namen hat. Dennoch verleiht ihm die breite, mit Pflanzen geschmückte Straße eine ländliche Atmosphäre und vielen Anwesen sieht man ihre bäuerliche Vergangenheit noch heute an. Das vormals am Ortsausgang gelegene ehemalige Haus der Beilunker Reiter ist in jetziger Zeit eine Poststation des '''Postendienstes Pertakis (22)'''. Östlich des Villenstreifens stehen die '''Wohnhäuser der Deicharbeiter (23)''' und natürlich die '''Villa Vesselbek (86)'''. | ||
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| + | ===Perainenstieg=== | ||
| + | Von Periferia aus erreicht man über eine Bogenbrücke den neuen '''Peraine-Tempel St. Meliora (24)''' auf einem Hügel im Osten. An seinem Fuße befinden sich Süßwasserfischteiche, über denen auf einem Anhöhe die '''Villa Trebenfurt (99)''' und die Orgelwerkstatt des Meisters liegen. Über eine Kanalbrücke geht es von hier aus ins Theaterviertel mit dem '''Bühnengebäude (100)''', das auch durch Gelder der Grangorer Familie Dollbreck errichtet wurde. | ||
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| + | ===Schilderquartier=== | ||
| + | Südöstlich des Peraine-Tempels liegen an der schlicht „Graben“ genannten Straße die von berühmten und weniger berühmten Künstlern genutzten '''Malerwerkstätten (97)''' neben anderen Handwerkern, etwa der '''Töpferwerkstatt (143)''' des Tranquillo Restituno. Gegenüber, kunstvoll auf mehreren Ebenen in die Stadtverteidigung integriert, errichtete Meisterbauerin Bende das '''Haus ter Groot (13)'''. Außerdem liegen der '''Schafhof (96)''' und die '''Casa Acosto (98)''' südlich der Süßwasserfischteiche. Am Kanal sorgen Vorrichtungen wie die '''Schleuse (27)''' für den leichten Übergang des seit Generationen gepflegten phecadischen Kanalsystems zum Wasserstand des Sewaks. | ||
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| + | ==Trafiume== | ||
| + | Trafiume nennt sich die befestigte Vorstadt am südlichen Sewakufer, die traditionell aufgrund juristischer Spitzfindigkeiten im Hinblick auf die Zugehörigkeit zur Grafschaft Bethana oder dem Herzogtum Grangor auf eine gewisse Unabhängigkeit von Sewamund pocht. Einige Leute finden sich hier, die in der Stadt zwar gesucht, aber aus welchen Gründen auch immer den Kontakt zur Stadt nicht abbrechen wollen. Ab und an führen die Stadtbüttel daher Durchsuchungen durch, um die Einwohner Trafiumes daran zu erinnern, wer ihr Herr ist.<br> | ||
| + | Die '''Herberge Am Zollamt (84)''' bietet Schlafgelegenheiten für diejenigen Reisende an, die es nicht rechtzeitig zum Torschluss in die Stadt geschafft haben. Zudem findet sich hier das '''Zollamt (82)''', in dem vier stadteigene Zöllner den Brückenzoll erheben, und das '''Haus des Flussvogtes (83)''', das wegen des Zustands des Sewaks wenig Arbeit hat. Die Bastionen '''Arivor (85)''' und '''Vinsalt (87)''' flankieren das '''Vinsalter Tor'''. Vor der Vorstadt liegt flussabwärts der kleine Bruder des Sewaksteins, der '''Fährmannsfelsen'''. An seinem Fuß steht das '''Haus (88)''', in dem zu Zeiten, als es gerade keine Brücke über den Sewak gab, die Fährmänner wohnten. Das ansonsten aus diversen Gründen unbebaute südliche Ufer der Sewakmündung wird vom Volk gerne als Seebad genutzt, dient aber auch manch zwielichtigem Gesindel als Zufluchtsort. | ||
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| + | ==Umland== | ||
