Religion in Sewamund

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Praios

Die Praios-Kapelle im Schloss Corello dient nicht nur zur Andacht, sondern auch als Symbol der Ordnung und Rechtsprechung. Seit dem Auftauchen Gurondaiis und der dämonischen Verseuchung des Sewaks wurde ihr Einfluss gestärkt, gerade durch den Druck aus Veliris. Die Aldigonenser-Abtei Varosja am Rande der Neustadt beherbergt disziplinierte Geweihte, ihre Studien über die Einflüsse Gurondaiis könnten erklären, warum sich das Wasser mancher Kanäle wieder beruhigt hat. Auch über die stetig benötigte Reinigung des Geistes wird gesprochen. Immer wieder gibt es Gerüchte, die Abtei hüte eine Liste "Gefährdeter Sewamunder", was auch immer damit gemeint ist.

Efferd

Der Efferd-Tempel St. Dozman, geformt wie ein Schiff, ist nicht nur religiöses Zentrum, sondern auch Erinnerungsort an frühere Fluten und Opfer der See. Tief unter dem Tempel sollen sich alten Schauergeschichten zufolge noch Kultstätten alter seefahrender Völker befinden, von frühen Vanith-Pilgern bis zu Grolmrittern. Alteingesessene Familien wie die ter Beer und Acosto gelten als Beschützer des Tempels und seiner Traditionen. Viele glauben, der Tempel schütze die Stadt nicht nur vor Sturm, sondern auch vor dem, was unter dem Wasser lebt.

Travia

Der Travia-Tempel St. Mascha in der Neustadt ist Anlaufpunkt für Durchreisende und Händler, ein Ort des Trosts, aber auch der Flüsterpost. Hierher kommen Opfer von Flut, Flucht und Verstoßung. Besonders zur Zeit des Mühlenfests wird er zum Hort städtischer Eintracht. Viele Binnenreisende finden bei den dortigen Geweihten vorübergehende Unterkunft oder Rat bei persönlichen Krisen.

Peraine

Mit dem Peraine-Tempel St. Meliora östlich von Periferia verfügt Sewamund über eine Heilstätte von überregionalem Ruf. Er ist Sanatorium, Beratungszentrum und Laboratorium zugleich. Wasserbehandlungen, medizinische Kräuter und alchimistische Behandlungen gegen Sewakfieber und Fischschuppenleiden werden unter Aufsicht und Protektion der Familie Trebenfurt durchgeführt.

Phex

Die Halle des Handels im Hafen ist zentraler Ort für alle phexgefälligen Unternehmungen, offizielle wie inoffizielle. In abgeschlossenen Logenräumen werden riskante Seewetten, Verschwiegenheitsverträge und vielleicht auch Pakte der Börse verhandelt. Hier kreuzen sich die Wege der Unterwelt mit denen ehrlicher Händler, die Grenzen sind fließend.

Ingerimm

Der Ingerimm-Tempel St. Stordian in Corderia ist spirituelles Zentrum der Werkleute, Seiler, Orgelbauer und Schmiede. Vier Schornsteine brennen Tag und Nacht, ein Symbol unablässiger Arbeit. Der Heilige Stordian, Namensgeber des Tempels, soll der erste Seiler der Stadt gewesen sein, der durch göttliche Eingebung den "Sewakknoten" ersann. Im Tempel St. Stordian wird geschmiedet, gesponnen und geweiht. Der stordische Weg gilt als offenes Kultgeheimnis für alle Handwerker, die in ihren Produkten das göttliche Ebenbild erkennen. Eine versteckte Kammer des Tempels enthält angeblich ein Fragment des Seils, mit dem Stordian einst einen Wasserdämon bannte.

Famerlor

Im Palazzo Phecadien hat der neue Baron von Sewamund, zugleich Ordensritter der Famerlorianer, einen Schrein zu Ehren des hohen Drachen Famerlor eingerichtet, in der ebenso Khadan-Horas als kommender "Drache des Krieges" verehrt wird.

Weitere Halbgötter und Heilige

Die Heilige Garlieb gilt innerhalb der Familie Luntfeld als Schutzpatronin der Holzfäller und der Waldarbeit. Besonders bei den Fischern der Baronie steht ihre Schutzheilige, die Heilige Maralita, hoch im Kurs. Während sich Sanct Odil um den Schutz des Lagers des Reisenden in der Wildnis kümmert, ist Sancta Ifirnia für die Wahl des richtigen Weges zuständig. Nicht verschwiegen werden sollten die Anhänger Kors, denn mit dem Hauptmann-Geweihten Nazir da Silva-Brabanza residiert auch ein Geweihter des Söldnergottes in der Stadt. Nicht wenige Sewamunder verehren außerdem den Flussvater Sewak, auch wenn dies von der Efferd-Kirche stets kritisch betrachtet wird.