Coriolenne

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Coriolenne - mit Kortempel und Grafenschloß

Die Ursprünge des linksyaquirischen Coriolenne stammen noch aus den Tagen des tausendtürmigen Bosparan, als eine feste Garnison der Bosparanischen Legionen hier ein Castellum errichtete. Im Wechsel der Jahrhunderte dümpelte dann der kleine Ort vor sich her, bis der Signor von Mantrash seine Residenz hierher verlegte.
Mit den Plünderungen almadanischer Söldner im Thronfolgekrieg endete das alte Coriolenne und wich vor allem einem düsteren Kortempel. Daneben finden sich im Rahjaviertel, dass zu Zeiten der Baronin Varosja II. von Veliris errichtet wurde, einige Freudenhäuser und zwielichtige Tavernen. Unterhalb des Ortes liegt der Boronanger von Unterfels.
Beherrscht wird der Stadtteil von Horasio della Pena, der das alte Schloss der Signori von Mantrash bezogen hat und hier Hof hält. Regelmäßig kommt er hier im Pavillon des Gartens mit jenen Condottieri zusammen, auf die er seine Herrschaft im Yaquirbruch stützt. Scherzhaft nennt das einfache Volk, speziell die Bewohner von Yaquirella, diese Versammlung den Hornechsenrat.

Ausführliche Beschreibung

Wappen: Ein Silber zu Schwarz geviertelter Schild mit einer silbernen Kline im linkoberen Feld und einem schwarzen Turm im linkunterem Feld. (Altes Wappen von Coriolenne.)

Der Kortempel von Unterfels ist der bedeutendste Tempel des Kriegsgottes im Königreich Yaquiria. Jahr für Jahr pilgern zahlreiche Söldlinge aus dem ganzen Reich hierher, um die Gunst ihres göttlichen Schutzpatrons zu gewinnen. In Anbetracht der Tatsache, dass auch stets einige Banner Mercenarios vor den Toren der Stadt lagern, verwundert es kaum, dass der Hochgeweihte des Tempels zu den mächtigsten Personen der Stadt gehört und manch adliger Signor vor seiner Wut zittert.

Vier breite Treppen, an deren Absätzen in ehernen Feuerbecken nächtens Flammen über die Region flackern, führen bis zur Spitze des Hügel des Blutes (a) hinauf, wo sich der eigentliche Tempel befindet. Das kuppelgekrönte Bauwerk wird von mehreren mächtigen Säulen getragen und beherbergt eine große stählerne Korstatue.
Vom Hügel des Blutes bis zum Schwarzen Tor verläuft die Straße des Kampfes (c). Auf diesem breiten Weg erheben sich auf jeder Seite jeweils neun basaltene Säulen. Auf diesen Säulen werden die Feldzeichen der großen Söldnerbanner der Region eingemeißelt. Auf dem düsteren Platz der Rache (b) werden Deserteure und Verräter hingerichtet.
Hinter dem schwarzen Tor befindet sich der Pilgeranleger, an dem mehrmals täglich eine Fähre anlegt und die Besucher des Tempelbezirks über den Yaquir setzt.

Den Bau mussten die Söldlinge 1029 BF unter Androhung einer Erstürmung und Plünderung der Stadt erst erzwingen, ehe die Signoria zähneknirschend ihr Einverständnis zur Errichtung des Tempels gab. Es ist unbekannt, wieso der Prälat des Tempels den geflammten Stier als Emblem führt. Allerdings heißt es in uralten Ruinen unterhalb des jetzigen Tempels habe man Standarten aus bosparanischen Zeiten gefunden, welche die Korjünger damaliger Tage ihren Heeren voran trugen und die eindeutig Stiere zeigten.

Rahjaviertel
Als Varosja II. vor vierhundert Jahren ein strenges Praiosregiment in der Baronie Veliris führte, verbannte sie sämtliche Kurtisanen und Freudenjungen aus den Städten, so auch in Unterfels. In dieser Zeit ließ Signor Rhadyon Berîsac dieses Gewerbe außerhalb seiner Stadtmauern ansiedeln. Mit dem Fährdienst soll er sehr reich geworden sein. Seither gibt es in Unterfels das geflügelte Wort von über den Fluss setzen und jeder Einheimische weiß, wovon die Rede ist. Manch ein Zugereister verwechselt dies leicht mit Er ist über den Fluss gefahren, was bedeutet, dass gerade jemand verstorben ist. So kommt es immer wieder vor, dass eine Rückkehr von den Freudenhäusern Tote zum Leben erwecken konnte...