| + | Das Umland Sewamunds ist von Schilf, Weide, Äckern und Feldern geprägt, durchzogen von Feldwegen und Kanälen. Nördlich der Stadt, hinter dem Garlischgrötzer Tor, befinden sich westlich des Vesselbekdamms eine '''Weidekoppel (2)''' für das Vieh, das auf den Wiesen vor der Stadt weiden darf, und östlich ein ansehnlicher '''Birnenhain (3)''', den das Volk gerne zur Erholung aufsucht. Weiter in Richtung Norden liegen von Zeit zu Zeit diverse Söldnerlager und am Fuße eines Hügels der städtische '''Boron-Anger (1)'''. Bevor man '''Gut Norderkoog''' (nicht auf der Karte) erreicht, zeugen Boronräder und weitere Totenfelder von der Schlacht gegen Baron Irion. Im Nordosten von Sewamund finden sich noch einige Bauernhöfe. Östlich der Stadt, hinter dem '''Gehöft der Treidler-Pferde (78)''', liegt ein einzelner Felsen, der sich aus dem beginnenden Hügelland erhebt, von dem aus man ein schönes Panorama über die Stadt erhält. Dort steht auch das '''Haus an der Oststraße (105)'''. | ||
[[Kategorie:Sewamund]] | [[Kategorie:Sewamund]] | ||
Aktuelle Version vom 21. Februar 2026, 11:52 Uhr
Sewamund 1048 BF
Legende
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Die letzten Götterläufe haben Sewamund verändert. Die Sturmflut vom Travia 1046 BF, das darauf folgende Götterurteil am Norderkoog sowie die gleichzeitige Invasion in der Stadt und die folgenden Um- und Aufbaumaßnahmen wurden von der Verwaltung und den Bewohnern auch dazu genutzt, die Stadt an den Notwendigkeiten der neuen Zeit auszurichten.
Altstadt
Der alte Teil Sewamunds erstreckt sich von Burg Sewakstein im Osten bis zur Hafenfestung im Westen. Darin befindet sich die Oberstadt, das Hafenviertel, Corderia und der Markt.
Oberstadt
An der Sewakmündung liegt Sewamund. Bewacht von Burg Sewakstein (72) treffen hier die Straßen von Norden, Süden und Osten am Marktplatz aufeinander. Dort stehen einige der prunkvollsten Häuser der Stadt, nicht zuletzt der Magistrat (38), der im Tsa 1046 BF durch die Angliederung des früheren Palazzo Streitebeck nun über Gästezimmer und einen Gerichtssaal verfügt. Die Oberstadt von Alt-Sewamund ist mit ihren engen Straßen und Gassen nicht leicht zu überschauen. Sie entstand auf einem flachen Hügel zu Fuße der Burg. Die Hauptstraße, gesäumt von alten Häusern, startet am Weg zur Burg, wo auch die Burgschänke (70) und der Palazzo Luntfeld (90) liegen, und verläuft bis zum Marktplatz. Rechterhand geht die Neutorstraße zum Neutor (77), das nach Entstehung des Dämonenstiegs durch die Mauer gebrochen wurde. Sie trennt die Häuser an der Holzhalde (71) vom Stadtteil Corderia. Auf der anderen Seite der Hauptstraße wird sie von der Turmstraße fortgesetzt, wo Palazzo Amarinto (68) und Palazzo Wiesen-Osthzweyg (69) einander gegenüberliegen. Die Straße ein wenig hinunter residiert die Familie ter Braken (144). Im Schatten der Burg liegt das arg heruntergekommene Wäscherviertel mit der kaum ausgelasteten Wäscherei (79) und dem altehrwürdigen Hotel Sewakblick (106) am leicht dämonisch geprägten Fluss. Die Sewakbrücke trotzt den mysteriösen Wassern und führt nach Trafiume, entlang an zwei Felsen, neuerdings Irion und Selchion (81) genannt. Westlich der Brücke liegen die Fischerstege (80), Reste des früheren Fischerviertels, das der Degano-Werft (66) und dem Palazzo Degano (34) weichen musste, was aber auch zu einer besseren Qualität des Sewamunders Fischs führte.
