Archiv:Sicherung des Yaquirbruches (BB 24)
OBERFELS/BOMED/VINSALT.
Nachdem es in den letzten Wochen und Monden immer wieder vereinzelt zu Zwischenfällen mit Novadis kam, wurden nun – auch angesichts der Geschehnisse in der Drôler Mark – Maßnahmen ergriffen, die die Cronmark sichern sollen.
Beiderseits des Yaquirs, im Herzogtum Grangor (insbesondere der Grafschaft Bomed) wie in der Cronmark Yaquirbruch, wurden die Truppen unter provinzherrlichem Befehl in Alarmzustand versetzt. Herzoglich Grangorer Truppen wurden zum Teil von der Nordgrenze abgezogen und sollen im Zweifelsfall innerhalb weniger Stunden bereit sein die östlichen Grenzen des Reiches zu verteidigen. Im gesamten Yaquirbruch gilt seit kurzem ein neues »Dekret den Grenzverkehr betreffend«, welches in zahlreichen Punkten den Grenzverkehr neu regelt.
So ist u.a. verfügt, dass fürderhin nur noch Personen von Stand und gutem Leumund Waffen mit einer Länge von mehr als einem halben Spann mit sich führen dürfen. Auch ist es den örtlichen Truppen und Büttel nun erlaubt ohne vorherige Rücksprache Personen von zweifelhaftem Charakter und Ruf den Grenzübertritt zu verbieten und außerdem auch noch Examinationshaft von bis zu zwölf göttergefälligen Wochen anzuordnen.
Dieses komplexe Regelwerk, welches übrigens inhaltsgleich auch in den anderen beiden yaquirischen Cronmarken eingeführt werden soll, firmierte im ersten Canzleientwurf noch als »Dekret die Ungläubigen betreffend«, so dass schnell klar wird, wem diese Regelungen vor allem zu gelten haben.
Zusätzlich wurde geregelt, dass das erste Addendum zum Vertrag von Venga »den Handel mit dem Kalifate und seinen Provinzen betreffend« (siehe den entsprechenden Bericht in dieser Ausgabe) schon jetzt strikt umgesetzt werden soll. Fürderhin wird der phexgefällige Commerz dahingehend eingeschränkt, als dass es nicht mehr statthaft ist, Güter mit dem Kalifat zu handeln, welche als Waffen deklariert sind, als Waffen zu gebrauchen sind oder aber dazu dienen könnten Waffen herzustellen.
Schlussendlich hat die Cronmark Yaquirbruch offiziell um Truppenunterstützung gebeten und diesbezüglich eine eilfertige Eingabe gen Arivor, zum Sitz des Cronconvents, gesandt. Angesichts der angespannten Lage ließ Comto Erlan Sirensteen von Irendor zu Bomed, der Statthalter der Marchesa des Yaquirbruches, auch jegliche Festivitäten in der gesamten Cronmark absagen. Selber sagte er auch seine Teilnahme als Mitglied der horasischen Delegation am Reichscongress zu Gareth ab, denn bis die angeforderte Truppenunterstützung angekommen sei, »wird im Yaquirbruch jede Schwerthand wertvoller als auf dem Weg nach Weiden sein«, womit der Comto auf die Verlegung des Reichscongresses in die nördliche Provinz des Raul’-schen Reiches anspielte.
JM