Figurenza

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Karte und Übersicht Urbasis   Stadtbeschreibung Agrepparas   Magistralia   Figurenza   Sikramargino   Torneocampo   Camponuovo   Nachbarschaften    

Figurenza, die Heimat der Schmiede und Zimmerleute, ist das geschäftige nordöstliche Drittel der Unterstadt Urbasis. Es beginnt am Sikramufer und erstreckt sich weiter über den nordöstlichen Hang des Stadtbergs. Fleiß und Stolz kennzeichnen seine Bewohner, die sich als die wahren Garanten des Wohlstands der Silberstadt sehen. Vor allem der Platz des Heiligen Agreppo, der Hauptmarkt Urbasis, gilt manchen auch als eigentliches Stadtzentrum. Ganz in dessen Nähe schwingt sich zudem der Ponte Phecchio über den Sikram und verbindet Urbasi mit der kleineren Nachbarstadt Agreppara.

Übersicht: Karte Figurenzas

Urbasi
Gebäude und Örtlichkeiten

in der Nachbarschaft des Silbertalers:
1 und 2) Ingerimm-Tempel und Palladio-Turm
3) Platz des Hl. Agreppo (Hauptmarkt Urbasis)
4) Mercatorium (Markthalle und -gericht)
5) Ponte Phecchio (mit Werkstätten der Silberzunft)
6) Urbasische Münze
7) Haus der Silberzunft
8) Haus der Eisenzunft
9) Taverne Silberblick
10) Palazzo Aspoldo
11) Haupthaus der Silbertaler Bank
12) Sikramhafen
13) Steile Treppe
14) Hotel am Hafen
15) Armbrusterei Grotho Tadoschi
16) Palazzo della Turani

in der Ehrenwerten Nachbarschaft der Nymphe:
17) Siburer Tor (zum Sikramstieg)
18) Haus der Holzzunft
19) Santa-Ricarda-Platz
20) Santa-Ricarda-Kellerei
21) Station des Postendiensts Pertakis
22) Haus der Cerrano-Gesellschaft
23) Herberge Dukatenesel
24) Kaskadengarten
25) Schänke Palio und Carroccio
26) Palazzo Scalior

Rundgang durch Figurenza

Beherrscht wird Figurenza vom gewaltigen Ingerimm-Tempel des Heiligen Agreppo, der halb in die Felswand des Stadtbergs hineingebaut wurde und erhaben über dem Sikramtal thront. Die von zwei trutzigen Türmen flankierte Fassade ist den Mineneingängen des umliegenden Silbertals vage nachempfunden. Darüber dass der gesamte Tempel trotz prachtvollster Ausstattung wenig mehr als eben dies – die Fassade eines Mineneingangs – ist, wird viel spekuliert. Vielmehr sollen die Geweihten hier über die schon legendäre Agreppinische Mine, die ergiebigste des gesamten Silbertals, wachen.

Unterhalb des Tempels, über eine breite Prachttreppe zu erreichen, liegt die Piazza di Sant'Agreppo, der größte Marktplatz der Stadt, auf dem allerlei einheimische Handwerkserzeugnisse angeboten werden, aber auch auswärtige Händler ihre Waren feilbieten. In der Mitte des Platzes steht der Campanile San Palladio, der 55 Schritt hohe Glockenturm des Ingerimm-Tempels, dessen dumpfes, schwer bebendes Geläut schon manches Mal Fremde aufschrecken ließ, da sie sich plötzlich inmitten einer Erderschütterung wähnten.

Östlich schließt sich der berühmte Ponte Phecchio an, die Brücke der urbasischen Silberschmiede, die in drei weiten Bögen schwungvoll den Sikram überspannt und dabei an ihren Rändern den vorkragenden Werkstätten der Feinschmiede und Graveure Platz bietet. Die Ansiedlung der Schmiede auf der Brücke geht dabei auf einen Kompromiss aus der Zeit des frühen Vinsalter Königreichs zurück, als Urbasi gleichermaßen Prägestätte der Silbertaler Arivors und Methumiens wurde, ohne dafür einen für beide Seiten neutralen Ort wählen zu können. So blieb die eigentliche Prägestätte am Arivorer Ufer, während zur Genugtuung der methumischen Herzöge zumindest die Silberschmieden über den Fluss verlagert wurden.

Die eigentliche Silbermünze, eine große Prägestätte in Stadtbesitz, liegt am Sikram oberhalb der Brücke, weist einen eigenen Anleger für Erztransporte aus dem gegen Sibur gelegenen Teil des Silbertals auf und ist natürlich schwer bewacht – schwerer als Kerker und Festungen der Stadt, wie es heißt …

In unmittelbarer Nachbarschaft stehen mit dem Mercatorium und dem Haupthaus der Silbertaler Bank zwei wichtige Institutionen des städtischen Kommerzes. Ersteres fungiert als Markthalle inmitten der Piazza di Sant'Agreppo, beherbergt dazu jedoch auch die Amtsräume des Mercatorios, des städtischen Marktherrn, und das Marktgericht. Letzteres stellt die Zentrale des urbasischen Bankwesens dar, das sich über Nebensitze in anderen Städten auch über weitere Teile vor allem des südlichen Lieblichen Feldes ausgebreitet hat.