Hafenviertel
Handelshafen
Den belebten Handelshafen jenseits der Werft erreicht man vom Markt über die breite Hafenstraße, wo das Zehnthaus (41) steht. Angrenzend befindet sich die Villa Cortesinio (64) und gegenüber neben der Börse eine Niederlassung der Grangorer Darlehensbank (65). An ein Schiff erinnert der Bau des Efferd-Tempels „St. Stordian“ (60): Vom mastartigen Turm aus spannen sich Taue über das Dach, an denen blaue Stoffbahnen flattern. Am Kopf des Tempels steht die Hafenkommandantur, von deren Balkon man den Hafen gut überblicken kann. Linkerhand liegt das voluminöse Kontor der Reederei Cortesinio (61), und der regsame Palazzo Continio (20). Hier führt das Tor zum Sewamunder Werftgelände und hier geht es auf den südlichen Kai mit seiner Speicherhausreihe. Rechterhand des Efferd-Tempels liegt das alte Kontor der Nordmeer-Compagnie, das Haus der Zünfte (59). Das Hafenbecken fassen zwei Molen ein, am Ende der westlichen steht, erreichbar durch das alte Strandtor und einen Durchgang der Bastion St. Stordian, der Turm der Lotsen (62), die jede Untiefe im Fluss und jede Gefahr der Grangorer Bucht zu kennen glauben, am Ende der östlichen der weithin stinkende Grangorellenturm (63). Dominiert wird der Hafen, neben einigen Kränen das große Speicherhaus (57). Dahinter liegt der Phex-Tempel „Halle des Handels“ und der Börse (58). Nördlich davon befinden sich der Palazzo van Hoven und westlich des Tempels, hinter der Matrosenkneipe Sewamund Ahoi! (55), zwei große Silagespeicher (56), worin neben Getreide allerlei Gewürze aus fernen Ländern aufbewahrt werden, und der Letzte Anker (107), eine Taverne zweifelhaften Rufs. Vom Strandtor aus nach Norden führt die Röschengasse, bekannt für Bordelle wie das edle Haus zur wilden Stute (53) und das eher ausgefallene Etablissement Zauberstab (39) und Kaschemmen der Seeleute, an der betagten Stadtmauer (30) entlang zum alten Turm (28). Die davor gelegene Kneipe „Wachstube“ (29) bewirtet die Büttel und Tempelgardisten der Stadt.
Hafenfestung
In der Hafenfestung, die einst von Broden von Tern in Auftrag gegeben wurde, auf der künstlichen Insel südlich des neuen Hafens, liegt die im Praios 1048 BF feierlich eröffnete Herzoglich Grangorische Seekadettenschule oder auch Herzog-Cusimo-Colleg, eine Seekadettenschule zu Ehren des betagten Herzogs Cusimo Garlischgrötz. Es handelt sich um ein Prestigeprojekt der Vereinigten Sewaklande, das gemeinsam vom Haus Garlischgrötz, der Stadt Sewamund und mehreren privaten Mäzenen getragen wird.
Der neue Kanal trennt die Festung von der Stadt. Sie ist über eine Zugbrücke zu erreichen und von ihr aus kommt man über eine schmale Bogenbrücke auf die den Handelshafen überblickende Bastion St. Stordian (51).
