Piazza Nodo

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Die Piazza Nodo mit Siegessäule und stordischem Knoten

Die Piazza Nodo, im Volksmund meist schlicht Knotenplatz genannt, ist der zentrale Platz der Neustadt von Sewamund und gilt als eines der bedeutendsten Wahrzeichen der modernen Stadt. Er entstand 1020 BF im Zuge des Wiederaufbaus und der Erweiterung Sewamunds nach den Wirren der letzten Jahrzehnte und bildet das politische und repräsentative Zentrum der neuen Stadtteile.

Der Platz liegt zwischen dem Travia-Tempel St. Mascha, dem Palazzo Mornicala, dem Palazzo di Piastinza, dem Palazzo Pfauenstein und dem Palazzo Novo Carenio. Von hier aus führen die wichtigsten Straßen der Neustadt zum neuen Hafen, nach Periferia und zum Garlischgrötzer Tor.

Geschichte

Der Platz entstand im Zuge des Ausbaus der Neustadt. Nach den Ereignissen rund um Gurondaii, die Bedrohung des Sewaktals und der wachsenden Bedeutung Sewamunds als Handels- und Verwaltungszentrum entschloss sich die Stadt, die bis dahin nur locker von einigen Bauernhöfen und Windmühlen besiedelten Gebiete nördlich der alten Stadt planmäßig auszubauen.

Bei der Gestaltung griffen die Stadtväter und Architektin Bende ter Groot auf die in Sewamund besonders verehrte Symbolik des Knotens zurück. Der Knoten gilt als Sinnbild der Lehren des Heiligen Stordian, Schutzzeichen gegen Chaos und Sinnbild für die Verbindung von Handwerk, Glaube und Gemeinschaft.

Die Piazza Nodo wurde bewusst als Gegenstück zum alten Marktplatz der Altstadt angelegt. Während die Altstadt mit ihren engen Gassen und verwinkelten Straßen das historische Sewamund verkörpert, steht die Piazza Nodo für Ordnung, Planung und Aufbruch, ganz im Zeichen der Renascentia.

Den Mittelpunkt des weitläufigen Platzes bildet ein aus verschiedenfarbigem Stein gelegtes Mosaik in Form eines gewaltigen stordischen Knotens. Der Knoten erstreckt sich über große Teile des Platzes und kann von den oberen Stockwerken der umliegenden Gebäude besonders gut betrachtet werden.

Nach der Sturmflut des Travia 1046 BF gewann die Piazza Nodo zusätzlich an Bedeutung. Während Teile der älteren Stadt beschädigt wurden, diente der erhöhte Platz zeitweise als Sammelpunkt für Flüchtlinge, Hilfstrupps und Materiallager. Viele Sewamunder sehen darin einen weiteren Beweis für den Schutz des Heiligen Stordian über die Stadt.

Im Zentrum des Knotens erhebt sich die Siegessäule der Dämonenbezwinger, die an die Verteidiger Sewamunds und den Sieg über die dämonischen Bedrohung erinnert. Die Säule zeigt auf ihrer Spitze eine vergoldete Lilie, die von einem Drachen umschlungen wird. Auf ihrem Sockel sind zahlreiche Namen verewigt, darunter der Magier Torvon Gilindor, der während der Kämpfe gegen Gurondaii sein Leben verlor, einige namhafte Opfer des Thronfolgekrieges, der Sturmflut von 1046 BF und des Kampfes gegen Baron Irion von Sewamund.

Nutzung

Theateraufführung auf der Piazza Nodo

Es finden auf der Piazza Nodo regelmäßig öffentliche Veranstaltungen statt. Neben Theateraufführungen, Märkten und Warenschauen werden hier militärische Paraden, Ansprachen des Lilienrats sowie Feierlichkeiten der Vereinigten Sewaklande abgehalten. Besonders während des Drachenstichtags und des Deichfestes füllt sich der Platz mit Besuchern aus ganz Phecadien. Händler errichten Verkaufsstände entlang der Platzränder, während Musikanten und Gaukler die Aufmerksamkeit der Menge auf sich ziehen.

Volkes Stimme

„Wer den Knoten nicht findet, findet auch den Weg nicht.“
— Sewamunder Sprichwort

„Früher traf man sich auf dem Markt. Heute trifft man sich auf dem Knotenplatz. Die Stadt wächst eben mit ihren Geschichten.“
— unbekannter Händler

Legenden

Um die Piazza Nodo ranken sich einige Geschichten. Manche behaupten, der Knoten im Pflaster sei nach geheimen derometrischen Regeln angelegt worden und bilde von oben betrachtet ein perfektes Abbild eines Knotens aus den Lehren Stordians.

Andere erzählen, die Linien des Knotens seien kein rein ästhetisches Gebilde, sondern würden auf verborgene Tunnel und alte Wasserkanäle unter der Stadt hinweisen. Besonders Anhänger verschiedener Verschwörungstheorien sind überzeugt, dass sich genau unter dem Mittelpunkt des Platzes ein Zugang zu einem großen Geheimnis Sewamunds befinde.

Noch phantastischer ist die Behauptung, unter der Siegessäule sei die legendäre Schwarze Münze von Sewamund verborgen, die angeblich Macht über Leben und Tod verleihen soll.