Gleichfalls am Marktplatz gelegen, dabei jedoch die Treppe zum Ingerimm-Tempel flankierend, stehen das Haus der Silberzunft und das Haus der Eisenzunft, in denen alle Schmiede der Stadt organisiert sind. Ersteres fällt dabei naturgemäß weitaus prachtvoller aus, auch wenn letzteres bei Zunftsitzungen mehr Mitglieder birgt. Arroganz und Neid haben zwischen beiden Zünften eine erbitterte Rivalität entstehen lassen.

Wenige Schritte nördlich des Hauses der Eisenzunft haben im Palazzo Aspoldo deren wichtigste Mitglieder ihren Sitz. Beim streitbaren Charakter der Familie verwundert es nicht, dass diese einen der wehrhaftesten Geschlechtertürme der Stadt ihr Eigen nennt.

Schreiner der Holzzunft

Der Nordhang des Viertels wird vor allem vom Kaskadengarten beherrscht, auch 'Garten der 333 Fontänen' genannt (obgleich diese Zahl keineswegs nachgewiesen ist). Dieses Wahrzeichen der Stadt, das über mehrere Ebenen sowie etliche Brunnen und Fontänen gewaltige Wassermassen einfach den Berg hinabfließen lässt, wurde erst durch einen Planungsfehler beim Bau des Aquädukts notwendig. Nachdem dessen Leistungsfähigkeit völlig unter- und der Verbrauch der Stadt überschätzt wurde, musste ein weiterer Abfluss geschaffen werden. Die Kunstfertigkeit der Urbasier bei der Problembewältigung lässt sich nun eindrucksvoll etwa an der Fontana dell'Aquila, der Fontana di Fontargenna oder dem Großen Nymphäum im Terrassengarten nachvollziehen.

Oberhalb des Gartens thront mit dem (schon zu Magistralia gehörenden) Palazzo Sathÿara das offizielle Gästehaus der Stadt, ein von der ehemaligen Gonfaloniera Savinya Zorgazo in Auftrag gegebenes Gebäude, das mit alten Satyrenstatuen geschmückt wurde und dem Volksmund nach nicht ganz geheuer sein soll … Ein Stück weiter liegt an der Grenze nach Torneocampo der Palazzo Scalior mit seinem kleinen Geschlechterturm.

Im Norden Figurenzas haben auch die meisten Küfer und Zimmerleute ihre Heimat, deren Haus der Holzzunft durch seine detaillierten Schnitzereien auffällt. Hauptabnehmer für (Wein-)Fässer ist die nahe gelegene Santa-Ricarda-Kellerei der Solivino, in der der wohl beste Cassiener Wein der Urbasiglia gelagert und schließlich mit dem Siegel seiner heiligen Erfinderin weithin exportiert wird. In seiner Nachbarschaft finden sich noch die kleine Piazza di Santa Ricarda, die hiesige Station des Postendienstes Pertakis, die Kutschtransporte nach Sibur, Urbet und Silas anbietet, sowie das Siburer Tor in der äußeren Stadtmauer.

Zwischen der Kellerei und dem Hauptmarkt liegt zudem das Haus der Cerrano-Gesellschaft, die mit der Familie Solivino kooperiert – und die Räumlichkeiten, in denen einst die Familie Changbari ein Kontor unterhielt, auch von den Solivinos angemietet hat.

Händler am Sikramhafen

Der südlichste Teil des Viertels wird beinahe ganz vom Sikramhafen mit seinen Anlegern und Lagerhäusern eingenommen. Hier werden viele Waren des Sikramoberlaufs, seien es Golderz, Holz oder Fässer voller Goldfelser Morgenrot, gestapelt und die Erzeugnisse Urbasis nach Silas, Methumis und Belhanka weiterverschifft. Über den steilen Osthang der Stadt führt zudem die mit aufwändigen Kacheln geflieste Steile oder auch Hafentreppe bis zum Palioplatz hinauf.

Beinahe schon in Sikramargino liegt eine stadtbekannte Werkstatt – die Armbrusterei Grotho Tadoschi eines schon seit Jahrzehnten in Urbasi ansässigen Brillantzwergs, der sich auch als Ausbilder vieler Urbasier an der Armbrust verdient gemacht hat. Ganz in der Nähe befindet sich schließlich der Palazzo della Turani des gleichnamigen Adelshauses.

Gasthäuser in Figurenza

Die Taverne Silberblick am Marktplatz unweit des Ingerimm-Tempels ist ein im rustikalen Flair der Silbertaler Minen eingerichtetes, jedoch durchaus empfehlenswertes und von vielen auswärtigen Durchreisenden frequentiertes Lokal. In der Schänke Palio und Carroccio an der Grenze nach Magistralia kehren vornehmlich Büttel, Gardisten und Veteranen des städtischen Armbrustwettbewerbs ein. Die Herberge Dukatenesel nahe des Siburer Tors ist eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit für nicht allzu anspruchsvolle Reisende – vor allem sollte man den Wirt nicht darauf aufmerksam machen, dass der Esel auf dem Schild über seiner Tür Silbertaler und nicht Dukaten scheißt … Das Hotel am Hafen spricht eine etwas gehobenere Kundschaft an, sticht ansonsten aber auch nicht heraus.


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