Der kleine, aber ambitionierte Campus hinter dem Denkmal Brodens von Tern besteht aus dem Colleg-Gebäude selbst (136), das als Unterrichts- und Bibliotheksgebäude dient, und den angrenzenden Bauten:
Im ursprünglichen Haus des Festungskommandanten untergekommen ist die Colleg-Verwaltung (137) unter der Leitung von Boros Talvin, umgeben von einem Garten, dahinter die Katakomben der Bastion Ruthor (48). Westlich steht die geräumige Werkstatt für Schiffstechnik und Instandhaltung (138), an der Ostseite ist die einfache, aber gut ausgebaute Unterkunft für die Seekadetten (139) und ein separates Haus für den magischen Zweig, das Haus der Seemagier (141). Dort unterrichten unter anderem Alara Piarez und Ilmena Rondvar die angehenden Flottenzauberer in Seekampfmagie und dem rechten Verhalten auf See. Der Lehrkörper unter Direktor Remius Algrano ist hochkarätig besetzt, mit vielfältigen Spezialisten. Die Nähe zum Kriegshafen erlaubt es den Kadetten, an realen Manövern der Phecadischen Flotte teilzunehmen.
Die für Krisenzeiten gebaute Rossmühle (44) ist angeblich vor allem dazu da, eindringendes Wasser aus dem Fundament zu pumpen. Die ursprünglichen Quartiere der Besatzung in den dicken Mauern der Bastionen Efferd (47) und Grangor (46) werden heute teilweise genutzt von den Seesöldnern der Sewakdrachen (140).
Südwestlich der der Festung steht auf einer Felseninsel der neue achteckige Leuchtturm (52) mit Positionslicht und Semaphor, der zu der Semaphorenlinie gehört, die sich die Küste entlang bis nach Grangor zieht. Der Tunnel (45) von der Festung zum Kriegshafen soll verschüttet sein.
Markt
Auf dem Marktplatz, dem Herzen der Altstadt, wechseln im Schatten der Linden viele Lebensmittel und Güter die Besitzer. Das Magistratsgebäude (38), in dem lange Zeit der Lilienrat tagte, steht an der Westseite. Links davon steht der vor einiger Zeit neu bezogene Palazzo van Hoven (43). Am Markt liegt die Gastwirtschaft Goldene Gans (40), dessen zugehöriges Haus Goldene Gans (67) an der Hauptstraße vor langer Zeit ein Travia-Tempel war und heute ein Treffpunkt betuchter Händler ist, die in der Stadt übernachten. Seit Jahren beliebt bei den hohen Herrschaften der Stadt ist der Rauchsalon Meridiana (37), in dem feinste Tabakwaren und andere Dinge aus Südaventurien in angenehmer Atmosphäre geraucht, verköstigt und gesellschaftlichen Verpflichtungen nachgekommen werden kann. Manch gelehrter Kreis trifft sich in geselliger Runde in den oberen Stockwerken an der Ecke der Straße zum Grangorer Tor, während im Erdgeschoss neben Tabak Wein aus Yaquirien zum Kauf angeboten wird. Weiter die Straße hinunter befindet sich rechts das Hospital (36) unter Dottora Trebenfurt, der frühere Peraine-Tempel, und links die Herberge am Nordeingang (35), der schon lange kein Stadttor mehr ist.
Auch andere Palazzi finden sich in der Sewamunder Altstadt: Der Palazzo Tribêc (32) ist in der Waatstraße am Ufer des Kanals in der Nähe des Haupthauses der Stadtbüttel (31) zu finden. Gegenüber der Tribêcs steht, wie sollte es auch anders sein, der Palazzo Vistelli (33). Dahinter liegen außerdem der Palazzo Aurelio (54) der Familie van Kacheleen mit markantem Logenturm, in dessen Spitze sich ein Schrein der Illumnestra befindet, und zu dem auch das Mutter-Velaria-Haus (49) mit Armenspeisung und Praiostagsschule gehört, die Villa St. Maralita (50) der Familie ter Beer und das mysteriöse Hexenhaus (42) mit dem Kräutergarten.