1 - Badehaus
Besonders zu betonen ist unter den Etablissements das Badehaus im Südostzipfel des Viertels. Es besticht durch seine hervorragende Qualität, und hier kann man sich auch ganz ohne Hintergedanken mit einem Dampfbad verwöhnen lassen.

2 – Altes Draconiterinstitut
In diesem mit einem Türmchen geschmückten Gebäude, in dem vor einigen Jahren das Draconiterinstitut aus Shenilo seinen Sitz hatte, residieren Graf Horasios Söldnerhauptleute.

Schloss Tsadanja
Die große Residenz des Grafen Horasio ist ein prunkvolles Bauwerk in eslamidischem Stil. 882 BF ließ Alricio Berîsac de Mantrash den Palast als Castello d’Alricio errichten, um Vinsalt und der lieblichen Königin ein wenig näher zu sein. Später dann ließ Signor Vascal einige bauliche Veränderungen vornehmen und benannte den Palast in Schloss Telodoranya um. Nach der Eroberung durch Graf Horasio trägt das Schloss den Namen seiner verstorbenen Gemahlin Tsadanja.

3 – Anleger des Golgari
Vor einigen Jahrhunderten entwickelte sich in Unterfels der Brauch die Toten über den Fluss zu setzen und auf der gegenüberliegenden Yaquirseite zu begraben. Mittlerweile gehört der Schwarze Fährmann zu den angesehenen Patriziern der Stadt, sorgt er doch mit der schwarzbetuchten Totengaleere für die symbolische Fahrt über das Nirgendmeer. Die Golgarifähre macht am Anleger des Golgari fest und die Toten werden hier in einer großen Halle kurz aufgebahrt, bevor sie zur Boronhalle (4) in einer stummen Prozession über den Weg der Toten geleitet werden.

Der Weg der Toten
Vom Yaquir aus führt eine mit Stelen geschmückte Straße zum Boronanger. An ihrem Ende liegt die Golgarifähre. Mit ihr werden die Toten von den rechtsyaquirischen Anlegern der Stadt ins Reich der Toten überführt. Der Fährmann ist ein angesehener und reicher Mann, darf er doch die Silbertaler, die man den Verstorbenen als Fährgeld auf die geschlossenen Augenlider legt, behalten. Immer wenn man die schwarze Fähre über den Fluss rudern sieht, raunen sich die Unterfelser zu, dass schon wieder jemand über den Fluss gefahren ist.

Boronanger
Etwas abseits der Stadt liegt der Boronanger Unterfels. Radförmig begrenzen Wege das aufsteigende Areal, die gelegentlich mit schweren Basaltstufen die Uferhügel des Yaquir erklimmen. Stelen und Steine erinnern an wichtige Krieger, einfache Boronräder gedenken an manch einen verstorbenen Handwerker. In der Speiche erhebt sich die neue Boronhalle (4), in der die Toten aufgebahrt, oder einbalsamiert werden.

5 – Schrein der Marbo
Etwas oberhalb des Boronanger liegt ein kleiner Schrein der Marbo, in dem für die Toten gedacht werden kann.

6 - Nasuleen der Patrizier
Oberhalb des Boronangers öffnet die Uthar-Pforte den Weg des Schweigens, der durch einen Friedwald bis zu den Nasuleen der Patrizier führt. Alle großen Häuser der Stadt haben hier ihre prunkvollen Grabbauten und jede Familie versucht die andere mit mehr Verzierungen, teurerem Gestein und mächtigeren Säulen auszustechen.

7 – Bishdarielsspitze
Hoch über dem Yaquir erhebt sich mit der Bishdarielsspitze die höchste Anhöhe eines Ausläufers der Goldfelsen. Von hier aus kann man die gesamte Stadt überblicken und bei klarem Wetter sogar die Türme Bomeds erkennen.

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