Corderia
Corderia beherbergt neben kleineren Betrieben wie der Bildhauerei ter Tantien (142) vornehmlich die Seilerei (76) selbst und den Ingerimm-Tempel St. Stordian (74), des Heiligen der Seiler. Der Tempel trägt vier Schornsteine, deren Feuer Tag und Nacht unterhalten werden. Hier dienen drei Geweihte, darunter der Sewamunder Meister der Esse, ein Novize, vier Diener, Knechte, Mägde und drei Tempelwachen. Da die Neutorstraße wenig befahren ist, wird auch sie meist in den Seilfertigungsprozess mit einbezogen und ist wie die Straßen Corderias von unzähligen Seilen bedeckt. Neben einer Torsionswaffen-Manufaktur (103) finden sich hier ebenso eine Holzmühle (75) und eine lange Drahtzieherei (73), die von einigen Sewamundern als moderne Seilerei angesehen wird, zumal es im Tempel Versuche gibt, beide Verfahrensweisen zu kombinieren. Eine Brücke bei der Drahtzieherei führt in das junge Schilderquartier.
Neustadt
Nach der Bedrohung durch den Dämon Gurondaii erbauten die Sewamunder, Hesinde zum Dank, ihre Neustadt nördlich von Periferia achteckig, wo vorher nur einige Windmühlen standen, wie bis heute der Name Mehlstraße bezeugt. Diese führt durch das Mühlentor (10) gen Nordosten zur Turbenhöhe mit ihren Windmühlen (11) und Bauernhöfen (12) durch die Befestigung an der Gerberei Trosseni (102) vorbei bis vor die Stadt. An den Sieg gegen Baron Irion erinnert die Bastion Irions Zahn (9). Auf der Turbenhöhe liegt ebenso, am Ende einer Anhöhe einsam und abgeschieden das zwergisch eingerichtete Haus der Thingatok-Sippe (104). In der Neustadt wohnen viele neue Bürger, ehemalige Pachtbauern des städtischen Contado, aber auch Zugezogene aus dem weiteren Umland. Am Übergang zwischen Periferia und Neustadt liegt der Palazzo Phecadien (26). Das ehemals außerhalb der Stadt gelegene Wasserschloss wurde beim Bau der Neustadt integriert und diente bereits dem Grafen von Bomed als Residenz im Exil. Heute ist es die Residenz des Barons von Sewamund und unterliegt dessen Gerichtsbarkeit. Der ansonsten in der Stadt machtlose Baron genießt freie Passage zu seiner Residenz über den Baronskanal und das Garlischgrötzer Tor. Dem Stadtheiligen zu Ehren ziert den Boden des Prunk- und Exerzierplatzes Piazza Nodo ein stordianischer Knoten mit einer Siegessäule zu Ehren der Dämonenbezwinger. Der Volksmund nennt den Platz, der auch für Messen und Märkte genutzt wird, Knotenplatz. An seiner Südseite stehen der Palazzo Novo Carenio (89) und der Palazzo di Piastinza (18), an der Ostseite der Palazzo Mornicala (17), hinter dem eine unscheinbare Niederlassung der C:A:C-Creditanstalt (25) zu finden ist, und an der Westseite der Traviatempel St. Mascha (16), hinter dem die Abtei Varosja (15) der Aldigonenser liegt.
An der Casa Brabanza (95) vorbei erreicht man den manchmal noch als Strandbad bezeichneten nördlichen neuen Hafen. Man erreicht ihn über die Badstraße, in der die Pension Marina (19) für nicht so wohlhabende Adlige und Seeoffiziere steht. Zwischen Schloss und Hafen liegt der Palazzo di Estrano (14), das ehemalige Strandschlösschen, mit eigenem Strandbereich. Auch Schloss Corello (4), die neue Residenz sowohl des Lilienrats als auch der Vereinigten Sewaklande, verfügt über einen ansehnlichen Streifen Strand und einen eigenen Bootsanleger inmitten des ummauerten Schlossareals. Das prächtige Schlossgebäude mit den zwei imposanten Türmen ist auf den zentralen Platz der Neustadt hin ausgerichtet. Zu seiner Linken liegen ein Heckenlabyrinth, davor die Stallungen (6) und das Haus der Schlossbediensteten (5), dahinter das Haus des Kammerherrn (91) und im Westen die Arangerie (92). Weiterhin zum Schloss gehören die Praios-Kapelle (8) und die Schlosswache (7). Unweit der Schlosswache liegt außerdem der Palazzo d'Illumnesto (93), ehemals Palazzo di Punta. Auf dem Platz am Taubenmarkt davor steht die neue Herzog-Cusimo-Statue. Richtung Garlischgrötzer Tor passiert man das Haus Filotrin (94), in dem sich eine Tuchmacherwerkstatt befindet.
Der neue Hafen
Das große Hafenbecken gehörte einst dem Kriegshafen der horaskaiserlichen Marine. Nach dem Sturm und den politischen Erschütterungen der vergangenen Götterläufe wurde er einer grundlegenden Neuausrichtung unterzogen. Er unterteilt sich in drei eng verzahnte, doch deutlich voneinander geschiedene Bereiche: den Hafen der Nordmeer-Compagnie, den phecadischen Kriegshafen und das weitläufige Fremdenquartier. Der ganze Bereich ist über den Nordkanal vom älteren Hafenviertel getrennt und mit diesem durch eine schmale Bogenbrücke am Alten Turm verbunden.
Hafen der Nordmeer-Compagnie
Die Nordmeer-Compagnie (HPNC) unterhält hier eine eigene Hafenanlage mit drei großen und fünf kleinen Anlegern, die für die Handelsschiffe der HPNC und ihrer Anteilseigner vorgesehen sind. Die Gebäude rings um die Anleger sind fest in der Hand der anderen Seestädte der Nordmeercompagne: das Kontor der Grangorer (110) und das Kontor der Bethaner (111) gehören ebenso dazu wie das Kontor der Selsheder (109), das gemeinsame Kontor der Ruthorer und Nevortener (113) sowie das kleinere Kontor der Nervuker (115). Dazwischen liegt das gemeinschaftlich betriebene Haus des Bundes (114), eine Versammlungsstätte für die Sewamunder Anteilseigner, die in den oberen Etagen auch als Offizierscasino für die Offiziere und Handelskapitäne der HPNC-Schiffe genutzt wird. Für kleinere Schiffe und Fischerboote gibt es eine gemeinsam unterhaltene kleine Reparaturwerft (108), die von der Degano-Werft als Pächter betrieben wird. Reisende aus dem aventurischen Norden und Seeleute kehren gerne im Gasthaus Prinz Kasparbald (112) ein, das nostrische Spezialitäten wie Salzarele im Schlafrock, Import-Knat und geräucherte Flussfische serviert.
Fremdenquartier
Östlich des Kriegshafens liegt das Fremdenquartier, auch manchmal Krämer- oder Freihafen genannt, eine aufstrebender und lebhafter Teil des Hafens mit vier großen und drei kleinen Anlegern. Hier dürfen Händler festmachen, die keiner Sewamunder Familie angehören und keine Anteilsscheine an der Nordmeer-Compagnie halten, etwa ausländische Kaufleute, freie Händler oder phexgefällige Unternehmungen aus anderen Teilen Aventuriens. Die Gebäude des Viertels, darunter einige prächtige Kontore und Herbergen, sind überwiegend nach Herkunft geordnet. Das auffällige Kontor/Hotel „Admiral von Tern“ (21), dem ehemaligen Sitz des kaiserlichen Vize-Admirals, ist Treffpunkt für Händler aus dem Yaquirbruch und Vinsalt. Kontore für Händler aus der Ponterra und Kuslik (120), Almada (125), den Nordmarken (119), Albernia und Havena (121), Thorwal (122), Südaventurien (123), Nostria (126) und dem Windhag und Oberphecadien (127) geben dem Viertel einen beinahe kosmopolitischen Anstrich. Auch die Nordmeer-Compagnie residiert in einem Kontakt-Kontor (124) am Rande des Fremdenquartiers, um den merkantilen Austausch mit den fremden Händlern zu verbessern. Nicht weit davon entfernt erhebt sich die Segel- und Tuchmanufaktur van Hoven (118), in der unter Aufsicht geschickter Schneider mit Stoffen aus dem ganzen Horasreich gearbeitet wird. Direkt angrenzend finden sich die Lagerhäuser der Handelsgesellschaften van Kacheleen (117) und di Estrano (116).
Kriegshafen der Phecadischen Flotte
Im westlichen Bereich des neuen Hafens, auf einer künstlichen Insel, liegt der Kriegshafen, der offiziell der Phecadischen Flotte untersteht und vom Vize-Admiral des Herzogtums und dem Sewamunder Hafenmeister gemeinsam verwaltet wird. In den letzten Jahren wurden mehrere Schiffe aus ehemals privatem Besitz (etwa der Familien ya Diamero, Kanbassa, Changbari) beschlagnahmt, ersteigert oder gepachtet und der Flotte als Dauerleihgaben übergeben. An Land liegen neben der Neuen Admiralität (134) und den Matrosenunterkünften (132) auch das Arsenal (131), die Schmiede und Gießerei (129), eine Schiffszimmerei (130) und ein Proviantmagazin (133). Das kleine, aber gut bestückte Segel- und Taulager (135) wird auch manchmal von Schiffen der Nordmeer-Compagnie genutzt. Das Gebäude (128) mit der Anwerberstube im Erd- und dem Offizierscasino im Obergeschoss ist oft Dreh- und Angelpunkt für neue Rekruten, nicht nur aus Sewamund, sondern aus der ganzen Septimana.
Tamarinden
Das für Sewamunder Verhältnisse recht ungeplant gewachsene und teilweise in den Hang gebaute ehemalige Armenviertel der Flüchtlinge aus dem niedergebrannten Amarinto steht weiterhin unter Protektion des Hauses Amarinto, obwohl inzwischen auch andere Mittellose hierhin gezogen sind. Die meisten Bewohner verdingen sich als Hafenarbeiter und in den diversen Bauprojekten der jüngeren Vergangenheit. Direkt neben den Treppen hinauf zur Badstraße hat sich eine Alchimisten-Werkstatt (101) unter dem Drôler Orelio Bosvani etabliert. Gerüchten zufolge soll dieser in den Handel mit allerlei verbotenen Substanzen verwickelt sein, aber die Stadtbüttel haben diesen Gerüchten bislang keinen Glauben geschenkt.
Periferia
Ursprünglich war der heutige Stadtteil Periferia eine Ansammlung großer Bauernhöfe vor den Mauern der Stadt. Mit dem Anstieg der Bevölkerungszahl kauften reiche Sewamunder Bürger und Seeoffiziere im Ruhestand einige der Anwesen und gestalteten sie zu Villen. Ehemalige Äcker wurden zu Gärten. Heute liegt der Stadtteil längst nicht mehr am Rand der Stadt, von dem er den Namen hat. Dennoch verleiht ihm die breite, mit Pflanzen geschmückte Straße eine ländliche Atmosphäre und vielen Anwesen sieht man ihre bäuerliche Vergangenheit noch heute an. Das vormals am Ortsausgang gelegene ehemalige Haus der Beilunker Reiter ist in jetziger Zeit eine Poststation des Postendienstes Pertakis (22). Östlich des Villenstreifens stehen die Wohnhäuser der Deicharbeiter (23) und natürlich die Villa Vesselbek (86).
Perainenstieg
Von Periferia aus erreicht man über eine Bogenbrücke den neuen Peraine-Tempel St. Meliora (24) auf einem Hügel im Osten. An seinem Fuße befinden sich Süßwasserfischteiche, über denen auf einem Anhöhe die Villa Trebenfurt (99) und die Orgelwerkstatt des Meisters liegen. Über eine Kanalbrücke geht es von hier aus ins Theaterviertel mit dem Bühnengebäude (100), das auch durch Gelder der Grangorer Familie Dollbreck errichtet wurde.
Schilderquartier
Südöstlich des Peraine-Tempels liegen an der schlicht „Graben“ genannten Straße die von berühmten und weniger berühmten Künstlern genutzten Malerwerkstätten (97) neben anderen Handwerkern, etwa der Töpferwerkstatt (143) des Tranquillo Restituno. Gegenüber, kunstvoll auf mehreren Ebenen in die Stadtverteidigung integriert, errichtete Meisterbauerin Bende das Haus ter Groot (13). Außerdem liegen der Schafhof (96) und die Casa Acosto (98) südlich der Süßwasserfischteiche. Am Kanal sorgen Vorrichtungen wie die Schleuse (27) für den leichten Übergang des seit Generationen gepflegten phecadischen Kanalsystems zum Wasserstand des Sewaks.
Trafiume
Trafiume nennt sich die befestigte Vorstadt am südlichen Sewakufer, die traditionell aufgrund juristischer Spitzfindigkeiten im Hinblick auf die Zugehörigkeit zur Grafschaft Bethana oder dem Herzogtum Grangor auf eine gewisse Unabhängigkeit von Sewamund pocht. Einige Leute finden sich hier, die in der Stadt zwar gesucht, aber aus welchen Gründen auch immer den Kontakt zur Stadt nicht abbrechen wollen. Ab und an führen die Stadtbüttel daher Durchsuchungen durch, um die Einwohner Trafiumes daran zu erinnern, wer ihr Herr ist.
Die Herberge Am Zollamt (84) bietet Schlafgelegenheiten für diejenigen Reisende an, die es nicht rechtzeitig zum Torschluss in die Stadt geschafft haben. Zudem findet sich hier das Zollamt (82), in dem vier stadteigene Zöllner den Brückenzoll erheben, und das Haus des Flussvogtes (83), das wegen des Zustands des Sewaks wenig Arbeit hat. Die Bastionen Arivor (85) und Vinsalt (87) flankieren das Vinsalter Tor. Vor der Vorstadt liegt flussabwärts der kleine Bruder des Sewaksteins, der Fährmannsfelsen. An seinem Fuß steht das Haus (88), in dem zu Zeiten, als es gerade keine Brücke über den Sewak gab, die Fährmänner wohnten. Das ansonsten aus diversen Gründen unbebaute südliche Ufer der Sewakmündung wird vom Volk gerne als Seebad genutzt, dient aber auch manch zwielichtigem Gesindel als Zufluchtsort.
Umland
Das Umland Sewamunds ist von Schilf, Weide, Äckern und Feldern geprägt, durchzogen von Feldwegen und Kanälen. Nördlich der Stadt, hinter dem Garlischgrötzer Tor, befinden sich westlich des Vesselbekdamms eine Weidekoppel (2) für das Vieh, das auf den Wiesen vor der Stadt weiden darf, und östlich ein ansehnlicher Birnenhain (3), den das Volk gerne zur Erholung aufsucht. Weiter in Richtung Norden liegen von Zeit zu Zeit diverse Söldnerlager und am Fuße eines Hügels der städtische Boron-Anger (1). Bevor man Gut Norderkoog (nicht auf der Karte) erreicht, zeugen Boronräder und weitere Totenfelder von der Schlacht gegen Baron Irion. Im Nordosten von Sewamund finden sich noch einige Bauernhöfe. Östlich der Stadt, hinter dem Gehöft der Treidler-Pferde (78), liegt ein einzelner Felsen, der sich aus dem beginnenden Hügelland erhebt, von dem aus man ein schönes Panorama über die Stadt erhält. Dort steht auch das Haus an der Oststraße (105).